Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

04.10.2023
Forschungsprojekt zur Immunokastration
Schwein

In dem Projekt „Feldstudie zur Impfung gegen Ebergeruch (FINGER)“ haben Forscher der Universitäten Göttingen und Kiel sowie des Max-Rubner-Instituts in Kulmbach die Initiative „100.000 Improvac-Tiere“ der Landwirtschaftsverbände in SH, MV, Nds. und NRW begleitet und u.a. die Umweltbilanzen immunkastrierter und chirurgisch kastrierter Schweine sowie unkastrierter Eber verglichen, die Tiergesundheit sowie die Produktqualität bewertet und die Handelswertermittlung überprüft. In der abschließenden „Kieler Erklärung“ erkennen wichtige Unterzeichner der Branche insbesondere die wissenschaftlich bestätigte Gleichwertigkeit der Fleisch- und Fettqualität von immunkastrierten männlichen Schweinen im Vergleich zu weiblichen Schweinen und die daraus resultierende, uneingeschränkte Eignung ihrer Schlachtkörper für die weitere Verarbeitung an. Dies gilt, insofern die Impfung gegen Ebergeruch sachgerecht ausgeführt und der Impferfolg durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Tierkontrollen im Stall sichergestellt wird. Angesichts der Vorteile in Bezug auf den Tierschutz und die Umweltbilanz kann die Immunokastration daher als Alternative zur chirurgischen Kastration empfohlen werden, so das einhellige Fazit.

04.10.2023
Noch keine Vorschläge für ein EU-Tierschutzpaket
Schwein

(AgE) Die ursprünglich für den Zeitraum Juli bis September 2023 vorgesehene Präsentation des überarbeiteten EU-Tierschutzpakets verzögert sich weiter. Das in dieser Woche von der EU-Kommission veröffentlichte vorläufige Arbeitsprogramm bis Ende November sieht keine Vorschläge für ein EU-Tierschutzpaket vor. Somit ist von einer Verschiebung auf kommendes Jahr auszugehen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob dann noch vor der

Europawahl im Juni 2024 entsprechende Vorschläge vorgelegt werden. Dabei hatte die politisch verantwortliche EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf dem Agrarrat im Januar erklärt, „nichts zu tun ist keine Option“. Damals hatten unter anderem Portugal, Frankreich, Spanien, Rumänien, Griechenland sowie Irland vor zu deutlichen Verschärfungen gewarnt.

04.10.2023
Weitere ASP-Fälle in Schweden
Schwein

In Schweden ist mittlerweile die Zahl der mit ASP infizierten Wildschweinkadaver auf 41 gestiegen (s. auch BauernInfo 37). Alle Tiere wurden in einem Gebiet östlich der Stadt Fagersta gefunden, in dem auch die ersten Fälle aufgetreten sind. Zur Unterstützung der Behörden vor Ort reiste eine EU-Expertengruppe an, die

die eingeleiteten Maßnahmen begrüßte und insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit der Jägerschaft empfahl. Derweil hat der norwegische Landwirtschaftsminister angekündigt, die Maßnahmen zu intensivieren, um die Wildschweinpopulation im Land langfristig auszumerzen.

04.10.2023
Erster Bürgerrat zur Ernährung nimmt Arbeit auf
Schwein

Letzten Freitag hat Bundestagspräsidentin Bas die erste Sitzung des Bürgerrats „Ernährung im Wandel“ eröffnet. Die 160 ausgelosten Teilnehmer beraten darüber, wie sich die Menschen in Deutschland gesünder und nachhaltiger ernähren können. Es geht etwa um die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Blick auf Tierwohl- und Umweltstandards, um Preise von Nahrungsmitteln oder Lebensmittelverschwendung. Der Bürgerrat soll bis Ende Februar 2024 ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen vorlegen. Es soll dann in die Beratungen des Parlaments einfließen.

29.09.2023
Rindermarkt
Milch und Rind

Rindfleischexporte der EU leicht gestiegen

(AMI) Die Staaten der EU haben ihre Ausfuhren von Rindern und Rindfleisch im Zeitraum von Januar bis Juli 2023 etwas erhöht. Gegenüber dem Vorjahr wurde 1,2 % mehr Rindfleisch in Drittstaaten transportiert. Beim größten Exporteur handelt es sich um Irland, das für knapp 27 % der europäischen Rindfleischausfuhren verantwortlich ist, wobei die ausgeführte Menge 5 % geringer ausfiel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Polen als zweitgrößtes Ausfuhrland mit einem Marktanteil von 11 % steigerte die Exporte hingegen um etwa ein Drittel. Auch wenn unter den TOP-Lieferanten die Zahl der Länder überwiegt, in denen die Exporte zurückgegangen sind, können die kleineren Ausfuhrländer dies dennoch insgesamt mehr als ausgleichen. Wichtigstes Zielland ist mit deutlichem Abstand das Vereinigte Königreich, das mit 175.000 t rund 30 % der Rindfleischausfuhren erhält. Gut ein Drittel der Gesamtexporte verlässt die EU als Zucht- und Nutztiere, wohingegen knapp zwei Drittel als Rind- und Kalbfleisch in Drittländer transportiert werden. Gegenüber dem Vorjahr sind vor allem die Ausfuhren von lebenden Rindern gestiegen mit einer Zunahme um 15 %.

Schlachtkuhpreise geben erneut nach

Der deutsche Jungbullenmarkt präsentiert sich in der laufenden Woche überwiegend ausgeglichen. Die Schlachtunternehmen versuchen zwar weiterhin den Preis zu drücken, das vorhandene Angebot lässt sich aber insgesamt vermarkten. Stützend wirkt dabei, dass viele Landwirte aktuell mit der Maisernte beschäftigt sind und die Ablieferung der Schlachtrinder in den Hintergrund rückt. Vereinzelt gibt es entsprechende Meldungen auch im Bereich der Schlachtkühe, wo sich die Lage regional etwas unterschiedlicher darstellt. Während aus einigen Regionen von einem ausgeglichenen Markt berichtet wird, gibt es andernorts noch immer Überhänge. Auch wenn viele Marktteilnehmer bald eine Bodenfindung der Schlachtkuhpreise erwarten, kommt es in der laufenden Woche noch einmal zu Abschlägen.

29.09.2023
Personelle Änderung im DBV-Milchreferat
Milch und Rind

(DBV) Ludwig Börger verlässt zum 01. Oktober 2023 den DBV, wo er seit Januar 2015 das Milchreferat leitete. Die Tätigkeitsfelder des QM-Milch e.V. haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, so dass diese Geschäfte nicht mehr in Nebenbeschäftigung geführt werden können. Herr Börger bleibt also als Geschäftsführer dieses Vereins weiterhin erreichbar unter l.boerger@qm-milch.de. Auch die Geschäftsführung des Verbands der Deutschen Milchwirtschaft wird in den kommenden Monaten bis auf Weiteres von ihm wahrgenommen. Die Nachbesetzung der DBV-Referatsleitung befindet sich in den letzten Zügen, in der Zwischenzeit steht Frau Dr. Oertel weiterhin als Ansprechpartnerin für milchpolitische Themen zur Verfügung.

29.09.2023
QM-Fachbeirat tagt mit voller Agenda
Milch und Rind

(DBV) Diese Woche tagte der QM-Fachbeirat. Zugestimmt wurde der Änderung der Futtermittelvereinbarung, um darin ab dem 01. Januar 2024 die Fütterung von entwaldungsfreiem Soja sowie ein strikteres Ereignismanagement (z.B. Überschreitungen von Aflatoxin-Grenzwerten) in der Futtermittelkette zu verankern. Offen bleibt weiterhin, ob und unter welchen Bedingungen das QS-Antibiotikamonitoring im QM-Standard als verpflichtender Bestandteil verankert wird. Ferner wurde vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Tierärzteschaft einzusetzen, um deren Anliegen effizient diskutieren und bearbeiten zu können. Zugestimmt wurde außerdem der Anerkennung des Tierschutzlabels im QMilch-Programm. Entsprechende Rohmilch kann unter – gemeinsam mit dem Tierschutzbund – definierten Bedingungen auch als QM+ und QM++ vermarktet werden.

29.09.2023
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 37. KW wurde in der Milchanlieferung ein deutlicher Rückgang um -1,5 % im Vgl. zur Vorwoche verzeichnet. Damit lag das Milchaufkommen erneut nur noch knapp über der Vorjahreslinie mit 0,3 %. Dem Vernehmen nach haben sich auch die Inhaltsstoffe verringert. Frischeprodukte werden sehr gut nachgefragt und binden aktuell mehr Rohmilch für deren Herstellung. Der Buttermarkt entwickelt sich fester mit anziehenden Preisen. Der Schnittkäsemarkt ist gekennzeichnet durch eine gute Nachfrage, knapp ausreichendem Angebot und sinkenden, jungen Beständen. Die Preise tendieren stabil. Die Märkte für MMP und MP haben sich belebt; für VMB weiter ruhig. Das Preisgefüge ist uneinheitlich bis fester.

Der Preisrückgang beim bundesdurchschnittlichen Milcherzeugerpreis hat sich im August mit -0,2 Ct/kg (4,2 % Fett; 3,4 % Eiweiß) im Vgl. zum Vormonat weiter abgeflacht. Der Mittelwert der 25 % höchsten Vergleichspreise blieb konstant, der Mittelwert der 25 % niedrigsten Vergleichspreise ging um -0,2 Ct/kg zurück.

29.09.2023
Paris: Getreidekurse übertreffen Vorwochenniveau
Pflanzen

Die Situation am Schwarzen Meer zeigt Kurswirkung. Die Verunsicherung über die ukrainischen Exporte über den Seeweg treiben die Kurse.

An der Börse in Paris können die Getreidenotierungen auf Wochensicht zulegen. Am 28.09.2023 schloss der Fronttermin für Weizen bei 239,50 EUR/t – gegenüber der Vorwoche ein Anstieg um 3,25 EUR/t. Der Maiskurs verzeichnete hingegen ein Wochenplus von rund 2 auf 210,25 EUR/t.

Die jüngsten Geschehnisse am Schwarzen Meer zeigten Kurswirkung. Russland griff erneut Hafenanlagen der Ukraine an. Das schürte die Besorgnis darüber, ob die Ukraine tatsächlich in der Lage ist, Getreideexporte über das Schwarze Meer zu tätigen. Zuvor hatte das Land eine alternative Exportroute über das Schwarze Meer geschaffen und erste Schiffe mit Ladungen von Weizen verließen den Hafen von Tschornomorsk. Nun aber verschieben sich die Verladungen, um die Gefahrenzone über das Schwarze Meer so gering wie möglich zu halten. So wurde von ersten Schiffen berichtet, die den Hafen Odessa verließen, nahe der rumänischen Grenze.

Indes bleibt die Konkurrenz zu osteuropäischem Getreide groß, insbesondere Deutschland und Frankreich leiden unter dem enormen Angebotsdruck, vor allem aus Russland. Nach jüngsten Angaben der EU-Kommission exportierte die Gemeinschaft im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 24.09.2023 rund 6,88 Mio. t Weizen, im gleichen Zeitraum im Vorjahr wurden mit 9,42 Mio. deutlich mehr verschifft. Die größten EU-Exportländer sind hierbei neben Rumänien mit 1,78 Mio. t und Polen mit 1,35 Mio. t auch Frankreich mit 1,23 Mio. t und Bulgarien mit 0,94 Mio. t. Die größten Empfängerländer sind Marokko mit 1,29 Mio. t, Nigeria mit 725.519 t und Algerien mit 471.841 t. Diese drei Länder machen rund 36 % der bisherigen EU-Weizenexporte aus.

In Frankreich wird auf weitere Käufe Chinas gehofft, das Land kaufte vor einigen Wochen große Mengen des französischen Getreides. Die Exportaussichten für Deutschland sind derzeit getrübt, insbesondere in Richtung Drittländer. Die russische Konkurrenz dominiert den Markt. Dabei steht deutscher Weizen meist nur in der zweiten Reihe, zumal die Qualität der deutschen Ware durch die erheblichen Niederschläge während der Ernte beeinträchtigt ist. Marktteilnehmer hoffen auf Verkäufe von Futterweizen nach Spanien, da das Land auf große Importe angewiesen ist, nachdem eine große Dürre die heimische Ernte drastisch eindämmte. (Quelle: AMI)