Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

01.10.2025
Aktuelle Stellenausschreibung

Sachbearbeiter/in Rechnungswesen & Zahlungsverkehr (m/w/d)

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Sachbearbeiter/in Rechnungswesen & Zahlungsverkehr (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit für unseren Standort Rotenburg (Wümme) und/oder Verden (Aller):

Wir sind die landwirtschaftliche Interessenvertretung für den Raum Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) sowie Agrar-, Rechts- und Steuerberatung für ca. 2.100 landwirtschaftliche Betriebe in unserer Region.

Ihre Aufgaben umfassen:
• Erstellung und Versand von Rechnungen an unsere Mandanten
• Überwachung offener Posten und Mahnwesen
• Bearbeitung eingehender Zahlungsströme und Abstimmung mit der internen Buchführung
• Durchführung und Überwachung des Zahlungsverkehrs (intern/extern)
• Enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen

Sie bieten/zeigen:
• Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, idealerweise im Bereich Rechnungswesen, Steuerfach oder Büroorganisation
• Erfahrung im Umgang mit Rechnungsstellung und Zahlungsverkehr
• Sicherer Umgang mit MS Office, DATEV-Kenntnisse von Vorteil
• Strukturierte, sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
• Teamfähigkeit und Verschwiegenheit im Umgang mit sensiblen Daten

Unser Angebot:
• Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
• Flache Hierarchien und eine offene Kommunikation
• Ein kollegiales sowie familienfreundliches Arbeitsumfeld
• Vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung
• Langfristige berufliche Perspektive
• Flexible Arbeitszeiten dank Gleitzeitmodell und die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten
• Vielseitige Benefits: Bonussystem, Arbeitgeberfinanzierte Berufsunfähigkeitsversicherung, Betriebliche Altersvorsorge mit Zuschuss vom Arbeitgeber, Bikeleasing & Tankgutscheine

Wir freuen uns auf die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen unter bewerbung@landvolk-row-ver.de. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch in unserem Rotenburger Sekretariat unter: 0 42 61 63 03 200.

29.09.2025
Gemeinsames Mahnfeuer in Weitzmühlen für Weidetierhaltung

Politisches Handeln gefordert

Am Freitag, den 26. September 2025, rief der Förderverein der Deutschen Schafhaltung gemeinsam mit zahlreichen Verbänden zu einem europaweiten Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung auf. Auch im Kreisverbandsgebiet fand diese Aktion großen Anklang: Ein öffentliches Mahnfeuer wurde von Schäfer Florian Martens ausgerichtet, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren.

Ziel der europaweiten Aktion ist es, ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsfähige und geschützte Weidetierhaltung zu setzen – gerade in einer Zeit, in der politische Unterstützung weitgehend fehlt und dringend notwendige Entscheidungen zur Wolfsthematik weiterhin auf sich warten lassen. Unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 wurden Fotos und Videos aus ganz Europa geteilt, um die Sorgen und Herausforderungen der Weidetierhalterinnen und -halter öffentlich sichtbar zu machen.

Die anwesenden Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter unterstrichen, dass Herdenschutz nicht nur versprochen, sondern endlich unbürokratisch, fair und flächendeckend umgesetzt werden muss.

Florian Martens berichtete von den wiederholten Wolfsangriffen auf seine Schafherde trotz des Einsatzes eines mobilen Schutzzauns. Er und seine Berufskolleginnen und Berufskollegen machten deutlich, dass allein Zäune keinen ausreichenden Schutz bieten und daher ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement der Wölfe unerlässlich ist.

Kreistagsvorsitzender Wilhelm Hogrefe hob die Bedeutung der Weidetierhaltung für den Erhalt der Artenvielfalt hervor und forderte eine Regulierung des Wolfsbestands. „Wir haben eine Wolfsdichte, die größer ist als die in Schweden“, so Hogrefe. Er äußerte zudem Kritik an Aussagen des NABU, welche die Wolfspräsenz im Kirchlintler Hühnermoor leugnen, obwohl dort mehrfach Wolfssichtungen dokumentiert wurden. Besonders besorgt zeigte er sich über die Sicherheit eines nahegelegenen Waldkindergartens. Auch zahlreiche Pferdehalterinnen und Pferdehalter sowie Reiterinnen und Reiter äußerten ihre Sorge, da für Pferde andere Schutzanforderungen gelten.

Unterstützung erhielt die Aktion durch prominente Vertreter der Landespolitik: Marco Mohrmann, Generalsekretär der CDU Niedersachsen und landwirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, kündigte einen Entschließungsantrag zur Wolfsbejagung an. „Die EU hat geliefert, der Bund bereitet alles vor, Niedersachsen muss dann unverzüglich folgen und ins Wolfsmanagement einsteigen“, so Mohrmann.

29.09.2025
Langjährige Treue zur Landwirtschaft gewürdigt

19 Mitarbeitende von MASTERRIND und SYNETICS ausgezeichnet

Im feierlichen Rahmen der Betriebsversammlung von MASTERRIND in Verden ehrte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bereits zum vierten Mal Mitarbeitende für ihre langjährige Verbundenheit zur Landwirtschaft. Insgesamt 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MASTERRIND und SYNETICS wurden für ihre jahrzehntelange Treue zum Beruf ausgezeichnet, mit Dienstjubiläen von 10, 25, 40 und sogar 50 Jahren.

Die Ehrung wurde durch Christian Intemann, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden und Mitglied der Kammerversammlung, gemeinsam mit Karin Cordes, Betriebsratsvorsitzende von MASTERRIND und ebenfalls Mitglied der Landwirtschaftskammer, vorgenommen.

Zahlreiche Gäste aus der Geschäftsleitung, dem Aufsichtsrat und dem Betriebsrat nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Stubbemann sowie Vertreterinnen und Vertreter von MASTERRIND und SYNETICS. Mit der feierlichen Übergabe der Ehrenurkunden würdigte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die langjährige, verlässliche Mitarbeit der Geehrten und ihre enge Verbundenheit mit der Landwirtschaft als Branche und Berufung.

Christian Intemann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Engagements: „Eine solch langjährige Mitarbeit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso mehr verdienen diese Kolleginnen und Kollegen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihr Einsatz prägen nicht nur MASTERRIND und SYNETICS, sondern auch die Zukunft unserer gesamten Branche. Gleichzeitig ist ihre langjährige Berufstreue ein deutliches positives Zeichen für das Unternehmen als verlässlichen und attraktiven Arbeitgeber“.

22.09.2025
Mahnfeuer in Weitzmühlen

Ein Zeichen für den Erhalt der Weidetierhaltung

Am Freitag, den 26. September 2025 um 19:30 Uhr ruft der Förderverein der Deutschen Schafhaltung in Kooperation mit zahlreichen Verbänden zum europaweiten Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung auf.

Auch in unserem Kreisverbandsgebiet wird zu dieser Zeit ein öffentliches Mahnfeuer von unserem Mitglied und Schäfer Florian Martens ausgerichtet, zu welchem wir Euch herzlich einladen dürfen:

Zeit: Freitag, den 26. September 2025 ab 19:00 Uhr
Ort: HIER.

Ziel der Aktion ist es, ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsfähige und geschützte Weidetierhaltung zu setzen – in Zeiten, in denen die politische Unterstützung fehlt und dringend notwendige Entscheidungen zur Wolfsthematik weiter auf sich warten lassen.

Die Mahnfeuer finden zeitgleich in ganz Europa auf Höfen, Weiden und Dorfplätzen statt. Unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 werden Fotos und Videos in den sozialen Medien geteilt, um Aufmerksamkeit für die Sorgen und Herausforderungen der Weidetierhalterinnen und -halter zu schaffen.

Unsere Botschaft ist klar: Wir fordern politischen Willen und konsequentes Handeln statt leerer Worte. Herdenschutz darf nicht nur versprochen, sondern muss auch umgesetzt werden: unbürokratisch, fair und flächendeckend.

Alle Interessierten, ob aktiv in der Tierhaltung oder als Unterstützende, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Bringt gerne Fackeln, Feuerkörbe oder Banner mit. Lasst uns gemeinsam ein starkes, friedliches und unübersehbares Signal senden!

22.09.2025
Kuratoriumsfahrt 2025

Einblicke in Naturschutz, Energiewende und Landwirtschaft

Letzte Woche fand die diesjährige Kuratoriumsfahrt des Wirtschaftsberatung Rotenburg-Verden e.V. statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen teil, um sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Naturschutz, erneuerbare Energien und Landwirtschaft zu informieren. Die erste Station führte zur Stiftung Naturschutz Rotenburg, die auf Flächen bei Unterstedt ihre Projekte vorstellte. Aus ehemaligen Ackerflächen wurden artenreiche Wiesen entwickelt, die heute mit Obstbäumen, extensiver Beweidung und Mahd Lebensraum für zahlreiche Arten bieten. Im Anschluss informierten Christian Intemann (Vorstand Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.) sowie die reon AG über den geplanten Windpark Bothel. Das Projekt gilt als Beispiel für eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundstückseigentümern und Projektentwicklern. Ziel ist es, Wertschöpfung und Mitbestimmung in der Region zu sichern und auch Nachbardörfer einzubinden. Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmenden die neue Kartoffelhalle Heidesand in Neuenkirchen. Auf derFläche entsteht eine moderne Anlage zur Sortierung, Verarbeitung und Verpackung von Kartoffeln und Zwiebeln. Rund 70 Arbeitsplätze werden hier geschaffen. Die Kuratoriumsfahrt 2025 zeigte eindrucksvoll, wie sich regionale Initiativen für den Schutz der Natur, die Energiewende und die Stärkung der Landwirtschaft einsetzen.

16.09.2025
Umfrage zur Moorwiedervernässung

Jetzt teilnehmen!

Die Georg-August-Universität Göttingen führt aktuell eine Umfrage zur Moorwiedervernässung durch. Teilnehmen können alle Landwirtinnen und Landwirte sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, ganz gleich, ob Sie Moorflächen besitzen oder bewirtschaften.

Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Unter allen vollständig ausgefüllten Umfragen wird ein Baustellenradio verlost.

Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass Ihre Interessen bei zukünftigen Moorwiedervernässungen besser berücksichtigt werden.

Hier geht’s zur Umfrage:

Direkt zur Umfrage.

Erste Zwischenergebnisse (auf Basis der aktuellen Stichprobe):

• Über 200 Landwirtinnen und Landwirte haben die Umfrage bereits abgeschlossen.
• Die Teilnehmenden sind überwiegend jünger und bewirtschaften im Durchschnitt größere Betriebe.
• Etwa 120 Teilnehmende sind direkt betroffen, da sie Moorflächen besitzen und/oder bewirtschaften.
• Die meisten Betroffenen befinden sich noch am Anfang eines möglichen Entscheidungsprozesses.
• Als größte Hindernisse werden fehlende finanzielle Anreize und Unsicherheiten bei der Kompensation genannt.
• Gleichzeitig wünschen sich Landwirtinnen und Landwirte vor allem Entscheidungsfreiheit und die Erhaltung von Nutzungsmöglichkeiten bei Förderprogrammen.

Für eine vertiefte Analyse wäre es großartig, wenn noch mehr Landwirtinnen und Landwirte, sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene, teilnehmen würden, um die Datenbasis zu erweitern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

11.09.2025
Landwirtschaft stemmt Versorgung und ächzt unter Kritik

Bei der neuen Folge des Landvolk-Podcasts steht die Schweinehaltung im Fokus

In der vierten Folge des Landvolk-Podcasts zum Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“ stehen die aktuellen Umfrageergebnisse aus der Schweinehaltung im Fokus. Natascha Henze, Referentin für Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen, hat die Umfrage ausgewertet. „Die größte Herausforderung für viele Schweinehalter ist der Bürokratie- und Dokumentationsaufwand. Gleichzeitig müssen sie sich auf politische Unsicherheiten einstellen“, erläutert sie im Podcast. Besonders Sauenhalterinnen und Sauenhalter stehen und standen häufig vor umfangreichen und teuren Stallumbauten, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten.

„Die Schweinehaltung war in den vergangenen Jahren geprägt von Unsicherheit. Gute Preise waren zwar möglich, aber politische Entwicklungen und Investitionsfragen haben die Betriebe in Atem gehalten“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Besonders die Haltungsformstufen 3 bis 5 stellen laut Ehlers eine große Herausforderung dar: „Ab Haltungsstufe 3 braucht es massive Umbauten. Das geht nur mit mehrjährigen Abnahmeverträgen.“ Die Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der Betriebe noch in Haltungsstufe 1 oder 2 produzieren. „Tierwohl ist ein zentrales Thema, 60 Prozent der Schweinehalter planen Investitionen in diesen Bereich“, fasst Henze zusammen.

Auch der Wettbewerb durch Importe mit niedrigeren Standards setzt den Betrieben zu. „Die Landwirte halten ihre Tiere nach hohen deutschen Standards, aber wenn billigeres Fleisch aus dem Ausland auf den Markt kommt, geraten sie unter enormen Druck“, betont Henze. Ein weiterer Faktor sei der Lebensmitteleinzelhandel, der viele Anforderungen vorgebe. „Für uns Landwirte ist entscheidend, was der Verbraucher will. Gesetzgeber und Handel setzen Rahmen, aber die Nachfrage bestimmt letztlich, was wir liefern“, verdeutlicht Ehlers.

Die Zukunft landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Schweinehaltung, hängt zudem stark von der Hofnachfolge ab. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer sieht bereits eine Hofnachfolge in Aussicht, ein Fünftel hat den Betrieb kürzlich übernommen, während andere noch unklar planen oder die Tierhaltung aufgeben wollen. Trotz dieser Unsicherheiten ist etwa die Hälfte der befragten Landwirtinnen und Landwirte optimistisch und möchte die Schweinehaltung in bestehendem Umfang fortführen. „Meine Frau und ich haben Spaß daran, höhere Haltungsformstufen auszuprobieren und das Bestmögliche für unsere Tiere zu erreichen“, sagt Ehlers. Stellvertretend steht er damit für die hohe Anzahl an Landwirtsfamilien, die sich zum Beispiel in der Initiative Tierwohl engagieren, „Da war die Nachfrage doppelt so hoch, wie es Plätze gab“, erinnert er sich.

Gleichzeitig erlebt fast die Hälfte der Schweinehalterinnen und Schweinehalter hohe psychische Belastungen und zunehmende Kritik von außen. Sie fühlen sich durch mediale Berichterstattung und gesellschaftliche Diskussionen unter Druck gesetzt, obwohl sie nach deutschen Spitzenstandards arbeiten. „Das macht mir Sorgen, wie eskalierend allgemein in der Gesellschaft diskutiert wird“, sagt Ehlers. Er nimmt wahr, dass es bei einigen Organisationen zum Geschäftsmodell gehört, in Ställe einzubrechen, um später mit den Bildern Spenden einzusammeln. „Bei uns kann jeder 24/7 durch ein Fenster in den Stall gucken“, bietet er an und fordert mehr sachliche Auseinandersetzung zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ein.

Seine politischen Erwartungen richten sich vor allem auf praxistaugliche Regelungen, insbesondere beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. „Da gibt es viele Dinge, die so nicht funktionieren und die auch jedem klar sind. Da brauchen wir schnell eine Nachbesserung“, macht Ehlers deutlich. Außerdem liegt ihm die Stärkung der Sauenhaltung am Herzen: „Unser Ziel muss es sein, die Erzeugung von deutschem Schweinefleisch mit deutschen Ferkeln langfristig zu sichern und die Branche zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Podcast-Folge ist ab sofort HIER verfügbar.

09.09.2025
Stromsteuerentlastung und Agrardiesel

rechtzeitig beantragen

Sehr geehrte Mitglieder,

gern möchten wir Sie über folgende Themen unterrichten:

  1. Stromsteuerentlastung
  2. Agrardiesel – Antragstellung trotz gesenktem Vergütungssatz empfohlen
  3. Hinweis zur Erreichbarkeit zwischen den Jahren

Stromsteuerentlastung Wie bereits mitgeteilt, wurde die Stromsteuerentlastung von 5,13 € auf 20,00 € je MWh versteuerten Strom angehoben. Die Antragsfrist für das Kalenderjahr 2024 endet am 31.12.2025. Die Antragstellung erfolgt über das BuG-Portal des Zolls mittels Elster-Zertifikat.

Agrardiesel Der Vergütungssatz wurde bekanntermaßen auf 12,88 Cent pro Liter gesenkt, sodass die Förderung in diesem Jahr vergleichsweise niedrig ausfällt.

Bitte beachten Sie jedoch:

• Auch wenn die Erstattung dieses Jahr gering ist, empfiehlt sich eine Antragstellung. • Wird kein Antrag gestellt, ist im darauffolgenden Jahr mit einem erheblichen Mehraufwand zu rechnen.

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass unsere Geschäftsstelle voraussichtlich zwischen den Jahren geschlossen sein wird. Wir empfehlen daher dringend, unsere Hilfe rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Melden Sie sich dafür bei Thomas Exner (04261-6303-101 oder exner@landvolk-row-ver.de) oder Finnja Müller-Stöver (04231-9263-345 oder mueller-stoever@landvolk-row-ver.de).

08.09.2025
Herdenschutztag

im Landkreis Verden

Letzte Woche fand der Infotag zum Thema Herdenschutz in Langwedel-Völkersen statt, zu dem auch unser Bezirksverband eingeladen hatte - mit großem Erfolg! Rund 60 Teilnehmende informierten sich über praxisnahe Möglichkeiten und Grenzen wolfsabweisender Zäune.

An den Stationen gab es spannende Einblicke:

  1. Mobile Zäunung – Einsatz & Grenzen

  2. Aufbau, Elektrifizierung & Erdung von Drahtzäunen

  3. Vorführung moderner Mäh- & Mulchtechnik

  4. Infos zu Fördermöglichkeiten & Anträgen

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, Unterstützer und Besucher.

08.09.2025
Tradition trifft Können

Kreisleistungspflügen im Landkreis Verden

Am vergangenen Freitag fand das jährliche Kreisleistungspflügen des Landkreises Verden auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebs von Hans-Heinrich Intemann in Langwedel/Schülingen statt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Insgesamt traten 19 Auszubildende der Landwirtschaft aus allen drei Lehrjahren in der Kategorie Drehpflügen an, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Das Kreisleistungspflügen verbindet die Pflege einer langjährigen Tradition mit aktuellen agrarpolitischen Herausforderungen, wie der Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln. So bleibt der Pflug auch in modernen Anbausystemen ein interessantes Werkzeug.

„Der Wettbewerb bietet den jungen Landwirtinnen und Landwirten eine wertvolle Gelegenheit, ihre Fähigkeiten praktisch zu erproben und dazuzulernen. Gleichzeitig unterstützt er die berufliche Ausbildung, indem er Motivation und Fachkompetenz stärkt, eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft in der Landwirtschaft“, erklärte Lars Ruschmeyer aus dem Vorstand des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden in seiner Eröffnungsrede.

Den ersten Platz sicherte sich Linus Plogsties, wohnhaft in Etelsen (Ausbildungsbetrieb Cordes GbR). Den zweiten Platz teilten sich Ole Mindermann aus Hohenaverbergen (Ausbildungsbetrieb Lars Hogrefe) und Leon Krupp aus Völkersen (Ausbildungsbetrieb Hans-Heinrich Intemann). Auf Platz drei pflügte sich Justus Dehnbostel (Ausbildungsbetrieb Harm Kruse KG).

Ein großes Dankeschön gilt allen, die diesen Wettbewerb ermöglicht haben: Hans-Heinrich Intemann stellte seine Flächen zur Verfügung, nachdem ihn einer der Auszubildenden, der bereits seit Jahren auch außerhalb seiner Ausbildung in seiner Freizeit auf seinem Betrieb mit anpackt, darum gebeten hatte. Gerne unterstützte er so das Kreisleistungspflügen – bereits zum dritten Mal. Ein großer Dank gilt außerdem den ehrenamtlichen Richtern, den Lehrkräften der BBS Verden sowie den Freunden der Landwirtschaft Verden, die für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten.

Aktuelles aus dem Landesverband

20.03.2026
Bio-Schweine: Große Unterschiede zur Verbandsware
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Zeiten komplett knapper Versorgung mit Bio-Schweinen scheinen vorbei zu sein. Viel­mehr berichten einige Vermarkter von Ver­bandsschweinen, die zögerlicher abgenommen werden, weil die Handelsketten günstigere Importware bevorzugen. Bei anderen Ver­marktern wiederum passen Angebot und Nach­frage von Verbandsware weiterhin gut zusam­men und die Schweine werden gut abge­nommen.

20.03.2026
Bio-Milchproduktion legt leicht zu
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die deutsche Bio-Milchproduktion hat im letzten Quartal des Jahres 2025 an Fahrt aufge­nommen. Infolge einzelbetrieblicher Produk­tionssteigerungen kam es zu einer hohen Dezemberanlieferung. Dies und die ungünstige Verteilung der Feiertage führten es punktuell zu Angebotsdruck. Nichtsdestotrotz bleibt die private Nachfrage nach Bio-Milch und Bio-Molkereiprodukten hoch.

20.03.2026
AMK in Bad Reichenhall
Milch und Rind

(DBV; Landvolk) Anlässlich der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 im bayerischen Bad Reichenhall fordert der DBV in seinem Anliegenpapier die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer auf, sich für ein eigenständiges und praxisgerechtes System der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 einzusetzen. Weiterhin fordert der DBV die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage zur Stärkung des betrieblichen Risikomanagements vor dem Hintergrund von Marktvolatilitäten. Für die anstehende nationale Umsetzung der kürzlich beschlossenen GMO-Trilogergebnisse, hier insbesondere Art. 148 und 168, sind die dort verankerten Ausnahmeregelungen für Mitgliedsstaaten zu nutzen.

Das Landvolk kritisierte das kürzliche Vorgehen der Ministerin. Sie stellte einen Antrag für staatliche Eingriffe im Milchmarkt und stellte dies fälschlicherweise als Meinung der Mehrheit der Milchviehhalter dar. Dieser wurde bei der AMK abgelehnt. Mehr zur Kritik des Landvolks unter: Staudte ignoriert Forderungen der großen Mehrheit der Milchbauern – Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

20.03.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 10. KW stieg die Milchanlieferung in Deutschland weiter saisonal an. Die Molkereien erfassten 1,0 % mehr Milch als in der Vorwoche und übertrafen damit das Vorjahresniveau um 6,7 %. Nachfrage nach abgepackter Butter im LEH bleibt hoch, unterstützt vom Ostergeschäft, und die Kemptener Notierung wurde am 18.03.2026 auf 4,20-4,85 €/kg erhöht. Blockbuttermarkt hat sich beruhigt; Preise sanken. Kemptener Notierung liegt seit 18.03.2026 bei 4,30-4,75 €/kg. Schnittkäsemarkt bleibt fest, Nachfrage hoch und die Bestände niedrig. Preise steigen weiter, besonders für Schnittkäse-Blöcke.

MMP-Markt von starker Exportnachfrage geprägt; EU-Ware ist sehr wettbewerbsfähig. Kurzfristig kaum Ware verfügbar, und auch die Schokoladenindustrie ordert wieder mehr. Preise steigen weiter in Lebensmittel- und Futterqualität. VMP zeigt sich fester, mit teils zurückhaltenden Angeboten. Durch bessere Exportchancen und steigendes Interesse der Schokoladenindustrie beleben sich die Aktivitäten. Die Preise tendieren zuletzt fester. Die MP-Preise steigen weiter; Futter- und Lebensmittelware sind gut nachgefragt und Angebot knapp.  

20.03.2026
Internationaler Weizenmarkt zwischen geopolitischer Unterstützung und hohem Angebotsdruck
Pflanzen

(AMI) Steigende Energiepreise und ein schwächerer Euro stützen die Pariser Weizenkurse, doch die üppige weltweite Versorgung hält Käufer weiterhin zurück und dämpft das Exportpotenzial.

In Paris knüpft der Fronttermin für Weizen an den Gewinnen der Vorwochen an und erreichte zwischenzeitlich sogar den höchsten Stand seit Mitte Mai 2025. Am 19.03.2026 schloss der Mai-Kontrakt bei 207 EUR/t und verbuchte damit ein Wochenminus von -3,50 EUR/t. Die Termine zur Ernte 26 verloren auf Wochensicht weniger.

Spürbar ist, dass das Aufwärtspotenzial der Weizenkurse weiterhin begrenzt bleibt. Ausschlaggebend ist die weltweit komfortable Versorgungslage – nicht nur bei Weizen, sondern auch bei anderen Getreidearten. Vor dem Hintergrund der reichlichen Verfügbarkeit und der allmählich näher rückenden Ernte 2026 agieren Käufer zurückhaltend und decken sich vielfach lediglich für den kurzfristigen Bedarf ein. Zusätzlich dämpft die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten die Nachfrage auf dem zuletzt deutlich höheren Preisniveau. Marktteilnehmer warten ab, ob es zu einem Waffenstillstand, zur Absicherung der Schifffahrtsrouten aus dem Persischen Golf oder zu tatsächlichen Versorgungsunterbrechungen kommt. Ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist bislang nicht absehbar.

20.03.2026
Weiter wenig Aktivität am deutschen Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Die zwischenzeitlich festeren Notierungen an der Euronext konnten sich am Kassamarkt nicht nachhaltig durchsetzen. Fehlende physische Impulse und eine verhaltene Nachfrage begrenzen am heimischen Brotgetreidemarkt den Preisspielraum nach oben zusätzlich.

Der deutsche Markt für Brotgetreide bleibt von hoher Volatilität geprägt. Nach den Preisanstiegen der Vorwoche wurden die Erzeugerpreise in der laufenden Berichtswoche regional teilweise wieder deutlich zurückgenommen, vereinzelt konnte das Vorwochenniveau gehalten werden. Kurzfristige Impulse vom Terminmarkt schlagen nur begrenzt auf den physischen Brotgetreidemarkt durch, da der Markt weiterhin gut versorgt ist. Die Kursentwicklung an der Euronext bleibt schwankungsanfällig und wird weiterhin stark von geopolitischen Unsicherheiten geprägt.

Aktuell werden für Brotweizen im Bundesmittel 174,18 (165-180) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, knapp 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotroggen vergünstigt sich hingegen um knapp 0,60 auf 151,65 (130-172) EUR/t, während Qualitätsweizen lediglich 0,30 auf 179,64 (172-190) EUR/t verliert. Eliteweizen verfehlt mit 183,75 (177-190) EUR/t das Vorwochenniveau nur knapp (-0,21 EUR/t).
Am Regionalen Erzeugermarkt liegt Niedersächsischer B-Weizen mit durchschnittlich 178 EUR/t ab Hof ebenfalls knapp unter der Vorwoche (-1,50 EUR/t). Die Spanne lag dabei in der aktuellen Berichtswoche bei 173-186 EUR/t.

Der schwächere Euro verbesserte zwar zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Weizen am Weltmarkt, dennoch bleibt die internationale Nachfrage insgesamt verhalten. Russland dominiert weiterhin das Exportgeschäft und setzt die westeuropäischen Herkünfte unter Wettbewerbsdruck. Die Exportperspektiven für deutsches Brotgetreide bleiben entsprechend begrenzt.

Die Nachfrage der Mühlen zeigte sich spürbar zurückhaltend. Nach den hohen Preisforderungen der Vorwoche wurden Käufe vielfach verschoben, der Fokus liegt überwiegend auf der kurzfristigen Bedarfsdeckung. Auf Erzeugerseite hat sich die Abgabebereitschaft zuletzt leicht erhöht. Restmengen der alten Ernte werden kontinuierlich vermarktet, wenngleich der Handel insgesamt ruhig bleibt. Der Vermarktungshorizont für alterntige Ware verschiebt sich vielerorts weiter in das zweite Quartal. Gleichzeitig ist ein zunehmendes Interesse an Vorkontrakten für Brotweizen der neuen Ernte zu beobachten, wobei Abschlüsse bislang meist in begrenztem Umfang erfolgen. Aktuell tendieren die Preise ex Ernte heterogen. Eliteweizen verzeichnet im Mittel ein Wochenminus von 2,40 auf 199,24 EUR/t. Qualitätsweizen vergünstigt sich um 1,50 auf 192,47 EUR/t. Demgegenüber verharrt Brotweizen mit gut 182,73 EUR/t auf Vorwochenniveau und Brotroggen kann sogar um 0,90 auf 153,96 EUR/t zulegen.

20.03.2026
Kurssprünge limitieren den Handel mit Raps
Pflanzen

(AMI) Das Auf und Ab am Terminmarkt erschwert die Preisfindung. Vor diesem Hintergrund verläuft der Handel überwiegend in ruhigen Bahnen. Am Kassamarkt werden dennoch Vorkontrakte abgeschlossen.

Die Pariser Rapsnotierungen bleiben auch weiterhin fest im Griff der geopolitischen Entwicklungen. So gewann der Fronttermin Mai in der 11. KW noch binnen zweier Handelstage rund 14 EUR/t, verlor zum Wochenwechsel jedoch bereits wieder knapp 17 EUR/t. Auslöser für den Vorzeichenwechsel waren rückläufige US-Sojanotierungen, welche auch den Raps mit nach unten zogen. Auch wenn Niederschläge die laufende Ernte in Brasilien verzögern, könnte das Land auf einen neuen Rekord bei der Sojaernte zusteuern. Hinzu kam die Verzögerung eines geplanten Gipfeltreffens von China und den USA. Zum Wochenstart profitierten die Notierungen indes von den wieder festeren Rohölkursen. Eine verhaltene Nachfrage am EU-Markt dämpfte jedoch das Plus, denn einige Ölmühlen arbeiten mit reduzierten Kapazitäten. So schloss der Fronttermin Mai am 19.03.2026 bei 500,75 EUR/t und damit rund 14,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche.

Die Preissprünge an der Börse limitieren auch weiterhin den Handel. So wurden zwischenzeitlich zwar vermehrt Umsätze in die Bücher der Händler geschrieben, zuletzt kühlte die Nachfrage jedoch wieder ab. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der kommenden Saison. Franko Hamburg sind für Partien zur Lieferung ab Mai rund 510 EUR/t möglich und damit, bei unverändertem Aufgeld, rund 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein wurde die Prämie dagegen leicht zurückgenommen (-1 EUR/t), sodass hier mit 519 EUR/t zur Lieferung ab April rund 2 EUR/t mehr genannt werden.

Entgegen den festeren Vorgaben von der Börse geht es auf Erzeugerebene abwärts. So sind im Bundesmittel für Partien der alten Ernte 479,70 EUR/t im Gespräch und damit 4,80 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 460 bis 505 EUR/t. Niedersächsischer Raps wurde dabei mit durchschnittlich 489 (483 – 505) EUR/t ab Hof am oberen Ende. Die Vorkontrakte rangierten in Niedersachsen zwischen 463 und 480 (Ø 470) EUR/t.

20.03.2026
Nahostkonflikt treibt Düngemittelpreise
Pflanzen

(AMI) Düngemittel haben sich hierzulande spürbar verteuert. Der Nahostkonflikt treibt Energie-, Vorprodukt- und Logistikkosten.

Am globalen Düngemittelmarkt hatte sich die Lage bereits im Februar 2026 spürbar befestigt, noch bevor die jüngste Eskalation im Nahen Osten voll auf die Preisbildung durchschlug. Nach Angaben der Weltbank stieg der Düngemittelindex im Februar gegenüber Januar um 6,5 % von 136,1 auf 145,0 Punkte. Besonders deutlich verteuerten sich Stickstoff- und Phosphatdünger. Harnstoff lag im Monatsmittel bei 472 USD/t, DAP bei 626,5 USD/t und TSP bei 536,3 USD/t. Kaliumchlorid notierte bei 372,5 USD/t, Rohphosphat bei 152,5 USD/t. Damit setzte sich nach dem Plus von 2,4 % im Januar die Aufwärtsbewegung am Weltmarkt schon spürbar beschleunigt fort.
Für den Markt ist der Iran-Konflikt vor allem deshalb relevant, weil er Energie, Vorprodukte und Logistik zugleich trifft. Reuters zufolge läuft rund ein Drittel des globalen Düngemittelhandels über die Straße von Hormus. Zugleich ist Erdgas der zentrale Einsatzfaktor für die Ammoniak- und Harnstoffproduktion; Energie kann bis zu 70 % der Produktionskosten ausmachen. Damit liegt das Risiko nicht nur in höheren Ölpreisen, sondern in einer möglichen Verteuerung oder Störung der gesamten Düngemittelkette.

Für Europa ist das besonders heikel. Der Preisanstieg im Februar bildet den jüngsten Energieschock noch nicht vollständig ab. Nach Reuters stiegen die europäischen Gaspreise seit der Eskalation des Konflikts zeitweise um mehr als 60 %; in einzelnen Marktberichten werden sogar noch stärkere Ausschläge genannt. Damit erhöht sich vor allem bei Stickstoffdüngern der Kostendruck weiter, da höhere Gaspreise die Ammoniak- und Harnstoffproduktion unmittelbar verteuern. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU bei Düngemitteln strukturell importabhängig bleibt. Bezogen auf die Hauptnährstoffe liegt die Importabhängigkeit Schätzungen zufolge bei rund 45 % für Stickstoff, 46 % für Phosphate und 58 % für Kali.

Preise am deutschen Kassamarkt ziehen kräftig an
Die angespannte Marktlage spiegelt sich inzwischen auch deutlich am deutschen Kassamarkt wider. Ab 25 t frei Hof stieg der Preis für geschützten Harnstoff im März gegenüber dem Vormonat um 141 EUR/t auf 684 EUR/t. Kalkammonsalpeter verteuerte sich um 62 EUR/t auf 426 EUR/t, AHL um 55 EUR/t auf 409 EUR/t. Auch schwefelhaltige Stickstoffdünger zogen spürbar an: Ammoniumsulfatsalpeter stieg um 49 EUR/t auf 466 EUR/t, schwefelsaures Ammoniak um 38 EUR/t auf 369 EUR/t. Bei den Phosphatdüngern verteuerte sich Triple-Superphosphat um 45 EUR/t auf 607 EUR/t, Diammonphosphat um 53 EUR/t auf 792 EUR/t. Kornkali zeigte sich mit 327 EUR/t dagegen bislang weitgehend stabil. Marktberichten zufolge ist Ware grundsätzlich weiter verfügbar, doch das Angebot in einzelnen Segmenten hat sich spürbar verengt.

20.03.2026
Ruhiger Speisekartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Der Absatz von Speisekartoffeln scheint etwas abgeflacht zu sein, möglicherweise aufgrund der kleineren Packmaße in den aktuellen Aktionen. Importe treffen im Lebensmitteleinzelhandel derzeit noch in geringen Mengen ein. Deren Einsatz lässt sich nur durch besonders gute Lagerqualitäten um einige Wochen verzögern.

In der aktuellen Woche berichten einige Abpacker von eher schleppenden Geschäften mit Speisekartoffeln. Immerhin wird mitunter auf einen insgesamt guten Februar verwiesen, dessen Absatztempo jedoch nicht überall gehalten werden konnte. Mit Aktionen, die weiterhin zahlreich, aber nicht mehr so oft in größeren Packmaßen stattfinden, erzielen manche Händler auch diese Woche einen ordentlichen Absatz. So oder so: Dem aktiven Angebot und den noch verfügbaren Lagermengen wird man in dieser Saison mit den Verkaufsmengen ohnehin nicht mehr gerecht. Dadurch werden Preisveränderungen zunehmend unwahrscheinlicher.

Die Erlöse der Landwirte variieren stark je nach Ausrichtung. Wer mit guten Qualitäten zu seinem langjährigen Vertragspartner kommt, erhält in der Regel die notierten Preise. Aktionsware muss günstiger beschafft werden und stammt meist aus Überschussregionen. Dort sind viele Landwirte auf alternative Absatzwege angewiesen, um ihre Lagervorräte abzubauen. Wer sein Glück im Export sucht, kann selbst für aufbereitete Ware kaum noch auf 10,00 EUR/dt hoffen.