Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 13.10.2023

Brotgetreidemarkt: Sparflamme wäre schon übertrieben

Der Brotgetreidemarkt liegt brach, sinkende Terminkurse, reichliches Angebot aus Importen und infolgedessen wenig Kaufinteresse der Verarbeiter limitieren das Vermarktungspotenzial der Erzeuger.

Die Umsätze am Brotgetreidemarkt sind äußerst überschaubar. Einem verhaltenen Kaufinteresse der Verarbeiter und Exporteure steht zurückhaltende Abgabebereitschaft der Erzeuger gegenüber. Die rückläufigen Gebote setzen wenig Verkaufsanreize für die Anbieter. Seit mehreren Wochen dümpelt der Brotweizenpreis um 206 EUR/t frei Erfasserlager, Qualitätsweizen erzielt stabile 20 EUR/t mehr. Die Prämie für Eliteweizen ist zuletzt auf knapp 43 EUR/t zurückgenommen worden. Nur aus Liquiditätsgründen verkaufen Landwirte vereinzelt Teilmengen, aber Handelsunternehmen greifen bereits auf Abwehrpreise zurück, denn die Lager sind voll. Über die Kontraktmengen hinaus wird wenig Neugeschäft verzeichnet, der Exportmarkt kann keine Zugkraft entwickeln. Verarbeiter scheinen gut gedeckt, auch mit Partien höherwertiger Qualität, sodass derzeit auch am Inlandsmarkt kaum Nachfrage herrscht. Marktteilnehmer hoffen auf neue Impulse, denn auch der Terminmarkt bietet trotz seiner Schwankungen bei latenter Schwächetendenz wenig Anreize. Der in dieser Woche anstehende USDA-Versorgungsbericht und die damit verbundene Hoffnung auf eindeutig Richtungsweisung lähmt zusätzlich. Für prompten Qualitätsweizen franko Hamburg nennt der Großhandel 265 EUR/t. Die zwischenzeitlich erreichten 270 EUR/t konnten nicht gehalten werden. Brotweizen wird mit 235 EUR/t franko bewertet und Brotroggen mit 222 EUR/t. Das ist jeweils 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Braugerste tendiert indes schwächer und verliert gegenüber Vorwoche 5 auf 380 EUR/t. (Quelle: AMI)

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