Fr, 29.09.2023
Regionaler Marktkommentar
Auch am heimischen Getreidemarkt kommen kaum neue Abschlüsse zustande. Mühlen und Mischer zeigen sich vorerst gut gedeckt und die Abgabebereitschaft hält sich in Grenzen. Lediglich hohe Qualitäten werden weiterhin abgefragt. Die Erzeugerpreise konnten sich derweil etwa auf Vorwochenniveau halten. Neue Impulse erwarten Marktteilnehmer erst wieder zum Ende des Jahres. Bis dahin wird die Entwicklung der Kulturen in südlichen Ländern wie Argentinien oder Australien eine große Rolle spielen. Sollte es in den Anbaugebieten der großen Erzeugerländer auf der Südhalbkugel bis zur Ernte weiterhin zu trocken bleiben, könnte es zu Versorgungsengpässen kommen. Das würde sich mittelfristig auch am hiesigen Markt bemerkbar machen. Die globalen Märkte werden aktuell auch unabhängig davon durcheinandergewirbelt, was sich beispielsweise an den Importen der EU bemerkbar macht. Hier hatte die Kommission zuletzt einem Anstieg der Weizenimporte um 75 % im Vergleich zum letzten Wirtschaftsjahr berichtet. Auch der regionale Ölsaatenmarkt wird weiter von den internationalen Berichten beeinflusst. Dabei spielen vor allem die hohen Sojaexporte aus den USA und Brasilien eine vordere Rolle. Im Gegensatz dazu stützen feste Tendenzen am Rohölmarkt die Preise. Insgesamt tendieren die Rapspreise somit auf Vorwochenniveau rund um 400 EUR/t. Am Markt für Verarbeitungskartoffeln herrscht unterdessen Druck. Das steigende Angebot führte in der vergangenen Woche zu abrutschenden Preisen. Bei den Speisekartoffeln scheint der Boden hingegen langsam erreicht zu sein. Die Preise hielten sich im Wochenvergleich relativ stabil und durchschnittlich waren etwa 32 EUR/dt möglich.