Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 06.10.2023

Mangelnde Impulse am deutschen Getreidemarkt

Schwächetendenz in Paris, Feiertagswoche, Verarbeiter ohne Nachfrage und Erzeuger ohne Verkaufswunsch – da kommt nicht viel zustande.

Am Brotgetreidemarkt bleibt es ruhig. So verkauften Erzeuger schon nicht, als die Gebote des Handels noch gestiegen sind, jetzt werden sie leicht zurückgenommen, was das Verkaufsinteresse vollständig lähmt. Prompter Qualitätsweizen kostete in der 40. KW frei Erfasser 225,50 (200-240) EUR/t und damit 1,40 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotweizen wird mit knapp 206 (185-222) EUR/t rund 1,80 EUR/t niedriger bewertet und Brotroggen verlor zur Vorwoche 0,70 auf knapp 179 (165-205) EUR/t. Damit können sich am Kassamarkt die Preise immerhin etwas besser behaupten, denn in Paris verlor der Fronttermin zur Vorwoche immerhin fast 8 EUR/t.

Landwirte haben wenig Zeit und Interesse an der Vermarktung ihrer qualitativ etwas besseren Partien. Verkauf ist nur aus Liquiditätsgründen oder Platzmangel eine Option. Regional wurden die Gesuche nach Qualitätsweizen teilweise gedeckt. Aber darüber hinaus zeigen Käufer momentan wenig Interesse. Der Export läuft derzeit ebenfalls mau. Während der Export an Weichweizen EU-weit bis Anfang Oktober mit 7,4 Mio. t das Vorjahresvolumen um gut 2,3 Mio. t verfehlt, wurden gleichzeitig mit gut 2 Mio. t knapp 700.000 t mehr importiert. Deutschland erhielt seit Wirtschaftsjahresbeginn 16.600 (Vorjahr: 15.300) t, lieferte in Drittländer indes 676.650 (1.136.600) t. Allein aus der Ukraine erreichten im Juli/September 2023 laut EU-Kommission 16.274 t Deutschland. (Quelle: AMI)

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