Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

06.10.2023
Stabiler Speisekartoffelmarkt
Pflanzen

Bevorratungsaktionen werden im LEH fortgesetzt und es gibt genug Angebote der Erzeuger, um diese zu bedienen – schließlich läuft die Haupternte noch und kommt flott voran. Gute Qualitäten sind eher knapp und werden auf Seite gelegt. An den Preisen ändert sich nichts.

Wie in der Vorwoche, als es mit Sonderangeboten von Kartoffeln in größeren Packgebinden im Rahmen der Bevorratungsaktionen losging, ist der Absatz von Speisekartoffeln weiterhin etwas umfangreicher. Viele Befragte melden allerdings, dass nach erster üppiger Ausstattung des LEHs umfangreichere Nachbestellungen ausblieben und die Erstausstattung länger reichte als zunächst gedacht. Der Eindruck wird vermittelt, dass die Bevorratungssaison weiter an Bedeutung verliert. Das kommt dem Absatz von Kleingebinden zugute, meldet mancher.

Die Speisekartoffelernte fürs Lager schreitet flott voran und ist in einigen Landesteilen im Süden bereits abgeschlossen. Auch im Norden kommen die Landwirte unter günstigen Bedingungen auf den Äckern gut voran. Anfängliche Verspätungen dürften bald vergessen sein. Was bleibt ist aber der Eindruck deutlich schwächerer Qualitäten, und zwar von Nord bis Süd. Eigentlich sind alle Probleme anzutreffen. Häufiger erwähnt werden aber Drahtwurm- und auch Mäusefraß, grüne Knollen sowie Fäulen. Auch sind viele Knollen größer als sonst, weil Bestände schlecht aufliefen und Stauden weniger ansetzten. Nachdem es vor Wochen noch an entsprechenden Belegen für Einlagerungsware fehlte, ist man sich nun zunehmend sicher, dass von der Bruttoernte netto wohl weniger übrigbleiben wird als sonst.

Der Markt bleibt allgemein ziemlich ausgeglichen. Beste Qualitäten für die Langzeitlagerung werden je nach Region für 25,00 bis 29,00 EUR/dt eingelagert. Die Tagespreise für Kartoffeln in Regional- und Premiumprogrammen sind mitunter noch höher. Es gibt aber auch Meldungen von größeren Preiszugeständnissen für qualitativ abfallende Ladungen, die aber wohl eher selten in Kleingebinden für den LEH landen. Wer gute Kartoffeln erntet, legt sie erst einmal auf Seite. Dafür wird es im Winter und Frühjahr noch genug Bedarf geben – wie 2022/23 wohl auch beim Export, der in Richtung Südosten schon früher als sonst gestartet ist. Aber auch aus Polen kommen längst viele Anfrage zur späteren Lieferung von Lagerkartoffeln. (Quelle: AMI)

06.10.2023
Zuckerpreise auf Rekordniveau
Pflanzen

Erstmals nach mehreren Monaten des steilen Anstiegs wurde die Aufwärtsbewegung der Zuckerpreise im August gebremst, allerdings auf einem hohen Niveau. Im Augst lag der Großmarktabgabepreis für Weißzucker bei rund 819 EUR/t und damit 0,2 % unter dem Vormonatswert aber immer noch deutlich höher als im zurückliegenden Jahr. Im September setzte sich die Preis-Rallye dann wieder ungebremst fort und die Zuckerpreise legten erneut zu. Zwischenzeitlich schoss die Notierung in New York auf ein 12-Jahreshoch. Auch an der Börse in London hielt das hohe Preisniveau über den Monat hinweg an. Die Notierungen an der Börse in London lagen im September bei durchschnittlich 723 USD/t, fast 4 % mehr als noch im August. In New York wurde im Schnitt für Rohzucker 533 USD/t notiert. Ebenfalls ein Plus gegenüber Vormonat und deutlich über den Höchstwerten im Mai 2023.

Gestützt wurden die internationalen Kurse durch die Ankündigung Indiens, in der kommenden Saison 2023/24 keine Zuckerexporte zuzulassen, da die eigene Zuckerrohrernte um 3,4 % auf 31,7 Mio. t zurückgehen könnte. Bereits in der Vermarktungssaison 2022/23 hatte die indische Regierung die Exporte des Landes auf 6,1 Mio. t limitiert, im Jahr zuvor waren 11,1 Mio. t vom zweitgrößten Zuckerproduzenten exportiert worden. Ein weiteres Hausse-Argument war die Aussicht auf eine deutlich geschmälerte Produktion in Thailand. Die mit dem Wetterphänomen El Niño einhergehende Trockenheit verschlechtert die Ertragsaussichten in den thailändischen Anbaugebieten. Die Ernte wird derzeit auf 7,4 Mio. t avisiert, rund 31 % weniger als im Vorjahr, dies wäre die kleinste Ernte seit 17 Jahren. (Quelle: DBV/AMI)

06.10.2023
Fachverband Feldberegnung und DWD blicken auf das Wetter der Vegetationsperiode zurück
Pflanzen

Im gesamten Vegetationsjahr 2023 war die Klimatischen Wasserbilanz deutlich weniger negativ als im Vorjahr. Der diesjährige Frühling war insbesondere in Sachen Niederschlag auffällig. So brachte der März 2023 so viel Niederschlag wie seit 2000 nicht mehr. Und auch der April war in diesem Jahr so verregnet wie zuletzt vor 15 Jahren. Das Frühjahr war leicht zu mild und die Sonnenscheindauer entsprach insgesamt den durchschnittlichen langjährigen Werten. In den Sommermonaten trat nach dem sonnigsten Juni seit Messbeginn eine wechselhafte und sehr nasse Witterung in Erscheinung. Die Trockenheit im Juni war so markant wie selten zuvor. Die Bodenfeuchten sanken deutlich ab und machten eine Bewässerung dringend notwendig. Die zahlreichen Niederschläge im Juli verzögerten immer wieder die Ernte von Wintergetreide und Winterraps. Allerdings kamen sie Kulturen wie Mais, Rüben und Grünland zugute. Im Mittel konnten in den drei Sommermonaten ein Plus von 1,2 Grad verzeichnet werden. Die Niederschlagsmengen überschritten die üblichen langjährigen Werte deutlich. Die Sonnenscheindauer glänzte dennoch mit einem Plus von 30 % über den Sommer hinweg. Es folgte ein extrem warmer, sonnenscheinreicher und vielerorts trockener September zum Abschluss der Beregnungssaison in Niedersachsen. (Quelle: DWD/Fachverband Feldberegnung)

06.10.2023
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Soweit es das Wetter zulässt, spielt sich die Arbeit aktuell auf den Flächen ab. Neben der Aussaat der Winterkulturen sind die Ernte von Mais, Kartoffeln und Rüben in vollem Gang. Nicht nur deshalb geht es am Getreidemarkt sehr ruhig zu. Die Versorgung mit Futtergetreide ist und bleibt mehr als ausreichend und beim Brotgetreide trifft eine verhaltende Nachfrage auf wenig Abgabebereitschaft. Lediglich bei hohen Qualitäten besteht weiterhin Bedarf. Eine Belebung seitens der Terminmärkte ist ebenfalls nicht erkennen. Die Meldung einer mit 49,3 Mio. t höheren US-Weizenproduktion als prognostiziert, führte zu einem Abrutschen der Kurse in Chicago. Diese erreichten den tiefsten Stand seit September 2020. Die Erzeugerpreise hielten sich unterdessen etwa auf Vorwochenniveau. Da dieses Niveau aber ohnehin nicht allzu verkaufsfreundlich war, kam jedoch kaum Neugeschäft zustande. Ähnliches wird vom Rapsmarkt berichtet. Auch wenn die Preise zuletzt aufgrund fester Rohölpreise und schwacher Eurokurse kurzzeitig zulegten, ist das Niveau weiterhin zu gering, um für eine deutliche Belebung zu sorgen, zumal die Kurse in den letzten Tagen auf den niedrigsten Wert seit Mai abgestürzt sind. Neben der geringen Abgabebereitschaft scheinen die Ölmühlen gut gedeckt zu sein, was zu einer verhaltenden Nachfrage führt. Bei den Speisekartoffeln wird weiterhin ruhig, aber stetig gehandelt. Ernte und Einlagerung gehen schnell voran. Aktuell scheint es so, als würde die Erntemenge die des Vorjahres leicht zu unterschreiten. Probleme gibt es weiterhin mit Braunfäule und zunehmend auch mit Drahtwurmbefall. Dadurch nicht lagerfähige Ware muss nun schnell vermarktet werden. Der Export hat nach dem Preisverfall der letzten Wochen noch nicht wieder zugelegt. Dass der Boden hier in der letzten Woche erreicht wurde, bestätigt sich mit stabilen Erzeugerpreisen im Vorwochenvergleich.

05.10.2023
Bio-Milch: Saisonale Produktionsrückgänge sorgen für Entspannung
Öko-Landbau

Viele Branchenteilnehmer sprechen von einer allmählichen Entspannung am Bio-Milchmarkt. Rückläufige saisonale Bio-Milchmengen stehen einer wieder lebhafteren Nachfrage gegenüber. Während im konventionellen LEH der Absatz durch Neulistungen von Bio-Milchprodukten befördert wird, sprechen auch im Biofachhandel einige Teilnehmer von einer leichten Erholung. (Quelle: DBV/AMI)

05.10.2023
Bio-Rindernachfrage geht weiter leicht hoch
Öko-Landbau

Der Markt ist immer noch ruhig, aber langsam bauen sich die Wartelisten bei den Bio-Rindern ab. Die Nachfrage überschreitet wieder das schwache Vorjahr. Das Sommerloch, das im vergangenen Jahr ein richtiges Nachfrageloch gerissen hatte, fällt in diesem Jahr deutlich überschaubarer aus. Die Schlachtungen überschreiten die Vorjahresmengen. Eine Schlachtwelle nach Weideabtrieb wie sonst schon mal im Herbst, wird aber kaum erwartet. Die Marktlage bleibt aber schwierig. Die Preise sind bei den Kühen im Herbsttief, bei Jungbullen, Färsen und Ochsen stabil. (Quelle: DBV/AMI)

05.10.2023
Guter Start in die Bio-Apfelsaison 2023
Öko-Landbau

Die Äpfel aus der zurückliegenden Saison sind geräumt und im Übergang auf die Lieferungen aus der neuen Ernte wurde mit frischen Gala aus der italienischen Ernte die Versorgungslücke im Saisonwechsel überbrückt. Der Wechsel von Saison auf Saison ist reibungslos verlaufen. Mit Skepsis wird auf die neue Ernte geblickt. Zwar sind die Witterungsbedingungen und die daraus entstehenden Qualitätsprobleme nicht so ausgeprägt wie im Vorjahr, die Pflücke bei hochsommerlichen Temperaturen und die getriebene Reifeentwicklung führt jedoch zu schwacher Ware und dementsprechend schwachen Lagerqualitäten. (Quelle: DBV/AMI)

05.10.2023
Bio-Getreide: Was gerettet werden kann, wird gerettet
Öko-Landbau

Die eingefahrene Ernte für die Saison 2023/24 enttäuscht in Menge und Qualität. Über alle Getreidekulturen und Anbauregionen wird über unzureichende Backqualitäten und Ertragseinbußen gerade bei den Sommerungen gesprochen. Die Versorgung bei backfähiger Ware ist und bleibt damit angespannt. Generell ist die Nachfrage der Verarbeiter noch sehr verhalten, der Markt gerät aber durch den Run auf qualitativ gute Partien etwas in Schwung. Für diese Partien werden hohe Aufschläge bezahlt. (Quelle: AMI/DBV)