Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

27.12.2019
Milder Winter in Mittel- und Osteuropa
Pflanzen

Info Pflanze – mangelnde Winterhärte steigert Anfälligkeit für Auswinterungsschäden

In seiner aktuellen Monatsübersicht bestätigt der Prognoseservice der EU-Kommission MARS für weite Teile Westeuropas saisonübliche winterliche Temperaturen. In Mittel-, Ost- und Südosteuropa war es hingegen viel milder als gewöhnlich. Die Grafik belegt für große Teile Polens und der Ukraine Regendefizite und Trockenheit in Verbindung mit hohen Durchschnittstemperaturen. Infolgedessen ist der Aufbau von Frosttoleranz im Wintergetreide viel schwächer als gewöhnlich. Die derzeitige Situation ist heikel, da die Winterkulturen in vielen dieser Regionen aufgrund verzögerter Aussaat und unzureichender Bodenfeuchtigkeit unterentwickelt sind, was sie in Kombination mit einer verringerten Kältetoleranz besonders anfällig für Frostschäden macht.

Quelle: MARS Bulletin Vol 27 No 12

MARS berichtet außerdem, dass im Westen der Ukraine die Trockenheit weiter anhält. Die Niederschläge im November haben nach Einschätzung der Marktbeobachter nicht ausgereicht, um die Bodenfeuchte merklich zu verbessern.

21.12.2019
Terminmarkt: Teilabkommen im Handelskonflikt stützt US-Kurse

Info Pflanze

Die USA und China haben in ihrem Handelskonflikt in einer ersten Phase eine Teileinigung erreicht. Beobachter werten das als positives Signal zum Ausgang des Jahres. Dies machte sich auf dem US-Weizenmarkt bemerkbar, die Kurse in Chicago wurden um umgerechnet 5 auf 181 EUR/t getrieben. Das Teilabkommen beinhaltet Zugeständnisse auf beiden Seiten: Die USA stimmte zu, ihre Strafzölle auf chinesische Waren zu senken, während China sich verpflichtet, vermehrt US-Agrarprodukte, da-runter Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten, zu kaufen. Diese Vereinbarung soll im Januar 2020 unterzeichnet werden.
Der Kursanstieg in den USA unterstützt auch die Weizennotierungen in Paris. Förderlich wirken aber auch die nach wie vor rege Exportnachfrage. Ausschreibungen von Tunesien und Ägypten unterstreichen das stabile internationale Kaufinteresse. Gerade vor den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen hat sich das Geschäft noch einmal belebt.
Auch in deutschen Häfen steigt die Zahl der Schiffe, die zur Beladung ankommen – insbesondere Richtung Afrika. In Deutschland wird zudem mit einer steigenden Nachfrage aus dem Iran gerechnet. Das zügige Exportgeschäft wirkt zumindest indirekt stimulierend auf den hiesigen Kassamarkt. Die höheren Gebote führen noch einmal zu umfangreichen Getreideumsätzen – mobilisiert unter anderem durch gestiegenes Kaufinteresse der Mühlen und stetigem Bedarf der Mischfutterindustrie.  

21.12.2019
Rohölkurs im Aufwind
Pflanzen

Info Pflanze

Der Rohölkurs profitierte von der Einigung der USA und China auf ein Teilabkommen im Handelsstreit und stieg im Vergleich zur vergangenen Woche um 2,6 % auf 61,14 USD/bbl. Dadurch könnte die Abkühlung der Weltwirtschaft gebremst werden, was die Sorge um eine rückläufige Nachfrage nach Rohöl milderte. Marktteilnehmer bleiben aber skeptisch, da genauere Details des Abkommens noch unklar sind und es abzuwarten bleibt, ob in den kommenden Wochen weitere Vereinbarungen getroffen werden.

21.12.2019
Herbstaussaatflächen zur Ernte 2020
Pflanzen

Info Pflanze

Auf Basis von Mitteilungen der Ernteberichterstatter in den Bundesländern von Ende November hat das Statistische Bundesamt die Herbstaussaatflächen zur Ernte 2020 hochgerechnet. Wintergetreide wurde für die Ernte 2020 auf 5,19 Millionen Hektar ausgesät. Das sind 207 300 Hektar (-4 %) weniger als die Anbaufläche im Erntejahr 2019. Insbesondere die Aussaatfläche von Winterweizen, nahm im Vergleich zu den Anbauflächen in 2019 um 215 600 Hektar beziehungsweise 7 % auf 2,84 Millionen Hektar ab. Die größten Rückgänge gab es in Niedersachsen (-37 800 Hektar), Sachsen-Anhalt (-36 100 Hektar) und Schleswig-Holstein (-26 500 Hektar). Nach Bericht der AMI beurteilt der Markt diese Ergebnisse als nur teilweise plausibel. Die Witterungsbedingungen haben zwar die Aussaat beeinträchtigt, aber hinsichtlich des Rückganges der Winterweizenfläche sprechen Marktteilnehmer doch von weitaus geringeren Reduzierungen. Auf Grund der begrenzten Anzahl von Ernteberichterstattern in den Bundesländern sind diese Ergebnisse als erste Anbautendenz zu bewerten, die sich bis zur Ernte 2020 noch durch Auswinterungsschäden, Schädlings- und Krankheitsbefall ändern können.

20.12.2019
Klimaschutzpaket abschließend beschlossen
Umwelt und Landwirtschaft

Landwirtschaft und Umwelt

Bundesrat stimmt Änderungen zu

In seiner heutigen letzten Sitzung in 2019 hat der Bundesrat den im Vermittlungsausschuss mit dem Bundestag erzielten Kompromissen zugestimmt. Leider führen die Änderungen voraussichtlich dazu, dass zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe durch die Anhebung des Einstiegs in eine Klimaschutzsteuer (Kohlendioxidbepreisung) für Treib- und Brennstoffe von 10 auf 25 € je Tonne Kohlendioxid zunächst deutlich stärker belastet werden. Hintergrund ist, dass die Mehreinnahmen zwar auch zur Senkung der EEG-Umlage genutzt werden sollen und damit ggf. zu Strompreissenkungen führen. Hier besteht jedoch bisher weder Klarheit über die Höhe noch kann damit eine gleichwertige Kompensation für die unterschiedlichen Betriebstypen erreicht werden. Betriebe mit einem verhältnismäßig geringen Stromverbrauch sind dabei deutlich im Nachteil.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat heute in einer Pressemitteilung auf die Mehrbelastung hingewiesen (siehe http://bit.ly/2MeVsos). Der DBV fordert eine Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen zur Stärkung der möglichen Leistungen der Landwirtschaft bei der Erzeugung regenerativer Energien (z. B. Güllevergärung) sowie einen europäischen Emissionshandel zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen.

Mit dem Klimaschutzpaket ist aber auch der Grundstein für die Bereitstellung zusätzlicher Fördermittel im Bereich der Landwirtschaft gelegt. Das Landvolk Niedersachsen sieht sich hier insbesondere durch einige bereits laufende Projekte gut aufgestellt. Das gilt z. B. im Moorschutz, bei dem über ein intelligentes Wassermanagement erprobt wird, wie der Treibhausgasverlust gemindert und trotzdem eine intensive Bewirtschaftung durch Milchviehbetriebe beibehalten werden kann. Hier sind zusätzliche Fördermittel gut angelegtes Geld, mit dem sowohl aktiver Klimaschutz als auch Wertschöpfung und Arbeitsplatzerhalt möglich sind. Wiedervernässungsprojekte, die zur Aufgabe produktiver Nutzungen zwingen, lehnt das Landvolk ab. Sie können auch kein Vorbild für andere Regionen der Welt sein, in denen eine Steigerung der Nahrungsmittelerzeugung für die Versorgung der eigenen Bevölkerung noch lange unverzichtbar sein wird.

20.12.2019
Keine Analysepflicht für strohreiche Festmiste
Bioenergie

Info: Umwelt und Landwirtschaft

Landvolk erreicht fachlich sinnvolle Erleichterung

Als zuständige Düngebehörde hat das Nds. Landwirtschaftsministerium (ML) jetzt die Aufforderung des Landvolks umgesetzt, die Ausbringung von Festmisten aus der eigenen Tierhaltung eines Betriebes zu erleichtern. Mit Ende der noch geltenden Ausbringungssperrfrist dürfen strohreiche Festmiste auch ohne vorherige Laboranalyse der enthaltenen Nährstoffe auf Flächen in den so genannten „roten“ nitratsensiblen Gebieten (Gebietskulisse Grundwasser) und „schwarzen“ phosphatsensiblen Gebieten (Gebietskulisse Oberflächengewässer) ausgebracht werden. Für diese Festmiste reicht weiterhin die Dokumentation der Nährstoffrichtwerte. Damit ist eine weitere Forderung des Berufsstandes erfüllt, in der Landesdüngeverordnung die Analysepflicht nicht auf die Festmiste auszudehnen (siehe auch unsere Meldung vom 22. November 2019). Details sind jüngst erlassenen Ausführungshinweisen zur Landesdüngeverordnung zu entnehmen. Diese enthalten Vorgaben für den Umgang der Landwirtschaftskammer als zuständige Untere Düngebehörde mit den neuen Vorschriften und können im Internet unter http://bit.ly/2Sg119V abgerufen werden.

Flüssige Wirtschaftsdünger wie Gülle und Jauche sowie gut beprobbare feste Stoffe wie Hühnertrockenkot, die im eigenen Betrieb anfallen, müssen danach in den betroffenen Gebieten mindestens einmal jährlich vor der Ausbringung beprobt und im Labor auf die Nährstoffgehalte untersucht werden. Schnellbestimmungsverfahren wie die NIRS-Methodik hält das ML noch nicht für ausreichend präzise. Die Beprobung darf vom Betriebsleiter selbst durchgeführt werden, dazu gibt es ebenfalls konkrete Empfehlungen für das Vorgehen, siehe http://bit.ly/38XJcm3. Aus Sicht des Landvolks ist es nicht korrekt, dass das ML für jedes einzelne Wirtschaftsdüngerlager eine eigene Analyse verlangt. Richtig ist natürlich, dass die Gülle aus verschiedenen Produktionsverfahren eines Betriebes separat analysiert werden muss, wenn diese getrennt gelagert und nicht vor der Ausbringung vermischt wird. Sind jedoch beispielsweise zwei parallel betriebene Mastställe für eine Tierart mit Unterstalllagerung und gleichem Fütterungssystem vorhanden, spricht nichts gegen eine Mischprobe aus den beiden Güllekellern. Das größere Problem liegt hier in der ausreichenden Homogenisierung (Aufrühren) vor der Probenahme.

Für aufgenommene Wirtschaftsdünger (einschließlich strohreiche Festmiste!) gilt weiter wie schon lange bundesweit die Bedingung, dass eine Aufbringung nur zulässig ist, wenn die ordnungsgemäße düngerechtliche Deklaration der Nährstoffe von Seiten des Abgebers vorliegt. Die LWK Niedersachsen hat dazu ausführliche Erläuterungen bereitgestellt, die unter http://bit.ly/2tyABG1 abgerufen werden können (alternativ Webcode 01013621 unter www.lwk-niedersachsen.de). Ergänzend zur Deklaration sollte der Aufnehmer bei Aufbringen auf Flächen in „roten“ oder „schwarzen“ Gebieten vom Abgeber immer zusätzlich eine Kopie des jüngsten Analyseberichts eines akkreditierten Labors verlangen. Auf die zusätzlichen Deklarationsdokumente kann aber auf keinen Fall verzichtet werden.

Betriebe, die in den „roten“ oder „schwarzen“ Gebieten schon im Februar 2020 ihre eigene Gülle ausbringen wollen und keine eigenen Analysen aus dem Jahr 2019 vorliegen haben, sollten sich jetzt bald Gedanken über eine rechtzeitige Probenahme machen. Bei Außenbehältern macht ein Aufrühren zur Probenahme wegen der niedrigen Außentemperaturen und damit geringeren Ammoniakverluste im zeitigen Frühjahr ohnehin mehr Sinn als zu anderen Jahreszeiten. Grundsätzlich sollte die Homogenisierung jedoch möglichst nur unmittelbar vor und ggf. während der Ausbringung erfolgen, um unnötige Ammoniakverluste nur für die Probenahme zu vermeiden. Das Landvolk erwartet daher, dass durch die Düngebehörde bei der LWK in der Anfangsphase keine Beanstandung erfolgt, wenn schon mit der Ausbringung begonnen wurde, bevor das Analyseergebnis einer zuvor gezogenen Probe vorliegt.

20.12.2019
Geflügelmarkt vorweihnachtlich belebt
Geflügel

Info Geflügel

(AMI/MEG) Die Verbrauchernachfrage nach Geflügelfleisch hat sich im Dezember belebt. Neben den meist nachgefragten Teilen von Hähnchen und Puten, spielte auch der Absatz von Wassergeflügel eine größere Rolle. In den vergangenen Monaten kam es am Hähnchenmarkt, ausgelöst durch drängende Importe, in Teilbereichen zu Angebotsdruck. Zuletzt fand die laufende Produktion wieder ihre Abnehmer. Die Schlachtereiabgabepreise tendierten mehrheitlich stabil. Mitte Dezember ergaben Verhandlungen zwischen Erzeugergemeinschaften und Schlachtereien für die Zeit bis Ende 2019 keine weiteren Preisrückgänge. Seit August 2019 waren die Auszahlungspreise spürbar gesunken. Im Dezember war das Interesse an Rotfleisch von der Pute rege. Immer wieder wurden diese Produkte in den Prospekten des LEHs beworben. Zudem wurde Putenfleisch auch verstärkt in der Verarbeitung eingesetzt. Gefördert wurde das Interesse durch die historisch hohen Schweinepreise. Im Januar wird der Absatz von Enten und Gänsen rückläufig sein. Die Nachfrage nach Suppenhennen wird im Januar erfahrungsgemäß den Jahreshöhepunkt erreichen.