Das Land Mecklenburg-Vorpommern weitet seine Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung aus. Künftig soll auch eine für die Aufbewahrung erlegter Wildschweine benötigte Kühltechnik gefördert werden. Im Rahmen der ASP-Prävention wird die Förderung aus der Jagdabgabe, die von den Jägern und Jagdpächtern Mecklenburg-Vorpommerns entrichtet wird, finanziert. Jagdausübungsberechtigte des Landes können bis zum 1. Oktober jeden Jahres einen entsprechenden Antrag bei der obersten Jagdbehörde stellen. Um den Schwarzwildbestand weiter zu reduzieren, wird die im Jahr 2017 eingeführte „Pürzelprämie“ auch im laufenden Jagdjahr (1. April 2021-31. März 2022) gewährt, d.h. für jedes erlegte Stück Schwarzwild wird weiterhin eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro gezahlt.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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26.05.2021
DBV unterstützt ISN-Kampagne gegen Stallbaubremse Schwein
Politik und Gesellschaft wollen mehr Tierwohl – und auch Tierhalter wollen ihre Ställe entsprechend umbauen. Dabei werden sie aber oftmals ausgebremst, da Baugenehmigungen entweder gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand erteilt werden. Daher startet die ISN mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf eine neue Kampagne, um auf die bestehenden Hürden hinzuweisen, mit denen Landwirte beim Stallumbau zu kämpfen haben. Unter dem Motto „Betriebsentwicklung ermöglichen – Stallbaubremse lösen“ will die ISN Tierhalter, landwirtschaftliche Organisationen und Unternehmen vernetzen, um gemeinsam auf dieses Problem der Tierhalter aufmerksam zu machen.
Der DBV unterstützt diese Kampagne und den Aufruf der ISN, dass Tierhalter ihre Erfahrung mit der Stallbaubremse in einer kurzen Video-Botschaft (max. 30 Sekunden!) dokumentieren. Damit soll Politikern an konkreten Beispielen gezeigt werden, wo gute Lösungen zur Weiterentwicklung der Betriebe stecken bleiben.
Senden Sie das Kurz-Video mit Ihren Kontaktdaten an isn@schweine.net. Die ISN wird die Videos dann im Rahmen der Kampagne veröffentlichen.
Weitere Infos zur neuen ISN-Kampagne finden Sie unter:
www.schweine.net/news/neue-isn-kampagne-betriebsentwicklung-ermoeglichen.html
26.05.2021
DBV: Klimaschutz mit Biogas aus Gülle ausgebremst Schwein
Der DBV kritisiert den am vergangenen Mittwoch gefassten Kabinettsbeschluss über eine Verordnung zur Anschlussförderung für kleinere Gülle-Biogasanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dazu der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling: „Die Bundesregierung gibt völlig widersprüchliche Signale an die Landwirte beim Klimaschutz. Im Klimaschutzplan ist ausdrücklich vom Ziel einer 70-prozentigen Güllenutzung in Biogasanlagen bis 2030 die Rede. Die EEG-Verordnung setzt die Anschlussvergütung für kleine Gülleanlagen aber inakzeptabel niedrig an. Damit werden die Betreiber kleinerer Biogasanlagen in den kommenden Jahren aussteigen. Der Bundestag muss diesen kritischen Punkt in der Verordnung anhalten, die EEG-Vergütung aufstocken und einen Umstieg bestehender Anlagen auf Güllenutzung ermöglichen (sog. Downsizing).“
21.05.2021
Grünland- und Futterbaubetriebe in GAP-Entwurf vernachlässigt Milch und Rind
Nach dem aktuellen Stand der Diskussionen um die GAP-Reform wird es nach Einschätzung des Landvolkes darauf hinauslaufen, dass Betriebe mit einem hohen Futterbau- oder Grünlandanteil übermäßig betroffen sind. Durch massive Mittelumschichtungen von der 1. Säule in die 2. Säule werden die Förderungen mit erheblich verminderter Einkommenswirkung bei den Landwirten ankommen. Die Anforderungen an den Erhalt der Basisprämie werden zudem insbesondere für diese Betriebe deutlich ansteigen, wobei 25% der Direktzahlungsmittel auf freiwilliger Basis durch die sog. Ökoregelungen (Eco-Schemes) zu erlangen sind. Das Landvolk stellt fest, dass im aktuellen Gesetzesentwurf keine wirtschaftliche Option einer Eco-Scheme-Maßnahme für Grünland- bzw. Futterbaubetriebe besteht und arbeitet gemeinsam mit dem DBV daran, hier noch Verbesserungen zu erreichen.
Des Weiteren dürfe Dauergrünland (DGL) in Moor- und Feuchtgebieten, sowie umweltsensibles DGL, nicht umgewandelt und gepflügt werden und es dürfen keine Veränderungen im Bodenprofil vorgenommen werden. Potentiell könnten in Niedersachsen davon mehr als 300.000 ha DGL und mehr als 60% der Milchviehhalter betroffen sein. Hier versucht das Landvolk mit dem DBV auf politischem Wege Lösungen zu finden, insbesondere was die Ausdehnung der geplanten Gebietskulisse angeht.
21.05.2021
Zumeist knappes Angebot an Schlachtrindern Milch und Rind
(AMI) – Das Angebot an schlachtreifen Rindern fällt aktuell fast überall überschaubar aus. Zumeist haben die Feldarbeiten Vorrang, die Landwirte liefern dementsprechend eher verhalten ab. Bezüglich der Nachfrage gibt es dabei aber deutliche regionale Unterschiede. So gestaltet sich der Handel gerade im Süden schwieriger, insbesondere die Vermarktung von Jungbullen stockt. Im Nordwesten wird dagegen von eher knappen Mengen berichtet, hier lassen sich die vorhandenen Tiere in allen Kategorien problemlos absetzen. Insgesamt scheint der Handel mit Schlachtkühen etwas flotter zu verlaufen als bei den Jungbullen, gerade bei den männlichen Kategorien versuchen manche Schlachtunternehmen sogar etwas Druck aufzubauen. Dennoch kommt es im deutschen Mittel in allen Bereichen zu leichten Preisaufschlägen.
21.05.2021
Internetversorgung: Landwirte unzufrieden Milch und Rind
Laut des Konjunkturbarometers Agrar sind zwei Drittel der Landwirte in Deutschland mit ihrer Internetversorgung unzufrieden. Dieser Wert hat sich in den letzten fünf Jahren kaum verändert. Der Unzufriedenheit mit der Internetversorgung steht eine deutlich besser gewordene Internet-Infrastruktur in den Betrieben gegenüber. Der Netzausbau kann offensichtlich nicht Schritt halten mit den wachsenden Anforderungen der Landwirte. Der DBV wiederholt daher seine Forderung nach einem Masterplan zur flächendeckenden Versorgung auf Basis von Glasfaser- und 5G-Mobilfunktechnik. Details zur repräsentativen Umfrage hier.
21.05.2021
Kritik vor Abschluss der GAP-Verhandlungen Milch und Rind
Anlässlich der kurz vor dem Abschluss stehenden Verhandlungen zur neuen GAP kritisierte DBV-Präsident Rukwied im Rahmen einer Veranstaltung des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura die geplante Einführung von Sozialstandards in der Agrarförderung: „Uns Landwirten droht ein bürokratisches Monster, ohne erkennbar positive Wirkung für die in der Landwirtschaft tätigen Personen.“ Angelegenheiten der sozialen Sicherung, der Tarifverträge und der Mindestlöhne fallen laut EU-Vertrag in die ausschließliche Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Der DBV lehnt daher eine Verknüpfung der EU-Direktzahlungen mit sozialen Auflagen ab. Stattdessen sollte in den nationalen Strategie-plänen auf die soziale Situation der in der Landwirtschaft Tätigen eingegangen werden. Im Hinblick auf die Eco-Schemes machte Rukwied deutlich, dass es auf deren praxistaugliche Ausgestaltung ankomme. So müsste der verpflichtende Anteil nicht bewirtschafteter Fläche auf höchstens 3 Prozent der Ackerfläche begrenzt bleiben.
21.05.2021
Milchmarkt Milch und Rind
In Deutschland bewegt sich das Milchaufkommen um die Saisonspitze. In der 18. KW wurden 0,6 % weniger Milch angeliefert als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie wurde um 0,2 % unterschritten. Die Preise für Industrierahm bewegen sich auf erhöhtem Niveau stabil. Magermilchkonzentrat wird weiterhin stabil bewertet. Der Absatz von Produkten des weißen Sortiments verläuft in normalen Bahnen. Aufgrund der Öffnungen der Außengastronomie belebt sich die Nachfrage aus dem Food-Service. Die Nachfrage nach abgepackter Butter wird als gut eingeschätzt. Die Spargelsaison sowie die Pfingstfeiertage stimulieren die Nachfrage. Die Abgabepreise sind unverändert. Bei Blockbutter wird von einer Belebung der Nachfrage berichtet. Die Preise haben sich befestigt.

Schnittkäse wird aus dem LEH vor Pfingsten lebhaft geordert. Im Food-Service hat aufgrund der Öffnungen der Außengastronomie die Bevorratung begonnen. Der Markt für Magermilchpulver stellt sich ruhig und gleichzeitig sehr fest dar. Vollmilchpulver wird bei stabilen Preisen ruhig gehandelt. Molkenpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität ist weiter von festen Tendenzen gekennzeichnet. (AMI, ZMB)

