Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 21.05.2021

2. Lesung Gesetzentwurf zum Verbot des Kükentötens

Gestern Abend (Donnerstag, 20.05.2021) hat der Deutsche Bundestag in 2. Lesung den Gesetzentwurf zum Verbot des Tötens männlicher Küken beschlossen. Die über den Bundesrat eingebrachte Forderung zur Beibehaltung der Verwendung männlicher Küken zu Futterzwecken wurde nicht eingebracht. Abgelehnt wurde ein Antrag der FDP für eine europaweite Regelung für ein Verbot des Kükentötens sowie der Fraktion Die Linke, die die Aufzucht männlicher Küken fördern will. Das Verbot gilt ebenso für Eingriffe an einem Hühnerei und den Abbruch des Brutvorgangs ab dem siebten Bebrütungstag, die bei oder nach der Anwendung von Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei durchgeführt werden und den Tod des Hühnerembryos verursachen. Das Verbot für die Tötung von Hühnerküken soll ab 01.01.22 gelten, das Verbot für die Eingriffe am Hühnerei und für den Abbruch des Brutvorgangs vom 01.01.24 an. Albert Stegemann, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Berichterstatterin Silvia Breher betonten die weltweite Vorreiterrolle deutscher Brütereien beim Tierschutz. Breher verwies auf ein dringend benötigtes EU-weites Verbot des Kükentötens. „Das Engagement unserer einheimischen Geflügelwirtschaft darf nicht dazu führen, dass stattdessen Küken und Eier aus anderen Ländern importiert werden. Jede Verbraucherin und jeder Verbraucher müssen klar erkennen können, unter welchen Bedingungen ein tierisches Lebensmittel hergestellt wurde. Die europäische Eierkennzeichnung muss deshalb auf verarbeitete Produkte ausgeweitet werden. Mehr Transparenz ist das Ziel, davon profitieren Verbraucher und die Tiere.“ Mit dem Gesetz muss sich der Bundesrat ebenso in 2. Lesung befassen. Dieser kann das Vorhaben allerdings nur verzögern, aber nicht stoppen. Der DBV sieht große Probleme in der zu engen Zeitvorgabe. DBV FA-Vorsitzender Löhr betonte, dass der Berufsstand den Ausstieg zwar grundsätzlich befürworte, sieht allerdings ohne EU-einheitliche Vorgaben erhebliche Wettbewerbsnachteile für deutsche Brütereien.  

‹ zurück