Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

18.12.2019
FLI warnt vor Euphorie bei ASP-Impfstoffentwicklung
Schwein

Info Schwein

Zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen ASP haben Wissenschaftler aus den USA ein spezielles Gen identifiziert, das, sobald man das Gen ausschaltet, das ASP-Virus vollständig unschädlich macht. Geimpfte Tiere seien nach Ausbildung der Immunität weder selbst Virusträger, noch würden sie den Erreger ausscheiden. Bislang wurde der Imfpstoff jedoch nur unter Laborbedingungen getestet. Laut FLI handelt es sich beim ASP-Virus um einen komplexen Erreger. So sind bei der Impfstoffentwicklung noch Fragen zu klären, so z.B. Infektionswege, Stabilität des Impfstoffs (keine krankmachende Mutation) oder Verabreichungsform an Wildschweine.

18.12.2019
Hohe Nachfrage nach belgischen Schlacht-schweinen
Schwein

Info Schwein

(AMI) Deutsche Schlachtereien kauften von Januar bis September 2019 insgesamt knapp 2,8 Mio. Schlachtschweine aus dem Ausland; das waren 2,2 % mehr Tiere als im Vorjahreszeitraum. Der größte Lieferant sind mit Abstand die Niederlande mit 1,5 Mio. Tieren (-13 %). Hingegen orderten deutsche Schlachtbetriebe mit 892.000 Schlachtschweinen aus Belgien fast doppelt so viele Tiere wie im Vorjahreszeitraum.

18.12.2019
Pro-Fleisch-Demonstration in Brüssel
Schwein

Info Schwein

(az) Letzte Woche demonstrierten Verbandsvertreter und EU-Abgeordnete in Brüssel vor dem Kommissionsgebäude gegen den zunehmend schlechten Ruf der Fleischerzeugung und des Fleischkonsums. Insbesondere sollen falsche Informationen ausgeräumt werden, so European livestock voice. Dies ist ein Zusammenschluss von verschiedenen EU-Agrarverbänden, darunter der Verband der Geflügelerzeuger, der Verband des Fleischhandels und der Mischfutterindustrie sowie Copa/Cogeca. Auf der Kundgebung erinnerten die Teilnehmer daran, dass Fleisch zu einer gesunden Ernährung gehört. Gleichzeitig haben die Landwirte große Investitionen in die Verminderung von Emissionen und in den Tierschutz geleistet.

18.12.2019
ASP in Polen: Brandenburg baut Wildzaun
Schwein

Info Schwein

Das Land Brandenburg hat gestern mit dem Bau mobiler Wildschutzzäune entlang der Hochwasserschutzanlagen an der deutsch-polnischen Grenze begonnen, um eine mögliche Einschleppung der ASP zu verhindern. Hierzu haben sich das Land und die Landkreise eng miteinander abgestimmt. Darüber hinaus hat Brandenburg eine Anzeigepflicht und Probenahme zur virologischen Untersuchung jedes tot aufgefundenen Wildschweins in den grenznahen Gebieten angeordnet. Ende dieser Woche wird sich die deutsch-polnische ASP-Task Force treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Das Landvolk erinnert alle Schweinehalter an die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen, die mit Hilfe der ASP-Hygiene-Ampel überprüft werden können (www.risikoampel.uni-vechta.de).

18.12.2019
Düngeverordnung: Öffentliches Beteiligungsverfahren in Vorbereitung
Bioenergie

Info: Umwelt und Landwirtschaft

BMEL-Referentenentwurf enthält wenig Veränderungen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat die bereits in drei Schritten seit Ende Januar 2019 an die EU-Kommission gemeldeten geplanten Änderungen der Düngeverordnung (Ende Januar http://bit.ly/2EGSEfP, Mitte Juni http://bit.ly/2M6378D und Ende September http://bit.ly/38QvktS) jetzt im Entwurf in einen Rechtstext umgesetzt. Enthalten sind auch kurze Begründungen und Folgekostenabschätzungen. Der Entwurf liegt aktuell bei anderen beteiligten Bundesministerien (u. a. Justiz) zur abschließenden Prüfung. Dieser Schritt ist erforderlich, um die vom EU-Recht vorgeschriebenen Verfahren einleiten zu können, z. B. die Beteiligung aller von der Verordnung Betroffenen nach dem Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Der behördeninterne Entwurf ist dem Landvolk bekannt, er unterscheidet sich inhaltlich nicht von den bisherigen Mitteilungen der Bundesregierung und enthält weiterhin noch Punkte ohne klare Festlegung des BMEL. Dazu gehört z. B. wie in den nitratsensiblen „roten“ Gebieten die geplanten Ausnahmen für Dauergrünland oder die Pflicht zum Zwischenfruchtanbau umgesetzt werden sollen.

Albert Schulte to Brinke als Präsident des Landvolk Niedersachsen war der erste Bauernverbandspräsident, der sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorgehens von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner bereits Anfang Februar 2019 mit aller Deutlichkeit öffentlich gegen mehrere völlig überzogene und fachlich kontraproduktive Vorschläge des Bundes an die EU ausgesprochen hat. Diese Kritik hat der Verband unermüdlich wiederholt, in mehreren Protestaktionen seit April 2019 deutlich gemacht und dabei viel Rückhalt auch aus der Politik bekommen.

Die Argumente wurden vielfach vom Landvolk veröffentlicht. Kurz gefasst kann die konkrete Kritik auch am Vorgehen der Bundesministerin in den vielen Meldungen des Verbandes zum Thema z. B. unter http://bit.ly/38PRBIb, http://bit.ly/38RXvsn oder http://bit.ly/2S8bC6L nachgelesen werden. Zuletzt wurde die Kritik nochmals Anfang Dezember beim Landwirtschaftsgipfel und in einem gemeinsamen Schreiben berufsständischer Verbände gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich gemacht (http://bit.ly/2ErvkCz).

Der Verband hält an seiner Kritik unverändert fest und fordert, in Brüssel durchzusetzen, dass vor einer erneuten Änderung erst die Wirkungen aus der Umsetzung der Düngeverordnung aus 2017 ausgewertet und bewertet werden. Jetzt bereitet der Verband über den Jahreswechsel Unterlagen für die anstehenden weiteren Verfahrensschritte vor. Dazu gehört die gesetzliche Verpflichtung des BMEL, sich neben einer Verbandsbeteiligung auch mit den individuellen Einsprüchen von Landwirten auseinanderzusetzen, die von den Verschärfungen betroffen sind. Dieses Verfahren wird voraussichtlich im Januar 2020 mit etwa zweimonatiger Einspruchsfrist beginnen. Der genaue Zeitpunkt und die dafür geplante Unterstützung seiner Mitglieder durch den Verband wird rechtzeitig bekanntgemacht.

Und dann haben auch die Bundesländer über den Bundesrat noch ein gewichtiges Wort mitzureden. Hier sieht das Landvolk nicht nur die Landesregierung in Hannover in der Pflicht, sondern verlangt auch von anderen Bundesländern, dass das geäußerte große Verständnis für die Sorgen in der Landwirtschaft im Bundesrat in die Tat umgesetzt und überzogenen Verschärfungen nicht zugestimmt wird.

17.12.2019
ASP rückt näher – Sind wir vorbereitet?

Info Schwein

Mittlerweile reichen die polnischen Restriktionszonen bis an die deutsche Grenze. Das ASP-Seuchengeschehen ist nur noch ca. 36 km von Brandenburg und etwa 45 km von Sachsen entfernt. Dadurch ist das Risiko des Eintrags der ASP aus Westpolen durch Wildschweine nach Deutschland gestiegen und wird seitens des FLI als hoch bewertet.

Seit 2014 beschäftigen sich das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), die kommunalen Veterinärbehörden und das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sehr intensiv mit diversen Fragestellungen rund um die ASP. Auch die niedersächsische Arbeitsgruppe „Krisenpläne der Wirtschaft – Veredelungs- und Fleischwirtschaft“ unter Beteiligung des Landvolks hat verschiedene Krisenpläne erarbeitet. Wie sich Niedersachsen auf den Seuchenfall vorbereitet hat, was bei ASP-Ausbruch im Wildschweinbestand passiert und was auf den Landwirt in Restriktionsgebieten zukommen würde, finden Sie auf der Landvolk-Homepage unter dem folgenden Link: https://t1p.de/4d9i .

16.12.2019
Fördermittel für Wirtschaftsdüngerlager aufgestockt
Umwelt und Landwirtschaft

Zusätzlich 60 Betriebe von der Warteliste können 2020/21 gefördert werden

Auf Wunsch der Abgeordneten von SPD und CDU werden für die Landwirtschaft mehr Fördermittel bereitgestellt als ursprünglich von der Regierung geplant waren. Davon sollen in jedem Fall 2,25 Millionen Euro für Anträge auf Förderung von Wirtschaftsdüngerlagerstätten eingesetzt werden, die wegen des ursprünglich auf 10 Millionen Euro begrenzten Fördertopfs leer ausgegangen wären. Nach Informationen der Landwirtschaftskammer profitieren von diesem Weihnachtsgeschenk Antragsteller mit einem Viehbesatz zwischen 2,04 und 2,4 GV/ha. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums (ML) haben die Betriebe, die sich wegen bisher fehlender Mittel noch auf der Warteliste befinden, inzwischen einen entsprechenden Hinweis von den Bewilligungsstellen bei der LWK Niedersachsen erhalten. Darin wird darauf hingewiesen, dass eine Förderung über die zusätzlichen Mittel nur möglich ist, wenn nicht vor Empfang des Bewilligungsbescheides, der erst in den kommenden Wochen zugeschickt werden kann, bereits mit dem Bau begonnen wurde. Nach Angabe des ML muss die Baumaßnahme dann bis Ende 2021 umgesetzt und abgerechnet sein. Betriebe, die bereits einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, müssen dagegen schon bis Ende 2020 ihren neuen Güllepott oder das neue Festmistlager fertig errichtet haben. Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke hatte bereits im Vorfeld die durch die Regierungsfraktionen des Nds. Landtags beschlossenen Mittelaufstockungen als erfreulichen Ansatz begrüßt.

16.12.2019
Erleichterung bei ENNI-Meldepflicht
Umwelt und Landwirtschaft

Berufsstand erreicht Bürokratieerleichterung bei ENNI

Info Umwelt Das Landvolk Niedersachsen wurde heute von der Landesdüngebehörde im Landwirtschaftsministerium darüber informiert, dass die von Landvolk, Landwirtschaftskammer und Beratungsringen vorgetragenen Bedenken gegenüber der rückwirkenden Eingabe der Düngebedarfsermittlungen für das abgelaufene Düngejahr 2019 in die elektronische Datenbank „ENNI“ berücksichtigt werden. Danach wird kurzfristig eine Alternative zur verpflichtenden Übertragung der einzelnen, für jeden Schlag bzw. Bewirtschaftungseinheit erfolgten Dokumentation der Düngebedarfsberechnung aus 2019 in ENNI angeboten. Betriebe, die sich diesen Mehraufwand für die nachträgliche Übertragung ersparen möchten, können im Meldeprogramm ENNI stattdessen die über alle ihre Schläge bzw. Bewirtschaftungseinheiten aufaddierte Summe als gesamtbetrieblichen Stickstoff- und Phosphatdüngebedarf in 2019 melden.

Das Meldeportal soll innerhalb der nächsten Tage entsprechend umprogrammiert werden und spätestens zum Jahresbeginn 2020 diese Möglichkeit anbieten. Für die Beratungsorganisationen wird zusätzlich als Erleichterung eine Sammelübertragung der gesamtbetrieblichen Düngebedarfe von mehreren Bertungsbetrieben angeboten. Die Alternative gilt nur für die Meldepflicht und nur für die bereits vom Betrieb dokumentierten Düngebedarfsberechnungen zum Anbau in 2019. Die kommenden schlagbezogenen Berechnungen für den Anbau zum Erntejahr 2020 und der Nährstoffvergleich für das abgelaufene Düngejahr müssen weiterhin über ENNI gemeldet werden. Bei einer Kontrolle müssen die schlagbezogenen Dokumentationen der Düngebedarfsberechnung für 2019 vorgelegt werden können. Das Landvolk Niedersachsen freut sich über den Erfolg seiner Bemühungen um eine Entschärfung des Bürokratieaufwandes durch ENNI.

16.12.2019
Para-Tuberkulose Online-Seminar auf 15.01.2020 verschoben
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Praktische Tipps für die Umsetzung von Rinderpraktiker Dr. Matthias Link

Zum Thema „Paratuberkulose bekämpfen“ wird von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) ein Online-Seminar in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) angeboten. Das Seminar ist kostenlos und gibt zielgruppengerecht einen Überblick über den Verlauf der Paratuberkulose im Betrieb. Zudem besteht die Möglichkeit sich über erste Erfahrungen aus dem neuen Bekämpfungskonzept zur Paratuberkulose-Verminderung in Niedersachsen auszutauschen. Praktische Tipps für die Umsetzung und die Möglichkeit, spezifische Fragen an den Rinderpraktiker Dr. Matthias Link und an Dr. Susanne Eisenberg als Vertreterin der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK), zu stellen, runden das Online-Seminar am 3. Dezember ab.

Das Live-Webinar wird am 15. Januar 2020 von 19:30 – 21 Uhr stattfinden. Zur Anmeldung gelangen Sie hier. Weitere Informationen zu den technischen Abläufen eines Webinars erhalten Sie ebenfalls auf folgender Homepage der akademie.vet.