Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

26.02.2020
Bauernpräsident zur Einleitung des Bundesratsverfahrens zur Düngeverordnung
Schwein

Info Schwein

Zur Einleitung des Bundesratsverfahrens zur Novelle der Düngeverordnung fordert Präsident Rukwied, die Spirale der stetigen Verschärfung zu beenden: „Wir brauchen zügig Rechtssicherheit und Klarheit bei der Gebietsabgrenzung und eine enge und differenzierte Abgrenzung der Roten Gebiete.“ Die vom DBV bereits seit Jahren geforderte verpflichtende enge Gebietsabgrenzung sei von der Bundesregierung im Verordnungsentwurf endlich verankert worden, nachdem dies auch von der EU-Kommission angemahnt wurde. „Bund und Länder sind gefordert, schnell und fachlich fundiert die Kriterien für die Gebietsabgrenzung festzulegen. Es muss verhindert werden, dass die Landwirte ungerechtfertigt immense Auflagen erfüllen müssten, weil Bund und Länder nicht rechtzeitig die Verwaltungsvorschrift zur Festlegung der Roten Gebiete aufgestellt und die Abgrenzung nicht fristgemäß umgesetzt haben. Das wäre der Supergau.“ Auf Ablehnung stoßen nach wie vor die in den sogenannten Roten Gebieten geplante Deckelung der Düngung bei 80 Prozent des Nährstoffbedarfs und das Verbot der Düngung von Zwischenfrüchten im Spätsommer. Diese Regelungen seien fachlich nicht nachvollziehbar und das Verbot der Düngung von Zwischenfrüchten sogar kontraproduktiv für den Gewässerschutz. Die Regelungen hätten jedoch enorme Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe. „Im Bundesratsverfahren müssen zudem Erleichterungen in der Düngeverordnung für die Betriebe geschaffen werden, die nachweislich gewässerschonend wirtschaften oder Agrarumweltprogramme umsetzen und sich an Kooperationen mit der Wasserwirtschaft beteiligen“, betont Bauernpräsident Rukwied.

24.02.2020
Silphie: Langzeituntersuchungen belegen stabile Erträge über Jahre
Bioenergie

Info Bioenergie

Die Durchwachsene Silphie wächst auf rund 3.000 ha, Tendenz steigend. Für ihren Anbau spricht einiges: Ihre Blüten bieten Insekten Nahrung, als Dauerkultur schont sie die Böden, ihr Bedarf an Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln ist gering und mit ihren Erträgen spielt sie durchaus in der Mais-Liga mit.

Langzeituntersuchungen belegen, dass die Erträge der Silphie über viele Jahre vergleichsweise konstant bleiben und selbst deutlich über 10 Jahre alte Bestände bislang keine signifikanten Ertragsrückgänge zeigen. Bereits bei 10-jähriger Nutzungsdauer ist die blütenreiche Dauerkultur dem Mais hinsichtlich der Kosten für Frisch- und Trockenmasse im langjährigen Durchschnitt überlegen. Zudem gelingt es ihr, mit wechselnden klimatischen Verhältnissen recht gut zurechtzukommen. Allerdings reichen ihre Methanerträge nicht an die des Maises heran, woraus sich rechnerisch leichte Aufschläge für die Rohstoffkosten bei Biogas ergeben. Langzeit-Vergleiche zeigten ferner, dass zwischen mineralischer und Gärrestdüngung keine signifikanten Ertragsunterschiede bestehen (Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.).

24.02.2020
Technologiebonus im Fall einer ORC-Anlage
Bioenergie

Info Bioenergie

Das Landgericht Kassel sprach dem Betreiber einer 2005 in Betrieb genommenen Biogasanlage für die Stromerzeugung durch ein BHKW mit ORC-Anlage einen Technologiebonus für die gesamte erzeugte Strommenge zu. Der Netzbetreiber gewährte den Bonus nur für den mit der ORC-Anlage erzeugten Strom und lehnte eine weitere Zahlung ab. Das Gericht stellte fest, dass das EEG 2004 für den Techno­logiebonus – im Gegensatz zum KWK-Bonus – keine Beschränkung auf den nur mit der ORC-Anlage erzeugten Strom vorsehe. Vielmehr sei zum Zwecke der Technologieförderung der Bonus für den gesamten Strom aus BHKW und ORC-Anlage zu zahlen. Beide Anlagenteile stellen nach dem vom BGH vertretenen weiten Anlagenbegriff eine Anlage dar (LG Kassel, Urteil vom 04.09.2019, 4 O 1049/17).

24.02.2020
Bescheinigung über die Einhaltung des Formaldehydgrenzwertes
Bioenergie

Info Bioenergie

Das Verwaltungsgericht Gießen verpflichtet die zuständige Behörde zur Erteilung einer Bescheinigung über die Einhaltung des Grenzwertes für die Gewährung des Formaldehydbonus nach dem EEG 2009. Die Behörde hatte zunächst die Bescheinigung verweigert, weil die jährliche, von ihr vorgenommene Kontrollmessung eine Überschreitung des Grenzwertes ergeben hatte. Obwohl danach der Katalysator erneuert wurde und die anschließende Messung die Einhaltung des Grenzwertes bestätigte, wurde die Bescheinigung weiterhin unter Berufung auf die Grenzwertüberschreitung bei der ersten Messung verweigert. Das VG Gießen stellte fest, dass ab dem Zeitpunkt, in dem die Einhaltung des Grenzwertes festgestellt wird, ein Anspruch auf die Erteilung der Bescheini­gung besteht. (VG Gießen, Urteil vom 28.10.2019, 1 K7855/17.GI).

22.02.2020
Verband der Fleischwirtschaft kritisiert Tweet von EU-Agrarkommissar
Schwein

Info Schwein

Wie www.fleischwirtschaft.de berichtet, verglich der EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski (im Bild) auf Twitter die Anzahl der Schweine in Relation zur landwirtschaftlich genutzten Fläche. Demnach kommt Frankreich auf 43 Schweine je 100 ha Ackerland, in Italien sind es 67, in Polen 79, in Deutschland 166, in Belgien 452, in Dänemark 473 und in den Niederlanden 690. Wojciechowski kommentierte die Zahlen mit: „Im Rahmen des Green Deal muss das Problem der intensiven Schweinehaltung in einigen EU-Ländern angegangen werden, da die Landwirtschaft nachhaltig sein soll.“

Der Vorsitzende des Verbands der Fleischwirtschaft Heiner Manten kritisierte diese Aussage in einem Brief an den EU-Kommissar. Allein an der Anzahl der gehaltenen Tiere pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche eines bestimmten Staates könne man nicht das Niveau der Nachhaltigkeit im jeweiligen Sektor ableiten. Stattdessen bedarf dies einer gründlichen Analyse unter Einbeziehung zahlreicher Elemente, fügte Manten hinzu. (drv)

21.02.2020
Grünlandschäden: Wiederherstellungsumbruch weiter mit bürokratischen Hürden
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Die Landesregierung ist den Forderungen des Berufsstandes nach einem unkomplizierten Genehmigungsverfahren für Umbrüche zwecks Grünlandneueinsaat jetzt entgegengekommen, aber leider auf halber Strecke hängen geblieben. Ab sofort wird wegen der dort besonders großflächigen Schäden durch Feldmäuse für einige Landkreise das Antrags- und Genehmigungsverfahren vollständig bei den dortigen LWK-Bewilligungs-stellen gebündelt. Landwirte müssen den dafür notwendigen Antrag nur noch bei der LWK einreichen, die dann entscheidet, welche Fälle dann direkt entschieden werden können und wann über die LWK eine Beteiligung der Landkreise (Naturschutz/Wasserschutz) erforderlich ist. Als weitere Erleichterung wird bei diesem Verfahren die Fläche nach der Wiederherstellung nicht zum so genannten „Ersatzdauergrünland“, der Landwirt kann die bisherige Codierung als Dauergrünland unverändert beibehalten. Sollte sich in einigen Wochen herausstellen, dass auf einen Umbruch verzichtet werden kann und ein umbruchloses Verfahren ausreicht, sind somit keine Nachteile in Kauf zu nehmen. Daher sollten jetzt auch zügig die Flächen besichtigt und ein Antrag mit „Beweisfoto“ gestellt werden. Details hat die LWK im Internet unter

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/5/nav/19/article/35231.html


veröffentlicht.

Das Landvolk bewertet das Verfahren allerdings weiterhin als übermäßig bürokratisch. In den betroffenen Gebieten stehen noch sehr viele Flächen unter dem Genehmigungsvorbehalt und möglichen Einschränkungen durch die Naturschutz- oder Wasserbehörden. Als Prüfstein wird zudem die Frist angesehen, innerhalb deren die Anträge beschieden werden sollen. Die LWK will zwar eine Bescheidung innerhalb von fünf Arbeitstagen gewährleisten, die Landkreise haben jedoch mehr als das Doppelte als angemessene Bearbeitungsdauer eingefordert. Ein weiteres Ärgernis ist, dass die Anträge zwar in digitaler Form per Email eingereicht werden können, aber nur wenn das unterschriebene Antragsformular und dazugehörige Fotos der betroffenen Flächen als Anhang im so genannten PDF-Format einreicht werden. Moderne digitale Kommunikation hätte die Möglichkeit eröffnet, direkt über das Smartphone Fotos und Antrag ohne weitere Bearbeitungsschritte auf die Kammercomputer hochzuladen (Farm to LWK-Plattform). Auf das Antragsverfahren über die LWK verzichten können Betriebe, die eine Neueinsaat über Schlitzverfahren oder andere Techniken (Striegel) ohne tiefe Bodenbearbeitung durchführen können. Viele Praktiker hoffen ohnehin, dass die Niederschläge der letzten Tage der Mäuseplage ein Ende bereiten und sie als Alternative für die geringe Schlagkraft und auf vielen Flächen ohnehin kritische Neueinsaat auf ein vorheriges Pflügen oder tiefes Grubbern verzichten können. 

21.02.2020
Milchmarkt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI/ZMB) In der 6. KW wurden 0,9 Prozent mehr Milch als in der Vorwoche angeliefert. Damit lag das Milchaufkommen 0,8 Prozent über der Vorjahreslinie. Die Nachfrage nach abgepackter Butter bewegt sich auf saisonal typischen Niveau. Die Nachfrage nach Blockbutter wird als gut eingeschätzt. Die Preisnotierung liegt unverändert zwischen 3,56 und 3,66 Euro/kg (Kempten, 19.02.2020). Der Schnittkäsemarkt ist weiterhin durch eine rege Nachfrage aus dem Inland und den Drittländern gekennzeichnet. Die Bestände in den Reifelagern sind anhaltend niedrig. Die Preissituation ist stabil. Die Unsicherheiten durch den Corona-Virusausbruch in China wirken sich durch ein abwartendes Einkaufsverhalten auf die Pulvermärkte aus. Die Preise tendieren hier uneinheitlicher bis leicht schwächer.

Beim GDT-Tender war am 18.02.2020 ein Preisrückgang um 2,9 Prozent im Durchschnitt über alle Produkte und Zeiträume zu verzeichnen. Über alle gehandelten Produkte, außer Cheddar, wurden nachgebende Preise ermittelt. Die Handelsmengen sanken um 2,8 Prozent auf 28.181 Tonnen.

21.02.2020
Weidetierhaltung: Erleichterte Wolfsentnahme
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Der Bundesrat hat mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes am 14.02.2020 grünes Licht für eine erleichterte Entnahme von auffälligen Wölfen gegeben. Eine Regulierung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch dann möglich, wenn nicht klar ist, welcher Wolf genau für den Riss verantwortlich ist. Um die gesellschaftlich anerkannte Form der Weidetierhaltung angemessen zu fördern, wurde von der Länderkammer ebenfalls die Einführung einer Weidetierprämie gefordert.

21.02.2020
Immer weniger O-Jungbullen in Deutschland
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Die Zahl der laut amtlicher Preismeldungen ausgewiesenen Stück an O-Jungbullen in Deutschland sinkt stetig. Waren es im Jahr 2016 noch 228.131 Tiere, so ging der Wert bis auf 166.140 im Jahr 2019 zurück. Dagegen nahm die Anzahl der Jungbullen in der Handelsklasse R im vergangenen Jahr um 4 % zu auf 343.000 Stück.

Mäster und Milchviehhalter setzten verstärkt auf Kreuzungskälber. Andererseits sind die Kälberausfuhren von Tieren aus der Milchviehhaltung, hauptsächlich der Rasse Holstein-Friesen, aus Deutschland nach Holland deutlich ausgedehnt worden. Mit 615.281 Kälbern wurden 2019 rund 85.000 Tiere mehr bzw. plus 16 % an Kälbern aus Deutschland als vor einem Jahr dorthin vermarktet.

21.02.2020
DBV zum Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

In der vergangenen Woche hat BMn Klöckner die Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) zur Zukunft der Nutztierhaltung vorgestellt. Der DBV sieht Zukunftsperspektiven, sofern eine Honorierung für höhere Standards auch bei den Landwirten ankommt. Wichtig seien in diesem Zusammenhang die Verlässlichkeit der vorgeschlagenen Tierwohlprämien, die Berücksichtigung wirtschaftseigener Systeme, eine verpflichtende und flächendeckende Haltungs- und Herkunftskennzeichnung sowie die Erleichterung von Genehmigungsverfahren für Um- und Neubauten. Zum Bericht der Borchert-Kommission: https://bit.ly/37O6w41