Fr, 29.09.2023
Verhaltene Nachfrage nach Raps
Auch wenn sich die Forderungen für Raps etwas befestigen konnten, die Marke von 400 EUR/t wird im Mittel dennoch unterschritten. So ruht der Handel auch weiterhin.
Die Kurse an der Pariser Börse bleiben zwar auf Wochensicht nahezu unverändert, verzeichneten in den vergangenen Handelstagen jedoch Schwankungen von bis zu 8,75 EUR/t rauf und bis zu 9,50 EUR/t runter. Am 28.09.2023 schloss der Fronttermin November bei 445 EUR/t, ein Plus von 5,50 EUR/t zum Vorwochenniveau. Unterstützung kam dabei von festen Rohölnotierungen, nachdem Russland ankündigte, seine Ausfuhren von Benzin und Diesel drastisch zu reduzieren. Das dürfte das ohnehin begrenzte Angebot weiter verknappen. Steigende Rohölkurse steigern die Attraktivität von Raps als Rohstoff in der Biodieselherstellung.
Indes flachte die EU-Nachfrage nach dem deutlich preisgünstigeren Raps aus dem Baltikum und der Ukraine zuletzt ab, nachdem die Importe in den vergangenen Wochen den Handel mit Partien europäischer Herkunft nahezu im Keim erstickten. Im Fokus steht nun die Abwicklung der bislang getätigten Kontrakte. Ukrainischer Raps aus der Ernte 2023 kommt mit Ganzzügen zur Ölmühle in Rostock. Bereits kontrahierte Partien werden derzeit mit Schiffen aus der Schwarzmeerregion in den Rostocker Hafen geliefert. Im Zuge dessen wurde das Aufgeld für Raps auf Großhandelsstufe franko Hamburg wieder etwas angehoben. Am 27.09.2023 sind für Partien zur Lieferung ab November bis zu 434 EUR/t möglich und damit 2 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind bei unverändertem Aufgeld bis zu 443 EUR/t im Gespräch, in der Vorwoche wurden noch 442 EUR/t in Aussicht gestellt. Umsätze stehen hier jedoch kaum dahinter. (Quelle: AMI)
