Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

11.12.2019
ASP in Polen – Landvolk und ISN: Weitere Präventionsmaßnahmen in Niedersachsen und Brandenburg erforderlich!
Schwein

Info Schwein

AgE, LPD – Die Afrikanische Schweinepest rückt von Osten näher an Deutschland heran und alarmiert Niedersachsens Schweinehalter. Mittlerweile wurden die Restriktionsgebiete ausgeweitet, so dass diese unmittelbar an die deutsch-polnische Grenze reichen. Polen sieht Nachholbedarf beim dortigen Jagdverband und will nun durch ein Gesetz die Wildschweinjagd anordnen können. Hierin sind u.a. Strafen für Jäger, die eine Bestandsregulierung bei Wildschweinen vernachlässigen oder ganz ablehnen, vorgesehen. Sogar eine Aberkennung des Jagdrevieres soll möglich sein. Außerdem sollen Polizei und Armee in die sog. Sanitärbejagung einbezogen werden können.

Mit Blick auf die neuen Fälle in Westpolen sprechen sich das Landvolk Niedersachsen und die ISN für eine konsequente Einzäunung der betroffenen Gebiete zur Seuchenabwehr aus. „Aus unserer Sicht wäre das auch in Westpolen eine adäquate Maßnahme, um ein Einschleppen der hoch ansteckenden und für Schweine zumeist tödlich verlaufenden Krankheit zu verhindern“, sagen Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke und ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes. Sie verweisen auf die guten Erfahrungen, die sowohl in Tschechien als auch Belgien bereits mit Zäunen rund um Seuchenherde zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest gemacht wurden. Allein in Belgien wurden im betroffenen ASP-Gebiet Zäune mit einer Gesamtlänge von ca. 250 km errichtet, und zwar erfolgreich: Seit März 2019 musste dort keine Gebietsanpassung mehr vorgenommen werden, um die Ausbreitung der ASP zu verhindern. Sollte Polen diese Maßnahme nicht schnellstens einleiten, dann wäre auch das Errichten von Zäunen auf deutscher Seite zur doppelten Absicherung der polnischen Restriktionszonen aus Sicht der beiden Organisationen im Rahmen weiterer Präventionsmaßnahmen notwendig. Speziell Brandenburg muss hier schnell reagieren und entsprechende Aktivitäten intensivieren.

Doch auch Niedersachsen muss seiner Vorsorgepflicht noch mehr nachkommen. Beide Bauernvertreter regen die Einrichtung einer Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft an, wie sie bereits in NRW installiert wurde. Sie könnte als Generalunternehmer alle erforderlichen Maßnahmen bei einem möglichen ASP-Fall in Niedersachsen organisieren. Dies umfasst nicht nur Zaunbau und Kontrolle, sondern auch die Suche nach Kadavern in der Wildschweinpopulation mit speziellem Material und entsprechend geschulten Kräften. „Dann wäre die Vorsorge über die von den Tierhaltern bereits auf sehr hohem Niveau praktizierten Biosicherheitsmaßnahmen hinaus in einer Hand“, betonen Schulte to Brinke und Dierkes unisono. Die ASP kann unter anderem über Wildschweine auch in Haustierbestände eingeschleppt werden. Erheblichen wirtschaftlichen Schaden befürchten Tierhalter auch bereits bei einem Einschleppen der Tierseuche in den niedersächsischen Wildschweinbestand, da er zu empfindlichen Handelseinschränkungen für Fleisch, Fleisch- und Wurstwaren führen würde.

10.12.2019
Milchmarkt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI, ZMB) Mit einem Anstieg der Milchanlieferung um 0,9 %, im Vergleich zur Vorwoche, scheint in der KW 47 der saisonale Anstieg der Milchmenge eingesetzt zu haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 0,4 %. Für Frischprodukte wird aufgrund des Vorweihnachtsgeschäftes eine gute Nachfrage verzeichnet. Ebenfalls an Fahrt aufgenommen hat abgepackte Butter. Die Notierung lag bei 3,72 bis 3,80 €/kg (Kempten, 4.12.2019). Bei Blockbutter wurden die bereits bestehenden Kontrakte bei abwartenden Abschlüssen für 2020 gut abgerufen. Schnittkäse tendiert bei sehr guter Nachfrage aus dem In- und Ausland weiterhin sehr fest. Aufgrund geringer Lagerbestände sind für Neuabschlüsse höhere Preise zu verzeichnen.

Magermilchpulver wird bei begrenzter Verfügbarkeit für Ende 2019 und das 1. Quartal 2020 gut nachgefragt. Gleiches gilt für Vollmilchpulver, was zu leicht festeren Preisen führt. Beim GDT-Tender vom 3.12.2019 war im Vergleich zum Vortermin ein Preisrückgang von 0,5% im Schnitt über alle Produkte und Zeiträume zu verzeichnen. Die Handelsmengen waren mit 36.258 t um 1.710 t geringer als Mitte November.

10.12.2019
Landwirtschaftsgipfel im Kanzleramt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Bundeskanzlerin Merkel hatte am Montag zahlreiche Stakeholder zu einem Agrargipfel eingeladen. DBV-Präsident Rukwied versteht diesen als Beginn einer Reihe von Gesprächen über die Zukunft der Landwirtschaft. Dies bedeute aus Sicht des DBV, dass das Aktionsprogramm Insektenschutz neu diskutiert werden und der kooperative Naturschutz Vorrang vor Verboten erhalten müsse. Die Bundeskanzlerin hat einen runden Tisch zum Aktionsprogramm Insektenschutz, ein nationales Dialogforum und eine Wertschätzungs-Kampagne vorgeschlagen.

10.12.2019
Gedankenaustausch mit Bundeskartellamt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Der DBV führte vergangene Woche auf Arbeitsebene ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter der für die Lebensmittellieferkette zuständigen Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes. Themen waren die geplante Übernahme von Real-Märkten durch andere Unternehmen des LEH, die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zu unfairen Handelspraktiken sowie die Unzulässigkeit von Milchpreisvergleichen. Das Kartellamt sieht eine vertiefte Prüfung für die einzelnen Real-Filialen vor und hat bzgl. der Erzeugerpreisvergleiche eine Neubewertung in Aussicht gestellt.

10.12.2019
Austausch mit Milcherzeugergemeinschaften
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Anfang dieser Woche hatte der DBV zu einem Austausch mit den deutschen Milcherzeugergemeinschaften nach Erfurt eingeladen. Es wurden aktuelle Entwicklungen am Milchmarkt, in der Marktpolitik und Standardsetzung sowie der Strategie 2030 diskutiert. Deutlich wurde, dass mit Blick auf die Insolvenz der Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft einige Erzeugergemeinschaften ihre Vermarktungsstrategien überdenken mussten. Darüber hinaus fehlt in vielen Regionen die Vermarktungsalternative, wenn einzelne Molkereien unbefriedigende Auszahlungspreise gewähren.

10.12.2019
Weniger Rindfleisch aus Südamerika
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Im Jahr 2019 führte die Europäische Union moderat weniger Rindfleisch ein als noch 2018. Bis einschließlich September fanden rund 187.000 t ihr Ziel im Staatenbündnis. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 4 %. Mit Ausnahme von Argentinien lieferten dabei fast alle relevanten Länder weniger Fleisch. Selbst der Hauptlieferant Brasilien reduzierte zuletzt die Mengen. Dennoch bleiben die südamerikanischen Länder nach wie vor der wichtigste Lieferant von Rindfleisch in die EU. Alleine Brasilien, Argentinien und Uruguay führten zusammen rund 77 % des an die Union gelieferten Rindfleisches aus. Die jüngsten Rückgänge der Liefermengen könnten zumindest teilweise mit den Entwicklungen in China zu erklären sein. Der dortige Mangel an Schweinefleisch lässt die Importeure zunehmend auf alternative Proteinquellen ausweichen. Rind und Geflügel aus Brasilien stellen hier eine echte Alternative dar. Zugleich sind die Preise in China dementsprechend so hoch, dass brasilianische Exporteure vermehrt den Handel mit dem Land der Mitte anstreben.

10.12.2019
Notschlachtung: Amtliche Schlachttieruntersuchung im Herkunftsbetrieb zukünftig Pflicht!
Milch und Rind

Info Schwein und Info Milch/Rind

Am 14. Dezember 2019 tritt die neue EU-Kontroll-Verordnung (VO (EU) 2017/625) in Kraft, die die grundsätzlichen Anforderungen an den Aufbau und die Durchführung der amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelkontrollen innerhalb der EU für alle Mitgliedstaaten verbindlich regelt. Sie löst die bisherigen Verordnungen (EG) Nr. 854/2004 und Nr. 882/2004 ab. Dabei sieht die delegierte Verordnung (EU) 2019/624, die in diesem Jahr auf Grundlage der VO (EU) 2017/625 erlassen wurde, vor, dass die Schlachttieruntersuchung bei Notschlachtungen von Schweinen, Rindern, Schafen, Ziegen oder Pferden innerhalb und auch außerhalb eines Schlachthofs (also im Herkunftsbetrieb) zukünftig durch den amtlichen Tierarzt (also ein Tierarzt, der von der zuständigen Behörde eingestellt oder anderweitig bestimmt wird) durchgeführt werden darf. Bisher durfte der bestandsbetreuende Tierarzt/ Hoftierarzt die Schlachttieruntersuchung ohne die Voraussetzung einer amtlichen Beauftragung vornehmen. In einigen Veterinärämtern wird die Möglichkeit in Aussicht gestellt, dass praktizierende Tierärzte eine amtliche Beauftragung für die Untersuchung von Tieren vor der Notschlachtung erhalten können. Um Rechtssicherheit zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen, Ihren bestandsbetreuenden Tierarzt zu kontaktieren. Wir bitten um Beachtung der neuen EU-Regelungen.

06.12.2019
Frankreich: Aufschub für die Käfighaltung
Geflügel

Info Geflügel

(AgE) Für Proteste einer Reihe von Tierschutzverbänden sorgte in der vergangenen Woche ein Schreiben des französischen Landwirtschaftsministers Didier Guillaume, demzufolge der Minister die Renovierung bestehender Käfighaltungen von Legehennen ermöglichen will. Damit würde ein im Gesetz zur Stärkung der Erzeuger vorgesehenes Verbot der Inbetriebnahme von neuen oder sanierten Anlagen unterlaufen. Ein endgültiger Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen würde damit auf unbestimmte Zeit verzögert und somit ein Wahlversprechen von Staatspräsident Emmanuel Macron konterkariert. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, bis zum Jahr 2022 den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung endgültig beenden zu wollen.