Auf Grundlage einer EU-Verordnung führen ab März 2023 die statistischen Landesämter eine Agrarstrukturerhebung durch. Hiermit erfolgt für alle EU-Mitgliedstaaten eine Vereinheitlichung der Erhebungseinheiten, -inhalte und -zeiträume. Befragt werden alle Betriebe ab mind. 5 ha LF mittels eines Online-Fragebogens. Um den Aufwand der landwirtschaftlichen Betriebe möglichst gering zu halten, wird die Agrarstrukturerhebung 2023 als Stichprobe mit rund 80 000 Betrieben durchgeführt, bei der die Auskunftspflichtigen auch vorhandene Verwaltungsdaten nutzen können. Nach Sicherstellung der Geheimhaltung von Einzelangaben werden die Ergebnisse veröffentlicht. Damit ist nach Einschätzung von Destatis voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2024 zu rechnen.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
01.02.2023
Stressfreier Umgang mit Schweinen (Seminar) Schwein
Wenn Schweine getrieben werden, wird es oft hektisch und laut. Doch das muss nicht sein. Die Methode des Low Stress Stockmanship (LSS) ermöglicht ein stressfreies Arbeiten mit Schweinen. Beim LSS geht es darum, die Tiersignale der Schweine zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Das Ziel dabei ist, mit so wenig Stress wie möglich, die Tiere dazu zu bringen, das zu machen, was wir von ihnen wollen.
In diesem Seminar wird Ronald Rongen die Grundlagen des stressfreien Treibens von Schweinen zeigen. Außerdem werden Sie erfahren, wie Schweine auf ihre Haltungsumwelt reagieren und wo häufig Schwachpunkte im Umgang mit den Tieren liegen. Während des Praxisteils des Seminars wird unter anderem das Treiben beim Verladen von Schweinen im kleinen Maßstab vorgeführt und geübt.
Diese Exkursion ist für Sie kostenfrei, Sie tragen allerdings Ihre Verpflegungskosten selber. Ermöglicht wird dies durch eine Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Projektes Netzwerk Fokus Tierwohl.
Die Verpflegungskosten in Höhe von 25 € sollten am Veranstaltungstag in bar an die Verantwortlichen des LBZ Echem verrichtet werden.
Veranstaltung: Stressfreier Umgang mit Schweinen
Datum: 13.03.2023
Beginn: 09:15 Uhr
Ort: Landwirtschaftliches Bildungszentrum LBZ Echem
Zur Bleeke 6
21379 Echem
Ansprechpartner/in: Bettina Dieken, 0441 801-471
Alle Seminarinfos: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/8678_Stressfreier
27.01.2023
ELER-Förderung zum Tierwohl bei Schweinen (ab 2023) Schwein
(ML) Auch in der neuen ELER-Förderperiode ab 2023 wird eine Förderung für eine tiergerechte Haltung von Schweinen angeboten. Die bisher angebotenen Maßnahmen wurden dabei überarbeitet und angepasst. Nähere Informationen finden Sie bei den jeweiligen Fördermaßnahmen.
Ein besonderes Landesinteresse an der Durchführung der Fördermaßnahmen besteht, weil mit der Förderung der Einführung oder Beibehaltung besonders tiergerechter Haltungsverfahren von Nutztieren ein zusätzlicher Anreiz zur freiwilligen und vorzeitigen Umsetzung des niedersächsischen Tierschutzplans gegeben wird.
In den Maßnahmen zum Tierwohl sollen Betriebe gefördert werden, die Sauen, Ferkel und/oder Mastschweine besonders tiergerecht halten. Dazu zählt insbesondere, auf das Kupieren der Schwänze zu verzichten.
Über folgende Links finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Fördermaßnahmen:
Allgemeine Voraussetzungen für die Förderung ab 2023: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/eler_forderung_zum_tierwohl_ab_2023/neu_allgemeine_voraussetzungen_fur_die_forderung/allgemeine-voraussetzungen-fuer-die-foerderung-218987.html
Antragstellung und Termine: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/eler_forderung_zum_tierwohl_ab_2023/neu/antragstellung-und-weitere-termine-218988.html
Übersicht über die Fördermaßnahmen ab 2023: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/eler_forderung_zum_tierwohl_ab_2023/neu_ubersicht_uber_die_fordermassnahmen/foerderung-von-mastschweinen-218989.html
Formulare zum Download: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/eler_forderung_zum_tierwohl_ab_2023/neu_formulare_zum_download/alle-formulare-zum-download-218991.html
Anmeldung Newsletter ELER-Förderung zum Tierwohl: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/eler_forderung_zum_tierwohl_ab_2023/newsletter/abonnement/newsletter-134586.html
Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Tierwohlförderung Schwein, Ringelschwanzprämie): https://www.agrarfoerderung-niedersachsen.de/agrarfoerderung/news/29365_Tierwohlfoerderung_Ringelschwanzpraemie
(27.01.2023)
27.01.2023
Schweineeinfuhren nach Deutschland nehmen ab Schwein
(AMI) – Seit einigen Jahren hält der Trend abnehmender Schweineimporte nach Deutschland an. Im gesamten Jahr 2022 wurden rund 10 Mio. Schweine eingeführt, das sind 11 % weniger als im Jahr zuvor.
Die Schweine erreichen Deutschland als Zuchttiere, Schlachttiere und Ferkel, wobei der größte Teil der Tiere als Ferkel eingeführt wird. Die beiden Hauptlieferländer sind Dänemark und die Niederlande, beide Staaten haben die Transporte von Schweinen nach Deutschland jedoch deutlich reduziert. Die seit längerer Zeit anhaltende wirtschaftlich schwierige Situation für die Schweinehalter führte zu zahlreichen Betriebsaufgaben in den vergangenen Jahren. Der Bedarf an Schweineimporten aus dem Ausland ist daher gesunken.
Insbesondere seit 2019 gehen die Einfuhren von lebenden Schweinen nach Deutschland sehr deutlich zurück. Wurden im Jahr 2019 noch 14,6 Mio. Tiere importiert, so sind die Zahlen bis 2022 um 31,3 % zurückgegangen. Die stark rückläufigen Importzahlen spiegeln sich in den deutlich sinkenden Bestandszahlen der vergangenen beiden Jahre wider.
(27.01.2023)
27.01.2023
Schwierige Zeiten für Schweinemäster Schwein
(AMI) – Die wirtschaftlich angespannte Situation für Schweine haltende Betriebe hält auch im Januar an. Denn ein Einkommen aus der Schweinemast zu erzielen, bleibt weiter so gut wie unmöglich.
Vor allem die hohen Futter- und Energiekosten führen zu einer großen Kostenbelastung. Im Modell der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) können die Vollkosten von den Erlösen aktuell nicht gedeckt werden. Es entstehen im Januar Verluste von fast 17 EUR/Schwein. Bei diesem Modell sind Aufwendungen für die Abluftfilterung und die Unterbringung der Gülle nicht berücksichtigt. Schon seit dem Juli 2020 ist es für Schweinemäster schwierig, rentabel zu arbeiten. Daher gaben etliche Landwirte die Schweinehaltung auf und verabschiedeten sich von dem Betriebszweig Schweinemast. Die Angebotssituation im Handel mit Schlachtschweine wird als gering eingestuft. Momentan reichen die Stückzahlen für die ruhige Nachfrage. Schweinehalter können jedoch mittelfristig auf eine steigende Preiseentwicklung für Schlachtschweine hoffen.
(27.01.2023)
27.01.2023
Freie Plätz im LWK-Seminar zur PSM-Reduzierungsstrategie am Beispiel Silomais Pflanzen
Am 14.02.2023 veranstaltet die LWK Niedersachsen ein Webseminar zum Thema PSM-Reduktionsstrategie am Beispiel Silomais – Anmeldeschluss: 10.02.23 – Kosten: 35,00 Euro
Im Rahmen des Niedersächsischen Weges wird auf fünf Demonstrationsbetrieben in den unterschiedlichen ackerbaulichen Regionen Niedersachsens durch Einsatz innovativer und praxistauglicher Verfahren die Möglichkeit der Pflanzenschutzmittel-Reduzierung gezeigt. Einer dieser Betriebszweige ist der Ackerfutterbau. Am Beispiel des Silomaisanbaues wird gezeigt, welche Möglichkeit zur PSM Reduzierung im Maisanbau durch den Einsatz von Hacke Bandspritzungen bestehen. Es werden erste Ergebnisse vorgestellt und Hinweise zur Umsetzung gegeben.
Vortragender ist Dr. Jens Wienberg von der LWK Niedersachsen. Die Seite zur Veranstaltung, dem Anmeldeformular und weiteren Informationen finden Sie unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/7989_Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie_am_Beispiel_Silomais
27.01.2023
Terminmärkte aktuell – KW4 Pflanzen

27.01.2023
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Die Lage am niedersächsischen Getreidemarkt verdunkelt sich wie auch an den nationalen und internationalen Märkten weiter. Sinkende Kurse an den Terminbörsen in Chicago und Paris ziehen auch die Erzeugerpreise mit abwärts. Qualitätsweizen erreicht kaum noch die Marke von 300 EUR/t. Brotweizen tendiert weiterhin ca. 20 EUR/t niedriger. Einige Marktbeteiligte gehen derzeit von größeren unverkauften Lagermengen aus. Die Themen, welche die Märkte belasten, sind weitestgehend unverändert zur Vorwoche. Rege Exporte aus der Schwarzmeerregion und optimistische Ernteprognosen auf der Südhalbkugel sind hier in erster Linie zu nennen. Weiteren Druck üben jüngste Schnee- und Regenfälle in den Great Plains aus, welchen den US-Weizenbeständen zugutekommen. Auch beim Mais ist es das Wetter, was den Preis drückt. So konnten in Argentinien nach wochenlanger Dürre wieder Niederschläge verzeichnet werden. Die Sorge vor Ertragseinschränkungen wurde hier somit etwas abgefangen. Der Ölsaatenmarkt tendiert ebenfalls weiter negativ. Für Raps haben einzelne Erfasser-Gebote noch nicht einmal mehr die 500-Euro-Marke erreicht. Grund für die sinkenden Preise sind ein hoher Importdruck sowie Diskussionen um die Einschränkung agrarbasierter Biokraftstoffe. Speisekartoffeln kommen weiter für ausgeglichene Preise auf den Markt. Der Handel verläuft wie zuletzt ruhig und stetig. Bei Frittenrohstoff herrscht eine positive Stimmung unter Marktteilnehmern. Aufgrund guter Nachfrage aus Belgien und den Niederlanden stiegen die Preise zuletzt. An der EEX in Leipzig wurde diese Woche die wichtige Marke von 30 EUR/dt für den April-Kontrakt übersprungen.
27.01.2023
Rapspreise brechen ein Pflanzen
(AMI) Die Gebote für Raps werden sowohl auf Erzeuger- als auch auf Großhandelsstufe kräftig nach unten korrigiert. Angesichts der Schwächetendenz nimmt die Abgabebereitschaft der Erzeuger teils merklich zu, Ölmühlen kaufen jedoch nicht.
An der Pariser Börse ging es in der laufenden Handelswoche kräftig abwärts. So büßte der Fronttermin Februar 23 nicht nur binnen fünf Börsentagen 23,25 EUR/t an Wert ein, sondern erreichte mit 529,25 EUR/t zwischenzeitlich auch den tiefsten Stand seit Anfang August 21. Auch der August-Kontrakt rutschte ab und verlor auf Wochensicht 29,75 auf 530 EUR/t. Auslöser für den deutlichen Kursrückgang war die Diskussion um ein Ende der deutschen Biokraftstoffproduktion auf Basis pflanzlicher Rohstoffe. Das dürfte den Rapsverbrauch insbesondere in Deutschland erheblich einschränken. Rege europäische Importe von kanadischem Canola und australischem Raps übten zusätzlichen Druck aus.
Auf Großhandelsstufe wurden die Gebote für Raps der Ernte 22 ebenfalls zurückgenommen. Mit 545 EUR/t franko Niederrhein und 524 EUR/t franko Hamburg sind für prompte Partien rund 27 EUR/t weniger möglich als noch vor einer Woche.
Auf Erzeugerstufe werden im Bundesdurchschnitt 506,70 EUR/t genannt, auf Wochensicht entspricht das einem Rückgang von 33,70 EUR/t. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 475 bis 527,50 EUR/t. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr kostete Raps noch knapp 200 EUR/t mehr. Auch die Vorkontraktpreise der Ernte 23 wurden um 33,30 auf 504,90 (490-525) EUR/t zurückgenommen.

27.01.2023
Weizen erstmals seit Februar 22 unter 300 EUR/t franko Pflanzen
(AMI) Die Sorge vor weiterem Wertverlust treibt Weizen an den Markt, der auf äußerst geringes Kaufinteresse stößt. Der starke Preisrückgang fördert auch Kontraktabschlüsse ex Ernte. Die Preise für Braugerste stürzen indes ab.
Der starke Kursrückgang spiegelt sich in den Kassapreisen exakt wider, zumal die geringen Umsätze für wenig Eigenleben sorgen. Die Großhandels- und Erzeugerpreise für Weizen, Brotroggen und Braugerste sind erneut deutlich zurückgegangen. Paris verlor zum 24.01.2023 für Weichweizen 7 auf 281,75 EUR/t für den Fronttermin März, der Septemberkontrakt 6 EUR/t auf 267,25 EUR/t. Am Kassamarkt überwiegt das Angebot und drängt, sodass selbst bei zwischenzeitlich festen Schlusskursen die Kassapreise höchstens mit Stabilität, eher aber mit weiterer Preisschwäche reagieren. Auch wenn nur vereinzelt Ware aus der Landwirtschaft angeboten wird, findet sich dafür kaum Kaufinteresse bei den Verarbeitern. Mühlen winken ab und sind eher an späteren Lieferungen interessiert, kaufen allerdings dennoch wenig und warten im fallenden Markt günstigere Gelegenheiten ab. Umsätze ex Ernte bleiben ebenfalls die Ausnahme, obgleich auch für diese Termine einige Erzeuger weitere Teilmengen absichern. Auch eine große Exportnachfrage lässt weiter auf sich warten. Der vergleichsweise feste Euro mit 1,08 USD bremst die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit. Liefen im Dezember noch wöchentlich über 100.000 t in den Drittlandexport, waren es zuletzt im Schnitt nur noch 45.000 t, sodass in Summe der Weizenexport 2022/23 mit 2,07 Mio. t jetzt unter das vergleichbare Vorjahresvolumen rutscht.
Wie gering die Zugkraft des Exports ist, bestätigt Qualitätsweizen franko Hamburg. Dieser gab gegenüber Vorwoche um 10 auf 314 EUR/t nach. Demgegenüber scheint Brotweizen dort besser zu laufen, denn dieser verlor nur 5 auf 304 EUR/t. Damit baut sich die Prämie gegenüber den Großhandelspreisen im Inland aus, denn an der Rheinschiene, franko Niederrhein, rutschte der Brotweizenpreis am 25.01.2023 um 7 auf 298 EUR/t ab und damit auf das Niveau vom 22.02.2022. Brotroggen wird dort mit 272 EUR/t bewertet und so 5 EUR/t unter Vorwochenniveau. Kurz vor Beginn des Ukraine-Krieges kostete er 280 EUR/t.
Die Braugerstenpreise stürzen indes ab. Franko Oberrhein wurde am 25.01.2023 für 340 EUR/t prompte Ware offeriert, in der Woche zuvor war noch von 355 EUR/t gesprochen worden und Anfang des Jahres von 385 EUR/t. Während Anfang Januar 23 prompte Lieferungen und Ware ab Oktober 23 preisidentisch bewertet wurden, konnten in den vergangenen beiden Wochen Partien zur Ernte 23 ein Plus von 5 EUR/t gegenüber prompter Ware halten. Vor dem Ukraine-Krieg bewertete der Großhandel Braugerste mit 420 EUR/t.
