Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

02.10.2025
Einladung zum Kartoffelfest

Auf Gut Clüverswerder

Auf Gut Clüverswerder (Clüverswerder 2, in 28832 Achim) findet am Sonntag, den 12.10.2025, von 11 bis 17 Uhr ein Kartoffelfest statt.

Ihr dürft Euch freuen auf:

• Kartoffeln sammeln direkt vom Feld, vor allem für Kinder ein tolles Erlebnis!
• Spannende Informationen rund um die Kartoffel
• Lustige Kartoffelspiele für Kinder
• Musikalische Begleitung durch die Fischerhuder Jagdhornbläser
• Einen Erntedank-Segen
• Leckere Kartoffelgerichte, Kaffee und Kuchen, geräucherte Forelle vom Angler-Verein Achim
• Und viele weitere Überraschungen!

01.10.2025
Aktuelle Stellenausschreibung

Sachbearbeiter/in Rechnungswesen & Zahlungsverkehr (m/w/d)

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Sachbearbeiter/in Rechnungswesen & Zahlungsverkehr (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit für unseren Standort Rotenburg (Wümme) und/oder Verden (Aller):

Wir sind die landwirtschaftliche Interessenvertretung für den Raum Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) sowie Agrar-, Rechts- und Steuerberatung für ca. 2.100 landwirtschaftliche Betriebe in unserer Region.

Ihre Aufgaben umfassen:
• Erstellung und Versand von Rechnungen an unsere Mandanten
• Überwachung offener Posten und Mahnwesen
• Bearbeitung eingehender Zahlungsströme und Abstimmung mit der internen Buchführung
• Durchführung und Überwachung des Zahlungsverkehrs (intern/extern)
• Enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen

Sie bieten/zeigen:
• Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, idealerweise im Bereich Rechnungswesen, Steuerfach oder Büroorganisation
• Erfahrung im Umgang mit Rechnungsstellung und Zahlungsverkehr
• Sicherer Umgang mit MS Office, DATEV-Kenntnisse von Vorteil
• Strukturierte, sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
• Teamfähigkeit und Verschwiegenheit im Umgang mit sensiblen Daten

Unser Angebot:
• Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
• Flache Hierarchien und eine offene Kommunikation
• Ein kollegiales sowie familienfreundliches Arbeitsumfeld
• Vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung
• Langfristige berufliche Perspektive
• Flexible Arbeitszeiten dank Gleitzeitmodell und die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten
• Vielseitige Benefits: Bonussystem, Arbeitgeberfinanzierte Berufsunfähigkeitsversicherung, Betriebliche Altersvorsorge mit Zuschuss vom Arbeitgeber, Bikeleasing & Tankgutscheine

Wir freuen uns auf die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen unter bewerbung@landvolk-row-ver.de. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch in unserem Rotenburger Sekretariat unter: 0 42 61 63 03 200.

29.09.2025
Gemeinsames Mahnfeuer in Weitzmühlen für Weidetierhaltung

Politisches Handeln gefordert

Am Freitag, den 26. September 2025, rief der Förderverein der Deutschen Schafhaltung gemeinsam mit zahlreichen Verbänden zu einem europaweiten Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung auf. Auch im Kreisverbandsgebiet fand diese Aktion großen Anklang: Ein öffentliches Mahnfeuer wurde von Schäfer Florian Martens ausgerichtet, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren.

Ziel der europaweiten Aktion ist es, ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsfähige und geschützte Weidetierhaltung zu setzen – gerade in einer Zeit, in der politische Unterstützung weitgehend fehlt und dringend notwendige Entscheidungen zur Wolfsthematik weiterhin auf sich warten lassen. Unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 wurden Fotos und Videos aus ganz Europa geteilt, um die Sorgen und Herausforderungen der Weidetierhalterinnen und -halter öffentlich sichtbar zu machen.

Die anwesenden Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter unterstrichen, dass Herdenschutz nicht nur versprochen, sondern endlich unbürokratisch, fair und flächendeckend umgesetzt werden muss.

Florian Martens berichtete von den wiederholten Wolfsangriffen auf seine Schafherde trotz des Einsatzes eines mobilen Schutzzauns. Er und seine Berufskolleginnen und Berufskollegen machten deutlich, dass allein Zäune keinen ausreichenden Schutz bieten und daher ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement der Wölfe unerlässlich ist.

Kreistagsvorsitzender Wilhelm Hogrefe hob die Bedeutung der Weidetierhaltung für den Erhalt der Artenvielfalt hervor und forderte eine Regulierung des Wolfsbestands. „Wir haben eine Wolfsdichte, die größer ist als die in Schweden“, so Hogrefe. Er äußerte zudem Kritik an Aussagen des NABU, welche die Wolfspräsenz im Kirchlintler Hühnermoor leugnen, obwohl dort mehrfach Wolfssichtungen dokumentiert wurden. Besonders besorgt zeigte er sich über die Sicherheit eines nahegelegenen Waldkindergartens. Auch zahlreiche Pferdehalterinnen und Pferdehalter sowie Reiterinnen und Reiter äußerten ihre Sorge, da für Pferde andere Schutzanforderungen gelten.

Unterstützung erhielt die Aktion durch prominente Vertreter der Landespolitik: Marco Mohrmann, Generalsekretär der CDU Niedersachsen und landwirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, kündigte einen Entschließungsantrag zur Wolfsbejagung an. „Die EU hat geliefert, der Bund bereitet alles vor, Niedersachsen muss dann unverzüglich folgen und ins Wolfsmanagement einsteigen“, so Mohrmann.

29.09.2025
Langjährige Treue zur Landwirtschaft gewürdigt

19 Mitarbeitende von MASTERRIND und SYNETICS ausgezeichnet

Im feierlichen Rahmen der Betriebsversammlung von MASTERRIND in Verden ehrte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bereits zum vierten Mal Mitarbeitende für ihre langjährige Verbundenheit zur Landwirtschaft. Insgesamt 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MASTERRIND und SYNETICS wurden für ihre jahrzehntelange Treue zum Beruf ausgezeichnet, mit Dienstjubiläen von 10, 25, 40 und sogar 50 Jahren.

Die Ehrung wurde durch Christian Intemann, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden und Mitglied der Kammerversammlung, gemeinsam mit Karin Cordes, Betriebsratsvorsitzende von MASTERRIND und ebenfalls Mitglied der Landwirtschaftskammer, vorgenommen.

Zahlreiche Gäste aus der Geschäftsleitung, dem Aufsichtsrat und dem Betriebsrat nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Stubbemann sowie Vertreterinnen und Vertreter von MASTERRIND und SYNETICS. Mit der feierlichen Übergabe der Ehrenurkunden würdigte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die langjährige, verlässliche Mitarbeit der Geehrten und ihre enge Verbundenheit mit der Landwirtschaft als Branche und Berufung.

Christian Intemann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Engagements: „Eine solch langjährige Mitarbeit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso mehr verdienen diese Kolleginnen und Kollegen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihr Einsatz prägen nicht nur MASTERRIND und SYNETICS, sondern auch die Zukunft unserer gesamten Branche. Gleichzeitig ist ihre langjährige Berufstreue ein deutliches positives Zeichen für das Unternehmen als verlässlichen und attraktiven Arbeitgeber“.

22.09.2025
Mahnfeuer in Weitzmühlen

Ein Zeichen für den Erhalt der Weidetierhaltung

Am Freitag, den 26. September 2025 um 19:30 Uhr ruft der Förderverein der Deutschen Schafhaltung in Kooperation mit zahlreichen Verbänden zum europaweiten Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung auf.

Auch in unserem Kreisverbandsgebiet wird zu dieser Zeit ein öffentliches Mahnfeuer von unserem Mitglied und Schäfer Florian Martens ausgerichtet, zu welchem wir Euch herzlich einladen dürfen:

Zeit: Freitag, den 26. September 2025 ab 19:00 Uhr
Ort: HIER.

Ziel der Aktion ist es, ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsfähige und geschützte Weidetierhaltung zu setzen – in Zeiten, in denen die politische Unterstützung fehlt und dringend notwendige Entscheidungen zur Wolfsthematik weiter auf sich warten lassen.

Die Mahnfeuer finden zeitgleich in ganz Europa auf Höfen, Weiden und Dorfplätzen statt. Unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 werden Fotos und Videos in den sozialen Medien geteilt, um Aufmerksamkeit für die Sorgen und Herausforderungen der Weidetierhalterinnen und -halter zu schaffen.

Unsere Botschaft ist klar: Wir fordern politischen Willen und konsequentes Handeln statt leerer Worte. Herdenschutz darf nicht nur versprochen, sondern muss auch umgesetzt werden: unbürokratisch, fair und flächendeckend.

Alle Interessierten, ob aktiv in der Tierhaltung oder als Unterstützende, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Bringt gerne Fackeln, Feuerkörbe oder Banner mit. Lasst uns gemeinsam ein starkes, friedliches und unübersehbares Signal senden!

22.09.2025
Kuratoriumsfahrt 2025

Einblicke in Naturschutz, Energiewende und Landwirtschaft

Letzte Woche fand die diesjährige Kuratoriumsfahrt des Wirtschaftsberatung Rotenburg-Verden e.V. statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen teil, um sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Naturschutz, erneuerbare Energien und Landwirtschaft zu informieren. Die erste Station führte zur Stiftung Naturschutz Rotenburg, die auf Flächen bei Unterstedt ihre Projekte vorstellte. Aus ehemaligen Ackerflächen wurden artenreiche Wiesen entwickelt, die heute mit Obstbäumen, extensiver Beweidung und Mahd Lebensraum für zahlreiche Arten bieten. Im Anschluss informierten Christian Intemann (Vorstand Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.) sowie die reon AG über den geplanten Windpark Bothel. Das Projekt gilt als Beispiel für eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundstückseigentümern und Projektentwicklern. Ziel ist es, Wertschöpfung und Mitbestimmung in der Region zu sichern und auch Nachbardörfer einzubinden. Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmenden die neue Kartoffelhalle Heidesand in Neuenkirchen. Auf derFläche entsteht eine moderne Anlage zur Sortierung, Verarbeitung und Verpackung von Kartoffeln und Zwiebeln. Rund 70 Arbeitsplätze werden hier geschaffen. Die Kuratoriumsfahrt 2025 zeigte eindrucksvoll, wie sich regionale Initiativen für den Schutz der Natur, die Energiewende und die Stärkung der Landwirtschaft einsetzen.

16.09.2025
Umfrage zur Moorwiedervernässung

Jetzt teilnehmen!

Die Georg-August-Universität Göttingen führt aktuell eine Umfrage zur Moorwiedervernässung durch. Teilnehmen können alle Landwirtinnen und Landwirte sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, ganz gleich, ob Sie Moorflächen besitzen oder bewirtschaften.

Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Unter allen vollständig ausgefüllten Umfragen wird ein Baustellenradio verlost.

Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass Ihre Interessen bei zukünftigen Moorwiedervernässungen besser berücksichtigt werden.

Hier geht’s zur Umfrage:

Direkt zur Umfrage.

Erste Zwischenergebnisse (auf Basis der aktuellen Stichprobe):

• Über 200 Landwirtinnen und Landwirte haben die Umfrage bereits abgeschlossen.
• Die Teilnehmenden sind überwiegend jünger und bewirtschaften im Durchschnitt größere Betriebe.
• Etwa 120 Teilnehmende sind direkt betroffen, da sie Moorflächen besitzen und/oder bewirtschaften.
• Die meisten Betroffenen befinden sich noch am Anfang eines möglichen Entscheidungsprozesses.
• Als größte Hindernisse werden fehlende finanzielle Anreize und Unsicherheiten bei der Kompensation genannt.
• Gleichzeitig wünschen sich Landwirtinnen und Landwirte vor allem Entscheidungsfreiheit und die Erhaltung von Nutzungsmöglichkeiten bei Förderprogrammen.

Für eine vertiefte Analyse wäre es großartig, wenn noch mehr Landwirtinnen und Landwirte, sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene, teilnehmen würden, um die Datenbasis zu erweitern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

11.09.2025
Landwirtschaft stemmt Versorgung und ächzt unter Kritik

Bei der neuen Folge des Landvolk-Podcasts steht die Schweinehaltung im Fokus

In der vierten Folge des Landvolk-Podcasts zum Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“ stehen die aktuellen Umfrageergebnisse aus der Schweinehaltung im Fokus. Natascha Henze, Referentin für Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen, hat die Umfrage ausgewertet. „Die größte Herausforderung für viele Schweinehalter ist der Bürokratie- und Dokumentationsaufwand. Gleichzeitig müssen sie sich auf politische Unsicherheiten einstellen“, erläutert sie im Podcast. Besonders Sauenhalterinnen und Sauenhalter stehen und standen häufig vor umfangreichen und teuren Stallumbauten, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten.

„Die Schweinehaltung war in den vergangenen Jahren geprägt von Unsicherheit. Gute Preise waren zwar möglich, aber politische Entwicklungen und Investitionsfragen haben die Betriebe in Atem gehalten“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Besonders die Haltungsformstufen 3 bis 5 stellen laut Ehlers eine große Herausforderung dar: „Ab Haltungsstufe 3 braucht es massive Umbauten. Das geht nur mit mehrjährigen Abnahmeverträgen.“ Die Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der Betriebe noch in Haltungsstufe 1 oder 2 produzieren. „Tierwohl ist ein zentrales Thema, 60 Prozent der Schweinehalter planen Investitionen in diesen Bereich“, fasst Henze zusammen.

Auch der Wettbewerb durch Importe mit niedrigeren Standards setzt den Betrieben zu. „Die Landwirte halten ihre Tiere nach hohen deutschen Standards, aber wenn billigeres Fleisch aus dem Ausland auf den Markt kommt, geraten sie unter enormen Druck“, betont Henze. Ein weiterer Faktor sei der Lebensmitteleinzelhandel, der viele Anforderungen vorgebe. „Für uns Landwirte ist entscheidend, was der Verbraucher will. Gesetzgeber und Handel setzen Rahmen, aber die Nachfrage bestimmt letztlich, was wir liefern“, verdeutlicht Ehlers.

Die Zukunft landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Schweinehaltung, hängt zudem stark von der Hofnachfolge ab. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer sieht bereits eine Hofnachfolge in Aussicht, ein Fünftel hat den Betrieb kürzlich übernommen, während andere noch unklar planen oder die Tierhaltung aufgeben wollen. Trotz dieser Unsicherheiten ist etwa die Hälfte der befragten Landwirtinnen und Landwirte optimistisch und möchte die Schweinehaltung in bestehendem Umfang fortführen. „Meine Frau und ich haben Spaß daran, höhere Haltungsformstufen auszuprobieren und das Bestmögliche für unsere Tiere zu erreichen“, sagt Ehlers. Stellvertretend steht er damit für die hohe Anzahl an Landwirtsfamilien, die sich zum Beispiel in der Initiative Tierwohl engagieren, „Da war die Nachfrage doppelt so hoch, wie es Plätze gab“, erinnert er sich.

Gleichzeitig erlebt fast die Hälfte der Schweinehalterinnen und Schweinehalter hohe psychische Belastungen und zunehmende Kritik von außen. Sie fühlen sich durch mediale Berichterstattung und gesellschaftliche Diskussionen unter Druck gesetzt, obwohl sie nach deutschen Spitzenstandards arbeiten. „Das macht mir Sorgen, wie eskalierend allgemein in der Gesellschaft diskutiert wird“, sagt Ehlers. Er nimmt wahr, dass es bei einigen Organisationen zum Geschäftsmodell gehört, in Ställe einzubrechen, um später mit den Bildern Spenden einzusammeln. „Bei uns kann jeder 24/7 durch ein Fenster in den Stall gucken“, bietet er an und fordert mehr sachliche Auseinandersetzung zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ein.

Seine politischen Erwartungen richten sich vor allem auf praxistaugliche Regelungen, insbesondere beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. „Da gibt es viele Dinge, die so nicht funktionieren und die auch jedem klar sind. Da brauchen wir schnell eine Nachbesserung“, macht Ehlers deutlich. Außerdem liegt ihm die Stärkung der Sauenhaltung am Herzen: „Unser Ziel muss es sein, die Erzeugung von deutschem Schweinefleisch mit deutschen Ferkeln langfristig zu sichern und die Branche zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Podcast-Folge ist ab sofort HIER verfügbar.

09.09.2025
Stromsteuerentlastung und Agrardiesel

rechtzeitig beantragen

Sehr geehrte Mitglieder,

gern möchten wir Sie über folgende Themen unterrichten:

  1. Stromsteuerentlastung
  2. Agrardiesel – Antragstellung trotz gesenktem Vergütungssatz empfohlen
  3. Hinweis zur Erreichbarkeit zwischen den Jahren

Stromsteuerentlastung Wie bereits mitgeteilt, wurde die Stromsteuerentlastung von 5,13 € auf 20,00 € je MWh versteuerten Strom angehoben. Die Antragsfrist für das Kalenderjahr 2024 endet am 31.12.2025. Die Antragstellung erfolgt über das BuG-Portal des Zolls mittels Elster-Zertifikat.

Agrardiesel Der Vergütungssatz wurde bekanntermaßen auf 12,88 Cent pro Liter gesenkt, sodass die Förderung in diesem Jahr vergleichsweise niedrig ausfällt.

Bitte beachten Sie jedoch:

• Auch wenn die Erstattung dieses Jahr gering ist, empfiehlt sich eine Antragstellung. • Wird kein Antrag gestellt, ist im darauffolgenden Jahr mit einem erheblichen Mehraufwand zu rechnen.

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass unsere Geschäftsstelle voraussichtlich zwischen den Jahren geschlossen sein wird. Wir empfehlen daher dringend, unsere Hilfe rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Melden Sie sich dafür bei Thomas Exner (04261-6303-101 oder exner@landvolk-row-ver.de) oder Finnja Müller-Stöver (04231-9263-345 oder mueller-stoever@landvolk-row-ver.de).

08.09.2025
Herdenschutztag

im Landkreis Verden

Letzte Woche fand der Infotag zum Thema Herdenschutz in Langwedel-Völkersen statt, zu dem auch unser Bezirksverband eingeladen hatte - mit großem Erfolg! Rund 60 Teilnehmende informierten sich über praxisnahe Möglichkeiten und Grenzen wolfsabweisender Zäune.

An den Stationen gab es spannende Einblicke:

  1. Mobile Zäunung – Einsatz & Grenzen

  2. Aufbau, Elektrifizierung & Erdung von Drahtzäunen

  3. Vorführung moderner Mäh- & Mulchtechnik

  4. Infos zu Fördermöglichkeiten & Anträgen

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, Unterstützer und Besucher.

Aktuelles aus dem Landesverband

20.03.2026
DBV zur Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026
Geflügel

Zur Frühjahrs-Agrarministerkonferenz im bayerischen Bad Reichenhall fordert der DBV in einem Anliegenpapier die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, sich unter anderem für ein eigenständiges und praxisgerechtes System der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 einzusetzen. Darüber hinaus spricht sich der DBV erneut für konsequenten Bürokratieabbau aus. EU-Vereinfachungen müssen ohne nationale Zusatzauflagen umgesetzt werden. Ziel muss eine spürbare Entlastung der Betriebe durch weniger Kontrollen, praxistaugliche Regelungen und mehr Planungssicherheit sein. Mit Blick auf die ausgeprägte Volatilität in den Märkten ist die zügige Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage notwendig, um Preisschwankungen abzufedern und das betriebliche Risikomanagement zu stärken. Auf nationaler Ebene sieht der DBV dringenden Handlungsbedarf bei den Rahmenbedingungen für die Agrarwirtschaft. Dazu zählen unter anderem deutliche Erleichterungen im Genehmigungsrecht für die Nutztierhaltung. Die vollständige PM finden Sie hier.

20.03.2026
Aktueller Radar Bulletin des FLI – Februar
Geflügel

(FLI) Der jüngste Radar-Bulletin Bericht zeigt einen deutlichen Anstieg der HPAI‑Meldungen in Europa: 1.147 Ausbrüche im Februar gegenüber 384 im Vormonat. Am stärksten betroffen waren Polen, Deutschland und Italien. In Deutschland hat sich die Zahl der Nachweise bei Wildvögeln von 210 auf 659 mehr als verdreifacht. Durch das zeitgleiche Auftreten von HPAI und ND besteht aktuell eine erhebliche Gefährdungslage für Geflügelbetriebe.

20.03.2026
Landvolk Milchausschuss tagte
Milch und Rind

Der Landvolk Milchausschuss tagte am 17. März. Themen waren unter anderem das Verbändegespräch Milch im niedersächsischen Ministerium für Landwirtschaft, die Viehverkehrsverordnung sowie die Vorstellung von QIndex, eine Erweiterung des im Rahmen der Milchkontrolle entwickelten QCheck-Indikatoren. Letztere beiden Themen wurden von vit Verden vorgestellt.

20.03.2026
Aktuelle ND-Ausbrüche in Bayern und Brandenburg
Geflügel

Seit dem Bericht zur Newcastle-Krankheit (ND) in dbv exklusiv sowie zuletzt an dieser Stelle am 6. März wurden weitere Ausbrüche gemeldet. In Bayern kam es am 10. März zu einem weiteren bestätigten ND‑Fall im Landkreis Erding. Betroffen waren erneut Legehennen sowie zusätzlich Enten. Damit steigt die Gesamtzahl der bayrischen Ausbrüche auf 13. Zuvor waren bereits mehrere große Bestände in Erding, Mühldorf am Inn und Rottal‑Inn betroffen. In Brandenburg wurden inzwischen 11 ND‑Ausbrüche amtlich bestätigt. Im Landkreis Oder‑Spree traten ein Ausbruch in einem Mastbetrieb mit rund 360.000 Masthähnchen sowie ein weiterer bei etwa 73.000 Legehennen auf. In Märkisch‑Oderland wurde ND in einem weiteren Masthähnchenbestand mit etwa 70.000 Tieren nachgewiesen. In Dahme‑Spreewald bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) am 16. März Infektionen bei rund 49.500 Tieren, darunter auch in einer Kleinsthaltung. In Spree‑Neiße wurde ein Bestand mit rund 169.000 Tieren sowie zwei Kleinsthaltungen positiv getestet.

20.03.2026
DBV informiert auf EU-Ebene über Probleme der Öko-Tierhaltung und kämpft weiter für Flexibilisierung der Öko-Weidevorschriften und Auslaufüberdachung im EU-Öko-Basisrecht
Öko-Landbau

(DBV) Am 17. März richtete COPA/COGECA im Europa­parlament eine Veranstaltung zur Zukunft des Ökolandbaus aus. Gastgeber waren vier Abge­ordnete von EVP, den Liberalen und Sozial­demokraten aus dem Agrarausschuss, u. a. die EP-Berichterstatterin zur Reform des Öko-Basis­rechts, die Italienerin Laureti. Der Direktor der für Ökolandbau zuständigen Kommissions-Abteilung GD Agri(B) Schilthuis sowie der Leiter der Unit Organic Farming nebst etlichen Mitar­beitern nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.  COPA stellte Ergebnisse einer eigenen EU-weiten Öko-Erzeugerumfrage zu Entwicklungs­barrieren vor, die neben Marktproblemen sehr stark von der Öko-Gesetzgebung herrühren.

Der DBV klärte auf, dass der Anteil der Öko-Tier­haltung in der EU mit rund 5 % Anteil gegenüber der Öko-Flächenentwicklung mit über 10 % An­teil nur halb so hoch und teilweise sinkend ist. So sank die Zahl der Öko-Milchviehbetriebe nicht nur in Deutschland aufgrund verschärfter Auslegungen der Weidepflichten 2025 um ca. bis zu 8 % sondern auch Österreich verlor seit 2021 fast 10 % und Däne­mark sowie Frankreich verzeich­neten sogar rund 15 % weniger Öko-Milchviehbetriebe. Folge: Trotz an­haltender Höchstpreise und einzel­betrieblicher Mengensteigerungen stagniert die Öko-Milcherzeugung weitgehend. Der DBV kritisiert da­her, dass nicht nur für Öko-Geflügel, wie seitens der Kommission für das Schnellverfahren zu Verbesse­rungen im Öko-Basisrecht vorge­schlagen, dringend eine verbesserte Öko-Gesetzgebung erforderlich ist, sondern auch für die Weidverpflichtung und die Auslaufüberdachung. MEP Köhler beklagte in seinem Veranstaltungsbeitrag die massive Rückumstellungswelle in der Bayrischen Öko-Rinderhaltung, insbesondere in der Öko-Milch­viehhaltung. Er kritisierte, dass es nicht die Lösung sein könne, Ökolandwirte mit guten Tierwohlställen aufgrund minderer Defizite in der Weideumsetzung zur Rückumstellung zu zwingen. Der Direktor der für den Ökolandbau zuständigen Kommissionabteilung Schilthuis stimmte zu, dass das Ungleichgewicht in der Öko-Tierhaltung ein zentrales Thema sein müsse. Der DBV setzt sicher weiterhin für Verbesserun­gen im Öko-Basisrecht ein, über das Öko-Geflü­gel hinaus. Im Fokus stehen dabei die Flexibili­sierung der Vorschriften zur Öko-Weide und zur maximal zulässigen Überdachung von Öko-Maststall-Ausläufen, die aus Tierwohlgründen nicht bei 50 % begrenzt sein sollte, wie es die Kommission auslegt. Ziel des DBV bleibt es, ma­ximalen Druck auf die Kommission auszuüben, um jetzt auch weitergehende Verbesserungen auch für die Öko-Wiederkäuer- und Öko-Schweinehaltung zu erreichen.

20.03.2026
Bio-Getreidemarkt räumt langsam, bis auf Hafer
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Der Bio-Getreidemarkt räumt sich langsam auf. Immer wieder wechseln kleinere Mengen ver­schiedener Weizenqualitäten oder Hafer und Dinkel den Besitzer. Die Mühlen sind weit ge­deckt, brauchen aber noch die eine oder andere Partie bis zur neuen Ernte. Die Preise ziehen für die meisten Speisegetreidearten im Februar leicht an. Der Nachfragesog verlagert sich nun vom Futter- auf das Speisegetreide.

20.03.2026
Bio-Kartoffeln: Hohe Lagerbestände
Öko-Landbau

(DBV/AMI) In dieser Saison wurden deutlich mehr Bio-Kartoffeln eingelagert. Besonders in Nieder-sachsen ist die Stimmung unter den Landwirten gedrückt, da ein erheblicher Teil der Ware nicht überregional vermarktet werden kann. Dadurch haben sich hohe Bestände aufgebaut, für die es keine ausreichenden Absatzlösungen gibt. Es ist bereits absehbar, dass es in dieser Saison nur schwerlich gelingen wird, die vorhandenen Mengen bis zum Start der neuen Ernte vollständig abzubauen.

20.03.2026
BMLEH fördert Drohnen für Rehkitzrettung
Milch und Rind

(DBV) Mit Blick auf den ersten Grünlandschnitt in den kommenden Monaten fördert das BMLEH wieder die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Rehkitzrettung mit einem Gesamtvolumen von 2,1 Millionen Euro. Ziel ist es, die Geräte flächendeckend zu etablieren, um Wildtiere, hier insbesondere Rehkitze, zu schützen. Das BMLEH setzt diesmal auf eine Festbetragsfinanzierung von 3.000 EUR für eine schnellere Antragsbearbeitung. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 bei der BLE gestellt werden.