Fr, 29.09.2023
Futtergetreide: Feldarbeiten im Fokus
Das Handelsgeschehen verläuft in ruhigen Bahnen, Erzeuger sind mit Feldarbeiten beschäftigt, Abnehmer zeigen sich mit Ware mehr als ausreichend versorgt. Das reduziert die Handelsaktivität deutlich.
Am deutschen Futtergetreidemarkt ist derzeit kaum etwas los. Mischer zeigen sich für die kommenden Wochen ausreichend mit Ware gedeckt. Hier und da werden kleine Mengen zur prompten Lieferung angefragt, von großen Umsätzen kann allerdings nicht gesprochen werden. Es ist viel Futtergetreide vorhanden, in Folge rückläufiger Tierbestände wird allerdings immer weniger Futter benötigt. Indes hoffen Abnehmer auf weitere Preisrückgänge, den Erzeugern ist das aktuelle Preisniveau allerdings schon jetzt zu gering. Entsprechend kommen Verkäufer und Käufer kaum zusammen. Aber nicht nur im Inland ist die Nachfrage schwindend gering, auch am Exportmarkt herrscht derzeit Flaute. Die große russische Konkurrenz dominiert den Markt, Kaufinteresse für deutsches Getreide ist kaum vorhanden, derzeit wird etwas Weizen nach Guinea verschifft, sonst herrscht aber Ruhe.
Erzeuger sind zudem mit Feldarbeiten beschäftigt, was sie zusätzlich vom Markt fernhält. Zum einen läuft die Aussaat von Getreide auf Hochtouren, zum anderen wird regional Mais gehäckselt. Die ersten Ergebnisse bei der Maisernte zeigen im Westen bereits zufriedenstellende Ergebnisse. Auf leichteren Standorten werden höhere TS-Gehalte zwischen 64-68 % geerntet. Das damit einhergehend saisonal größere Angebot macht sich bei den Maispreisen bemerkbar, die sind nämlich gegenüber Vorwoche deutlich gesunken. So wurden am 26.09.2023 für prompte Partien Mais im Bundesdurchschnitt rund 198 (168-225) EUR/t frei Erfasserlager gefordert, 6 EUR/t weniger als noch eine Woche zuvor. Demgegenüber verharrt Futterweizen auf Vorwochenniveau. So sind derzeit weiterhin 184 (167-208) EUR/t im Gespräch. Für prompte Partien Futtergerste werden im Bundesdurchschnitt rund 171 (157-193) EUR/t frei Erfasserlager verlangt. Verglichen mit der vorherigen Woche ist das ein Anstieg um immerhin 1 EUR/t. Triticale werden derzeit für 174 EUR/t offeriert, damit wird 1 EUR/t weniger gefordert als noch zur Mitte der 38. KW. (Quelle: AMI)