Ab dem 1. Januar 2026 gilt in Niedersachsen eine neue Verpflichtung für alle Geflügel haltenden Betriebe, auch für Kleinstbetriebe und Hobbyhaltungen. Gemäß dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt müssen die Betriebe künftig einen schriftlichen Biosicherheitsmanagementplan vorhalten. Ziel ist es, den Eintrag von Tierseuchen wirksam zu verhindern und betriebsinterne Maßnahmen zur Seuchenprävention zu dokumentieren. Der Plan umfasst unter anderem Regelungen zum Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehr, zur Stallhygiene sowie zum Umgang mit betriebseigener Ausrüstung. Um die Umsetzung zu erleichtern, haben die Niedersächsische Tierseuchenkasse, das Landvolk Niedersachsen und weitere Partner eine umfassende Arbeitshilfe erstellt. Sie enthält einen Leitfaden, Checklisten sowie ein ausfüllbares Formular. Es wird empfohlen, den Biosicherheitsmanagementplan gemeinsam mit einem Tierarzt oder einer Fachberatung auszufüllen. Die Beratungskosten werden vollständig von der Tierseuchenkasse übernommen. Der Plan ist jährlich zu überprüfen und zu aktualisieren. Liegt bis zum Stichtag kein Plan vor, kann dies im Seuchenfall zu Kürzungen bei Entschädigungsleistungen führen. Weitere Informationen, der Leitfaden mit Checklisten, der Biosicherheitsmanagementplan sowie eine Liste geschulter Tierärzt:innen und Fachberater:innen sind online abrufbar: Biosicherheit allgemein – Biosicherheit allgemein – Niedersächsische Tierseuchenkasse
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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23.07.2025
Update: Afrikanische Schweinepest in NRW Schwein
Am vergangenen Freitag hat der Kreis Olpe eine neue Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen veröffentlicht. Sie legt ein Kerngebiet fest, das die Hauptregion mit bisher bestätigten ASP-Fällen umfasst. Innerhalb dieses Gebiets sind jagdliche Aktivitäten weiter eingeschränkt, zudem ist die land- und forstwirtschaftliche Nutzung bis zum 17. Januar 2026 grundsätzlich untersagt. Ausnahmen sind nach Rücksprache mit der Kreisveterinärbehörde und unter Auflagen möglich. Mit Stand vom 21. Juli wurden insgesamt 37 Wildschweine positiv getestet. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde mit dem Bau von Schutzzäunen begonnen. In den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein sind bereits mehrere Kilometer mobiler und fester Zäune entlang der Sperrzone II errichtet worden.
23.07.2025
ASP-Lage in Deutschland und Europa Schwein
(FLI) Im aktuellen Berichtszeitraum (Juni) wurde in Deutschland kein weiterer ASP-Ausbruch in Hausschweinebeständen gemeldet. Die Zahl der Ausbrüche sinkt europaweit weiter. Aus Rumänien wurden 19 neue Fälle gemeldet. Polen registrierte erstmals in diesem Jahr zwei Ausbrüche. Auch in Griechenland traten zwei Fälle auf, Serbien und Moldau meldeten jeweils einen Ausbruch. Die Zahl der Wildschwein-Fälle ist ebenfalls rückläufig. In Deutschland wurden 115 Fälle festgestellt, vor allem in Hessen (98) und Baden-Württemberg (6). Aus Brandenburg gab es erstmals keine neuen Nachweise. In Rheinland-Pfalz und Sachsen blieb die Lage weiterhin stabil. In NRW wurde die ASP im Juni erstmals festgestellt. Polen meldete mit 210 Fällen erneut die meisten Wildschweinnachweise, gefolgt von Litauen (56), Ungarn (47), Lettland (28) und Italien (20). Angesichts der Lage mahnen Behörden weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit. Biosicherheitsmaßnahmen in Schweinehaltungen sollten überprüft und konsequent umgesetzt werden. Den vollständigen Radar Bulletin finden sie unter: Radar Bulletin Deutschland, 06.2025
23.07.2025
EU will Fleischbegriffe stärker schützen Schwein
Die EU-Kommission plant, traditionelle Fleischbezeichnungen wie „Lende“, „Haxen“ oder „Speck“ künftig ausschließlich für tierische Produkte zuzulassen. Das geht aus ihrem Vorschlag zur Überarbeitung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) hervor. Ziel sei es, Verbraucher nicht zu täuschen und kulturell geprägte Begriffe zu schützen. Zudem verweist die Kommission auf ihre agrarpolitische Vision, in der sie eine stärkere Tierhaltung innerhalb der EU betont. Diese sei hohen Standards verpflichtet, aber wirtschaftlich oft benachteiligt.
Kritik kommt erwartungsgemäß von der European Vegetarian Union, die vor der Schwächung pflanzlicher Alternativen warnt. Die Reform widerspreche dem Ziel, Ernährungssicherheit und Klimaschutz zu fördern, und behindere neue Einkommensquellen für die Landwirtschaft.
23.07.2025
Globale Fleischerzeugung steigt bis 2034 um 13 % Schwein
Laut einer aktuellen Prognose von OECD und FAO wird die globale Fleischerzeugung bis 2034 um 13 % auf rund 406 Mio. Tonnen jährlich steigen. Auch der Fleischkonsum nimmt weiter zu: Schwein (+5 %), Geflügel (+21 %), Rind (+13 %) und Schaf (+16 %). In der EU dürfte Geflügel zunehmend Rind-, Schweine- und Schaffleisch ersetzen, während der Fleischverbrauch pro Kopf weitgehend stabil bleibt. Besonders stark wächst der Konsum in Brasilien, Indonesien, den Philippinen, den USA, Vietnam und Afrika. Schweinefleisch bleibt ein zentrales Element der weltweiten Ernährung, auch wenn das Wachstum moderat ausfällt. In China, der EU, Japan und der Schweiz dürfte der Verbrauch stagnieren oder leicht sinken, bedingt durch Gesundheits- und Umweltbedenken.
18.07.2025
Regen bremst deutsche Getreideernte Pflanzen
Erste Partien an Weizen, Roggen und Sommergerste zeigten gute Qualitätsergebnisse, waren aber zu klein, um daraus Rückschlüsse auf die gesamte Ernte zu ziehen. Jetzt pausieren die Drescher wegen der teils ergiebigen Regenfälle und die Sorge um Qualitätsverluste wächst.
(AMI) Die Winterweizenernte hat begonnen und wurde vom Regen gestoppt. Es kommen nur erste kleine Mengen an den Markt. Hinsichtlich der Qualität ist von zufriedenstellenden Ergebnissen die Rede. Mittlere Hektolitergewichte und durchaus ansehnliche Proteingehalte sollen erzielt worden sein. Doch mit der wechselhaften Witterung wächst die Sorge um Auswuchs und sinkende Fallzahlen, beim Hartweizen wird die Glasigkeit der Körner beeinträchtigt. Erzeuger versuchen diesen Qualitätseinbußen durch vorgezogenen Drusch zu begegnen, was allerdings zu Preisabzügen wegen zu hohem Feuchtegehalt führt.
Die schwankenden Terminkurse sind aktuell auch keine Hilfe bei der Preisfindung, die am Kassamarkt noch lange nicht abgeschlossen ist. Das zeigen die teils noch sehr großen Preisunterschiede in den Meldungen. Alterntig wird nur noch aus Hessen gemeldet, in allen anderen Regionen liegt der Fokus vorrangig auf der neuen Ernte. Immerhin scheinen die zuvor schwachen Erzeugerpreise ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Die Erzeugerpreise haben sich in der aktuellen Woche für Mahlweizen nach oben bewegt, allerdings so geringfügig, dass Erzeuger weiterhin einen Verkauf nicht in Betracht ziehen. Im Getreidehandel herrscht derzeit ausgeprägte Zurückhaltung: Es finden praktisch keine Abschlüsse statt, sowohl auf Seiten der Erzeuger als auch bei den Abnehmern wie Mühlen und Mischfutterherstellern.
Neuerntiger Brotweizen wird im Bundesdurchschnitt mit 178,60 (145-199,50) EUR/t bewertet. Preisober- und Untergrenze liegen jeweils 10 EUR/t über der Vorwoche, der Durchschnitt allerdings nur 3,66 EUR/t höher. Für Qualitätsweizen werden knapp 195 (165-220) EUR/t gemeldet, hier stieg die Preisobergrenze sogar um 20 EUR/t. Im Bundesdurchschnitt sind das 2 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Gleiches gilt für Eliteweizen mit 215,35 (175-230) EUR/t frei Lager und unveränderter Spanne. Brotroggen wird mit 150 (120-169) EUR/t marginal unter Vorwochenlinie bewertet, wobei sich die Spannenuntergrenze um 15 EUR/t abgesenkt hat. Parallel dazu ist auf den Märkten für Braugerste ein deutlicher Preisverfall zu beobachten. Die Nachfrage ist aktuell kaum vorhanden, während gleichzeitig ein überdurchschnittliches Angebot auf dem Markt ist – ein Ungleichgewicht, das die Preise massiv unter Druck setzt. Braugerste frei Erfasserlager tendiert erneut schwächer, gibt auf 191 (163-210) EUR/t nur noch marginal, 0,31 EUR/t, nach. Allerding ist die Spannenuntergrenze gegenüber Vorwoche um 15 EUR/t abgesackt. Auf Großhandelsstufe gibt es derzeit kein Kaufideen, auch nicht mehr für Lieferungen ab Januar 26. Auf Großhandelsebene werden zur Lieferung ab Oktober 25 Offerten um 238 EUR/t franko Oberrhein genannt und damit 8 EUR/t weniger als vor einer Woche.
18.07.2025
Weizenkurse in Paris mit Wochenplus Pflanzen
Die Kurse profitieren der gebremsten, russischen Weizenernte und den daraus resultierenden, schleppenden Exporten.
(AMI) An der Börse in Paris schließen die Weizenkurse gegenüber Vorwoche fester. Am 16.07.2025 notierte der Fronttermin September 25 bei 198,50 EUR/t, damit 1,75 EUR/t über Vorwochenniveau. Zwischenzeitlich konnte der Fronttermin die Linie von 200 EUR/t überschreiten, aber nicht halten. Spätere Kontrakte verzeichnen ebenfalls ein Wochenplus von bis zu 1,75 EUR/t.
Für Auftrieb sorgt insbesondere die Entwicklungen in Russland. Der nur zögerliche Start der russischen Ernte in Verbindung mit der Verkaufszurückhaltung russischer Erzeuger aufgrund der niedrigen Preise stützen die Pariser Weizenkurse. Nach Angaben von Marktteilnehmern dürften die russischen Weizenlieferungen im Juli 25 wahrscheinlich die niedrigsten seit Jahren sein, weswegen die Regierungen Maßnahmen zur Förderung der Agrarexporte anordnete. Das knappe russische Weizenangebot ließ jüngst auch die Geschäfte mit Ägypten scheitern. Das öffnet den Anbietern in der EU Chancen. Das dürfte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn eine Beschleunigung der russischen Ernte, die voraussichtlich auch noch üppig ausfallen wird, ist absehbar. Allerdings senkte das russische Beratungsunternehmen IKAR kürzlich seine Weizenernteprognose um 0,5 auf 84 Mio. t.
Die EU-Weichweizenexporte starteten lahm in das neue Wirtschaftsjahr. Vom 01.07-13.07.2025 exportierte die Gemeinschaft nach Angaben der EU-Kommission lediglich 245.718 t, verglichen mit 1,12 Mio. t im Vorjahreszeitraum und 1,5 Mio. t in 2023/24. Der schwächelnde Eurokurs, die Währung verlor seit dem 01.07.25 rund 1,8 % an Wert, bot keine Unterstützung, denn Käufer sind am Markt nur selten zu finden und wenn, wird oftmals Weizen aus der Schwarzmeerregion bevorzugt. Die für die EU in 2025/26 bislang größten Weichweizenabnehmer sind Algerien mit 63.000 t (Vorjahr: 31.500 t), Kamerun mit 51.700 t (23.700 t) und der Libanon mit 30.000 t (45.052 t). Die größte Weichweizenmenge lieferte in den ersten beiden Juliwochen Rumänien mit 176.027 t (286.450 t), mit großem Abstand gefolgt von Polen mit 27.295 t (64.236 t).
EU-Weizenernte 25 über Vorjahr taxiert
Das französische Analystenhaus Tallage ließ in seinem monatlichen Bericht die Prognose für die diesjährige EU-Weichweizenernte unverändert. Tallage rechnet weiterhin mit 130,7 Mio. t, das wären 15 % mehr gegenüber der ungewöhnlich schwachen Ernte 2024. Die bisherigen Ernteergebnisse zeigen zufriedenstellende Erträge in Rumänien, Bulgarien und auf der iberischen Halbinsel. Hohe Temperaturen und ein Mangel an Niederschlägen dämpften die Gewinne noch. Neben den Erträgen überzeugen bislang mit wenigen Ausnahmen auch die Qualitäten.
18.07.2025
Kaum Neugeschäft am deutschen Rapsmarkt Pflanzen
Das aktuelle Preisniveau bietet für Erzeuger auch weiterhin keinen Anreiz zum Verkauf. So bleiben die Umsätze auch weiterhin gering. Mit Spannung werden dagegen die ersten Ertragsmeldungen zur diesjährigen Rapsernte erwartet.
(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen knüpften an die Gewinne der Vorwoche an. So verzeichnete der Fronttermin August vier Tage in Folge grüne Zahlen und gewinnt auf Wochensicht rund 10 auf 476,25 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2026 konnten sich befestigen, auch wenn das Plus hier weniger deutlich ausfiel. So schloss der August-26-Kontrakt am 15.07.2025 bei 474,25 EUR/t und damit rund 3,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Unterstützung bot dabei insbesondere der zuletzt schwächere Euro. Die rückläufige Gemeinschaftswährung vergünstigte EU-Partien für Abnehmer aus anderen Währungsländern und steigerte damit die Wettbewerbsfähigkeit. Gedämpft wurde der Kursanstieg jedoch durch die laufenden Ernten in Europa.
Mit dem Plus in Paris ging es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Franko Hamburg waren bei unverändertem Aufgeld mit 464 rund 10 EUR/t mehr möglich als noch in der Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 10 auf 479 EUR/t verteuerten. Umsätze standen hier jedoch auch weiterhin kaum dahinter.
Auch auf Erzeugerstufe ging es aufwärts, hier konnte der Kursanstieg jedoch nicht vollständig nachvollzogen werden. Im Bundesdurchschnitt wurden für Partien der Ernte 2025 rund 446,10 EUR/t verlangt und damit 3,30 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangierten dabei in einer Spanne von 420-475 EUR/t. Seitens des Handels herrschte auch weiterhin Zurückhaltung: sowohl seitens der Erzeuger als auch der Ölmühlen. Angesichts des weiterhin niedrigen Preisniveaus blieb die Abgabebereitschaft unverändert gering.
Erste Rapserträge enttäuschen regional
Aus zahlreichen Regionen Deutschlands wird derzeit von einem wechselhaften Witterungsverlauf berichtet, der stark an typisches Aprilwetter erinnert: Sonne, Regen und Wind wechseln sich in kurzer Folge ab und erschweren die Arbeiten auf den Feldern. Regional wurden bereits erste Partien Winterraps geerntet, wenn auch nur vereinzelt und auf kleineren Flächen. Erste Ertragsmeldungen rangieren dabei im Osten Deutschlands zwischen 35 und 42 dt/ha und liegen somit im Rahmen der Erwartungen. In Sachsen-Anhalt konnten die ersten Schläge mit rund 30 dt/ha jedoch nicht zufriedenstellen. Die Zahlen lassen allerdings, angesichts des bislang geringen Meldeumfangs, noch keine belastbare Aussage über das Gesamtniveau der Ernte zu. Auch in Südbaden fiel bereits der Startschuss für die diesjährige Rapsernte. Die erzielten Ölgehalte liegen bei 43-44 %, wobei die Erträge auch hier bisher geringer ausfallen als im Vorfeld erhofft. Sollte die Witterung in den kommenden Tagen stabil und trocken bleiben, wird auch andernorts mit dem Start der Rapsernte gerechnet.
18.07.2025
Viel größerer Konsumkartoffelanbau in der EU Pflanzen
Im Jahr 2025 werden wohl 77.000 ha mehr Kartoffeln angebaut – vor allem wohl Verarbeitungsrohstoff. Neueinsteiger in den Anbau von Kartoffeln waren ein wichtiger Treiber.
(AMI) In vielen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurden in dieses Jahr die Anbauflächen mit Kartoffeln ausgeweitet. Dabei ist die Entwicklung in West- und Mitteleuropa besonders rasant. Überall kamen mindestens 10.000 ha hinzu, in Polen sogar 15.000 ha und in Frankreich gar 20.000 ha, so die aktuelle Zusammenstellung von Anbaudaten aus den einzelnen Ländern durch die Agrarmarkt Informations-GmbH Mitte Juli. Selbst in Südeuropa wagten Landwirte etwas mehr, nur auf dem Balkan ist der Trend weiter rückläufig, besonders in Rumänien mit dem dort noch umfangreichsten Kartoffelanbau.
In der Summe ergeben alle vorläufigen und vereinzelt geschätzten Daten ein Areal von 1,47 Mio. ha, rund 77.000 ha mehr als im Vorjahr.
Die Haupttreiber dieser Entwicklung dürften einerseits die schlechte Erlösaussichten bei alternativen Feldfrüchten gewesen sein und andererseits die Euphorie um einen Boom beim Ausbau und Neubau von Pommes frites Fabriken, der mehrere Jahre in Folge für hohe Preise für den Rohstoff Kartoffeln gesorgt hat. Dort, wo sich Beobachter gut auskennen, ist daher auch immer zu hören, dass vor allem mehr Verarbeitungskartoffeln angebaut wurden, und zwar mitunter vor allem von Neueinsteigern. Dabei wurden auch frühe Sorten stärker berücksichtigt, wie Daten aus Belgien zeigen oder es in Frankreich – Raum Bordeaux – heißt. Aber auch mehr Speisekartoffeln dürfte es geben. Klarer ist hingegen, dass einiges mehr an Pflanzgut erzeugt wird. Der Stärkekartoffelanbau hat sich in den meisten Fällen wohl gut behauptet, legte aber in Dänemark kräftig um 5.500 ha zu.

