Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 13.10.2023

Forschung an genetisch veränderten Hühnern zur Resistenzbildung gegen Vogelgrippe-Viren

(Spiegel) Forscher der Universität Edinburgh haben in zweijährigen Versuchen Hühner genetisch so verändert, dass sie weitgehend gegen die Erreger der Vogelgrippe resistent sind. Dies gelang ihnen durch den Austausch eines Gens in den Keimzellen der Tiere. Dabei konzentrierte sich das Team auf die Familie der ANP32-Proteine. Diese Proteine nutzen Influenza-Viren generell – also auch beim Menschen – um sich in Körperzellen zu vermehren. Die Forscher schufen dabei mit der Genschere Crispr-Casß Hühner mit verändertem Proteingen, das in abgewandelter Form auch bei Säugetieren vorkommt. Die Immunität der Hühner prüften die Forscher an dem vor allem in Ostasien gängigen Influenza-Erregertyp H9N2, der weniger aggressiv ist als H5N1. Bei gewöhnlichen Dosierungen infizierten sich die genveränderten Hühner kaum mit dem Erreger. Kamen die Tiere jedoch mit einer extrem hohen – 1000-fachen – Dosis in Kontakt, so infizierten sich fünf von zehn Hühnern. Zwar entwickelten diese Tiere keine hohe Virenlast, und sie übertrugen die Erreger auch nicht auf Artgenossen. Analysen ergaben aber, dass das Virus in den infizierten Vögeln nun – statt ANP32A –weniger geeignete Protein-Varianten entwickelten. Als äußerst problematisch sehen die Forscher die rasche Veränderung und Variabilität des Proteins, so dass eine vollständige Resistenz verschiedener Vogelgrippe-Genotypen notwendig ist.

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