Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

15.12.2022
Energiepreispauschale für Rentnerinnen und Rentner

Bezieher von Unfallrenten haben keinen Anspruch

Die Energiepreispauschale erhält, wer zum Stichtag 1. Dezember 2022 Anspruch auf eine Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Alterssicherung der Landwirte hat. Dabei erfolgt nur eine Auszahlung auch wenn eine Rente von der Landwirtschaftlichen Alterskasse und der gesetzlichen Rentenversicherung gleichzeitig gezahlt wird.

Bezieher von Unfallrenten haben keinen Anspruch auf die Energiepauschale Die Zahlung der Energiepreispauschale wurde am 7. Dezember 2022 angewiesen. Es handelt sich um eine gesonderte Einmalzahlung, die nicht zusammen mit der laufenden Rente überwiesen wird. In Ausnahmefällen, in denen die Auszahlung im Dezember nicht möglich war, erfolgt die Überweisung automatisch Anfang Januar 2023. Ein Antrag muss nicht gestellt werden. Rentnerinnen und Rentner, die die Energiepreispauschale trotz bestehendem Anspruch nicht erhalten haben, können einen Antrag auf nachträgliche Auszahlung stellen. Der Antrag ist in der Zeit vom 9. Januar 2023 bis 30. Juni 2023 bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in 44781 Bochum zu stellen.

Fragen zur Energiepreispauschale beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 001 erreichbar.

12.12.2022
Geflügelpest in Reeßum nachgewiesen

In der Gemeinde Reeßum im Landkreis Rotenburg ist am letzten Donnerstag in einem Betrieb der Ausbruch der Geflügelpest (Aviäre Influenza) amtlich festgestellt worden. Rund um den Ausbruchsbetrieb wurden Restriktionszonen festgelegt, teilt der Landkreis mit. Von der Zehn-Kilometer-Überwachungszone ist auch der Landkreis Verden betroffen.

Weitere Infos erhaltet ihr für den Landkreis Rotenburg „HIER“ und für den Landkreis Verden „HIER“.

06.12.2022
Reaktion auf 3 nach 9

Beitrag bei buten un binnen

RadioBremen hat auf die Verunglimpfungen gegen die Landwirtschaft in der Sendung 3 nach 9 reagiert: Am Freitag gab es einen ausführlichen Beitrag zum Thema Kälber in dem Regionalmagazin. Auch Landwirtinnen aus unserem Verbandsgebiet kamen zu Wort und konnten aufzeigen, wie die landwirtschaftliche Praxis wirklich aussieht. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Landwirtinnen, die sich für eine Richtigstellung an den Sender gewandt haben. Dieser Aufschrei hat dazu geführt, dass es eine entsprechende #Richtigstellung gab.

Hier der Link zum Video ( Der Beitrag beginnt bei Min 13:20):

https://www.butenunbinnen.de/videos/butenunbinnen-5806.html

01.12.2022
Weihnachtsstimmung auf dem Bauernhof

Landwirtin liest besinnliche Geschichte für Kinder

Kerzen, Kekse und Gemütlichkeit: Der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. möchte die Weihnachtsstimmung auf die landwirtschaftlichen Betriebe holen und haben dafür Familie Bassen aus Scheeßel sowie Familie Meier aus Deelsen mit ins Boot geholt.

Wir laden Familien mit Kindern im Grundschulalter zu einer weihnachtlichen Hofgeschichte ein. Landwirtin Sabine Bassen sowie Landwirtin Anja Meier lesen jeweils eine besinnliche Geschichte vor, der Kinder auf gemütlichen Strohballen sitzend lauschen können (Bitte warme Kleidung anziehen). Die Vorlesegeschichte ist für circa 20 Minuten angesetzt. Für ein paar süße Leckereien ist gesorgt, Getränke können vor Ort gekauft werden. (Bitte keine eigenen Getränke mitbringen). Auch der Weihnachtsmann hat sich für die Veranstaltung bei Familie Bassen angekündigt. Er möchte gern kleine Schokoweihnachtsmänner verteilen – solange der Vorrat reicht.

Weihnachtliche Hofgeschichte Scheeßel Wann: 11.12.22 von 16:00-17:00 Uhr Wo: Familie Bassen, Finteler Weg 2, 27383 Scheeßel (ohne Anmeldung)

Weihnachtliche Hofgeschichte Kirchlinteln Wann: 17.12.22 ab 16:30 Uhr Wo: Familie Meier, Brammer Weg 3, 27308 Kirchlinteln Anmeldung: sievers@landvolk-row-ver.de

29.11.2022
3 nach 9

Landvolk übt Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Viele Landwirt*innen lässt der Auftritt von Hannes Jaenicke bei 3nach9 wütend zurück. Auch wir als Interessenvertretung sind mehr als verwundert über die fehlenden journalistischen Standards der Sendung.

Hannes Jaenicke darf in der Talkshow-Runde sein neuestes Buch bewerben und es fallen Sätze wie:

„Milchkühe sind das gequälteste Produkt unseres Hungers!“

„Wenn es nicht explizit Bio- oder Heumilch ist, ist es (die Milch) kein gesundes Produkt.“

„Kühe sind stehende Milchtanksäulen auf vier dünnen Beinen, meistens krank, ständig medikamentös behandelt.“

Sowohl der Bremische Landwirtschaftsverband als auch unser Vorstand stehen mit der beteiligten Redaktion in persönlichen Kontakt!

Denn den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, umfassend und ausgewogen zu berichten, hat die Sendung verfehlt. Die Moderatorin übernimmt unreflektiert die Behauptungen des Buchautors, ohne einmal kritisch nachzufragen oder einzuordnen.

Da jede Meinung zählt, raten wir auch unseren Mitgliedern dazu, das öffentliche Beschwerdeformular zur Sendung online auszufüllen unter:

https://www.radiobremen.de/programm/3nach9/drei-nach-neun-feedback-100.html

29.11.2022
Winterveranstaltung in Oyten-Bassen

Landwirt*innen treffen sich im Gasthaus Segelken

Am 28.22.22 fand die Winterveranstaltung im Gasthaus Segelken für die Bereiche Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen statt. Circa 50 Landwirt*innen fanden sich gemeinsam mit Vertretern des Landvolk-Kreisverbandes im Saal ein. Christian Intemann und Andre Mahnken vom Vorstand sowie Geschäftsführer Alexander Kasten berichteten über die Herausforderungen in 2022. Thomas Bassen aus der Buchstelle informierte über steuerliche Veränderungen. Auch Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer sowie Inis Graue vom Veterinäramt Verden waren für einige Worte zugegen. Abschließend referierte Imker Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden über die gemeinsamen Artenschutz-Projekte auf Verdener Feldern.

28.11.2022
Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel

DBV- Vizepräsidentin als Gastreferentin vor Ort

Zur Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel hat in diesem Jahr eine besondere Gastreferentin ihren Weg in den „Scheeßeler Hof“ gefunden: Susanne Schulze Bockeloh, die seit Oktober als erste Frau in ihrer Funktion als Vizepräsidentin den Deutschen Bauernverband (DBV) verstärkt, hielt einen Vortrag zum Konzept des Zukunftsbauern. Das Zielanliegen des Zukunftsbauern ist es ein Zukunftsbild der deutschen Landwirtschaft zu entwerfen, welches von der Gesellschaft akzeptiert wird und zugleich den Bäuerinnen und Bauern eine wirtschaftliche Perspektive bietet. „Märkte, Preise und Warenströme sind im Umbruch, der Angriffskrieg auf die Ukraine fordert ein Umdenken. Dennoch müssen auch die bisherigen Herausforderungen beim Schutz von Umwelt, Klima und Artenvielfalt weiterhin vorangebracht werden.“, erklärte Schulze Bockeloh. Die DBV-Vizepräsidentin betonte hierbei, dass die Landwirt*innen die Zukunft aktiv mitgestalten möchten und sich der Herausforderung der Veränderung mutig stellen. Das Konzept des Zukunftsbauern löste unter den Mitgliedern des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel eine rege Diskussion aus, bei der eines erneut deutlich wurde, um die Zukunft aktiv gestalten zu können benötigt es jetzt dringend sichere und vor allem zuverlässige Rahmenbedingungen von der Politik!

Aktiver Teil der landwirtschaftlichen Zukunft möchten auch Julia Winkelmann und Jan-Philipp Thom sein, die für ihren Meistertitel geehrt wurden. Ebenso wie Jana Röhrs, Ajen Heitmann, Torven Lüdemann und Hajo Hentrich, die eine Ehrung für die erfolgreiche Teilnahme an der zweijährigen Fachschule erhielten und sich nun staatlich geprüfte Betriebswirt*innen nennen dürfen. Eine weitere Ehrung erhielt zudem Wolfgang Wichern für seine 12-jährige Vorstandsarbeit im landwirtschaftlichen Verein als stellverstretender Vorsitzender. Als neuer stellverstretender Vorsitzender wurde einstimmig Hinrich Meinke gewählt. Hilmer Vajen bleibt durch seine einstimmige Wiederwahl Vorsitzender des Vereins.

28.11.2022
Rund 1500 Teilnehmer bei Kundgebung in Goslar

Mit einer Menschenkette durch die Innenstadt und rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Kundgebung haben die Landvolkverbände Braunschweiger Land und Landvolk Niedersachsen in Goslar auf die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft aufmerksam gemacht. „Mit der Resonanz bin ich sehr zufrieden. Die Landwirtinnen und Landwirte halten zusammen“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies in seinem Fazit zur Protestaktion. Die Berufskollegen waren aus allen Regionen Niedersachsens angereist, um anlässlich der 99. Umweltministerkonferenz ein klares Zeichen gegen bestehende oder drohende Auflagen aus Berlin und Brüssel zu setzen. Auch aus dem Kreisverband Rotenburg-Verden haben sich Landwirte auf den Weg nach Goslar gemacht, um für sich für die Belange der Landwirtschaft stark zu machen.

Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks Brauschweiger Land und Landvolk-Vizepräsident, forderte „Berechenbarkeit“ von der Politik. Vertreterinnen und Vertreter befreundeter Landesbauernverbände erinnerten an die Probleme beim Wolfsmanagement und die Nöte der Weidetierhalter, erläuterten die Folgen einer überzogenen Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und der Moorschutzstrategie. Vielfach betont wurde die mangelnde Sicherung der Nahrungsmittelproduktion.

Lars Ruschmeyer, Sprecher des Agrarausschusses der Landjugend Niedersachsen, betonte die Bereitschaft zu Veränderungen. „Gerade wir jungen Landwirte wollen die Transformation der Landwirtschaft mittragen. Aber Kosten und Nutzen als Folgen politischer Entscheidungen müssen stimmen. Das ist nicht mehr der Fall, und macht uns den schönen Beruf des Landwirts kaputt“, sagte Ruschmeyer unter starkem Applaus der Kundgebungsteilnehmer. Auch die Landfrauen sicherten Unterstützung bei anstehenden Veränderungen zu unter dem Motto: „Wir können das!“

Niedersachsens neuer Umweltminister Christian Meyer stellte sich mit weiteren Politikern den Landwirtinnen und Landwirten auf dem Kundgebungsplatz und nahm das beklebte „Maßnahmenpaket“ als Retoure entgegen. „Wir sollten viel miteinander reden“, sagte Meyer. Und: „Kooperation statt Verbote ist immer besser.“

Landvolkpräsident Hennies, der auch Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes ist, kritisierte abschließend die im „EU-Extensivierungspaket“ versteckten drohenden „Totalverbote“ von Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Gebieten und bemängelte überzogenes Ordnungsrecht. Hennies forderte unter lautem Zuspruch der Berufskollegen im Beisein mehrerer deutscher Umweltminister auf der Bühne auf dem Jacobikirchhof in Goslar: „Schicken Sie ein besseres Paket nach Brüssel!“

23.11.2022
GAP 2023

Digitale Informationsveranstaltung

Die neue GAP startet nach zwei Übergangsjahren zum 01.01.2023. Doch welche Vorgaben bringen die Verordnungen mit sich und wie sind die ökonomischen Auswirkungen? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Wilfried Steffens vom Landesbauernverband in seinem digitalen Vortrag „Gemeinsame Agrarpolitik 2023 – Was ist alles im Jahr 2023 zu beachten?“.

Zu der digitalen Informationsveranstaltung am 7.12.22 um 19:00 Uhr laden wir unsere Mitglieder herzlich ein.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 6.12.22 um 12:00 Uhr via Mail an homann@landvolk-row-ver.de, um den Link mit den Einwahldaten zu erhalten.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Landvolk-Kreisverband Bremervörde-Zeven und wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

22.11.2022
Netzwerktreffen

NEUA e. V. informiert über Bildungsarbeit

Ende November fand das Netzwerktreffen von NEUA e. V. auf dem Hof von Familie Bassen in Scheeßel statt. Christine Tewes informierte die Anwesenden über die Bildungsarbeit des gemeinnützigen Vereins NEUA, der sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse von regional hergestellten Lebensmitteln näher zu bringen. Es gibt dafür zwei Aktionstage: Beim Hoftag lernen die Kinder und Jugendlichen den Ablauf auf einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen. Beim Kochtag kommen LandFrauen in die Kita oder Schule, um gemeinsam leckere Gerichte aus Lebensmittel aus der #Region herzustellen. Anwesend waren neben Akteur*innen des NEUA-Vereins auch Frau Feindt von der Volksbank Wümme-Wieste, Herr Riebesehl von der Sparkasse Scheeßel sowie Herr Schütz vom Landkreis Rotenburg und Hilmer Vajen vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

Aktuelles aus dem Landesverband

18.12.2025
Höhere Preise für Bio-Futtermittel
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Angebot an Bio-Futtergetreide, Bio-Mais und weiteren Eiweißträgern ist in der aktuellen Saison übersichtlich. Jetzt sind die Mühlen noch gedeckt, aber ab der zweiten Saisonhälfte deutet sich eine knappere Versorgung an, die von weiteren Preissteigerungen begleitet werden dürfte. Im Durchschnitt über alle Anbaugebiete Deutschlands ist das Futterangebot in der diesjährigen Ernte gering.

18.12.2025
Bio-Schweine: Handelsklassen profitieren
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Bio-Schweinepreise passen sich weiter an frühere Preisgefüge an. Pauschal abgerechnete Tiere und die Handelsklasse E liegen im Oktober nur noch 3 Ct/kg SG auseinander. Die freien pauschal abgerechneten Tiere wurden bei nur noch 4,81 EUR/kg SG bewertet. Die hohen Preise und die knappe Versorgung locken vermehrt Importe ins Land. Wurden sie früher vor allem für Wurstwaren genutzt, findet man jetzt auch auf Frischfleischpackungen verschiedenste Herkünfte.

18.12.2025
Bio-Milchpreise stabil
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Bundesmittel für ökologisch erzeugte Milch ist im Oktober lediglich marginal gestiegen. Die meisten Molkereien zahlten im Vergleich zum Vormonat ein konstantes Milchgeld aus. Trotz des umfangreichen Angebots zeichnen sich bis Jahresende stabile Tendenzen bei den Bio-Erzeugerpreisen ab.

17.12.2025
Biosicherheitsmanagementpläne: Ab wann in Niedersachsen verpflichtend?
Geflügel, Milch und Rind, Schwein

Der Schutz von Tierbeständen vor dem Eintrag von Tierseuchen und anderen Krankheitserregern kann durch Biosicherheitsmaßnahmen deutlich verbessert werden. Dieses ist nicht nur wichtig für den eigenen Betrieb, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, die Bestände in der Nachbarschaft vor den Verboten zur Verbringung von Tieren zu schützen.

Grundsätzlich besteht die Pflicht zur Erstellung von Biosicherheitsmanagementplänen für alle Tierhaltenden seit Inkrafttreten des Tiergesundheitsrechtsakt der EU seit 2021.

Da die konkreten Vorgaben jedoch erst nach und nach ausgearbeitet wurden, wird das Fehlen eines Biosicherheitsmanagementplans im Seuchenfall durch die Niedersächsische Tierseuchenkasse je nach Art der gehaltenen Tiere in unterschiedlichen Schritten durch Kürzungen von Entschädigungs- und Beihilfeleistungen sanktioniert werden:

schweinehaltende Betriebe ab 01.01.2026,

geflügelhaltende Betriebe ab 01.01.2026 und

rinderhaltende Betriebe ab 01.01.2027.

Weitere Informationen zu den Niedersächsischen Biosicherheitskonzepten finden Sie unter dem folgenden Link: Biosicherheit allgemein – Biosicherheit allgemein – Niedersächsische Tierseuchenkasse.

17.12.2025
Aktuelle ASP-Lage, auf Biosicherheit achten
Schwein

(FLI) Im aktuellen Berichtszeitraum gab es in Deutschland keine neuen ASP-Ausbrüche in Hausschweinebeständen. Die Gesamtzahl der Hausschweineausbrüche ist weiter gesunken. Rumänien meldete 38 Fälle, Serbien 10 und Moldawien zwei. Auffällig ist das erstmalige Auftreten in Spanien nach über 30 Jahren ASP-Freiheit. Die Nähe zu kommerziellen Betrieben führte zu verstärkten Überwachungsmaßnahmen. Aus Deutschland wurden etwas mehr Fälle (60) als im Vormonat gemeldet. Wie bereits im Vormonat kamen die meisten Fälle in Deutschland aus Nordrhein-Westfalen (51). Die Fälle lagen alle in den zwei bisher betroffenen Landkreisen. Aus Hessen wurden neun Fälle aus dem Odenwaldkreis gemeldet. Italien meldet weiterhin niedrige Fallzahlen, überwiegend im Norden. Angesichts der Lage mahnen Behörden weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit. Tierhalter können die Biosicherheit ihrer Betriebe u. a. mittels der so genannten „ASP-Risikoampel‟ (https://risikoampel.uni-vechta.de/) kostenlos und anonym überprüfen, um so im Ernstfall ein Biosicherheitskonzept vorweisen zu können.

Den vollständigen Radar Bulletin finden sie unter: Radar Bulletin Deutschland, 11.2025

17.12.2025
Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) Der europäische Schweinemarkt steht aktuell unter erheblichem Druck. Aus nahezu allen Ländern wird ein hohes Angebot an Schlachtschweinen gemeldet. Besonders Spanien ist stark betroffen: Dort führten große jahreszeittypische Mengen, Probleme in der Vermarktung und die Folgen des ASP-Ausbruchs zu einem Preisrückgang von 36 Cent pro Kilogramm innerhalb von drei Wochen. Die angespannte Lage wird durch die bevorstehenden Feiertage zusätzlich verschärft, da die Schlachtungen deutlich reduziert werden und Überhänge entstehen dürften. Auch in Belgien und Dänemark stehen die Preise, durch stockende Lebendexporte sowie die Konkurrenz durch günstiges Schweinefleisch aus Spanien, unter Druck. In Frankreich bleibt das Angebot umfangreich, während die Nachfrage nur kurzfristig durch das Weihnachtsgeschäft belebt wurde. Italien meldet weiterhin ein großes Angebot bei gleichzeitig schwachem Fleischmarkt, sodass die Schlachtunternehmen vorsichtig agieren. In Deutschland sind die Schlachtkapazitäten kurz vor den Feiertagen maximal ausgelastet. Der Markt wird mehrheitlich als ausgeglichen beschrieben. Insgesamt bleibt die Preisentwicklung in Europa unsicher.

17.12.2025
DBV-Situationsbericht: Gewinne stagnieren
Schwein

Die wirtschaftlichen Ergebnisse in der deutschen Landwirtschaft verharren laut dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes auf Vorjahresniveau. Haupterwerbsbetriebe erzielten im Wirtschaftsjahr 2024/25 durchschnittlich 78.500 Euro je Betrieb. Das Jahr war geprägt von rückläufigen Erzeugerpreisen für die Schweinebranche. Der Gewinnrückgang in der Schweinehaltung verdeutlicht die starke Abhängigkeit von Marktpreisen und dem überproportional hohen Kostendruck am Agrarstandort Deutschland. Dieser Druck wird weiter anhalten und Zukunftsinvestitionen zusätzlich erschweren. DBV-Präsident Joachim Rukwied warnt: „Die Einkommen reichen nicht aus, um Arbeit, Kapital und Boden angemessen zu vergüten.“ Er fordert entschlossene politische Reformen, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Bürokratie abzubauen und Leistungen für Klima-, Biodiversitäts- und Tierwohl angemessen zu honorieren. Ohne diese Maßnahmen drohe ein beschleunigter Strukturwandel und Investitionsstau im ländlichen Raum.

Den vollständigen Situationsbericht können Sie auf folgender Seite einsehen: Startseite – Situationsbericht 25/26

17.12.2025
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention
Schwein

Landvolk beteiligt sich an Präventionsfilmen für Jäger, Landwirte und Verbraucher

L P D – Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“

Das Virus hat in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Die landwirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm: Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Schweinebauern droht auch großes Tierleid. Das Landvolk setzt sich für eine noch intensivere Präventionsarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. „Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Weiterverbreitung in Deutschland und den Eintrag der ASP in Niedersachsen zu verhindern. Wir dürfen nicht aufhören, auch die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren“, betont Ehlers.

Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „So konnte durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen werden, dass die Virusvariante aus Nordrhein-Westfalen eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien zeigte“, erklärt Ehlers die Gefahr, die von kontaminierten, fleischhaltigen Produkten ausgehen kann, wenn diese achtlos an Raststätten oder in der Natur entsorgt werden. Ehlers appelliert an alle Verbraucher, Lebensmittel stets sachgerecht über bereitstehende Mülleimer zu entsorgen, sodass Wildschweine damit nicht in Berührung kommen können.

Das Virus bleibt in der Umwelt lange stabil und kann zum Beispiel durch Kleidung, Gegenstände, Fahrzeuge oder Schuhe übertragen werden. „Hier ist auch die Jägerschaft gefragt“, sagt Ehlers. Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren, um das ASP-Virus nicht zu verschleppen. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.

„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Wir sind aufgefordert, wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf unseren Betrieben umzusetzen, zu kontrollieren und zu optimieren. Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, das das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der gleichzeitig Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.

Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, führt Ehlers aus.

Landesjägerschaft Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen sowie der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) und das Landvolk haben die Videos finanziert. Sie sind auf youtube @LandvolkNDS abrufbar.