Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

16.09.2019
Struktur der Weizenpreise
Pflanzen

Info Pflanze

Der Frust unter Getreidebauern ist groß. Neben den Anwürfen aus Politik und Öffentlichkeit über Düngung, Insekten etc. ist auch die wirtschaftliche Lage angespannt. Die niedersächsische Getreideernte ist unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre geblieben, streut jedoch stark. Zehn Landkreise haben 10 – 15 % weniger geerntet als im Durchschnitt der Vorjahre.
Die Erzeugungskosten entstehen vor Ort und sind aus vielerlei Gründen hoch. Die Erlösseite hingegen wird von Welternten und Welthandelsbedingungen dominiert. Dieses wird an der Preisstruktur der Terminbörsen sehr deutlich. In Paris wird der französische Weizen gehandelt. Wegen der großen französischen Ernte muss er sich mit der großen weltweiten Weizenernte messen. Es verwundert also nicht, wenn der Preis die untere Auffanglinie der noch bestehenden Getreidemarktordnung touchiert hat. Diese liegt bei 155 €/t als so genannter Schwellenpreis. Inzwischen ist der Frontmonat September ausgelaufen und die Dezemberfälligkeit notiert um die 170 €/t.

In Niedersachsen ist man von diesen Terminkursen nicht so abhängig, weil der größere Teil der Ernte vom Futtermittelmarkt aufgenommen wird. Brotgetreide, Export und Bioenergie übernehmen die restlichen Mengen.

16.09.2019
Brot- und Futtergetreidemarkt
Pflanzen

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Am Kassamarkt halten sich die Preise für Brotgetreide weiter stabil. Brotweizen liegt mit 159 €/t in Hauptüberschussgebieten nur minimal unter Vorwochenniveau. Brotroggen kann das Vorwochenniveau von durchschnittlich 152,8 €/t halten. Nach Bericht der AMI wurde einiges an vorläufig beim Erfassungshandel eingelagertem Weizen verkauft. So ließ sich Liquidität für Pachten und die Herbstaussaat schaffen. Die momentane Nachfrageaktivität wird daher vorerst als gering eingeschätzt. Die Futtergetreidepreise sind nahezu unverändert. Lediglich in Zuschussgebieten sind die Preise für Futtergerste zur Vorwoche leicht auf 156,6 €/t gesunken. Die durchschnittlichen Preise für Futterweizen gaben in Überschussregionen um 2 €/t auf 155,4 €/t nach. Allgemein herrscht eine ruhige Marktlage, die auf Gegenseitigkeit beruht. Eine geringe Abgabebereitschaft steht offenbar gut mit Ware versorgten Mischfutterherstellern gegenüber. Die Rapspreise sind erneut angestiegen. In Überschussgebieten liegt der Preis durchschnittlich bei 375 €/t und in Zuschussgebieten bei 372,6 €/t.

16.09.2019
Kartoffelprognosen
Pflanzen

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NEPG (nordeuropäische Kartoffelerzeuger) erwarten einen mittleren Ertrag in den Big-5 von 44,7 t/ha. Der 5-jährige Mittelwert liegt bei 47,1 t/ha. Im Vorjahr kamen nur 40,9 t/ha zusammen. Abgesehen von den Briten haben alle Berufskollegen in den 4 übrigen Ländern mehr Kartoffeln angebaut. In Frankreich liegt der Anbau um 14 % über dem 5-Jahresdurchschnitt. In Deutschland ist die Anbauflächenschätzung aus Invecos viel niedriger als in der Stichprobe der Bodennutzungserhebung. Die AMI schätzt 266 Tsd. ha mit einer Anbauausdehnung vor allem bei Verarbeitungskartoffeln und einem Flickenteppich der Ertragserwartungen. Niedersachsen ist zweigeteilt, langjähriger Durchschnitt ist fraglich. Regionale Qualitäts- und Mengendefizite dürften die Mengenausdehnung abfedern.

13.09.2019
Nutzkälberpreis in 2 Monaten halbiert
Milch und Rind

Info Milch/Rind

(AMI)  Sehr extrem ist der Preiseinbruch bei schwarzbunten Nutzkälbern. Von Mitte Juni bis Mitte August halbierte sich der Preis für ein Kalb auf nur 59 EUR. Anfang September erlösten die Landwirte sogar für ein Kalb weniger als beim Verkauf eines Ferkels.

Schon in der ersten Jahreshälfte 2019 unterschritt der Preis für schwarzbunte Bullenkälber das Vorjahresniveau. Der Jahreshöchstpreis im Juni lag deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Im zweiten Halbjahr brach der Kälberpreis dann enorm ein. Ab der Jahresmitte fiel das vorhandene Angebot deutlich größer aus als die Nachfrage. Zusätzlich wurde die Vermarktung durch Beschränkungen und Restriktionsgebiete wegen der Blauzungenerkrankung erschwert.

Auch der Verkauf mit Ziel Niederlande wurde in den betroffenen Gebieten durch Auflagen komplizierter. Für die weitere Entwicklung gehen Marktteilnehmer von einer reichlichen Angebotssituation im Verhältnis zur Nachfrage aus. Aufgrund der Futterknappheit durch die Dürre wird verhaltener eingestallt.

13.09.2019
Anhörung zur Grundsteuer im Bundestag
Milch und Rind

Info Milch/Rind

Diese Woche fand im Bundestag eine Anhörung zum Entwurf eines Grundsteuerreformgesetzes statt. Landwirte sind stark vom Gesetzesvorschlag betroffen. Besonders wichtig ist die Zugrundelegung der Ertragsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Flächen zur Berechnung der Grundsteuer. Eine möglichst transparente und bürokratiearme Gestaltung ist genauso von Bedeutung wie die Vermeidung einer Mehrbelastung landwirtschaftlicher Unternehmer. Der DBV kritisiert die vorgesehene ersatzlose Streichung der jahrzehntelang bewährten Regelung für bäuerliche Tierhaltungskooperationen. Es ist nicht akzeptabel, dass diese Tierhaltungen künftig als Gewerbebetrieb mit weitreichenden nachteiligen steuerlichen Konsequenzen eingestuft werden sollen.

13.09.2019
Rukwied lädt Ministerinnen zum Gespräch ein
Milch und Rind

Info Milch/Rind

Vor dem Hintergrund des Gesetzespakets für Tier- und Umweltschutz hat DBV-Präsident Rukwied Umweltministerin Schulze und Landwirtschaftsministerin Klöckner zu einem Grundsatzgespräch eingeladen. Rukwied wörtlich bei einer Betriebsbesichtigung mit den Ministerinnen: „Wir Bauern wissen um unsere Verantwortung bei der Artenvielfalt. Insektenschutz in der Agrarlandschaft geht jedoch nur mit den Bauern. Das Insektenschutzprogramm der Bundesregierung ist ein Affront gegen das Engagement von uns Landwirten im Umweltschutz. Denn statt kooperativer Lösungen wird auf Auflagen gesetzt. Viele Bauern sind verzweifelt und verstehen diese Politik nicht mehr. Daher lade ich die beiden Ministerinnen zu einem Gespräch über eine kooperative Zukunft von Landwirtschaft und Naturschutz am Standort Deutschland ein.“

13.09.2019
Markt
Milch und Rind

Info Milch/Rind

(AMI, ZMB)  Das Milchaufkommen in Deutschland ist in der 35. KW um 1,9 % im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen. Damit lag die Anlieferung 1,2 % unter der Vorjahrswoche und seit dem Jahresbeginn (1.-35. KW 2019) 0,8 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders deutlich fällt hier der Unterschied zwischen den neuen Bundesländern mit – 3,7 % und den alten Ländern mit – 0,1 % auf (1.-35. KW) auf. Der Buttermarkt tendiert fester. Die Nachfrage für abgepackte Butter findet in normalem Rahmen statt. Die Preise sind hier stabil auf leicht erhöhtem Niveau. Die Notierungen für Blockbutter wurden auf 3,50-3,75 EUR/kg angehoben (Kempten, 11.09.). Die Preisdiskussionen zwischen Käufern und Verkäufern halten an.

Der Käsemarkt läuft stabil. Aufgrund der geringeren Rohstoffverfügbarkeit wurde die Herstellung zum Teil zurückgefahren bei anhaltend reger Nachfrage. Die Verkäufer fordern aktuell höhere Preise. Auch die Pulvermärkte tendieren fester bei konstantem Preisniveau. Für Magermilchpulver besteht inner- und außerhalb der EU Kaufinteresse. Im Kurzfristgeschäft wurden höhere Preise durchgesetzt.

13.09.2019
Belebung am Eiermarkt
Geflügel

Info Geflügel

(AMI/MEG) Zu Beginn des Monats August zeigte sich die Nachfrage am Eiermarkt noch sommerlich ruhig. In den darauffolgenden Wochen kam es jedoch zu einer Belebung. Die Industrie orderte nur für den laufenden Bedarf und hielt sich vorerst noch mit umfangreichen Bevorratungskäufen zurück. Den gesamten August über waren XL-Eier knapp, auch bei L-Ware kam es vereinzelt zu Lieferengpässen. Es kam jedoch vermehrt zu Neueinstallungen, wodurch das Angebot an S-Ware im Monatsverlauf deutlich zunahm. Das Angebot an Bodenhaltungsware war im Berichtszeitraum bedarfsdeckend. Nachdem es im Juli zeitweise zu Überhängen bei Freiland-, aber besonders bei Bio-Ware kam, da das kaufkräftige Klientel verreist war, stieg die Nachfrage nach Eiern dieser Haltungsformen im Verlauf des Monats August wieder. XL-Eier tendierten im August deutlich fester. S-Ware hingegen startete mit stabilen Preisen in den August, die dann im weiteren Monatsverlauf nachgaben. Insgesamt lagen die Preise im gesamten Monat deutlich über dem Vorjahresniveau.