Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 21.05.2021

Brotgetreide: Scharfer Preiseinbruch für Partien ex Ernte

Der Rückgang der Börsennotierungen für Weizen in Paris hinterlässt auch am deutschen Kassamarkt seine Spuren, besonders an den Preisen ex Ernte. Alterntige Ware wird nahezu unverändert, teils sogar etwas über Vorwochenniveau bewertet. Das Marktgeschehen ist weiterhin sehr ruhig. Es wird nur das Allernötigste an alterntigen Partien geordert und Kontraktabschlüsse für die Saison 2021/22 in die Zukunft verschoben. Mühlen signalisieren daher momentan kaum Kaufinteresse. Gleichzeitig haben sich auch die Erzeuger vom Markt zurückgezogen. Auch wenn sie ohnehin kaum noch etwas zu verkaufen haben, das gilt sowohl für Partien der Ernte 2020 als auch 2021, hat der Rückgang der Preise die Abgabebereitschaft zum Erliegen gebracht. Qualitätsweizen und Brotroggen verzeichnen Minus von 3,50 bzw. 1,80 EUR/t. Meldungen aus Deutschland wurden in diesen Tagen sogar in den USA registriert. Die Anhebung der Weizenprognose für Deutschland vom Deutschen Raiffeisenverband wurde in Chicago zitiert und als positives Zeichen für eine alles-wird-gut-Versorgung herangenommen. Das ändert allerdings nichts daran, dass in den kommenden Wochen das Angebot in Deutschland und der EU-27 äußerst knapp werden dürfte, v.a. wenn aufgrund temperaturbedingter Verzögerung des Aufwuchses die Ernte in diesem Jahr ca. zwei Wochen später beginnen dürfte. Den Inlandsmarkt dürfte das jetzt kaum noch belasten, wurde die Versorgungslücke doch bereits in den zurückliegenden Wochen geschlossen. Aber für Exporteure bedeutet dies, dass sie die ersten Ausschreibungen am Weltmarkt mangels Angebot nicht bedienen können. Wurde in den Vorjahren die Exportnachfrage in den ersten Wochen der neuen Saison mit Reserven aus dem Vorjahr gedeckt, dürfte das in diesem Jahr nicht funktionieren. Die Ware ist, wenn überhaupt vorhanden, viel zu teuer.

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