Angebot und Nachfrage kommen derzeit selten zusammen, da die Vorstellungen der Erzeuger, Händler und Mühlen zu weit auseinanderliegen. Es besteht ausschließlich Bedarf an hochwertigen Qualitäten, die jedoch weiter knapp sind.
In der zurückliegenden Berichtswoche war der Handel am heimischen Brotgetreidemarkt durch eine merkliche Zurückhaltung seitens der Marktteilnehmer geprägt. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger war gering. Vereinzelt wurden bereits Kontrakte für die nächste Ernte abgeschlossen. Derzeit sind die Landwirte aufgrund von Feldarbeiten stark ausgelastet, inklusive der Kartoffelernte und der Aussaat der Winterungen. Regional ist die Winterweizenaussaat bereits weit fortgeschritten, während anderswo das Wetter noch nicht mitspielt und das Saatgut knapper als in den Vorjahren ist. Besonders im Osten wird dringend Niederschlag benötigt, da es an regional seit Ende August nicht mehr geregnet hat. Darüber hinaus sind die Preise derzeit vielen Erzeugern zu niedrig, während Mühlen und Händler auf weitere Preisabschläge hoffen. Die Mühlen zeigen derzeit nur wenig Interesse an prompten Partien, da sie sich zuvor eingedeckt haben. Lediglich Partien mit speziellen Qualitätsanforderungen werden gesucht. Allerdings sind solche in dieser Saison knapp, was die Preise stützt.
In der Folge tendieren die Brotgetreidepreise weitgehend stabil. Im Bundesdurchschnitt werden für prompte Partien 208 EUR/t (180-227) gefordert, für Qualitätsweizen rund 227 EUR/t (195-246). Damit verharren beide Preise auf dem Niveau der Vorwoche. Eliteweizen tendiert fester und legt um 3 auf 251 EUR/t (220-265) frei Erfasser zu. Brotroggen wird mit 179 EUR/t frei Erfasser bewertet, ein Minus zur Vorwoche von rund 2 EUR/t.
Die Braugerstenpreise haben hingegen zugelegt. Im Schnitt werden für prompte Partien 323 EUR/t (295-350) gefordert, 2 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Regional sind als Folge der üppigen Niederschläge im Laufe der Vegetationsperiode die Qualitäten nicht ausreichend, sodass Partien von den Mälzereien abgelehnt werden. (Quelle: AMI)




