Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

24.04.2020
Verhaltene Nachfrage nach Schlachtrindern
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Im Handel mit Schlachtrindern fällt das Angebot aktuell in allen Bereichen eher klein aus, gerade bei den Schlachtkühen wird häufig sogar von kleinen Mengen berichtet. Dennoch entwickeln sich die Märkte insgesamt eher uneinheitlich, insbesondere da von Seiten der Schlachtindustrie zunehmend Druck aufgebaut wird. Probleme bereitet weiterhin der Fleischmarkt, gerade der Verkauf von Edelteilen blieb zu Ostern hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere bei den Jungbullen sind die Käufer dementsprechend häufig nicht mehr bereit, stabile Preise zu zahlen. Je nach Region kommt es durchaus auch mal zu Abschlägen, insgesamt dominieren aber knapp stabile Preise.

23.04.2020
Covid-19-Krise erhöht Druck auf den Kartoffelsektor
Pflanzen

Info Pflanze

Der europäische Verband der Bauern- und Genossenschaften Copa-Cogeca hat sich in einem Schreiben an die EU-Kommission gewandt und auf die massiven Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf den Kartoffelsektor verwiesen. In einer Pressmeldung informiert CopaCogeca folgendermaßen:

Die COVID-19-Pandemie hat gravierende Auswirkungen auf den Markt für Verarbeitungskartoffeln, der sich auch auf die anderen Kartoffelsegmente auswirken wird, einschließlich der europäischen Erzeugerorganisationen wie der an der Frischkartoffelversorgung beteiligten Genossenschaften. Zur Beruhigung des Marktes schlagen Copa und Cogeca, in einem am 22. April 2020 an die Europäische Kommission gesendeten Schreiben verschiedene Lösungen vor.
Arnaud Delacour, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kartoffeln von Copa-Cogec, beziffert die geschätzten Verluste durch die COVID-Krise auf über 400 Millionen Euro für die EU, zu denen auch die durch den Handel, Verarbeitung und HoReCa (Hotel/Restaurant/Catering) verursachten Mehrwertverlust addiert werden müssen. Weiter beschreibt er, dass die wirtschaftlichen Reserven der Landwirte nahezu erschöpft sind, da der Sektor in den vergangenen Jahren unter anderem mit der außergewöhnlichen Dürre zu kämpfen hatte.
In dem Schreiben fordern Copa-Cogeca die EU- Kommission auf, Unterstützung außerhalb des GAP-Haushalts zu leisten und die Einführung vorübergehender, außergewöhnlicher Unterstützungsmaßnahmen für den europäischen Kartoffelsektor in Betracht zu ziehen. Die europäischen Landwirte und landwirtschaftlichen Genossenschaftsorganisationen fordern außerdem die Europäische Kommission auf, die Artikel 219 und 221 der Verordnung zur Gemeinsamen Marktorganisation (VO 1308/2013, GMO) in Kraft zu setzen, um eine bessere Organisation der Kartoffel-Lieferketten zu gewährleisten und sie auf künftige Probleme vorzubereiten, sobald die Beschränkungsmaßnahmen in der EU und in Drittländern aufgehoben sind.
Über den weiteren Entwicklungsstand werden wir hier informieren.

22.04.2020
DBV fordert Offenhaltung der EU-Binnengrenzen
Schwein

Info Schwein

DBV-Präsident Rukwied unterstützt die Initiative der Europäischen Bewegung (EBD) für mehr Zusammenhalt in der Europäischen Union: „Um auch in der Corona-Krise eine breite Versorgung mit Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten, müssen die Grenzen innerhalb der EU offengehalten werden. Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, das Virus einzudämmen, müssen andere Wege gefunden werden als die Binnengrenzen der EU zu schließen. Landwirtschaft braucht ein offenes und freizügiges Europa. Grenzschließungen für Personen, die in kritischen Infrastrukturen wie Gesundheit oder auch Ernährung und Landwirtschaft arbeiten, sind nicht zielführend und müssen schnell gelockert werden. Auch Tierhaltungsbetriebe, die auch Teil der kritischen Infrastruktur sind, brauchen die Sicherheit, dass langjährige und verlässliche Fachkräfte aus anderen EU-Staaten kommen dürfen.“

22.04.2020
Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des ASP-Früherkennungsprogramms
Schwein

Info Schwein

In einem neuen Erlass des Nds. ML vom 21.04.2020 wurden Handlungsempfehlungen für die Veterinärämter zur Umsetzung des freiwilligen Programms zur ASP-Früherkennung und zur Anerkennung der Voraussetzungen des sog. Status nach DB2014/709/EU Art. 3 Punkt 3 geregelt. Durch Teilnahme am Programm kann das massive Probenaufkommen durch die virologische Untersuchung klinisch gesunder Schweine nach amtlicher ASP-Bestätigung in Deutschland deutlich reduziert werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Ihren Hoftierarzt und an Ihr zuständiges Veterinäramt.

22.04.2020
FLI: ASP-Einschleppungsrisiko unverändert hoch
Schwein

Info Schwein

Der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Prof. Thomas Mettenleiter, weist in einem Interview mit AgraEurope darauf hin, dass das Risiko einer ASP-Einschleppung unvermindert hoch ist und appelliert daher an die Schweinehalter, die Schweinehaltungshygieneverordnung strikt einzuhalten. Der notwendige Schutz vor der ASP wird durch das derzeitige Corona-Geschehen nicht gefährdet. Bei einem ASP-Ausbruch in Deutschland muss die Tierseuche mit allen erforderlichen Maßnahmen rasch bekämpft werden, ungeachtet der jetzigen Corona-Pandemie, so Mettenleiter. Eine Früherkennung sei das „A und O“, und daher ist es unerlässlich, alle verendet aufgefunden Wildschweine anzuzeigen und zu untersuchen. Als gute „Blaupause“ nennt Mettenleiter Tschechien mit seiner erfolgreichen ASP-Bekämpfungsstrategie.

Nach wie vor bewertet Mettenleiter den Gesundheits- und Hygienestatus in der heimischen Nutztierhaltung insgesamt als gut – je nach Tierart und -haltung ergeben sich aber Unterschiede. „In der Rinderhaltung sind wir noch längst nicht so weit wie bei Schweinen und Geflügel, für die es entsprechende Hygieneverordnungen gibt“, so Mettenleiter. Einen entscheidenden Einfluss auf den Hygienestatus eines Bestandes misst er dem Management zu, und zwar unabhängig von der Bestands-größe: „Gut geführte kleine Betriebe können besser sein als schlecht geführte große Tierhaltungen und umgekehrt.“

22.04.2020
US-Schlachtbetriebe müssen infolge Corona schließen
Schwein

Info Schwein

(az) In den USA müssen zunehmend Schlacht- und Zerlegebetriebe ihre Produktion stilllegen, weil Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind. Hiervon betroffen sind insbesondere Schweinehalter im gesamte Mittelwesten mit der Schweinehochburg Iowa mit fast einem Drittel des US-Schweinebestandes und ebenfalls beachtlichen Tierzahlen in Minnesota, Illinois und Indiana. Betriebsschließungen gab es bei Smithfield Foods in drei Verarbeitungsstätten, bei IBS und mittlerweile auch bei Rinder- und Geflügelschlachtereien, wie Cargill oder National Beef Packing. Nach Branchenschätzungen können in den USA zurzeit täglich 100.000 Schweine nicht verarbeitet werden, was etwa 20% der gesamten US-Kapazität entspricht.

22.04.2020
Corona-Krise: Arbeitstag von zwölf Stunden erlaubt
Schwein

Info Schwein

Aufgrund der Corona-Krise hat die Bundesregierung im Rahmen einer Rechtsverordnung am 07.04.2020 zugestimmt, für Arbeitnehmer in systemrelevanten Berufen eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden zu erlauben. Unter diese bis 30. Juni 2020 befristete Ausnahmeregelung vom Arbeitszeitgesetz fallen u.a. auch Tätigkeiten in der Landwirtschaft bzw. Tierhaltung, in Einrichtungen zur Behandlung und Pflege von Tieren sowie der Schlachtbranche. Verkürzt wurde die Mindestruhezeit zwischen Arbeitsende und -beginn – und zwar von üblicherweise 11 auf 9 Stunden.

22.04.2020
Schwache Rohölkurse drücken Raps
Pflanzen

Info Pflanze

Der Ölpreis ist in Folge der Corona Pandemie auf ein historisches Tief gefallen. Erstmals in der Geschichte ist der Erdölpreis an der New Yorkes Börse zeitweise ins Minus gerutscht. Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. Vergangene Woche noch hatte die Organisation der erdölexportierenden Länder eine Begrenzung der Mengen vereinbart. US Präsident Trump will den Absturz des Ölpreises nutzen, um die strategischen Ölreserven aufzustocken, diese sind in vier unterirdischen Depots gelagert. Der Kongress muss dem aber noch zustimmen. Diese und weitere bestehende weltweite Tanklager sollen mittlerweile aber fast voll sein.
Die schwachen Rohölkurse drücken die Rapskurse an der Euronext. Zu Beginn dieser Woche stiegen die Rapskurse zunächst, gaben zuletzt aber ihre anfänglichen Gewinne wieder vollständig ab. Sie rutschten durch den Rückgang von 5,50 €/t sogar wieder unter die Vorwochenlinie. Auftrieb brachten zunächst die Anbau- und Ernteprognosen für Raps in der EU, Kanada, Australien und der Ukraine. Nach Angaben des französischen Unternehmens Tallage dürften in der EU im kommenden Wirtschaftsjahr etwa 17,9 Mio. t Raps zusammenkommen, was zwar etwas mehr als im Vorjahr aber dennoch unterdurchschnittlich wäre. Zusätzlichen Auftrieb gab der etwas schwächere Euro.
Zuletzt ging es mit den Rapskursen dann aber wieder bergab, da der Rohölmarkt regelrecht einbrach und auch die Palmölkurse schwächer tendierten.

20.04.2020
Frühjahrsmahd: Junge Wildtiere effektiv schützen
Milch und Rind

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen fällt in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Der sogenannte „Drückinstinkt“ der Jungtiere in den ersten Lebenstagen führt dazu, dass sie meist bewegungslos auf dem Boden verharren, sobald eine Gefahr droht. Viele kleine und große Wildtiere finden dadurch jährlich bei der Mahd im Frühjahr den Tod.

Eine große Rolle spielt das relativ enge Zeitfenster zum Zeitpunkt der Mahd, die Gesamtfläche an Grünland von ca. 800.000 Hektar und die hohe Konzentration von Grünlandflächen in einigen Regionen Niedersachsens. Hinzu kommt regional durch das Zweikulturennutzungssystem der Grünroggen, in dem besonders viele Wildtiere zu erwarten sind. Die heutige Mähpraxis mit Geschwindigkeiten bis zu 15 km/h und Mähbreiten von 13 m und mehr lassen Rehwild, Hase, Fasan und anderen Bodenbrütern oftmals keine Chance. Es ist nicht nur der Schaden, den die Natur und nicht zuletzt die Artenvielfalt nehmen, im schlimmsten Falle stellen die durch Wildtierkörper verunreinigten Silagen eine Eintragsquelle für Botulismus dar.

Landvolk und Landesjägerschaft Niedersachsen empfehlen daher folgende präventive Maßnahmen: Durch unmittelbar vor der Mahd durchgeführte Vergrämungsmaßnahmen auf den zu mähenden Flächen kann bereits ein großer Teil der Wildtiere gerettet werden. Dabei sollten die Ernteflächen gezielt in den Stunden vor dem Mähtermin – idealerweise am Vorabend beunruhigt werden. Denn vor allem junge Kitze verlassen die Fläche nicht von allein, sondern werden dann von den Ricken aus der Fläche geführt. Nutzen sie einfache Hilfsmittel wie blau- oder rotweißes Flatterband, akustische Signaltongeber und farbigen Rundumleuchten. Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebild kann ebenfalls unterstützend wirken. Auch hier ist eine intensive Kommunikation zwischen allen Beteiligten wichtig.

Zum Teil ist es nicht möglich, zu einem Schnittzeitpunkt, auf den kompletten Flächen Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen. Sprechen sie in jedem Fall mit Ihrem Jagdpächter ab, in welchen Flächen er am ehesten Wild vermutet und beunruhigen sie möglichst diese Flächen. Konzentrieren sie sich auch auf den Randbereich, denn der Großteil des Wildes nutzt diesen. Während der Mahd sollte die Mähtechnik flächenspezifisch dem Tierverhalten angepasst werden. Dabei gilt, möglichst von innen nach außen oder bei Flächen an einer Straße von der Straße weg zu einer Seite mähen!

Entscheidend für eine Wildtier schonende Frühjahrsmahd ist eine frühe und gute Kommunikation zwischen Landwirt, Jäger und Lohnunternehmer, denn nur gemeinsam kann etwas bewegt werden!

Die richtige Frühmahd im Video erklärt>>