Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Wie das BMEL mitteilt, hält sich Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär, diese Woche zu politischen Gesprächen in China auf. Ziel ist es, neue Exportmöglichkeiten für deutsche Agrarprodukte auszuloten und über Marktzugangshindernisse zu sprechen. Dabei steht der chinesische Milch- und Fleischmarkt im Mittelpunkt. Begleitet wird Fuchtel auf seiner Reise auch von Verbandsvertretern der Milchindustrie.
Medienberichten zufolge hat
das BMEL weitreichende Zugeständnisse an das Bundesumweltministerium (BMU)
gemacht, um die Zustimmung zu ihrem Gesetzentwurf zum Tierwohl-Label zu
erhalten. DBV-Präsident Rukwied dazu: „Was in dem Gesetzentwurf für das Tierwohl-Label
steht, kommt einem Offenbarungseid des BMEL gleich, das originäre Kompetenzen
an das BMU abgibt. Wenn solche Bestimmungen nur noch im Einvernehmen mit dem
Umweltministerium geschehen sollen, das keine Kernkompetenzen in Bereichen wie
Tierernährung besitzt, dann habe ich große Zweifel am Erfolg des
Tierwohl-Labels in der Praxis.“
DBV und BÖLW diskutierten
auf ihrem traditionellen Sommertreffen die großen gesellschaftspolitischen
Herausforderungen der Landwirtschaft, wie die Klima-, Förder- und
Handelspolitik. Die Verbände sind sich einig, dass der globale Handel fair
gestaltet werden muss. Für das Freihandelsabkommen Mercosur sind verbindliche
Standards neu zu verhandeln. Andernfalls würden wichtige Anforderungen an Umwelt-
und Tierschutz sowie im Sozialen unterlaufen.
(DGS)
Die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) hat zugesagt, sowohl frisches,
gefrorenes als auch verarbeitetes Hähnchenfleisch bis 2026 nur noch von
Betrieben zu beziehen, die sich an die höheren Tierwohlstandards vom „European
Chicken Commitment“ halten. Dies ist ein Zusammenschluss von knapp 30
europäischen Organisationen, deren Kriterien für die Broilermast deutlich über
den tierschutzgesetzlichen Vorgaben liegen. Diese Zusage von KFC gilt für die
Länder Großbritannien, Irland, Deutschland, die Niederlande, Belgien und in
Schweden.
Ebenfalls
hat das weltweit agierende Catering-Unternehmen Compass Group mit jährlich 72
Mio. Masthähnchen dieselbe Zusicherung für seine Geschäfte gegeben.
(QS
GmbH) In der deutschen Nutztierhaltung ist die Menge der eingesetzten
Antibiotika seit Jahren rückläufig. Die Auswertungen zum Antibiotikaeinsatz in
der QS-Antibiotikadatenbank und der staatlichen HIT-Datenbank belegen diesen
Trend in der Praxis. Was aber kommt, wenn die Talsohle erreicht ist, wenn die
Antibiotikamengen, die an krank gewordene Tiere verabreicht werden, bei einer
gewissen notwendigen Tonnage angekommen sind?
(AgE)
Der DBV kritisiert scharf die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des
Bewertungsgesetzes, denen zufolge landwirtschaftliche Zusammenschlüsse zur
gemeinsamen Tierhaltung ohne eigene Flächen künftig nicht zum land- und
forstwirtschaftlichen Vermögen zählen sollen und damit als gewerblich
einzustufen wären. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken wies darauf hin, dass
vor allem die bäuerliche Tierhaltung stark unter Druck geraten würde, sollte
die bewährte Regelung des § 51a Bewertungsgesetz im Zuge der Grundsteuerreform
gestrichen werden. „Diese unbedachte Streichung des § 51a muss unbedingt
rückgängig gemacht werden“, fordert Krüsken.
Zwischenzeitlich
regt sich auch in der Unions-Fraktion Widerstand gegen den Gesetzentwurf. „Eine
Streichung des § 51a Bewertungsgesetz ist für uns nicht nachvollziehbar“,
erklärte der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert
Stegemann. Seiner Einschätzung nach droht damit vielen langjährigen
Kooperationen – gerade zwischen kleineren landwirtschaftlichen Betrieben – das
Aus.
Terminmarkt: Weizen gibt nach in Chicago und Paris, Mais ebenfalls
Nachdem der Weizen an der CBOT im Wochenverlauf seinen Tiefpunkt überwudnen hatte rutscht er aktuell wieder auf 152,7 €/t ab. Die laufende Sommerweizenernte in den USA übt Druck auf die Kurse aus und verhindern vorerst einen Kursanstieg. Hinzu kommen große globale Weizenvorräte und der scharfe Wettbewerb am internationalen Markt.
Auch an der Euronext tendiert Weizen, wenngleich nicht so stark wie in Chicago, nach unten. Im Vergleich zum Wochenbeginn verzeichnet der Weizen ein Minus von 1,8 €/t und liegt somit aktuell bei 164 €/t. Bemerkbar machen sich auch hier das große Angebot am Weltmarkt und nach wie vor der Konkurrenzdruck vom Schwarzmeer. Zusätzlich dürfte sich die jüngste Ertragssenkung für europäischen Weizen um 3,9 auf 58,2 dt/ha vom Prognosedienst MARS auswirken. Die EU-Exporte laufen bisher schleppend. Frankreich wird jedoch laut dem französischen Agrarunternehmen Agritel durch die große Weizenernte rund 15 % mehr als im Vorjahr exportieren.
Mit dem Ende der Getreideernte ist eine Marktstabilisierung zu erkennen. Preisbewegungen gibt es momentan nur in geringem Umfang. Die Erzeugerpreise für Brotweizen liegen nahezu unverändert zu den Vorwochen bei durchschnittlich 170 €/t. Brotroggen tendieren ebenso allenfalls seitwärts und liegt im Durchschnitt bei 152 €/t. Die Mühlen in der Region haben sich vorerst ausreichend eingedeckt und verhalten sich abwartend. Im Handel rechnet man mit einem besseren und früher als im vergangenen Jahr einsetzenden Exportgeschäft mit Weizen. Futtergetreide tendiert stabil, trotzdem ist der hiesigen Markt durch relativ ruhige Handelsaktivitäten gekennzeichnet. Seitens der Futtermittelindustrie ist man aus der Ernte bislang noch relativ versorgt, sodass umfangreichere Zukäufe erst in den nachfolgenden Monaten wieder einsetzen dürften. Die nachgebenden Börsenkurse hinterließen bisher kaum Spuren am hiesigen Markt.