Soweit es das Wetter zulässt, spielt sich die Arbeit aktuell auf den Flächen ab. Neben der Aussaat der Winterkulturen sind die Ernte von Mais, Kartoffeln und Rüben in vollem Gang. Nicht nur deshalb geht es am Getreidemarkt sehr ruhig zu. Die Versorgung mit Futtergetreide ist und bleibt mehr als ausreichend und beim Brotgetreide trifft eine verhaltende Nachfrage auf wenig Abgabebereitschaft. Lediglich bei hohen Qualitäten besteht weiterhin Bedarf. Eine Belebung seitens der Terminmärkte ist ebenfalls nicht erkennen. Die Meldung einer mit 49,3 Mio. t höheren US-Weizenproduktion als prognostiziert, führte zu einem Abrutschen der Kurse in Chicago. Diese erreichten den tiefsten Stand seit September 2020. Die Erzeugerpreise hielten sich unterdessen etwa auf Vorwochenniveau. Da dieses Niveau aber ohnehin nicht allzu verkaufsfreundlich war, kam jedoch kaum Neugeschäft zustande. Ähnliches wird vom Rapsmarkt berichtet. Auch wenn die Preise zuletzt aufgrund fester Rohölpreise und schwacher Eurokurse kurzzeitig zulegten, ist das Niveau weiterhin zu gering, um für eine deutliche Belebung zu sorgen, zumal die Kurse in den letzten Tagen auf den niedrigsten Wert seit Mai abgestürzt sind. Neben der geringen Abgabebereitschaft scheinen die Ölmühlen gut gedeckt zu sein, was zu einer verhaltenden Nachfrage führt. Bei den Speisekartoffeln wird weiterhin ruhig, aber stetig gehandelt. Ernte und Einlagerung gehen schnell voran. Aktuell scheint es so, als würde die Erntemenge die des Vorjahres leicht zu unterschreiten. Probleme gibt es weiterhin mit Braunfäule und zunehmend auch mit Drahtwurmbefall. Dadurch nicht lagerfähige Ware muss nun schnell vermarktet werden. Der Export hat nach dem Preisverfall der letzten Wochen noch nicht wieder zugelegt. Dass der Boden hier in der letzten Woche erreicht wurde, bestätigt sich mit stabilen Erzeugerpreisen im Vorwochenvergleich.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
06.10.2023
05.10.2023
Bio-Milch: Saisonale Produktionsrückgänge sorgen für Entspannung Öko-Landbau
Viele Branchenteilnehmer sprechen von einer allmählichen Entspannung am Bio-Milchmarkt. Rückläufige saisonale Bio-Milchmengen stehen einer wieder lebhafteren Nachfrage gegenüber. Während im konventionellen LEH der Absatz durch Neulistungen von Bio-Milchprodukten befördert wird, sprechen auch im Biofachhandel einige Teilnehmer von einer leichten Erholung. (Quelle: DBV/AMI)
05.10.2023
Bio-Rindernachfrage geht weiter leicht hoch Öko-Landbau
Der Markt ist immer noch ruhig, aber langsam bauen sich die Wartelisten bei den Bio-Rindern ab. Die Nachfrage überschreitet wieder das schwache Vorjahr. Das Sommerloch, das im vergangenen Jahr ein richtiges Nachfrageloch gerissen hatte, fällt in diesem Jahr deutlich überschaubarer aus. Die Schlachtungen überschreiten die Vorjahresmengen. Eine Schlachtwelle nach Weideabtrieb wie sonst schon mal im Herbst, wird aber kaum erwartet. Die Marktlage bleibt aber schwierig. Die Preise sind bei den Kühen im Herbsttief, bei Jungbullen, Färsen und Ochsen stabil. (Quelle: DBV/AMI)
05.10.2023
Guter Start in die Bio-Apfelsaison 2023 Öko-Landbau
Die Äpfel aus der zurückliegenden Saison sind geräumt und im Übergang auf die Lieferungen aus der neuen Ernte wurde mit frischen Gala aus der italienischen Ernte die Versorgungslücke im Saisonwechsel überbrückt. Der Wechsel von Saison auf Saison ist reibungslos verlaufen. Mit Skepsis wird auf die neue Ernte geblickt. Zwar sind die Witterungsbedingungen und die daraus entstehenden Qualitätsprobleme nicht so ausgeprägt wie im Vorjahr, die Pflücke bei hochsommerlichen Temperaturen und die getriebene Reifeentwicklung führt jedoch zu schwacher Ware und dementsprechend schwachen Lagerqualitäten. (Quelle: DBV/AMI)
05.10.2023
Bio-Getreide: Was gerettet werden kann, wird gerettet Öko-Landbau
Die eingefahrene Ernte für die Saison 2023/24 enttäuscht in Menge und Qualität. Über alle Getreidekulturen und Anbauregionen wird über unzureichende Backqualitäten und Ertragseinbußen gerade bei den Sommerungen gesprochen. Die Versorgung bei backfähiger Ware ist und bleibt damit angespannt. Generell ist die Nachfrage der Verarbeiter noch sehr verhalten, der Markt gerät aber durch den Run auf qualitativ gute Partien etwas in Schwung. Für diese Partien werden hohe Aufschläge bezahlt. (Quelle: AMI/DBV)

05.10.2023
75-jähriges Jubiläum: DBV hat Agrarpolitik im Sinne der Bauernfamilien mitgestaltet Öko-Landbau
Anlässlich des 75-jährigen Verbandsbestehens blickte der Deutsche Bauernverband (DBV) am 21. Sept. im Rahmen eines Festaktes in Berlin zurück und zeichnete ein Zukunftsbild für die kommenden Jahre. Bundeskanzler Olaf Scholz hielt die Festrede zu Ehren des Verbandes. Er würdigte die wichtige Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland und warb für einen breit getragenen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit. Das sei aber nicht allein eine Sache der Landwirte, „sondern es ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft“.
Der Präsident des DBV, Joachim Rukwied, ging in seiner Eingangsrede auf die Meilensteine der vergangenen 75 Jahre Verbandsgeschichte ein – beginnend mit der Zeit des Wiederaufbaus im Nachkriegsdeutschland über die Wegbereitung eines gemeinsamen Europas, der Wiedervereinigung bis hin zu den heutigen Herausforderungen beim Klima-, Umwelt- und Tierschutz. Der DBV habe diesen Weg nicht nur begleitet, „er hat ihn im Sinne der Bauernfamilien mitgestaltet“, betont er. „Dabei sind es die Bäuerinnen und Bauern, die zuverlässig unsere Ernährung sichern – und das mit so sicheren und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln wie nie zuvor. Landwirtschaft ist systemrelevant und muss auch in Deutschland eine Zukunft haben – gerade auf diesem Feld dürfen wir uns nicht in einseitige Abhängigkeiten von instabilen Weltregionen begeben“. Die Landwirtschaft sei bereit, sich aktiv den großen Krisen zu stellen, bekräftigte Rukwied. „Wir sind Teil der Lösung beim Klima-, Umwelt- und Artenschutz. Diese Krisen werden wir aber nicht mit pauschalen Auflagen, Verboten oder mehr Bürokratie bewältigen, sondern müssen diesen mit Innovationen, Technologieoffenheit und Unternehmergeist begegnen“. Dazu bräuchten die Betriebe passende politische Rahmenbedingungen und die Bereitschaft der Gesellschaft, die vielfältigen Gemeinwohl-Leistungen der Familien auf den Höfen auch entsprechend zu honorieren. (Quelle: DBV)
Ein Video-Mitschnitt der Festveranstaltung ist auf Youtube zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=Kh100GrNelE
Doppelinterview mit DBV-Präsident Rukwied und DBV-Ehrenpräsident Sonnleitner
Der gemeinsame Rückblick auf 75 Jahre Verbandsgeschichte ist abrufbar unter: https://www.bauernverband.de/topartikel/dbk-9-2023-75-jahre-dbv-gmeinsames-interview-mit-ehrenpraesident-gerd-sonnleitner-und-praesident-joachim-rukwied
04.10.2023
DBV-Veredlungstag 24.10.2023 in Cloppenburg Schwein
Mit namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Beratung sowie den vor- und nachgelagerten Wirtschaftssektoren sollen die brennenden Themen zur Schweinehaltung in Deutschland diskutiert werden. Weitere Informationen zum DBV-Veredlungstag am 24.10.2023 in Cloppenburg finden Sie demnächst hier: https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/dbv-veredlungstag-2023


