Am 1. Oktober hat Frankreich mit der Impfung gegen die Geflügelpest begonnen, die für Bestände von mehr als 250 Barbarie-, Mulard- und Pekingenten auf dem französischen Festland verpflichtend ist. Ausnahmen hiervon gibt es für Brütereien und Vermehrungsbetriebe. Das Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass insgesamt rund 64 Mio. Enten auf 2 700 Betrieben immunisiert werden müssen. Die öffentliche Hand trägt mit rund 100 Mio. Euro etwa 85 % der Gesamtkosten, der Rest ist von der Wirtschaft aufzubringen.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
06.10.2023
Dänemark: H5N1 in Hinterhofhaltung Geflügel
In Dänemark wurde in einer Hinterhof-Geflügelhaltung H5N1 nachgewiesen. Der Betrieb mit etwa 30 Hühnern und Enten liegt in der Stadt Sakskøbing im Nordosten der dänischen Insel Lolland. Sperr- und Schutzzone wurden zwischenzeitlich eingerichtet.
06.10.2023
Erster Bürgerrat zur Ernährung nimmt Arbeit auf Geflügel
Letzten Freitag hat Bundestagspräsidentin Bas die erste Sitzung des Bürgerrats „Ernährung im Wandel“ eröffnet. Die 160 ausgelosten Teilnehmer beraten darüber, wie sich die Menschen in Deutschland gesünder und nachhaltiger ernähren können. Es geht etwa um die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Blick auf Tierwohl- und Umweltstandards, um Preise von Nahrungsmitteln oder Lebensmittelverschwendung. Der Bürgerrat soll bis Ende Februar 2024 ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen vorlegen. Es soll dann in die Beratungen des Parlaments einfließen.
06.10.2023
Erntedank-Erklärung zum Umgang mit Ressourcen Geflügel
In einer gemeinsamen Erklärung zum Erntedank 2023 nehmen der Deutsche LandFrauenverband, der Evangelische Dienst auf dem Lande in der EKD, die Katholische Landvolkbewegung Deutschlands und der Deutsche Bauernverband in diesem Jahr den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in den Fokus.
Die Erntedankerklärung finden Sie unter: www.bauernverband.de.
06.10.2023
Eiermarkt im Herbst freundlich Geflügel
(AMI/MEG) Der Aufwärtstrend am Eiermarkt, der sich schon im August zeigte, setzte sich im September weiter fort. Einer recht lebhaften Nachfrage stand besonders im Segment der OKT-Ware ein begrenztes Angebot gegenüber. Trotz ungewöhnlich hoher Temperaturen im September wurden Eier auf Verbraucherebene kontinuierlich nachgefragt. Teilweise wurde der Absatz auch durch Sonderaktionen des LEH`s gefördert. Die verarbeitende Industrie dagegen zeigte im Monatsverlauf kaum Neigung zur Bevorratung, es schien nur der aktuelle Bedarf abgedeckt zu werden. Die laufende Erzeugung von Eiern, die nach OKT-Vorgaben erzeugt wurden, konnte die Nachfrage nicht vollständig abdecken. Das Angebot an MKT-Ware dagegen fiel etwas reichlicher aus, da hier das EU-Angebot eventuell auftretende Engpässe ausgleichen konnte. Der September startete mit steigenden Eierpreisen, diese Tendenz setzte sich bis zur Monatsmitte stetig fort. Ab Mitte des Monats flachte der Anstieg etwas ab, vor allem im Segment der MKT-Ware blieben die Preise zum Monatesende hin stabil oder gaben zuletzt etwas nach.
06.10.2023
Starke osteuropäische Importkonkurrenz am int. Getreidemarkt Pflanzen
Sowohl die Notierungen für Weizen als auch für Mais konnten ihr Niveau in der 40. KW nicht halten und gaben nach. Im Fokus standen dabei insbesondere die regen Handelsströme über das Schwarze Meer.
An der Pariser Börse ging es in der laufenden Handelswoche abwärts. So schloss der Fronttermin am 04.10.2023 bei 234 EUR/t und damit rund 7 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche.
Unter Druck gerieten die Notierungen dabei durch die jüngsten Entwicklungen in Osteuropa, denn ein von der Ukraine entwickelter Seekorridor erhöht die Exportkonkurrenz zu europäischen Partien. Weizen aus der Ukraine wird deutlich preisgünstiger offeriert und profitiert daher für Abnehmer aus anderen Währungsländern von einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit. So teilte die ukrainische Marine zuletzt mit, dass 12 Frachtschiffe bereit seien, durch einen noch jungen Schwarzmeer-Schifffahrtskorridor in die ukrainischen Häfen einzulaufen. Die Pläne Kiews, den Umschlag über den litauischen Hafen Klaipeda zu verstärken, sowie ein Aufschwung der ukrainischen Exporte auf dem Landweg stützten ebenfalls die Erwartungen, dass das Land die Handelsströme wiederbeleben kann, die durch den Rückzug Russlands aus dem Schwarzmeergetreideabkommen und die anschließenden Angriffe Moskaus auf ukrainische Getreidehäfen gedämpft wurden. Hinzu kommen rege russische Exporte, welche das Angebot zusätzlich vergrößern sowie die Aussicht auf eine große US-Weizenernte. Demgegenüber konnten die ausbleibenden Niederschläge in Australien und Argentinien sowie die voraussichtlich wiederbelebte Nachfrage Chinas nach französischem Weizen kaum Wirkung entfalten.
Auch die Pariser Maisnotierungen konnten ihr Niveau in der 40. KW nicht halten. So schloss der Fronttermin am 04.10.2023 bei 204,75 EUR/t, in der Vorwoche wurden noch rund 211,75 EUR/t notiert. (Quelle: AMI)

06.10.2023
Mangelnde Impulse am deutschen Getreidemarkt Pflanzen
Schwächetendenz in Paris, Feiertagswoche, Verarbeiter ohne Nachfrage und Erzeuger ohne Verkaufswunsch – da kommt nicht viel zustande.
Am Brotgetreidemarkt bleibt es ruhig. So verkauften Erzeuger schon nicht, als die Gebote des Handels noch gestiegen sind, jetzt werden sie leicht zurückgenommen, was das Verkaufsinteresse vollständig lähmt. Prompter Qualitätsweizen kostete in der 40. KW frei Erfasser 225,50 (200-240) EUR/t und damit 1,40 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotweizen wird mit knapp 206 (185-222) EUR/t rund 1,80 EUR/t niedriger bewertet und Brotroggen verlor zur Vorwoche 0,70 auf knapp 179 (165-205) EUR/t. Damit können sich am Kassamarkt die Preise immerhin etwas besser behaupten, denn in Paris verlor der Fronttermin zur Vorwoche immerhin fast 8 EUR/t.
Landwirte haben wenig Zeit und Interesse an der Vermarktung ihrer qualitativ etwas besseren Partien. Verkauf ist nur aus Liquiditätsgründen oder Platzmangel eine Option. Regional wurden die Gesuche nach Qualitätsweizen teilweise gedeckt. Aber darüber hinaus zeigen Käufer momentan wenig Interesse. Der Export läuft derzeit ebenfalls mau. Während der Export an Weichweizen EU-weit bis Anfang Oktober mit 7,4 Mio. t das Vorjahresvolumen um gut 2,3 Mio. t verfehlt, wurden gleichzeitig mit gut 2 Mio. t knapp 700.000 t mehr importiert. Deutschland erhielt seit Wirtschaftsjahresbeginn 16.600 (Vorjahr: 15.300) t, lieferte in Drittländer indes 676.650 (1.136.600) t. Allein aus der Ukraine erreichten im Juli/September 2023 laut EU-Kommission 16.274 t Deutschland. (Quelle: AMI)
06.10.2023
Stabiler Speisekartoffelmarkt Pflanzen
Bevorratungsaktionen werden im LEH fortgesetzt und es gibt genug Angebote der Erzeuger, um diese zu bedienen – schließlich läuft die Haupternte noch und kommt flott voran. Gute Qualitäten sind eher knapp und werden auf Seite gelegt. An den Preisen ändert sich nichts.
Wie in der Vorwoche, als es mit Sonderangeboten von Kartoffeln in größeren Packgebinden im Rahmen der Bevorratungsaktionen losging, ist der Absatz von Speisekartoffeln weiterhin etwas umfangreicher. Viele Befragte melden allerdings, dass nach erster üppiger Ausstattung des LEHs umfangreichere Nachbestellungen ausblieben und die Erstausstattung länger reichte als zunächst gedacht. Der Eindruck wird vermittelt, dass die Bevorratungssaison weiter an Bedeutung verliert. Das kommt dem Absatz von Kleingebinden zugute, meldet mancher.
Die Speisekartoffelernte fürs Lager schreitet flott voran und ist in einigen Landesteilen im Süden bereits abgeschlossen. Auch im Norden kommen die Landwirte unter günstigen Bedingungen auf den Äckern gut voran. Anfängliche Verspätungen dürften bald vergessen sein. Was bleibt ist aber der Eindruck deutlich schwächerer Qualitäten, und zwar von Nord bis Süd. Eigentlich sind alle Probleme anzutreffen. Häufiger erwähnt werden aber Drahtwurm- und auch Mäusefraß, grüne Knollen sowie Fäulen. Auch sind viele Knollen größer als sonst, weil Bestände schlecht aufliefen und Stauden weniger ansetzten. Nachdem es vor Wochen noch an entsprechenden Belegen für Einlagerungsware fehlte, ist man sich nun zunehmend sicher, dass von der Bruttoernte netto wohl weniger übrigbleiben wird als sonst.
Der Markt bleibt allgemein ziemlich ausgeglichen. Beste Qualitäten für die Langzeitlagerung werden je nach Region für 25,00 bis 29,00 EUR/dt eingelagert. Die Tagespreise für Kartoffeln in Regional- und Premiumprogrammen sind mitunter noch höher. Es gibt aber auch Meldungen von größeren Preiszugeständnissen für qualitativ abfallende Ladungen, die aber wohl eher selten in Kleingebinden für den LEH landen. Wer gute Kartoffeln erntet, legt sie erst einmal auf Seite. Dafür wird es im Winter und Frühjahr noch genug Bedarf geben – wie 2022/23 wohl auch beim Export, der in Richtung Südosten schon früher als sonst gestartet ist. Aber auch aus Polen kommen längst viele Anfrage zur späteren Lieferung von Lagerkartoffeln. (Quelle: AMI)
06.10.2023
Zuckerpreise auf Rekordniveau Pflanzen
Erstmals nach mehreren Monaten des steilen Anstiegs wurde die Aufwärtsbewegung der Zuckerpreise im August gebremst, allerdings auf einem hohen Niveau. Im Augst lag der Großmarktabgabepreis für Weißzucker bei rund 819 EUR/t und damit 0,2 % unter dem Vormonatswert aber immer noch deutlich höher als im zurückliegenden Jahr. Im September setzte sich die Preis-Rallye dann wieder ungebremst fort und die Zuckerpreise legten erneut zu. Zwischenzeitlich schoss die Notierung in New York auf ein 12-Jahreshoch. Auch an der Börse in London hielt das hohe Preisniveau über den Monat hinweg an. Die Notierungen an der Börse in London lagen im September bei durchschnittlich 723 USD/t, fast 4 % mehr als noch im August. In New York wurde im Schnitt für Rohzucker 533 USD/t notiert. Ebenfalls ein Plus gegenüber Vormonat und deutlich über den Höchstwerten im Mai 2023.
Gestützt wurden die internationalen Kurse durch die Ankündigung Indiens, in der kommenden Saison 2023/24 keine Zuckerexporte zuzulassen, da die eigene Zuckerrohrernte um 3,4 % auf 31,7 Mio. t zurückgehen könnte. Bereits in der Vermarktungssaison 2022/23 hatte die indische Regierung die Exporte des Landes auf 6,1 Mio. t limitiert, im Jahr zuvor waren 11,1 Mio. t vom zweitgrößten Zuckerproduzenten exportiert worden. Ein weiteres Hausse-Argument war die Aussicht auf eine deutlich geschmälerte Produktion in Thailand. Die mit dem Wetterphänomen El Niño einhergehende Trockenheit verschlechtert die Ertragsaussichten in den thailändischen Anbaugebieten. Die Ernte wird derzeit auf 7,4 Mio. t avisiert, rund 31 % weniger als im Vorjahr, dies wäre die kleinste Ernte seit 17 Jahren. (Quelle: DBV/AMI)

06.10.2023
Fachverband Feldberegnung und DWD blicken auf das Wetter der Vegetationsperiode zurück Pflanzen
Im gesamten Vegetationsjahr 2023 war die Klimatischen Wasserbilanz deutlich weniger negativ als im Vorjahr. Der diesjährige Frühling war insbesondere in Sachen Niederschlag auffällig. So brachte der März 2023 so viel Niederschlag wie seit 2000 nicht mehr. Und auch der April war in diesem Jahr so verregnet wie zuletzt vor 15 Jahren. Das Frühjahr war leicht zu mild und die Sonnenscheindauer entsprach insgesamt den durchschnittlichen langjährigen Werten. In den Sommermonaten trat nach dem sonnigsten Juni seit Messbeginn eine wechselhafte und sehr nasse Witterung in Erscheinung. Die Trockenheit im Juni war so markant wie selten zuvor. Die Bodenfeuchten sanken deutlich ab und machten eine Bewässerung dringend notwendig. Die zahlreichen Niederschläge im Juli verzögerten immer wieder die Ernte von Wintergetreide und Winterraps. Allerdings kamen sie Kulturen wie Mais, Rüben und Grünland zugute. Im Mittel konnten in den drei Sommermonaten ein Plus von 1,2 Grad verzeichnet werden. Die Niederschlagsmengen überschritten die üblichen langjährigen Werte deutlich. Die Sonnenscheindauer glänzte dennoch mit einem Plus von 30 % über den Sommer hinweg. Es folgte ein extrem warmer, sonnenscheinreicher und vielerorts trockener September zum Abschluss der Beregnungssaison in Niedersachsen. (Quelle: DWD/Fachverband Feldberegnung)