Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

24.01.2020
Schweinefleisch-Versand von Deutschland nach China boomt
Schwein

Info Schwein

(AMI) – Der Handel mit China bot im vergangenen Jahr ungewohnt starke Impulse für die deutsche Fleischwirtschaft. Aufgrund der dort grassierenden Afrikanischen Schweinepest ist der Importbedarf immens, deutsche Erzeuger können davon profitieren.

Bis einschließlich Oktober lieferten deutsche Lieferanten dementsprechend gut 450.000 t Schweinefleisch ins Land der Mitte. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2018 ist dies ein Anstieg um 56 %. Ein Ende dieser Entwicklung ist zudem nicht in Sicht. Zwar stagnieren die Handelsbeziehungen zum Jahresbeginn, spätestens im Februar wird der Export aber wieder Fahrt aufnehmen. Daran dürften auch ein eventuelles Ende des Handelskrieges zwischen China und den USA wenig ändern. Der Importbedarf Chinas ist so hoch, dass er selbst von den USA und Europa gemeinsam nicht zu decken ist. Preislich könnte dies dennoch genutzt werden, um zumindest etwas Druck aufzubauen.

Abgesehen von China stagnierte der Außenhandel mit Schweinefleisch bislang eher. Die insgesamt ausgeführten Mengen lagen mit 2,38 Mio. t ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der insgesamt rückläufigen Produktion von Schweinefleisch stehen aber generell auch keine größeren Mengen für den Transport zur Verfügung. Abgenommen hat dabei zuletzt insbesondere der innereuropäische Handel. Im vergangenen Jahr lagen die Liefermengen bis September hier noch bei 1,67 Mio. t, 2019 wurde nur 1,56 Mio. t Schweinefleisch an EU-Länder geliefert. Rückgänge sind dabei für fast alle Länder zu verzeichnen.

24.01.2020
Umfrage zu Herbizidresistenzen
Pflanzen

Das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Universität Rostock führen derzeit eine Umfrage zur Problematik der Herbizidresistenz unter konventionellen Landwirten durch. Die Herbizidresistenz bei Unkräutern ist in den letzten Jahren immer stärker zur großen Herausforderung in der praktischen Landwirtschaft, und auch Thema in den Medien geworden. Dabei wird intensiv darüber diskutiert, welche Maßnahmen zur Resistenzvermeidung den höchsten Erfolg versprechen und wie die Anwendung solcher Maßnahmen in der Praxis erhöht werden kann. Anhand der Umfrage möchten JKI und Uni Rostock mehr über die Einschätzung der derzeitigen Resistenzsituation und die Durchführung von Maßnahmen zur Resistenzvermeidung aus Sicht konventioneller Landwirte und Ackerbauberater erfahren.

Eine Teilnahme an der Umfrage für die Landwirte ist unter dem folgenden Link möglich: https://www.umfrageonline.com/s/51f7e3f

Der Link zu der Umfrage für Berater lautet folgendermaßen:
https://www.umfrageonline.com/s/a4b4afb

Der Zeitaufwand der Teilnahme beträgt ca. 15 Minuten. Die Angaben erfolgen anonym und werden nur in aggregierter Form ausgewertet. Ein Rückschluss auf einzelne Personen oder Organisationen ist ausgeschlossen. Eine anschließende anonymisierte und zusammenfassende Auswertung wird in der Fachpresse und Wochenzeitschriften erfolgen.

22.01.2020
Dritte Phase der ITW mit neuem Finanzierungsmodell
Schwein

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Die ITW hat den Start einer neuen Programmphase von 2021 bis 2023 mit einem neuen Finanzierungsmodell verkündet. Hierbei ist eine Marktlösung für die Mast und ein Übergangsfonds für Ferkelerzeuger vorgesehen.

Teilnehmende Schweinemäster erhalten zusätzlich zum Marktpreis einen Tierwohlaufpreis von 5,28 Euro pro Mastschwein. Dieser Betrag wird von der ITW definiert, ist für alle teilnehmenden Tierhalter gleich bemessen und orientiert sich an den ermittelten durchschnittlichen langfristigen Kosten, die bei der Umsetzung der Tierwohl-Kriterien entstehen. Der Tierwohl-Aufpreis wird von den Schlachtunternehmen an die Mäster entrichtet. Die Schlachtunternehmen verhandeln dann mit dem LEH oder anderen Abnehmern bilateral die erforderlichen Aufschläge für Tierwohlfleisch.

Um künftig eine geschlossene ITW-Lieferkette zu schaffen, ist ein Übergangsfonds für die Ferkelerzeugung (Sauenhaltung und Ferkelaufzucht) vorgesehen, aus dem die Tierwohl-Maßnahmen der Ferkelerzeuger honoriert werden und der vom LEH mit 2 Cent pro verkauftem Kilogramm Schweinefleisch finanziert wird. Laut ITW wird der Fonds jährlich ca. 30 Mio. Euro umfassen.
Zudem werden mit der neuen Programmphase die Kriterien vereinfacht. Der künftig geltende Kriterienkatalog entspricht weitgehend den aktuell gültigen Grundanforderungen mit Tageslichteinfall, zehn Prozent mehr Platz und umfassenden Maßnahmen zur Tiergesundheit. Allerdings werden die Kriterien „zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial“ und „Raufutter“ zu einem Kriterium zusammengefasst. Raufutter wird damit zur Pflicht. Es hat eine positive Wirkung auf die Tiergesundheit und die Darreichungsform soll die Funktion eines Beschäftigungsmaterials erfüllen.

Darüber hinaus erfolgt ab 2021 die Kennzeichnung von Schweinefleisch mit dem ITW-Prüfsiegel. Nähere Informationen finden Sie unter
https://initiative-tierwohl.de/presse/

22.01.2020
Internationale Konferenz zu ASP
Schwein

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Wie das BMEL mitteilt, fand am Rande der IGW eine High-Level-Ministerkonferenz der EU-Kommission statt, die sich intensiv mit den Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf die weltweite Schweineproduktion und den internationalen Handel befasst hat. Die etwa 160 Teilnehmer, darunter u.a. Vertreter der EU, OIE, FAO, COPA-Generalsekretär Pekka Pesonen, Agrarminister aus China, Japan, Korea, Australien und Bundesagrarministerin Julia Klöckner sowie DBV-Präsident Joachim Rukwied, betonten, dass die Kontrollmaßnahmen in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko stehen müssten und Partnerländer im Einklang mit dem OIE-Kodex das Prinzip der Regionalisierung anerkennen sollten.
Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner machte deutlich, dass die enge und grenzüberscheitende Zusammenarbeit aller Akteure entscheidend sei – sowohl für erfolgreiche Präventionsmaßnahmen, als auch für den Ausbruchsfall. Da auch der Mensch bei der ASP-Verbreitung eine große Rolle spielt, sind regelmäßige Informationskampagnen notwendig, so Klöckner.

DBV-Präsident Rukwied verweist auf die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen, da im Falle eines ASP-Ausbruchs in Deutschland ein enormer wirtschaftlicher Schaden für alle Schweinehalter, aber auch die Wertschöpfungskette, entstehen würde. Daher muss es unter Erfüllung bestimmter tiergesundheitlicher Anforderungen auch künftig möglich sein, Schweinefleischerzeugnisse aus ASP-freien Regionen zu vermarkten, unabhängig davon, ob im betreffenden EU-Mitgliedstaat ASP-Ausbrüche festgestellt wurden.

22.01.2020
Land muss ASP-Vorsorge schnell abschließen
Schwein

Info Schwein

(L P D) Anlässlich einer Strategietagung des Niedersächsischen Landkreistages (NLT) im Landvolkhaus in Hannover mahnten Vertreter beider Institutionen gegenüber dem Land an, offene Fragen bei der Vorsorge vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schnell zu klären. „Es ist seit Jahren ein gemeinsames Anliegen der Landwirte und der Niedersächsischen Landkreise, die Biosicherheitsmaßnahmen in den landwirtschaftlichen Tierhaltungen zu erhöhen und die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche im Falle eines Ausbruchs in Niedersachsen professionell vorzubereiten“, sagen Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke und NLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hubert Meyer übereinstimmend.

„Die bisherigen Ausbrüche in anderen Mitgliedstaaten haben gezeigt, dass einer schnellen Abgrenzung der betroffenen Gebiete eine wesentliche Bedeutung bei der Bekämpfung zukommt. Hierzu erwarten wir vom Land, dass es endlich ausreichende Vorsorge trifft, damit die Errichtung und Unterhaltung der erforderlichen Umzäunungen im Krisenfall dann schnell und effektiv erfolgen können. Dies darf nicht einem einzelnen betroffenen Landkreis aufgebürdet werden“, so Meyer. Schulte to Brinke erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung des Landvolks, eine Wildtiervorsorge-Gesellschaft, wie sie bereits in Nordrhein-Westfalen installiert wurde, auch in Niedersachsen einzurichten. Sie könnte auf Anforderung des Landkreises als Generalunternehmer alle erforderlichen Maßnahmen bei einem möglichen ASP-Fall in Niedersachsen organisieren. Dies umfasst neben dem Zaunbau auch Kontrollen im Wildschweinbestand sowie die Suche und Bergung von Wildschweinkadavern in den Restriktionszonen.

Schulte to Brinke sieht beim zuständigen Ministerium noch weiteren, akuten Handlungsbedarf: „Im Zuge der Tierseuchenbekämpfung könnten im ASP-Fall von der zuständigen Behörde Nutzungsverbote für land- und forstwirtschaftliche Flächen ausgesprochen werden. Niedersachsen muss endlich eine klare Vorgehensweise bei der Zahlung von Entschädigungsleistungen an Landwirte regeln, sollten diese im ASP-Fall von Nutzungseinschränkungen betroffen sein. Das führt bei allen Betroffenen zu einer großen Verunsicherung. Landwirte und Veterinärämter wollen auch in diesem Fall für die Krise gerüstet sein“, betont der Landvolkpräsident. Unterstützung erhält er hierzu von Hubert Meyer: „Wir warten bereits seit mehr als einem Jahr auf eine verbindliche Zusage des Landes, dass die gesetzlich vorgesehenen Entschädigungszahlungen den Landkreisen, die diese Nutzungseinschränkungen im Tierseuchenfall anordnen können, vom Land vollständig erstattet werden.“ (LPD 05/2020)

20.01.2020
Vogelgrippe bei Wildvogel in Brandenburg bestätigt -> Verstärkt auf Biosicherheit zu achten!
Geflügel

Info Geflügel

BMEL – Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben heute einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Vogelgrippe“, H5N8) bei einer Blessgans gemeldet. Der Kadaver des Tieres wurde im Landkreis Spree-Neiße gefunden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit (FLI), hat den HPAI-Fall mittlerweile bestätigt. Die Vogelgrippe tritt bereits seit mehreren Wochen in Mittel- und Osteuropa auf. In den vergangenen Wochen hatten unter anderem Ungarn, Rumänien, Tschechien und Polen Fälle gemeldet.

In Deutschland handelt es sich aktuell um einen Einzelfall – Hausgeflügel ist nicht betroffen. Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bereits reagiert und das Wildvogelmonitoring mit Schwerpunkt auf Wassergeflügel verstärkt sowie die Geflügelhalter zur konsequenten Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.

Es gilt nun, in Deutschland zu verhindern, dass die Tierseuche auf Hausgeflügel übergreift. Das BMEL ruft daher geflügelhaltende Betriebe – auch Privathalter – dazu auf, die Maßnahmen zur Biosicherheit in ihren Beständen zu verstärken. Dazu gehört vor allem, einen möglichen Eintrag des Virus durch Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden.

Informationen zu Schutzmaßnahmen hat das Bundesministerium unter diesen Link zusammengestellt.

Die Vogelgrippe tritt in Europa immer wieder in der kalten Jahreszeit auf. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass der Ausbruch der Tierseuche bei Wildvögeln keine Auswirkungen auf den internationalen Handel hat.