Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

13.01.2025
Maul- und Klauenseuche

in Brandenburg ausgebrochen

Die für Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine, aber auch viele Zoo- und Wildtiere hochansteckende Viruserkrankung Maul- und Klauenseuche (MKS) wurde am vergangenen Freitag, den 10.01.25, in einem Bestand von Wasserbüffeln im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland festgestellt. Nach Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums Brandenburg waren drei Tiere erkrankt. Aus Gründen des Seuchenschutzes wurden alle Tiere des Bestands getötet. Vor diesem Hintergrund ruft das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) Klauentierhaltende Betriebe sowie der Halterinnen und Halter von Neuweltkameliden (zum Beispiel Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer zu erhöhter Wachsamkeit und der strengen Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen auf. Auf die Teilnahme an Jagden und Veranstaltungen mit Tieren jeglicher Art in Brandenburg sollte verzichtet werden.

Hierzu Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg ist absolut besorgniserregend. Die Viruskrankheit ist hoch ansteckend und es gibt für die erkrankten Tiere keine Behandlungsmöglichkeiten, alle Tiere eines Bestandes müssen getötet werden. Es höchste Vorsicht geboten und es gilt einen Eintrag nach Niedersachsen unbedingt zu verhindern. Daher fordere ich alle Halterinnen und Halter gefährdeter Tierarten auf, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und konsequent einzuhalten. Das gilt für hauptberufliche Betriebe ebenso wie für Hobbyhaltungen. Wir beobachten die Lage genauestens und stehen mit den entsprechenden Behörden und Verbänden im Austausch.“

Sollten Halterinnen und Halter virustypische Krankheitssymptome wie Fieber, vermehrten Speichelfluss, eine gerötete Mundschleimhaut oder Bläschen an der Innenfläche der Lippen, am Zahnfleischrand, an Klauen und Zitzen entdecken, muss dies umgehend von einem Tierarzt oder einer Tierärztin abgeklärt werden. Insbesondere kleine Wiederkäuer sind zu beobachten, da sie häufig nicht von einer schweren Symptomatik betroffen sind. Da die Symptome der MKS denen der Blauzungenkrankheit ähneln, sollte auch bei diesen Verdachtsfällen eine entsprechende Abklärungsuntersuchung vorgenommen werden.

Die Untersuchungen vor Ort laufen. Über das Ausmaß der Seuche sind noch keine Einzelheiten bekannt.

Hintergrund:
Es handelt es sich bei der Maul- und Klauenseuche (MKS) um eine hochansteckende Viruserkrankung der Paarhufer und Schwielensohler. Als empfänglich gelten unter anderen Haus- und Wildschweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Büffel, Wildwiederkäuer, Giraffen, Kamele und Flusspferde sowie die nicht zu den Paarhufern zählenden Elefanten. Die typischen Wirte für MKS-Viren in Deutschland sind Hauswiederkäuer und -schweine, aber auch viele Zoo und Wildtiere können an MKS erkranken. Für den Menschen als Verbraucher von pasteurisierter Milch, daraus hergestellten Milchprodukten oder von Fleisch bestünde aber auch im Falle einer Einschleppung der MKS nach Deutschland keine Gefahr.

Weitere Informationen gibt es HIER.

09.01.2025
Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen

mit einem Vortrag von Bernd Lange (MEP)

Die EU-Kommission hat sich mit den Mercosur-Staaten auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Das Mercosur-Handelsabkommen zwischen Europa und den Staaten Lateinamerikas (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) soll Zollschranken fallen lassen. Das heißt, dass Agrarprodukte aus diesen Ländern kostengünstiger in die EU importiert werden können. Insbesondere bei Umwelt-, Klima- und Tierschutzvorgaben klaffen die Unterschiede zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weit auseinander. Der Bauernverband hat sich während der jahrelangen Verhandlungen deswegen kontinuierlich dafür eingesetzt, dass es Importen nicht nur gleiche Standards bei der Produkt- sondern auch bei der Prozessqualität einhalten müssen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zeigte sich entsprechend enttäuscht, dass das Mercosur-Abkommen ohne wesentliche Veränderungen des Agrarteils zum Abschluss gebracht wurde. Nun konnten die Landvolk-Kreisverbände des Bezirkes Stade Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments & Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA), als Referenten für eine digitale Informationsveranstaltung gewinnen, zu welcher wir Euch hiermit herzlich einladen:

Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen
am Montag, den 10.02.2025, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung per Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de bis Freitag, den 07.02.2025 um 12 Uhr. Die Veranstaltung wird über „Zoom“ durchgeführt. Die Zugangsdaten übersenden wir nach erfolgreicher Anmeldung.

06.01.2025
Podiumsdiskussion Wahlkreis 35 / Rotenburg 1 - Heidekreis

Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums

Wir freuen uns, unsere Mitglieder herzlich zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion einzuladen, die wir anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen 2025 veranstalten. Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., dem Landvolk-Kreisverband Lüneburger Heide e.V., den Landfrauen (Kreisverbände Rotenburg, Soltau und Fallingbostel), der Landjugend (Kreisgemeinschaften Rotenburg (Wümme) und Heidekreis) sowie den Junglandwirten im Heidekreis.

Podiumsdiskussion Wahlkreis 35

Wann: Mittwoch, 15. Januar 2025, um 13:30 Uhr
Wo: Schöers Hof, Kirchstraße 9, 29643 Neuenkirchen

Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Thema „Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums“

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Fragen und Anliegen direkt einzubringen:

• Vorab-Fragen: Können HIER gestellt werden.

• Vor Ort: Während der Veranstaltung werden Handzettel verteilt, auf denen Sie ebenfalls Ihre Fragen notieren können.

Folgende Kandidaten haben bisher zugesagt:

• Lars Klingbeil (SPD)
• Vivian Tauschwitz (CDU)
• Canina Ruzicka (Bündnis 90/Die Grünen)
• Gurdan Kerti (FDP)
• Omid Najafi (AFD)

Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie teilnehmen werden. Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 12. Januar 2025 an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de)

HINWEIS: Für den Wahlkreis 34 (Osterholz – Verden) wird es eine gesonderte Podiumsdiskussion geben am 5. Februar 2025 um 19:30 Uhr im Grasberger Hof (Speckmannstr. 58, 28879 Grasberg). Infos dazu folgen zeitnah auf unseren Kanälen.

06.01.2025
Getreidefonds Z-Saatgut e. V. bietet kostenlose Webinare

Saatgutaufbereitung, neue Sorten und Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau

Da die Wintermonate in der Landwirtschaft bekanntlich eine gute Zeit für Weiterbildungen sind möchten wir Euch auf die folgenden kostenlosen Webinare des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. aufmerksam machen:

Effiziente Saatgutaufbereitung mit Keimfähigkeitsschnelltest
15.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Neue Sorten, neue Chancen: Was Landwirte über die aktuellen Getreidesorten wissen müssen
29.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Saatgut, Fruchtfolge und mehr: Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau vom Stiftungsgut Juliusspital
05.02.2025
11:00–12:00 Uhr

Zu den Anmeldungen geht es HIER.

19.12.2024
Burnout und Depression

Online-Veranstaltung ohne Anmeldung

Am 7.1.25 bieten die Landvolk-Kreisverbände vom Bezirk Stade eine Online-Veranstaltung zum Thema „Burnout und Depression in der Landwirtschaft - Erfahrungsbericht und Hilfsangebote“ an. Als Referenten konnten wir Christoph Rothhaupt (Landwirt aus Bayern) und Wiebke Meyer (LWK-Beraterin) gewinnen. Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig. Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr.

ZOOM-LINK {Meeting-ID: 833 8110 7691 // Kenncode: 695365}

19.12.2024
Digitale Infoveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

8. Januar 2025 um 13:00 Uhr

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt am Mittwoch, den 08. Januar 2025 um 13 Uhr zu einer zweistündigen Online-Informationsveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (BT) ein. Die Veranstaltung richtet sich an Tierhalterinnen und Tierhalter BT-empfänglicher Tiere, wie Wiederkäuer, an praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte und an die kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen.

Programm:

TOP 1: Begrüßung, Moderation (Frau Ministerin Staudte, Frau Dr. Welzel, Nds. ML)
TOP 2: Aktuelles zur Blauzungenkrankheit (Herr Dr. Hoffmann, Friedrich-Loeffler-Institut)
TOP 3: Zulassungsverfahren, unerwünschte Ereignisse nach Anwendung der gestatteten Impstoffe (Frau Dr. Lemke, Frau Dr. Wolf, Paul-Ehrlich-Institut)
TOP 4: Bericht aus der Praxis (Herr Dr. Link, praktischer Tierarzt und Vorstandsmitglied der Tierärztekammer Nds.)
TOP 5: Was zahlt die Tierseuchenkasse? (Frau Dr. Gerdes, Nds. Tierseuchenkasse)
TOP 6: Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (Herr Dr. Bastian, StIKo Vet am Friedrich-Loeffler-Institut)

Für die Zoom-Videoveranstaltung ist eine Dauer von zwei Stunden vorgesehen. Der Beitritt erfolgt über folgende Einwahldaten:

https://us02web.zoom.us/j/8910644604

Meeting-ID: 891 064 4604

Schnelleinwahl mobil
+496950500952„8910644604# Deutschland
+496950502596„8910644604# Deutschland

16.12.2024
Neuer Beitragsmaßstab der SVLFG

Ab dem 01.01.2025

Ab dem 01.01.2025 wird es einen neuen Beitragsmaßstab in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung geben.

Aufgrund der Grundsteuerreform entfallen die Grundlagen für den bisher von der SVLFG satzungsgemäß zur Beitragsermittlung herangezogenen „korrigierten Flächenwert“. Eine Beitragsklassenreform in der LKK ab dem 01.01.2025 ist daher alternativlos. Auch besteht ein erhöhter Beitragsbedarf, der zu decken ist.

Der neue Beitragsmaßstab, dem das Standardeinkommen zugrunde liegt, die Berechnung der Einkünfte und die daraus resultierende Einstufung in die Beitragsklassen bedeuten eine Abkehr vom Regionalgedanken zugunsten des Solidargedankens. Die Belastung der Betriebe richtet sich nach dem Einkommen oder „wer hohe Erträge hat, zahlt auch hohe Beiträge“.

Nach Ansicht der SVLFG sind die Ertragswerte der einzelnen Kataster im Standarteinkommen besser abzubilden und die Tierbestände werden im Gegensatz zu vorher bei der Ermittlung des Standardeinkommens mitberücksichtigt.

Was ist das Standardeinkommen?

Das Standardeinkommen basiert auf Daten des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL e.V.) und des Thünen-Instituts. Die beiden Organisationen haben für jedes land- und forstwirtschaftliche Produktionsverfahren, welches bei der SVLFG hinterlegt ist, eigene betriebswirtschaftliche Werte für jeden deutschen Landkreis ermittelt. Diese standardisierten Einkommensbeiträge für beispielsweise Grünland, Ackerbau, Milchviehhaltung, Schweinehaltung oder Forst, ergeben vervielfältigt mit der betriebsindividuell bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Tiere den Einkommenswert, der für die Einstufung in die 20 Beitragsklassen der LKK genutzt wird.

Nähere Informationen zum neuen Beitragsmaßstab bei der LKK werden auf der Webseite der SVLFG HIER veröffentlicht. Dort wird in den nächsten Tagen auch ein Beitragsrechner eingestellt werden, mit denen die Versicherten sich den künftigen Krankenkassenbeitrag anhand ihrer bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Nutztiere berechnen lassen können.

Sollten sich Flächen- oder Tierbestände geändert haben, wird dringend angeraten, die Änderungen unverzüglich, bis spätestens 31.12.2024 der SVLFG zu melden.

Auswirkungen auf die Beitragsklassen

An dem 01.01.2025 befinden sich 35,35 der landwirtschaftlichen Betriebe Niedersachsens in der Beitragsklasse 20 und zahlen einen monatlichen Beitrag zur LKK von EUR 828,00. Bisher befanden sich 5 % der niedersächsischen landwirtschaftlichen Betriebe in Beitragsklasse 20 und zahlten einen monatlichen Beitrag zur LKK in Höhe von EUR 727,18. Der Rest der Betriebe verteilt sich auf die Beitragsklassen 2 – 19.

Die Kritik des Landesbauernverbandes Niedersachsen an den neuen Beitragsklassen

Zu kritisieren ist an der neuen Methode der Ermittlung des Einkommens, dass bei einem Standardeinkommen keine individuellen Kostenstrukturen berücksichtigt werden können.

Kartoffeln und Zuckerrüben werden mit hohen Ertragswerten berücksichtigt. Es wird jedoch nur der pauschale Ertragswert abgebildet. Hierbei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass die einzelnen Verwendungszwecke (Speise- oder Industriekartoffeln) für unterschiedlich hohe Erträge sorgen. Um tatsächlich realistische Einkommen der niedersächsischen Betriebe zu ermitteln, wäre es sachdienlich, die Landwirtschaftskammer zur Ermittlung der tatsächlichen Werte hinzuzuziehen. Als Zeitraum ist ein Fünfjahreszeitraum gegenüber dem von der SVLFG verwendeten Dreijahreszeitraum sachdienlicher.

Weiterhin werden die Tierhalterinnen und Tierhalter mittelgroßer Betriebe überproportional benachteiligt.

Abschließend ist festzustellen, dass die LKK gegenüber der AKK und der PKV immer noch die kostengünstigere und leistungsstärkere Alternative ist. Die Beitragsbemessungsgrenze wird im Jahr 2025 auf EUR 66.150 jährlich und monatlich EUR 5.512,64 steigen. Der Zusatzbeitrag in der AKK steigt auf EUR 2,5 %. Ab Beitragsklasse 13 wäre der Höchstbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung von 17,1 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens (EUR 942,64) zu zahlen sein zzgl. Beitrag zur Pflegeversicherung. Die monatlichen Beiträge zur LKK liegen selbst mit dem Höchstbetrag von EUR 828,00 noch darunter.

11.12.2024
Neue Gesichter und brisante Themen für die Landwirtschaft

Winterveranstaltung in Groß-Hutbergen

Am Montagabend fand im Landhotel Zur Linde in Groß-Hutbergen die letzte der drei jährlichen Winterveranstaltungen des Landvolk-Kreisverbands Rotenburg-Verden e.V. statt. Ein wichtiger Programmpunkt war die Wahl der Ortsvertrauenslandwirte für die Bereiche Dörverden, Verden und Links der Weser. Künftig darf man sich über zwei neue Gesichter freuen: Johanna Worthmann aus Thedinghausen und Hendrik Timm aus Eissel.

André Ehlebracht, Buchtellenleiter des Landvolk-Kreisverbands, informierte den gut gefüllten Saal über steuerliche Themen wie z.B. Windrad- und Freiflächen-PV. Darauf folgte der Bericht aus der Geschäftsstelle des Kreisverbandsgeschäftsführers Carsten Hoops und des Kreisverbandsvorsitzenden Christian Intemann. „Trotz der anhaltenden Frustration über den bisher wenig erfolgreichen Bürokratieabbau dürfen wir nicht vergessen, was durch die Demonstrationen zu Beginn des Jahres erreicht wurde. Neben der Einführung grüner Kennzeichen und Erleichterungen bei den GLÖZ-Auflagen ist es uns durch die friedlichen Proteste gelungen, wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, erinnerte Hoops an die Bauernproteste. „Diese Sache darf nicht unterschätzt werden“, meint auch Intemann. „Nicht nur die Medienpräsenz unserer Branche hat sich seither nachhaltig verändert, auch unsere Wahrnehmung in der Politik ist eine spürbar andere“, führte er aus. Dr. Gert Kracke, Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden, informierte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Vielfältige Herausforderungen sind allerdings weiterhin gegeben, sei es im Ackerbau durch Düngerechtsvorgaben und die Einschränkung von Pflanzenschutzmitteln oder in der Tierhaltung beim Schutz vor Tierseuchen wie Blauzunge und Afrikanischer Schweinepest (ASP). Dr. Inis Graue, Fachdienstleiterin beim Veterinärdienst und Verbraucherschutz in Verden, gab den Anwesenden Einblicke in die Bekämpfung der Tierseuchen. In Bezug auf die Blauzungenkrankheit, von der insbesondere die Rinder- und Schafherden in diesem Jahr regelrecht überrollt worden seien, empfiehlt sie dringend die Impfung: „Ende Februar muss die Grundimmunisierung erfolgt sein“, setzt sie einen deutlichen Appell. Um die Übertragung der ASP in unsere niedersächsischen Hausschweinebestände zu verhindern, sei weiterhin die strikte Einhaltung der Biosicherheitskonzepte ausschlaggebend. Grundsätzlich müsse man sich laut Dr. Graue in den nächsten Jahren darauf einstellen, dass mehr Tierkrankheiten über Insekten übertragen werden, so wie es auch bei der Blauzunge über die Stechmücken der Fall sei.

Über Insekten sprach auch Imker Heinrich Kersten, aber im positiven Sinne: Im Rahmen der Bienenfreunde Verden, einer Interessen- und Aktionsvereinigung von Imkern, Landwirten und der Jägerschaft im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., warb er für ein gemeinsames Miteinander zur Förderung der Biodiversität.

11.12.2024
Wechsel in der DBV-Geschäftsführung zum 1. September 2025

Stefanie Sabet als Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes berufen

Der Deutsche Bauernverband beruft Stefanie Sabet zum 1. September 2025 zur neuen Generalsekretärin. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Krüsken an, der zu diesem Zeitpunkt nach zwölf erfolgreichen Jahren ausscheidet. Dazu der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, Stefanie Sabet für unseren Verband zu gewinnen. Damit stellen wir die Weichen für einen weiterhin starken Bauernverband. Stefanie Sabet ist eine profunde Kennerin der Branche und verfügt über ein großes politisches Netzwerk.“

Stefanie Sabet ist Diplomvolkswirtin. Seit 2017 gehört sie der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie an und ist dort verantwortlich für Europapolitik und Nachhaltigkeit. Zudem leitet sie seit 2018 die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss.

06.12.2024
Pauschalsteuersatz 8,4 %

gültig ab dem 6.12.2024

Ab heute (06.12.2024) gilt der verminderte Pauschalsteuersatz gem. § 24 Abs. 1 UStG von 8,4 %.

Das Jahressteuergesetz 2024 wurde am gestrigen Tage (05.12.2024) im Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 387 verkündet. Gem. Art. 56 Abs. 1 des JStG 2024 tritt Art. 24, in dem die Absenkung enthalten ist, am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Der Steuersatz von 8,4 % gilt also gem. § 27 Abs. 1 UStG für alle Lieferungen und sonst. Leistungen im Anwendungsbereich des § 24 UStG, die ab dem 06.12.2024 ausgeführt worden sind.

Ab dem 01.01.2025 gilt dann der Pauschalsteuersatz von nur noch 7,8%.

Aktuelles aus dem Landesverband

27.02.2026
Geflügelmarkt abwartend
Geflügel

(AMI/MEG) Im Februar kam es zu weiteren Ausbrüchen der Aviären Influenza in Deutschland. Die Nachfrage nach Geflügelfleisch war insgesamt etwas ruhiger. Regional führten auch die Karnevalstage zu einer etwas geringeren Nachfrage. Am Hähnchenmarkt standen sich Angebot und Nachfrage im Februar weitestgehend ausgeglichen gegenüber.

Die Schlachtereiabgabepreise bei Lieferung an den Lebensmitteleinzelhandel blieben auf breiter Front stabil. Die Verbrauchernachfrage wurde teilweise durch XXL-Aktionen auf Ladenstufe gefördert. Im Dezember 2025 wurde etwa ein Viertel weniger Putenfleisch in den deutschen Schlachtereien erfasst als im gleichen Monat 2024. Auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 fiel die Produktionsmenge AI-bedingt noch niedrig aus. Die Großhandelspreise für lose gehandeltes Putenfilet gaben vereinzelt etwas nach. Die Auszahlungspreise an die Mäster verharrten auf dem Niveau von Januar. Die Althennenpreise blieben auf hohem Niveau und zogen in Deutschland teils nochmals an.

27.02.2026
Erster Newcastle-Disease-Ausbruch in Deutschland
Geflügel

In Brandenburg (Landkreis Oder-Spree) ist erstmals seit 30 Jahren wieder die Newcastle-Krankheit (ND) bei Hausgeflügel ausgebrochen. In einem Putenmastbetrieb mit 23.083 Tieren traten erhöhte Verluste und deutliche Krankheitssymptome auf; der gesamte Bestand wurde gekeult, eine 3‑km‑Schutzzone und eine 10‑km‑Überwachungszone eingerichtet. Die 6 Wochen alten Jungtiere waren zwar geimpft, jedoch erst vor 14 Tagen – die Grundimmunisierung war somit noch nicht vollständig abgeschlossen. Am Mittwoch wurde ein weiterer ND‑Ausbruch im Landkreis Erding (Bayern) bestätigt: 13.500 Legehennen zeigten erhöhte Mortalität, deutlichen Legeleistungsrückgang und Tracheitis. Die Tiere waren vorschriftsmäßig immunisiert – dreimal als Junghennen mit einem Lebendimpfstoff, anschließend mit einem Inaktivatimpfstoff. Auch hier wurden sofort Sperr- und Schutzmaßnahmen eingeleitet.

Da ND wie die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) eine Tierseuche der Kategorie A nach dem EU-Tiergesundheitsrecht (AHL) ist, greifen identische, sofortige und strenge Eindämmungs- und Tilgungsmaßnahmen. Das ND-Virus, ein aviäres Paramyxovirus, ist weltweit verbreitet und kann nahezu alle Vogelarten infizieren. Die Erkrankung verläuft je nach Virusstamm und Immunstatus der Tiere von mild bis hin zu plötzlich tödlich. In Deutschland besteht eine Impfpflicht für Hühner und Truthühner.

Beide Fälle unterstreichen, dass Impfung zwar den Infektionsdruck senkt, aber keinen absoluten Schutz bietet. Das Friedrich-Löffler-Institut betont, dass virulente ND‑Viren trotz Impfstatus „unter der Impfdecke“ zirkulieren können. Daher bleibt die Kombination aus konsequenter Impfstrategie und zügigen Tilgungsmaßnahmen (stamping‑out) entscheidend für die wirksame Eindämmung der Newcastle-Krankheit. Virologische Untersuchungen des Brandenburger Ausbruchs zeigen einen Virusstamm des Genotyps VII.1.1, der eng mit ND‑Viren jüngerer Ausbrüche in Polen verwandt ist – ein Hinweis auf eine mögliche Einschleppung. Polen gilt seit 2023 als ND‑endemisch; 2025 wurden dort 45 Ausbrüche in kommerziellen Beständen und 33 in Kleinhaltungen registriert. Die Genotypisierung des bayerischen Ausbruchs steht noch aus.

27.02.2026
HPAI: Aktuelle Fälle in Deutschland
Geflügel

Auch die HPAI‑Fallzahlen steigen weiter: In den vergangenen zwei Wochen meldeten mehrere Bundesländer neue Ausbrüche. In Brandenburg ist ein Betrieb mit 20.000 Pekingenten betroffen, in Niedersachsen 3.800 Mastputenhähne, 80 Vögel im Vogelpark Walsrode sowie der Zoo Osnabrück. Zudem mussten im Kyffhäuserkreis (Thüringen) 10.500 Mastputen nach einem positiven Nachweis gekeult werden.

27.02.2026
Argentinien verliert seinen Status „frei von HPAI“
Geflügel

(AgE) In einem Geflügelbetrieb bei Ranchos südlich von Buenos Aires wurde erneut HPAI nachgewiesen. Damit verliert Argentinien nur fünf Monate nach dem letzten Ausbruch erneut seinen HPAI-frei-Status. Schutz- und Restriktionszonen wurden eingerichtet, und mehrere Länder haben Geflügelexporte aus Argentinien ausgesetzt oder eingeschränkt. Auch die geplante Wiedereröffnung des EU‑Marktes zum 1. März dürfte damit hinfällig sein. Während einige Staaten ihre Märkte bereits wieder geöffnet hatten, blieb China als wichtiger Abnehmer weiterhin zurückhaltend.

27.02.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

Die Milchanlieferung in Deutschland steigt weiter an: In der 7. KW erhöhten die deutschen Molkereien ihre Milchaufnahme um 0,6 % ggü. der Vorwoche und 5,8 % zum Vorjahr. Nachfrage nach abgepackter Butter ist hoch und steigt vor Ostern weiter. Die Preise sind stabil, aber für den nächsten Monat werden höhere Forderungen gestellt. Nachfrage nach Blockbutter bleibt hoch, Preise steigen weiter (Kempten: 4,35- 4,65 €/kg). Hersteller sind wegen unsicherer Milchmengen vorsichtig. Auch Sahnepreise und Exporte ziehen an. Nachfrage nach Schnittkäse ist sehr hoch, Bestände sind knapp und Preise steigen. Für März wurden höhere Preise durchgesetzt; auch Mozzarella wird teurer.

Die Nachfrage nach MMP bleibt hoch, vor allem im Export. Der Markt ist dadurch deutlich ausgeglichener als erwartet. Die Preise für Lebensmittel- und Futtermittelware steigen weiter. Preise für VMP steigen, es gibt mehr Abschlüsse und bessere Exportchancen. Sinkende Kakaopreise könnten langfristig die Schokoladennachfrage fördern. MP-Markt zieht weiter an: Nachfrage steigt, Preise erhöht – auch wegen teurerer Molkenproteinkonzentrate. (AMI, ZMB) 

27.02.2026
Rentenbank-Zuschuss für Klimabilanz
Milch und Rind

Die Landwirtschaftliche Rentenbank unterstützt landwirtschaftliche Betriebe in der Erstellung einer Klimabilanz mit einem Zuschuss zu den Beratungskosten in Höhe von max. 1.000 Euro pro Betrieb. Aufgrund der erfolgreichen ersten Förderrunde im vergangenen Jahr hat die Rentenbank eine zweite Förderrunde aufgesetzt, welche vom 12.02. bis 13.03.2026 läuft. In diesem Zeitraum können Anträge gestellt werden. Zu den Programmdetails und der Antragstellung geht es hier:

https://www.rentenbank.de/zuschussprogramme/klimabilanz/

27.02.2026
DBV zur Regulierung des Wolfbestandes
Milch und Rind

Anlässlich der Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat des Bundestages zur Änderung des Bundesjagdgesetzes bekräftigt der DBV seine zentralen Forderungen für ein praxistaugliches und rechtssicheres Wolfsmanagement. Dazu zählen vor allem die Entnahme von Problemwölfen, bundesweite Entnahmequote, Zäunbarkeit von Gebieten und Zumutbarkeit von Herdenschutzmaßnahmen.

(https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/regulierung-des-wolfes-ist-gebot-der-stunde)  

27.02.2026
ife-Diskussionsforum zur Milchpreissicherung
Milch und Rind

Am 11.03.2026 findet von 15:00 – 18:30 Uhr das kostenfreie ife-Diskussionsforum „Milchpreissicherung in Niedrig- und Hochpreisphasen – Was sagt die Praxis?“ im Berliner Titanic Chaussee Hotel statt. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier.

27.02.2026
Ausfuhren von Rindfleisch stark rückläufig
Milch und Rind

(AMI) – Die Exporte von Rindern und Rindfleisch aus der EU sind im Jahr 2025 spürbar zurückgegangen. Im Zeitraum von Januar bis Dezember wurden rund 0,87 Mio. t Rindfleisch ausgeführt. Gegenüber 2024 entspricht das einem Rückgang um 17 %.

Viele der wichtigsten EU-Ausfuhrländer waren dabei von zweistelligen Abnahmeraten betroffen. Ausnahmen gab es nur wenige. An der Spitze der Exporteure stand Irland mit fast einem Drittel der Gesamtausfuhren. Deutlich dahinter folgten auf Platz zwei und drei Polen und Spanien. Auch in Deutschland waren 2025 deutliche Rückgänge der Rindfleischlieferungen in Drittländer festzustellen. Die Bundesrepublik belegte im internationalen Vergleich der EU-27 den zehnten Rang.

Der Hauptabnehmer blieb das Vereinigte Königreich mit 0,27 Mio. t eingeführtem Rindfleisch. Obwohl die Lieferungen dorthin deutlich höher waren als in andere Länder, gingen die Exporte zurück. Anders war es in Israel als zweitgrößtem Abnehmer von europäischem Rindfleisch. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Ausfuhren dorthin um gut ein Zehntel ausgebaut. Der Hauptgrund für die sinkenden Exporte dürfte in den kleiner werdenden Rinderbeständen in der EU liegen. Von 2020 bis 2025 wurde die Zahl der Rinder in der EU um rund 7 % verringert.