Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
(AMI, ZMB) Die saisonal rückläufige Milchanlieferung hält mit einem Rückgang von -0,4% in der 39. KW im Vgl. zur Vorwoche weiter an und liegt damit 0,5% über Vorjahresniveau. Die festen Tendenzen an den Produktmärkten halten weiter an. Die Notierungen für abgepackte Butter wurden auf 5,00-5,34 EUR/kg angehoben und lagen für Blockbutter bei 4,65-4,80 EUR/kg (Kempten, 11.10.23). Für Schnittkäse werden für die nächsten Monate höhere Preise gefordert. Auf den Pulvermärkten je nach Sparte tendieren die Preise stabil bis leicht fester.
Ende September wurde im Bundesrat die Zweite Verordnung zur Änderung der Geflügel-Salmonellen-Verordnung verabschiedet und damit die Angleichung an EU-Recht umgesetzt. Ende letzten Jahres hatte der DBV zum Referentenentwurf kritisch Stellung bezogen. Als äußerst problematisch wertete der DBV die zentrale Änderung der Verordnung, wonach bereits positive Befunde aus betriebseigenen Untersuchungen ohne weitere amtliche Untersuchung die Feststellung von Salmonellen begründen. Hinsichtlich der Definition „Herde“ ist positiv hervorzuheben, dass diese bereits im Vorfeld durch die zuständigen Behörden zu definieren sind. Auch die Ausgestaltung der geforderten Hygieneschleusen ist weniger spezifisch ausformuliert als noch im Referentenentwurf.
Lidl hat heute bekannt gegeben, dass sie im Zuge ihrer Strategie „Bewußte Ernährung“ vegane Ersatzprodukte ihrer Eigenmarke Vemondo, im Preis absenken und nicht teurer anbieten wollen als das Originalprodukt aus tierischer Erzeugung. Lidl folgt damit grundsätzlich einem Trend zu mehr Nachhaltigkeitsversprechen, dem auch andere Händler folgen, wenngleich die Preisabsenkung neu ist. Ob mit der Preisangleichung und dem Fördern veganer Ersatzprodukte tatsächlich mehr Nachhaltigkeit und gute Ernährung erreicht wird oder nur einem Trend im Wettbewerb gefolgt wird, bleibt kritisch zu hinterfragen. Immerhin setzt Lidl weiterhin auf einen hohen Anteil der bewährten tierischen Proteine (80% bis 2030 statt bisher 89%) im Sortiment und bekennt sich zur Herkunft aus Deutschland. Lidl sieht sich als Partner der deutschen Landwirtschaft und sucht den Dialog.
(Spiegel) Forscher der Universität Edinburgh haben in zweijährigen Versuchen Hühner genetisch so verändert, dass sie weitgehend gegen die Erreger der Vogelgrippe resistent sind. Dies gelang ihnen durch den Austausch eines Gens in den Keimzellen der Tiere. Dabei konzentrierte sich das Team auf die Familie der ANP32-Proteine. Diese Proteine nutzen Influenza-Viren generell – also auch beim Menschen – um sich in Körperzellen zu vermehren. Die Forscher schufen dabei mit der Genschere Crispr-Casß Hühner mit verändertem Proteingen, das in abgewandelter Form auch bei Säugetieren vorkommt. Die Immunität der Hühner prüften die Forscher an dem vor allem in Ostasien gängigen Influenza-Erregertyp H9N2, der weniger aggressiv ist als H5N1. Bei gewöhnlichen Dosierungen infizierten sich die genveränderten Hühner kaum mit dem Erreger. Kamen die Tiere jedoch mit einer extrem hohen – 1000-fachen – Dosis in Kontakt, so infizierten sich fünf von zehn Hühnern. Zwar entwickelten diese Tiere keine hohe Virenlast, und sie übertrugen die Erreger auch nicht auf Artgenossen. Analysen ergaben aber, dass das Virus in den infizierten Vögeln nun – statt ANP32A –weniger geeignete Protein-Varianten entwickelten. Als äußerst problematisch sehen die Forscher die rasche Veränderung und Variabilität des Proteins, so dass eine vollständige Resistenz verschiedener Vogelgrippe-Genotypen notwendig ist.
Die US-Mais- und Weizennotierung stehen unter Druck. Im Fokus der Marktakteure steht die Veröffentlichung des USDA-Versorgungsberichtes.
Die Maisnotierungen haben etwas nachgegeben. Am 11.10.2023 schloss der Fronttermin bei umgerechnet 181,18 EUR/t mit einem Minus von 1,10 EUR/t zur Vorwoche.
Die voranschreitende Ernte übte weiterhin Druck auf die Kurse aus. Nach Angaben des USDA waren zum 8.10.2023 rund 34 % der Flächen geräumt. In den kommenden Tagen werde in weiten Teilen des Maisgürtels Niederschläge erwartet. Diese dürften die Erntearbeiten etwas zurückwerfen. Des Weiteren wurde die US-Notierung durch die starke Präsenz günstiger brasilianischer Maislieferungen am Weltmarkt belastet. Im Oktober dürften die brasilianischen Maisexporte 9,2 Mio. t erreichen, was 50 % mehr als im Vorjahresmonat wäre und Monatsrekord bedeuten würde.
Limitiert wurden die Verluste durch die ungünstigen Vegetationsbedingungen in Südamerika. Sowohl Argentinien als Brasilien haben mit den ersten Auswirkungen von El-Niño zu kämpfen. Das brasilianische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Ernte 2024 das Vorjahresergebnis von 130 Mio. t um 9,5 % verfehlen dürfte. Ausschlaggebend ist die Reduzierung des Areals um 4,8 % sowie die Aussicht auf kleinere Erträge.
Die Weizenkurse gaben auf Wochensicht ebenfalls nach. Der Fronttermin schloss am 11.10.2023 bei umgerechnet 192,64 und damit 3,36 EUR/t unter Vorwochenlinie. Im Fokus der Marktteilnehmer steht der am 12.10.2023 erscheinenden Berichts des USDA zum Angebot und Nachfrage. Akteure erwarten, dass das USDA steigenden US-Vorräte prognostiziert und auch die Schätzung der Weizenvorräte in der Schwarzmeerregion nach oben korrigiert. Die Weizennotierungen stiegen zwischenzeitlich getrieben durch die Preisrallye der Rohstoffe nach dem Angriff der Hamas auf Israel an. Zudem wurden erneut ukrainische Getreidesilos an der Donau durch russischen Beschuss beschädigt. Wie viel Getreide dabei vernichtet wurde, ist nicht bekannt.
Sorge bereitet derzeit die Trockenheit in Australien. Der September 2023 avanciert zum niederschlagärmsten Monat der Geschichte, was die Ertragsentwicklung, auch in den sonst eher begünstigten Gebieten, zunehmend beeinträchtigt. (Quelle: AMI)
Eier stehen beim Verbraucher unvermindert hoch im Kurs und leisten einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Darauf will der Welt-Ei-Tag hinweisen. Er findet immer am zweiten Freitag im Oktober statt, dieses Jahr am 13. Oktober. Laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2022 bei 230 Eiern und damit auf dem Niveau von vor fünf Jahren. Der Selbstversorgungsgrad stieg um ein Prozent auf 76 Prozent – dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 1992.
Der Brotgetreidemarkt liegt brach, sinkende Terminkurse, reichliches Angebot aus Importen und infolgedessen wenig Kaufinteresse der Verarbeiter limitieren das Vermarktungspotenzial der Erzeuger.
Die Umsätze am Brotgetreidemarkt sind äußerst überschaubar. Einem verhaltenen Kaufinteresse der Verarbeiter und Exporteure steht zurückhaltende Abgabebereitschaft der Erzeuger gegenüber. Die rückläufigen Gebote setzen wenig Verkaufsanreize für die Anbieter. Seit mehreren Wochen dümpelt der Brotweizenpreis um 206 EUR/t frei Erfasserlager, Qualitätsweizen erzielt stabile 20 EUR/t mehr. Die Prämie für Eliteweizen ist zuletzt auf knapp 43 EUR/t zurückgenommen worden. Nur aus Liquiditätsgründen verkaufen Landwirte vereinzelt Teilmengen, aber Handelsunternehmen greifen bereits auf Abwehrpreise zurück, denn die Lager sind voll. Über die Kontraktmengen hinaus wird wenig Neugeschäft verzeichnet, der Exportmarkt kann keine Zugkraft entwickeln. Verarbeiter scheinen gut gedeckt, auch mit Partien höherwertiger Qualität, sodass derzeit auch am Inlandsmarkt kaum Nachfrage herrscht. Marktteilnehmer hoffen auf neue Impulse, denn auch der Terminmarkt bietet trotz seiner Schwankungen bei latenter Schwächetendenz wenig Anreize. Der in dieser Woche anstehende USDA-Versorgungsbericht und die damit verbundene Hoffnung auf eindeutig Richtungsweisung lähmt zusätzlich. Für prompten Qualitätsweizen franko Hamburg nennt der Großhandel 265 EUR/t. Die zwischenzeitlich erreichten 270 EUR/t konnten nicht gehalten werden. Brotweizen wird mit 235 EUR/t franko bewertet und Brotroggen mit 222 EUR/t. Das ist jeweils 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Braugerste tendiert indes schwächer und verliert gegenüber Vorwoche 5 auf 380 EUR/t. (Quelle: AMI)
Die EFSA wird im Auftrag der EU-Kommission ein wissenschaftliches Gutachten zur Putenhaltung erstellen. Aus diesem Grund lädt die EFSA alle Vertreter von Interessengruppen am 8. November 2023 zu einer Tagung nach Brüssel ein, um bereits zu Beginn der Bewertung in einen offenen Dialog mit den Beteiligten zu treten.