Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

19.04.2020
ASP rückt erneut näher – Sachsen verstärkt seine Präventiv-Maßnahmen
Schwein

Info Schwein

(AHO) In Westpolen werden im Rahmen der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiterhin immer wieder Wildschweinkadaver gefunden und positiv auf die Tierseuche getestet. Der westlichste Fundort ist nunmehr nur noch gut 10 km von Sachsen und Brandenburg entfernt. Der Freistaat Sachsen verstärkt daher seine ASP-Präventionsmaßnahmen, die am 16. April 2020 in Kraft traten. Dazu gehört zum einen die Verpflichtung in ganz Sachsen Fallwildwildschweine, Unfallwildwildschweine und krank erlegte Wildschweine dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Die Tierkörper sind auf die Afrikanische Schweinepest zu beproben und anschließend unschädlich über die Tierkörperbeseitigungsanlage Lenz zu entsorgen. Zum anderen wird für den Landkreis Görlitz und den Landkreis Bautzen zusätzlich die Beprobung aller gesund erlegten Wildschweine angeordnet und, insofern sie anfallen, die Entsorgung aller Aufbrüche und der Schwarte von erlegtem Schwarzwild über die Tierkörperbeseitigungsanlage. Das Risiko eines Ersteintrages der ASP in ganz Sachsen ist unverändert hoch.

17.04.2020
Milchmarkt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI, ZMB) – Die Milchanlieferung lag in KW 14 0,5 % höher als in der Vorwoche und 0,7 % über dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Produkten des weißen Sortiments ist im LEH hoch, auch wenn die Hamsterkäufe abgeklungen sind. Bei abgepackter Butter liegt die Nachfrage nach einem guten Absatz in der Osterwoche weiter auf überdurchschnittlichem Niveau. Die Preise bewegen sich auf dem Niveau der Vorwoche. Bei Blockbutter hat sich nach einer deutlichen Schwäche in der Vorwoche die Preissituation ein wenig erholt. Der Markt für Schnittkäse zeigt sich unterschiedlich. Die Nachfrage im LEH ist weiterhin höher als üblich. Dagegen ist der Food-Service-Bereich weiter reduziert. Lieferungen nach Südeuropa sind je nach Absatzkanal verschieden. Die Exportmöglichkeiten in Drittländer sind verbessert. Die Käseproduktion wird teilweise gedrosselt, die Preise sind uneinheitlich und schwächer.

Die Marktlage für Magermilchpulver ist uneinheitlich. Die bestehenden Kontrakte werden trotz der aktuellen Verunsicherungen überwiegend normal abgerufen. Die Nachfrage vom Weltmarkt wird als gut beschrieben. Die Produktion hat zum Teil zugenommen.

17.04.2020
Beratungen im DBV-Fachausschuss Milch
Milch und Rind

Infobrief: Milch/Rind

Der DBV-Fachausschuss Milch beriet diese Woche die Lage am Milchmarkt sowie notwendige Maßnahmen. Die milchpolitischen Positionen des DBV wurden diskutiert und bestätigt (s. Anlage). Die Vertreter aus den Landesbauernverbänden sehen die Molkereien bei der Etablierung einer besseren Mengenplanung und -abstimmung sowie von Preisabsicherungsmöglichkeiten in der Pflicht. Zur Marktentlastung bei einigen Milchprodukten wird die Förderung der Privaten Lagerhaltung eingefordert. Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit benannt, dass unverschuldet in wirtschaftliche Notlage geratene Verarbeiter Unterstützung erhalten, um Milchabholung und Milchgeldzahlung weiterhin zu gewährleisten. Vor allem diese Unternehmen sind jedoch gleichzeitig in der Pflicht, ihrer Verantwortung zur unternehmensindividuellen Mengensteuerung nachzukommen.

17.04.2020
BMEL-Verbändegespräch zum Milchmarkt
Milch und Rind

Infobrief: Milch/Rind

Auf Einladung von Bundesministerin Klöckner tauschten sich Vertreter aller wesentlichen Verbände des Milchsektors mit dem BMEL über die aktuelle Marktlage aus. Das BMEL legte einen hohen Wert auf die wirtschaftliche Eigeninitiative zum Umgang mit der sehr heterogenen Lage. Zentrale Frage: Setzen die Molkereien die Inhalte der Strategie 2030 um und werden aktiv bei Mengenplanung, Mengensteuerung und Preisabsicherung? Den Molkereivertretern gelang es nur mäßig, die Ministerin von der Eigeninitiative zu überzeugen. Die Anwendung des Artikels 148 ist im BMEL nicht vom Tisch. Weiteres Thema war die Aktivierung von Marktstützungsmaßnahmen. Das BMEL fordert die Eröffnung der Privaten Lagerhaltung von der EU-Kommission. Einer Mengensteuerung auf EU-Ebene erteilte die Ministerin eine klare Absage.

17.04.2020
Entwarnung für die Milch – Milch weist keine gesundheitlich bedenkliche Belastung an perflourierten und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) auf.
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(Landvolk, ML) – Im Frühjahr 2019 hatten die Länder Bremen und Niedersachsen eine „Nichtverzehrsempfehlung“ für Fische aus der Ochtum (kleiner Fluß südlich von Bremen) ausgegeben. Grund dafür waren erste Untersuchungsergebnisse, die die Kontamination mit PFOS (Perfluoroctansulfonsäure – eine Substanz der Gruppe der perfluorierten Alkylsubstanzen, PFAS) in Fischen belegten. Die Belastung der Ochtum ist auf den Einsatz PFOS-haltiger Löschschäume, die vor über 15 Jahren bei Löschübungen am Flughafen Bremen eingesetzt wurden, zurückzuführen. Mittlerweile ist der Einsatz dieses persistenten organischen Schadstoffs seit 2010 verboten. Über die Drainage und Grabenentwässerungen gelangten Kontaminaten im Laufe der Jahre in die Ochtum. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) ist auf die Problematik über regionale Medienberichterstattungen, in denen die Betroffenheit von Milch aufgrund weidender Kühe im Uferbereich der Ochtum hinterfragt wurde, aufmerksam geworden. Die Landesvereinigung hat im September 2019 ein Sofort-Untersuchungsprogramm der Milch von Milchviehbetrieben, die Flächen an der Ochtum bewirtschaften, eingeleitet. Sämtliche Proben lagen unter der Bestimmbarkeitsgrenze. Zusätzlich wurde die Untersuchung auf PFAS-Verbindungen in das Rohmilchmonitoring der niedersächsischen Milchwirtschaft aufgenommen. Die Länder Niedersachsen und Bremen haben zusätzlich umfangreiche Untersuchungen auf PFAS mit dem Schwerpunkt Milch durchgeführt. Der Abschlussbericht liegt nun vor und das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat dazu am 14. April 2020 folgende Pressinformation unter dem Titel „Abschlussbericht des Weidetiermonitorings liegt vor“ veröffentlicht:

“Der Abschlussbericht des Weidetiermonitorings in Bremen und Niedersachsen liegt vor. Demnach weist Milch keine gesundheitlich bedenkliche Belastung an perflourierten und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) auf.

17.04.2020
Überwiegend kleines Angebot an Schlachtrindern
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Im Vergleich zu den Vorwochen fällt das Angebot an schlachtreifen Rindern aktuell über alle Kategorien hinweg kleiner aus. Trotz des Wegfalls mehrerer Schlachttage über Ostern sind die Mengen keinesfalls zu groß. Gleichzeitig scheint das Interesse von Seiten der Schlachtindustrie zumindest leicht zuzunehmen, auch wenn durchaus deutliche regionale Unterschiede zu erkennen sind. Dennoch herrscht nach wie vor eine gewisse Verunsicherung vor, nennenswert höhere Preise sind nicht umzusetzen. Leicht festere Tendenzen sind aber sowohl im Handel mit Schlachtkühen als auch mit Jungbullen festzustellen.

17.04.2020
Absatz von haltbarer Bio-Milch profitiert von Bevorratungskäufen
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) -Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten war in den ersten beiden Monaten 2020 weiterhin hoch. Die Analyse der AMI auf Basis des Gfk-Haushaltspanels zeigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum produktübergreifend steigende Absatzmengen. Dabei wirkten sich, wie auch bei der konventionell erzeugten Ware, die Hamsterkäufe der Verbraucher als Reaktion auf das grassierende Coronavirus verstärkend auf diese Tendenz aus. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Februar bei Quark und Käse, mit 35,0 % und 32,5 %, aus. Bei Konsummilch landete insbesondere die haltbare Bio-Milch häufiger in den Einkaufswagen und verzeichnete im Februar ein Plus von 55,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

17.04.2020
Niederlande unterstützt den Kartoffelsektor mit 50 Mio. EUR
Pflanzen

Info Pflanze

Die niederländische Regierung hat Hilfszahlungen für Kartoffelerzeuger beschlossen, die aufgrund des Absatzeinbruchs vor allem bei TK-Pommes frites auf einem Großteil ihrer noch bevorrateten Kartoffeln sitzen bleiben dürften.
Insgesamt sollen rund 1.500 Landwirte noch über 1,5 Mio. t Kartoffeln für die Langzeitlagerung verfügen. 1,0 Mio. t davon scheinen nicht mehr regulär gebraucht zu werden, so Schätzungen. Es gibt dadurch einen Schaden von 150 bis 200 Mio. EUR.
Als Unterstützung für rund 1 Mio. t Kartoffeln werden nun 40 % des durchschnittlichen Marktwertes gewährt, den Lagerkartoffeln in der Zeit von September 2019 bis Februar 2020 hatten. Der wird mit 14,00 EUR/dt beziffert. In der Summe soll die Hilfsmaßnahme dann rund 50 Mio. EUR kosten.
Vor der Gewährung einer Unterstützung sind die Erzeuger gehalten, in irgendeiner Weise eine Verwertung für ihre Kartoffeln zu finden. Wenn das nicht gelingt, kommt die Hilfe in Frage. Dann soll aber immer noch geprüft werden, ob eine Verfütterung möglich ist. Es sollen so wenige Kartoffeln vernichtet werden wie möglich, so dass die Kosten beim Transport an Viehalter mit der Entschädigung abgedeckt werden sollen.
Weitere Rahmenbedingungen sind derzeit noch nicht ganz klar. So ist die Rede von einer maximalen Entschädigung von 100.000 EUR/Betrieb, die aber bei durchschnittlich 5 EUR/dt nur für 2.000 t reichen würden. Rund 100 Betriebe sollen mehr bis deutlich mehr lagern, so die Anbauorganisation Konsumkartoffeln POC.

17.04.2020
Trockenheit sorgt für Bedenken
Pflanzen

Info Pflanze

Nachdem in den beiden Vorwochen aufgrund der unerwarteten Mischfutternachfrage lebhaft Ware gezogen wurde, hat sich das Kaufinteresse der Mischfutterhersteller wieder beruhigt. Vereinzelt werden täglich überschaubare Mengen gehandelt. Jetzt sind nur noch kleine Versorgungslücken bis zum Anschluss an die nächste Saison vorhanden, die vor dem Hintergrund sinkender Kurse allerdings nicht gestopft werden. Während alterntig durchweg Ware fließt, ist das Geschäft mit Futtergetreide der Ernte 2020 ins Stocken geraten. Das liegt nicht nur an den Geboten, die waren vielen in den Wochen zuvor bereits zu unattraktiv, jetzt kommt auch noch Trockenheit dazu. Und die Sorge vor Ertragsausfall und unzureichender Qualität lässt Erzeuger vorsichtig agieren.

Die vereinzelten regionalen Regenfälle der vergangenen Tage haben nicht zur Entlastung beigetragen. Auf der anderen Seite lässt die kaum einschätzbare Nachfrageentwicklung nach tierischen Produkten aufgrund der Corona-Krise auch die Mischfutterhersteller vorsichtiger agieren. Und die Bedrohung durch Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest ist auch noch nicht vom Tisch, so bleibt die mittelfristige Vorratshaltung auf eine dünne Rohstoffdecke limitiert. Landwirte erhielten zuletzt, außer für Futterweizen, etwas weniger für ihr Futtergetreide, was die Abgabebereitschaft zum Erliegen gebracht hat.
Auf Großhandelsebene wird Futterweizen in den Veredelungsregionen Westdeutschlands und den Niederlanden mit 198 EUR/t etwas schwächer bewertet, nachdem zuvor die Linie von 200 EUR/t geknackt worden war. Futtergerste hatte die jüngste Preishausse gar nicht mitgemacht und bleibt mit 174 EUR/t in Deutschland.