Am 19.05. startete der ZDG sein Livestream-Dialogforum Geflügelzukunft. Stefan Tepker, ZDG Vizepräsident, MDB Stegemann, Dr. Hinrichs, ITW/QS, Dr. L. Balz, Lidl-Gruppe, Dr. N. Irrgang, VIER PFOTEN undDr. G. Busch, Uni Göttingen, diskutierten Wege und Möglichkeiten, Tierwohl weiter voranzubringen.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
21.05.2021
Klimaschutz mit Biogas aus Gülle ausgebremst Geflügel
Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert den am Mittwoch gefassten Kabinettsbeschluss über eine Verordnung zur Anschlussförderung für kleinere Gülle-Biogasanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dazu der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling: „Die Bundesregierung gibt völlig widersprüchliche Signale an die Landwirte beim Klimaschutz. Im Klimaschutzplan ist ausdrücklich vom Ziel einer 70-prozentigen Güllenutzung in Biogasanlagen bis 2030 die Rede. Die EEG-Verordnung setzt die Anschlussvergütung für kleine Gülleanlagen aber inakzeptabel niedrig an. Damit werden die Betreiber kleinerer Biogasanlagen in den kommenden Jahren aussteigen. Der Bundestag muss diesen kritischen Punkt in der Verordnung anhalten, die EEG-Vergütung aufstocken und einen Umstieg bestehender Anlagen auf Güllenutzung ermöglichen (sog. Downsizing).“
21.05.2021
2. Lesung Gesetzentwurf zum Verbot des Kükentötens Geflügel
Gestern Abend (Donnerstag, 20.05.2021) hat der Deutsche Bundestag in 2. Lesung den Gesetzentwurf zum Verbot des Tötens männlicher Küken beschlossen. Die über den Bundesrat eingebrachte Forderung zur Beibehaltung der Verwendung männlicher Küken zu Futterzwecken wurde nicht eingebracht. Abgelehnt wurde ein Antrag der FDP für eine europaweite Regelung für ein Verbot des Kükentötens sowie der Fraktion Die Linke, die die Aufzucht männlicher Küken fördern will. Das Verbot gilt ebenso für Eingriffe an einem Hühnerei und den Abbruch des Brutvorgangs ab dem siebten Bebrütungstag, die bei oder nach der Anwendung von Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei durchgeführt werden und den Tod des Hühnerembryos verursachen. Das Verbot für die Tötung von Hühnerküken soll ab 01.01.22 gelten, das Verbot für die Eingriffe am Hühnerei und für den Abbruch des Brutvorgangs vom 01.01.24 an. Albert Stegemann, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Berichterstatterin Silvia Breher betonten die weltweite Vorreiterrolle deutscher Brütereien beim Tierschutz. Breher verwies auf ein dringend benötigtes EU-weites Verbot des Kükentötens. „Das Engagement unserer einheimischen Geflügelwirtschaft darf nicht dazu führen, dass stattdessen Küken und Eier aus anderen Ländern importiert werden. Jede Verbraucherin und jeder Verbraucher müssen klar erkennen können, unter welchen Bedingungen ein tierisches Lebensmittel hergestellt wurde. Die europäische Eierkennzeichnung muss deshalb auf verarbeitete Produkte ausgeweitet werden. Mehr Transparenz ist das Ziel, davon profitieren Verbraucher und die Tiere.“ Mit dem Gesetz muss sich der Bundesrat ebenso in 2. Lesung befassen. Dieser kann das Vorhaben allerdings nur verzögern, aber nicht stoppen. Der DBV sieht große Probleme in der zu engen Zeitvorgabe. DBV FA-Vorsitzender Löhr betonte, dass der Berufsstand den Ausstieg zwar grundsätzlich befürworte, sieht allerdings ohne EU-einheitliche Vorgaben erhebliche Wettbewerbsnachteile für deutsche Brütereien.
21.05.2021
Terminmärkte aktuell Pflanzen

21.05.2021
Terminankündigung: DBV-Ackerbauforum 2021 Pflanzen
Terminhinweis: DBV Ackerbauforum 2021
Wir möchten Sie darauf hinwiesen, dass am 25.05.2021 ab 09:00 Uhr das DBV-Ackerbauforum 2021 zum Thema „Ackerbau zwischen Düngeverordnung und Markt“ im Livestream auf www.bauernverband.de übertragen wird.

21.05.2021
Kartoffeln: Frühkartoffeln im Aufwind Pflanzen
Vor Pfingsten schreitet die Sortimentsumstellung im LEH auf Speisefrühkartoffeln zügig weiter fort. Schon in der Vorwoche waren Importeure zum Teil von einem Stimmungswechsel ergriffen. Nun geht es für sie in die Vollen und die verfügbaren Mengen scheinen problemlos platzierbar zu werden. Vor dem Hintergrund der Verspätung hiesiger Frühkartoffeln haben Abpacker zudem in jüngster Zeit für den Juni weitere Mengen Frühkartoffeln vorgekauft. Dadurch sind Anbieter von Ware aus Ägypten schon so gut wie ausdisponiert. Für sie bedeutet das, das für den Löwenanteil der Lieferungen nun der Preis von rund 50,00 EUR/dt erzielt wurde und weitere Preisveränderungen kaum noch absehbar bzw. relevant sein werden. Für Israeli dürfte es auf dem schon zuvor mit 63,00 EUR/dt für runde Sorten bis 70,00 EUR/dt für mehlig kochende Ware skizzierten Preisen ähnlich aussehen.
21.05.2021
Raps: Fokus auf die kommende Ernte Pflanzen
Die Lage am Rapsmarkt ist im Prinzip unverändert zur Vorwoche. Die Ernte 2020 ist längst durchgehandelt, in Erzeugerhand dürften sich nicht einmal mehr Restmengen befinden. Der Fokus liegt nun auf der kommenden Saison. Doch auch ex Ernte 2021 ist der Vermarktungsstand schon sehr hoch, sodass zuletzt keine größeren Mengen mehr gehandelt wurden. Viele Erzeuger hatten die hohen Preise der vergangenen Wochen zum Verkauf genutzt und sind dabei bereits bis an die Grenze des Vertretbaren gegangen. Die gute Feldbestandsentwicklung, mit regional ergiebigen Regenfällen, stimmt Erzeuger im Hinblick auf die Rapsernte 2021 in Deutschland optimistisch. Einzelne ließen sich dadurch zum Verkauf weiterer, zumindest kleinerer Teilmengen animieren. Alterntiger Raps kostet in der 20. Kalenderwoche 542 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit rund 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Ex Ernte legten die Preise deutlicher von 506 auf 518 EUR/t zu.
21.05.2021
Alterntiges Futtergetreide wird immer teurer Pflanzen
Am Futtergetreidemarkt werden vereinzelt noch Anschlusspartien an die neue Ernte geordert. V.a. die vergleichsweise hohen Maispreise lassen die Mischfutterhersteller dabei zunehmend Gerste, Triticale und Roggen ordern. Die durchweg nominellen Erzeugerpreise haben sich dabei noch einmal befestigt, das sehr knappe Maisangebot um mehr als 9 auf über 236 EUR/t frei Erfasserlager. Verkauft wird allerdings kaum noch etwas. Aber auch für andere, alterntige Futtergetreide werden höhere Gebote als in der Vorwoche genannt. Demgegenüber sind die Vorkontraktpreise zurückgenommen worden, so dass sich der Abstand weiter vergrößert. So wird z.B. alterntige Futtergerste mit 206 EUR/t frei Erfasserlager bewertet, neuerntige mit 196 EUR/t. Vorkontrakte werden von den Erzeugern kaum noch abgeschlossen, in den meisten Regionen ist bereits so viel vertraglich gebunden worden, dass es an grobe Fahrlässigkeit grenzt, noch mehr zu verkaufen. Wenn die Erträge nicht die erwarteten Mengen bringen, können die Kontrakte nicht bedient werden.
21.05.2021
Brotgetreide: Scharfer Preiseinbruch für Partien ex Ernte Pflanzen
Der Rückgang der Börsennotierungen für Weizen in Paris hinterlässt auch am deutschen Kassamarkt seine Spuren, besonders an den Preisen ex Ernte. Alterntige Ware wird nahezu unverändert, teils sogar etwas über Vorwochenniveau bewertet. Das Marktgeschehen ist weiterhin sehr ruhig. Es wird nur das Allernötigste an alterntigen Partien geordert und Kontraktabschlüsse für die Saison 2021/22 in die Zukunft verschoben. Mühlen signalisieren daher momentan kaum Kaufinteresse. Gleichzeitig haben sich auch die Erzeuger vom Markt zurückgezogen. Auch wenn sie ohnehin kaum noch etwas zu verkaufen haben, das gilt sowohl für Partien der Ernte 2020 als auch 2021, hat der Rückgang der Preise die Abgabebereitschaft zum Erliegen gebracht. Qualitätsweizen und Brotroggen verzeichnen Minus von 3,50 bzw. 1,80 EUR/t. Meldungen aus Deutschland wurden in diesen Tagen sogar in den USA registriert. Die Anhebung der Weizenprognose für Deutschland vom Deutschen Raiffeisenverband wurde in Chicago zitiert und als positives Zeichen für eine alles-wird-gut-Versorgung herangenommen. Das ändert allerdings nichts daran, dass in den kommenden Wochen das Angebot in Deutschland und der EU-27 äußerst knapp werden dürfte, v.a. wenn aufgrund temperaturbedingter Verzögerung des Aufwuchses die Ernte in diesem Jahr ca. zwei Wochen später beginnen dürfte. Den Inlandsmarkt dürfte das jetzt kaum noch belasten, wurde die Versorgungslücke doch bereits in den zurückliegenden Wochen geschlossen. Aber für Exporteure bedeutet dies, dass sie die ersten Ausschreibungen am Weltmarkt mangels Angebot nicht bedienen können. Wurde in den Vorjahren die Exportnachfrage in den ersten Wochen der neuen Saison mit Reserven aus dem Vorjahr gedeckt, dürfte das in diesem Jahr nicht funktionieren. Die Ware ist, wenn überhaupt vorhanden, viel zu teuer.


