Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

10.06.2020
Sachkundelehrgang Ferkelkastration mittels Inhalationsnarkose (Isofluran- Schulung)
Schwein

Info Schwein

Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2021 rückt näher. Eine mögliche Alternative stellt die Ferkelkastration mittels Inhalationsnarkose dar.

Neben Tierärztinnen und Tierärzten darf die Isoflurannarkose in Zukunft auch durch sachkundige Personen durchgeführt werden. Die Grundlage dafür ist die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung – FerkBetSachkV vom 08.01.2020. Darin ist geregelt, was alles erforderlich ist, um die notwendige Sachkunde beim zuständigen Veterinäramt beantragen zu können.

Eine wesentliche Voraussetzung ist die Teilnahme an einem theoretischen Lehrgang, in dem die erforderlichen Fähigkeiten gemäß der Verordnung vermittelt werden. Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen Prüfung (schriftlich und mündlich) ab.

Die praktische Überprüfung erfolgt nach einer Praxisphase (zum Beispiel im eigenen Bestand in Zusammenarbeit mit dem bestandsbetreuenden Tierarzt) zu einem späteren Zeitpunkt.

Der Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet den Lehrgang an verschiedenen Orten in Niedersachsen an. Die maximale Teilnehmerzahl je Lehrgang beträgt am ersten Tag 30 Personen, am zweiten Tag können Prüfungsbedingt maximal 15 Personen teilnehmen (Teilung der Gruppe auf 2 Termine für den 2. Schulungstag).

Neben den direkt in Zusammenarbeit mit Erzeugergemeinschaften oder Beratungsorganisationen organisierten Lehrgangsterminen sind weitere frei buchbare Schulungstermine verfügbar.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.lwk-niedersachsen.de

10.06.2020
SVLFG: Arbeitsschutz bei Isofluran-Narkose beachten
Schwein

Info Schwein

Bei dem ab 01.01.2021 geltenden Verbot der betäubungs-losen Ferkelkastration hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau darauf hingewiesen, dass bei der Anwendung der Isofluran-Narkose die „sachkundige“ Person zusätzlich im Rahmen der Gefährdungs-beurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz für Sicherheit sorgen muss. Die arbeitsschutzrechtliche Risikobetrachtung des Unternehmers schließt neben der Routineanwendung auch den Umgang mit dem Tierarzneimittel, die Wartung des Geräts sowie den Filterwechsel am Gerät und vorher-sehbare Fehlbedienungen mit ein. Diese Thematik wird nach Kenntnis des DBV in der Regel auch im Rahmen der Sachkundelehrgänge aufgegriffen und behandelt.

Weitere Infos:

https://www.svlfg.de/ferkel-kastration

10.06.2020
Runder Tisch Ferkelkastration des BMEL
Schwein

Info Schwein

Zum 4. Runden Tisch Ferkelkastration via Videokonferenz, hatte am vergangenen Mittwoch Bundesministerin Julia Klöckner eingeladen. Sie zog eine positive Bilanz der bisher vom BMEL eingeleiteten Maßnahmen. So ist die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung seit Januar in Kraft, die staatliche Förderung für Isoflurangeräte eingerichtet als auch erste Isoflurangeräte zertifiziert. Ferner laufen die Schulungen zum Sachkundeerwerb sowie die allgemeinen Infoveranstaltungen an.

Klöckner verdeutlichte, dass es zu der betäubungslosen Ferkelkastration drei rechtskonforme Alternativen gebe: Jungebermast, Impfung gegen Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose. Die Wirtschaft sei aufgefordert, diese bestehenden Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu nutzen. Unmissverständlich stellte sie klar, dass die Lokalanästhesie nach derzeitigem Kenntnisstand keine wirksame Schmerzausschaltung im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellt und somit auch bei Anwendung durch den Tierarzt zum 1. Januar 2021 die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt.

https://www.bmel.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Presse/2020/200604-ferkelkastration.html

05.06.2020
Öko-Umsatz auch im April deutlich über 2019
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Auch im April haben die deutschen Haushalte laut den GfK Haushaltspanel Daten deutlich mehr Öko-Frischeprodukte gekauft als im April 2019. Und wieder sind die Umsätze der meisten Öko-Produkte stärker gestiegen als im Gesamtmarkt. Auffällig, so die AMI, ist das große Wachstum beim Fleischumsatz von zwei Drittel mehr als im April 2019. Öko-Schweinefleisch wurde zudem vom LEH stärker beworben als in 2019. Hier konnten laut AMI Tiefkühlbestände aufgebraucht werden, insbesondere aus Dänemark und den Niederlanden.

05.06.2020
Thünen Institut sucht Honorierungskonzept für Umweltleistungen des Ökolandbaus
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Die Höhe dieser Öko-Prämie wird bisher auf der Basis durchschnittlicher Zusatzkosten und Erlöseinbußen der Öko-Erzeu­gung im Vergleich zur konven­tionellen Wirtschaftsweise kalkuliert. Damit steht die Prämienhöhe in keinem Zusam­menhang zum Wert der er­brachten öffentlichen Leistungen. Außerdem bietet die Prämie keine finanziellen Anreize, Bewirtschaftungspraktiken um­zusetzen, die über die gesetz­lichen Öko-Anforderungen hin­ausgehen. Das TI forscht deshalb zusammen mit anderen Partnern zur differenzierten und kohärenten Honorierung von Umweltleis­tungen des Öko-Landbaus. https://bit.ly/372oTDb

05.06.2020
EU-Daten zu Öko-Importen aus Drittstaaten
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Die EU-Kommission hat Daten zu den Öko-Importen aus Drittstaaten in 2019 ver­öffentlicht. Demnach stagnierten die Importe 2019 weitgehend, obwohl der Öko-Markt stark wuchs. “Stable import volumes of organic pro­ducts: In 2019, the EU imported 3.24 million t of organic agri-food products. This represents a negligible increase compared to the 3.23 million t imported in 2018 (+ 0.4 %).”
Die Öko-Importe aus Drittstaaten entfallen ganz überwiegend auf Rohstoffe, die nicht in der EU erzeugt werden oder wie bei Ölkuchen (v. a. Soja) nicht in ausreichender Menge in der EU erzeugt werden. 80 % der Öko-Sojakuchen-Importe aus Drittstaaten stammen aus China.

Die Mengenangaben des Berichts basieren auf der Traces Erfassung über den Zoll beim Import.
Download des Reports auf Englisch unter: https://bit.ly/3cx1ISH

05.06.2020
Planungssicherheit für Sauenhalter fehlt weiter
Schwein

Info Schwein

DBV kritisiert erneute Verschiebung der Entscheidung zur Tierschutz—Nutztierhaltungsverordnung

(DBV) Der Vorsitzende des Arbeitskreises Sauenhaltung im Landvolk Niedersachsen, Enno Garbade, hat heute in Berlin vor dem Bundesratsgebäude für eine in der Praxis umsetzbare Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung geworben und gegenüber den Medien die Landvolkposition erläutert. Zusammen mit den Vertretern des DBV hat er wenig Verständnis für die erneute Verschiebung der Bundesrats-Entscheidung zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. ,,Nach jahrelanger intensiver Diskussion und Kompromisssuche muss jetzt eine Entscheidung möglich sein, die die Schweinehaltung in Deutschland nicht ins Aus befördert”, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. ,,Die Tierhalter sind Opfer eines politischen Schönheitswettbewerbs, in dem das Interesse an einer echten Lösung offensichtlich keine Rolle mehr spielt.” Ohne eine tragfähige und zeitnahe Regelung würde sich die Ferkelerzeugung noch mehr ins Ausland verlagern. Schon jetzt werden fast 12 Millionen Ferkel pro Jahr importiert.

Nach der letzten Verschiebung der Entscheidung im Februar hatten die Lander Nordrhein-Westfalen und Schleswig—Holstein den Auftrag bekommen, einen Kompromiss zu suchen. Hierüber wurde nun heute wieder nicht entschieden.

05.06.2020
Rapskurse fester, aber unter Vorwochenlinie
Pflanzen

Info Pflanze

Die Rapskurse an der Börse in Paris haben sich in den vergangen Handelstagen nach oben entwickelt. Zuletzt erreichten sie den Stand von 373 €/t. Die seit Beginn der Woche festere Kurstendenz fußt im Wesentlichen auf der Kürzung von Ernteprognosen für EU-Raps. So hat das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains seine Einschätzung für die EU-27+UK jüngst von 17,0 auf 16,7 Mio. t verringert. Damit wurde die Ernteprognose nun bereits den fünften Monat in Folge zurückgenommen und würde, den Zahlen des Beratungsunternehmens zufolge, das schwache Vorjahresergebnis von 16,9 Mio. t damit noch verfehlen. Es wäre zudem das schwächste Ergebnis seit 2006. Ungünstige Witterungsbedingungen in wichtigen Anbauregionen der Gemeinschaft sind der Grund für die Abwärtskorrekturen.