Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 13.10.2023

CBoT Chicago: Auflösung von Risikopositionen

Die US-Mais- und Weizennotierung stehen unter Druck. Im Fokus der Marktakteure steht die Veröffentlichung des USDA-Versorgungsberichtes.

Die Maisnotierungen haben etwas nachgegeben. Am 11.10.2023 schloss der Fronttermin bei umgerechnet 181,18 EUR/t mit einem Minus von 1,10 EUR/t zur Vorwoche.

Die voranschreitende Ernte übte weiterhin Druck auf die Kurse aus. Nach Angaben des USDA waren zum 8.10.2023 rund 34 % der Flächen geräumt. In den kommenden Tagen werde in weiten Teilen des Maisgürtels Niederschläge erwartet. Diese dürften die Erntearbeiten etwas zurückwerfen. Des Weiteren wurde die US-Notierung durch die starke Präsenz günstiger brasilianischer Maislieferungen am Weltmarkt belastet. Im Oktober dürften die brasilianischen Maisexporte 9,2 Mio. t erreichen, was 50 % mehr als im Vorjahresmonat wäre und Monatsrekord bedeuten würde.

Limitiert wurden die Verluste durch die ungünstigen Vegetationsbedingungen in Südamerika. Sowohl Argentinien als Brasilien haben mit den ersten Auswirkungen von El-Niño zu kämpfen. Das brasilianische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Ernte 2024 das Vorjahresergebnis von 130 Mio. t um 9,5 % verfehlen dürfte. Ausschlaggebend ist die Reduzierung des Areals um 4,8 % sowie die Aussicht auf kleinere Erträge.

Die Weizenkurse gaben auf Wochensicht ebenfalls nach. Der Fronttermin schloss am 11.10.2023 bei umgerechnet 192,64 und damit 3,36 EUR/t unter Vorwochenlinie. Im Fokus der Marktteilnehmer steht der am 12.10.2023 erscheinenden Berichts des USDA zum Angebot und Nachfrage. Akteure erwarten, dass das USDA steigenden US-Vorräte prognostiziert und auch die Schätzung der Weizenvorräte in der Schwarzmeerregion nach oben korrigiert. Die Weizennotierungen stiegen zwischenzeitlich getrieben durch die Preisrallye der Rohstoffe nach dem Angriff der Hamas auf Israel an. Zudem wurden erneut ukrainische Getreidesilos an der Donau durch russischen Beschuss beschädigt. Wie viel Getreide dabei vernichtet wurde, ist nicht bekannt.

Sorge bereitet derzeit die Trockenheit in Australien. Der September 2023 avanciert zum niederschlagärmsten Monat der Geschichte, was die Ertragsentwicklung, auch in den sonst eher begünstigten Gebieten, zunehmend beeinträchtigt. (Quelle: AMI)

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