Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

16.09.2025
Umfrage zur Moorwiedervernässung

Jetzt teilnehmen!

Die Georg-August-Universität Göttingen führt aktuell eine Umfrage zur Moorwiedervernässung durch. Teilnehmen können alle Landwirtinnen und Landwirte sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, ganz gleich, ob Sie Moorflächen besitzen oder bewirtschaften.

Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Unter allen vollständig ausgefüllten Umfragen wird ein Baustellenradio verlost.

Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass Ihre Interessen bei zukünftigen Moorwiedervernässungen besser berücksichtigt werden.

Hier geht’s zur Umfrage:

Direkt zur Umfrage.

Erste Zwischenergebnisse (auf Basis der aktuellen Stichprobe):

• Über 200 Landwirtinnen und Landwirte haben die Umfrage bereits abgeschlossen.
• Die Teilnehmenden sind überwiegend jünger und bewirtschaften im Durchschnitt größere Betriebe.
• Etwa 120 Teilnehmende sind direkt betroffen, da sie Moorflächen besitzen und/oder bewirtschaften.
• Die meisten Betroffenen befinden sich noch am Anfang eines möglichen Entscheidungsprozesses.
• Als größte Hindernisse werden fehlende finanzielle Anreize und Unsicherheiten bei der Kompensation genannt.
• Gleichzeitig wünschen sich Landwirtinnen und Landwirte vor allem Entscheidungsfreiheit und die Erhaltung von Nutzungsmöglichkeiten bei Förderprogrammen.

Für eine vertiefte Analyse wäre es großartig, wenn noch mehr Landwirtinnen und Landwirte, sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene, teilnehmen würden, um die Datenbasis zu erweitern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

11.09.2025
Landwirtschaft stemmt Versorgung und ächzt unter Kritik

Bei der neuen Folge des Landvolk-Podcasts steht die Schweinehaltung im Fokus

In der vierten Folge des Landvolk-Podcasts zum Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“ stehen die aktuellen Umfrageergebnisse aus der Schweinehaltung im Fokus. Natascha Henze, Referentin für Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen, hat die Umfrage ausgewertet. „Die größte Herausforderung für viele Schweinehalter ist der Bürokratie- und Dokumentationsaufwand. Gleichzeitig müssen sie sich auf politische Unsicherheiten einstellen“, erläutert sie im Podcast. Besonders Sauenhalterinnen und Sauenhalter stehen und standen häufig vor umfangreichen und teuren Stallumbauten, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten.

„Die Schweinehaltung war in den vergangenen Jahren geprägt von Unsicherheit. Gute Preise waren zwar möglich, aber politische Entwicklungen und Investitionsfragen haben die Betriebe in Atem gehalten“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Besonders die Haltungsformstufen 3 bis 5 stellen laut Ehlers eine große Herausforderung dar: „Ab Haltungsstufe 3 braucht es massive Umbauten. Das geht nur mit mehrjährigen Abnahmeverträgen.“ Die Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der Betriebe noch in Haltungsstufe 1 oder 2 produzieren. „Tierwohl ist ein zentrales Thema, 60 Prozent der Schweinehalter planen Investitionen in diesen Bereich“, fasst Henze zusammen.

Auch der Wettbewerb durch Importe mit niedrigeren Standards setzt den Betrieben zu. „Die Landwirte halten ihre Tiere nach hohen deutschen Standards, aber wenn billigeres Fleisch aus dem Ausland auf den Markt kommt, geraten sie unter enormen Druck“, betont Henze. Ein weiterer Faktor sei der Lebensmitteleinzelhandel, der viele Anforderungen vorgebe. „Für uns Landwirte ist entscheidend, was der Verbraucher will. Gesetzgeber und Handel setzen Rahmen, aber die Nachfrage bestimmt letztlich, was wir liefern“, verdeutlicht Ehlers.

Die Zukunft landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Schweinehaltung, hängt zudem stark von der Hofnachfolge ab. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer sieht bereits eine Hofnachfolge in Aussicht, ein Fünftel hat den Betrieb kürzlich übernommen, während andere noch unklar planen oder die Tierhaltung aufgeben wollen. Trotz dieser Unsicherheiten ist etwa die Hälfte der befragten Landwirtinnen und Landwirte optimistisch und möchte die Schweinehaltung in bestehendem Umfang fortführen. „Meine Frau und ich haben Spaß daran, höhere Haltungsformstufen auszuprobieren und das Bestmögliche für unsere Tiere zu erreichen“, sagt Ehlers. Stellvertretend steht er damit für die hohe Anzahl an Landwirtsfamilien, die sich zum Beispiel in der Initiative Tierwohl engagieren, „Da war die Nachfrage doppelt so hoch, wie es Plätze gab“, erinnert er sich.

Gleichzeitig erlebt fast die Hälfte der Schweinehalterinnen und Schweinehalter hohe psychische Belastungen und zunehmende Kritik von außen. Sie fühlen sich durch mediale Berichterstattung und gesellschaftliche Diskussionen unter Druck gesetzt, obwohl sie nach deutschen Spitzenstandards arbeiten. „Das macht mir Sorgen, wie eskalierend allgemein in der Gesellschaft diskutiert wird“, sagt Ehlers. Er nimmt wahr, dass es bei einigen Organisationen zum Geschäftsmodell gehört, in Ställe einzubrechen, um später mit den Bildern Spenden einzusammeln. „Bei uns kann jeder 24/7 durch ein Fenster in den Stall gucken“, bietet er an und fordert mehr sachliche Auseinandersetzung zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ein.

Seine politischen Erwartungen richten sich vor allem auf praxistaugliche Regelungen, insbesondere beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. „Da gibt es viele Dinge, die so nicht funktionieren und die auch jedem klar sind. Da brauchen wir schnell eine Nachbesserung“, macht Ehlers deutlich. Außerdem liegt ihm die Stärkung der Sauenhaltung am Herzen: „Unser Ziel muss es sein, die Erzeugung von deutschem Schweinefleisch mit deutschen Ferkeln langfristig zu sichern und die Branche zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Podcast-Folge ist ab sofort HIER verfügbar.

09.09.2025
Stromsteuerentlastung und Agrardiesel

rechtzeitig beantragen

Sehr geehrte Mitglieder,

gern möchten wir Sie über folgende Themen unterrichten:

  1. Stromsteuerentlastung
  2. Agrardiesel – Antragstellung trotz gesenktem Vergütungssatz empfohlen
  3. Hinweis zur Erreichbarkeit zwischen den Jahren

Stromsteuerentlastung Wie bereits mitgeteilt, wurde die Stromsteuerentlastung von 5,13 € auf 20,00 € je MWh versteuerten Strom angehoben. Die Antragsfrist für das Kalenderjahr 2024 endet am 31.12.2025. Die Antragstellung erfolgt über das BuG-Portal des Zolls mittels Elster-Zertifikat.

Agrardiesel Der Vergütungssatz wurde bekanntermaßen auf 12,88 Cent pro Liter gesenkt, sodass die Förderung in diesem Jahr vergleichsweise niedrig ausfällt.

Bitte beachten Sie jedoch:

• Auch wenn die Erstattung dieses Jahr gering ist, empfiehlt sich eine Antragstellung. • Wird kein Antrag gestellt, ist im darauffolgenden Jahr mit einem erheblichen Mehraufwand zu rechnen.

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass unsere Geschäftsstelle voraussichtlich zwischen den Jahren geschlossen sein wird. Wir empfehlen daher dringend, unsere Hilfe rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Melden Sie sich dafür bei Thomas Exner (04261-6303-101 oder exner@landvolk-row-ver.de) oder Finnja Müller-Stöver (04231-9263-345 oder mueller-stoever@landvolk-row-ver.de).

08.09.2025
Herdenschutztag

im Landkreis Verden

Letzte Woche fand der Infotag zum Thema Herdenschutz in Langwedel-Völkersen statt, zu dem auch unser Bezirksverband eingeladen hatte - mit großem Erfolg! Rund 60 Teilnehmende informierten sich über praxisnahe Möglichkeiten und Grenzen wolfsabweisender Zäune.

An den Stationen gab es spannende Einblicke:

  1. Mobile Zäunung – Einsatz & Grenzen

  2. Aufbau, Elektrifizierung & Erdung von Drahtzäunen

  3. Vorführung moderner Mäh- & Mulchtechnik

  4. Infos zu Fördermöglichkeiten & Anträgen

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, Unterstützer und Besucher.

08.09.2025
Tradition trifft Können

Kreisleistungspflügen im Landkreis Verden

Am vergangenen Freitag fand das jährliche Kreisleistungspflügen des Landkreises Verden auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebs von Hans-Heinrich Intemann in Langwedel/Schülingen statt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Insgesamt traten 19 Auszubildende der Landwirtschaft aus allen drei Lehrjahren in der Kategorie Drehpflügen an, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Das Kreisleistungspflügen verbindet die Pflege einer langjährigen Tradition mit aktuellen agrarpolitischen Herausforderungen, wie der Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln. So bleibt der Pflug auch in modernen Anbausystemen ein interessantes Werkzeug.

„Der Wettbewerb bietet den jungen Landwirtinnen und Landwirten eine wertvolle Gelegenheit, ihre Fähigkeiten praktisch zu erproben und dazuzulernen. Gleichzeitig unterstützt er die berufliche Ausbildung, indem er Motivation und Fachkompetenz stärkt, eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft in der Landwirtschaft“, erklärte Lars Ruschmeyer aus dem Vorstand des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden in seiner Eröffnungsrede.

Den ersten Platz sicherte sich Linus Plogsties, wohnhaft in Etelsen (Ausbildungsbetrieb Cordes GbR). Den zweiten Platz teilten sich Ole Mindermann aus Hohenaverbergen (Ausbildungsbetrieb Lars Hogrefe) und Leon Krupp aus Völkersen (Ausbildungsbetrieb Hans-Heinrich Intemann). Auf Platz drei pflügte sich Justus Dehnbostel (Ausbildungsbetrieb Harm Kruse KG).

Ein großes Dankeschön gilt allen, die diesen Wettbewerb ermöglicht haben: Hans-Heinrich Intemann stellte seine Flächen zur Verfügung, nachdem ihn einer der Auszubildenden, der bereits seit Jahren auch außerhalb seiner Ausbildung in seiner Freizeit auf seinem Betrieb mit anpackt, darum gebeten hatte. Gerne unterstützte er so das Kreisleistungspflügen – bereits zum dritten Mal. Ein großer Dank gilt außerdem den ehrenamtlichen Richtern, den Lehrkräften der BBS Verden sowie den Freunden der Landwirtschaft Verden, die für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten.

04.09.2025
Dialog und Einblicke bei Masterrind in Verden

Kirche trifft Landwirtschaft

Rund 60 Teilnehmende folgten am 3. September 2025 der Einladung des Landvolk-Bezirksverbandes Stade und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (Sprengel Stade) zur traditionsreichen Veranstaltung „Kirche trifft Landwirtschaft“ bei MASTERRIND in Verden. Neben einem Rundgang und einem Vortrag zur Arbeit bei Masterrind gab es sowohl Einblicke in die kirchlichen als auch in die landwirtschaftlichen der Zeit. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Segen von Superintendentin Susanne Wendorf-von Blum.

Tradition und Dialog

„Es ist eine gute Tradition, die wir über viele Jahre aufrechterhalten haben“, betonte Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolk-Bezirksverbands Stade. zur Begrüßung. Für beide Seiten gebe es zahlreiche Anknüpfungspunkte im ländlichen Raum. Und Hermann-Jürgen Schmidt von der Masterrind ergänzte: „Das passt hier schon – Landwirtschaft und Kirche.“

Einblicke in die Bullenhaltung und das Labor

Beim Rundgang durch die Stallungen erhielten die Gäste spannende Einblicke in die Arbeitsweise von MASTERRIND:

• In zwei Ställen werden rund 250 Bullen gehalten, darunter ein Quarantänestall.

• Vier Tage pro Woche werden Bullen zur Samenentnahme eingesetzt – streng überwacht per Ohrmarkenscan, um Verwechslungen auszuschließen.

• Das gewonnene Sperma wird zunächst visuell kontrolliert, anschließend im Labor weiterverarbeitet.

Auch die Arbeit im Labor wurde fachmännisch in einzelnen Schritten erklärt:

• Messung von Dichte und Volumen sowie Qualitätskontrolle per Software

• Verdünnung mit Puffersubstanzen, Eigelb und Fruktose zum Schutz der Zellen

• Abfüllung in Pailletten und kontrollierte Tiefkühlung auf –150 Grad.

• Mikrobiologische Tests stellen sicher, dass keine Keime weitergetragen werden.

Kirche im ländlichen Raum

Superintendent Dr. Martin Krarup ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen der Kirche ein: „Wir müssen im Gespräch mit den Menschen in den Dörfern bleiben. Die sinkenden Mitgliederzahlen sind nun Realität. Gleichzeitig wollen wir junge Menschen für Engagement in der Kirche gewinnen.“ Darüber hinaus betonte er die Klimaziele der Landeskirche: „Wir wollen bis 2045 klimaneutral sein. Dazu gehört auch der Austausch mit unseren Pächtern über die Klimabilanz.“ Dass dieser stets fair und im Miteinander geschehen solle, forderten die anwesenden Landwirte im Raum.

Landwirtschaftliche Perspektiven

Zum Abschluss berichteten Alexander von Hammerstein und Jörn Ehlers vom Landvolk über aktuelle Themen der Landwirtschaft: von Ernteergebnissen („okay bis gut“), über Wetter- und Biosicherheitsfragen bis hin zu Mindestlohn, Planungssicherheit und schwierigen Preisperspektiven. „Etwas Wetter ist noch übrig“, hieß es augenzwinkernd mit Blick auf die Wetterstation. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie eng Kirche und Landwirtschaft im ländlichen Raum miteinander verbunden sind – sei es in Fragen von Tradition, Klimaschutz oder Zukunftsperspektiven.

02.09.2025
Agrarstrukturgesetz: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Landvolk fordert Korrekturen des Entwurfs, um bäuerliche Strukturen zu sichern

Das Landvolk Niedersachsen sieht im neuen Gesetz zur Sicherung und Verbesserung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen (kurz: Agrarstrukturgesetz) erheblichen Nachbesserungsbedarf. Zwar sei der politische Wille, bäuerliche Strukturen zu stärken, erkennbar – die Umsetzung aber gehe in einigen Regelungsbereichen in eine völlig falsche Richtung. „Wir Landwirte haben uns das nicht ausgesucht, sondern bekommen erneut sehr kritische Punkte aufgedrückt“, kritisiert Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg den am vergangenen Dienstag vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf. Positiv sei lediglich, dass einzelne Anmerkungen aus der Verbandsbeteiligung berücksichtigt wurden.

„Doch aktuell ist es für Niedersachsens Landwirte ein Agrarstrukturverschlimmerungsgesetz“, fasst Kohlenberg zusammen. Am Mittwoch, den 3.9.25, wird Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte in einer Pressekonferenz das neue Agrarstrukturgesetz vorstellen.

Besonders im Landpachtverkehrsrecht erkennt der Verband massive Probleme. Der Ansatz für den Beanstandungsgrund der nachteiligen Flächenanhäufung, das Vierfache des niedersächsischen Durchschnittsbetriebs (292 ha) anzusetzen, sowie die Regelung zur Bestimmung der durchschnittlichen Pachtpreishöhe seien praxisfern und abzulehnen. „Die Regelungen könnten die Pachtpreise weiter in die Höhe treiben, also einen gegenteiligen Effekt hervorrufen, die bäuerliche Betriebe kaum noch stemmen können. Stattdessen braucht es eine realitätsgerechte Bewertung, die die Wirtschaftlichkeit von Familienbetrieben nicht gefährdet“, fordert Kohlenberg.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Geschäfte im Grundstücksverkehrsrecht, bei denen die Genehmigung zu erteilen ist. Hier sollen zukünftig für eine Naturschutzmaßnahme neben anerkannten Naturschutzvereinigungen und kommunalen Körperschaften auch andere Naturschutzträger privilegiert werden. Für das Landvolk ist dies „nicht akzeptabel“, da wertvolle Flächen so dem Nahrungsmittelanbau entzogen werden könnten. „Das führt zu weiterer Flächenverknappung und erhöht den Druck auf unsere Betriebe enorm“, sagt Kohlenberg. Auch zusätzliche Zugriffsmöglichkeiten für öffentlich-rechtliche Körperschaften hinsichtlich Hochwasser- oder Küstenschutzmaßnahmen würden die Flächenkonkurrenz verschärfen.

Zudem warnt das Landvolk vor einem weiteren Bürokratie-Monster. Schon jetzt seien die Grundstücksverkehrsausschüsse stark belastet. Durch die neuen Regelungen drohe eine Überforderung – samt steigender Kosten für Landkreise und Landwirtschaftskammer. „Das widerspricht jeder Ankündigung zur Entbürokratisierung“, betont Kohlenberg.

Das Landvolk kündigt an, nunmehr gegenüber dem zuständigen Agrarausschuss des niedersächsischen Landtags klar Position zu beziehen. „Wir haben unsere Knackpunkte von Beginn an benannt. Nun muss die Politik den Mut haben, Fehler zu korrigieren. Nur mit praxistauglichen Regeln kann das Ziel, bäuerliche Strukturen zu sichern, tatsächlich erreicht werden – andernfalls droht das Gesetz genau das Gegenteil zu bewirken“, appelliert Kohlenberg.

02.09.2025
E-Mail-Newsletter von Tennet & TransnetBW

zum SuedLink-Bau im südlichen Landkreis Rotenburg sowie im Heidekreis

Kürzlich ist ein neuer E-Mail-Newsletter zum SuedLink-Bau im südlichen Landkreis Rotenburg sowie im Heidekreis gestartet. Ziel dieses Newsletters ist es, alle Interessierten während der Bauphase zeitnah und unkompliziert auf dem Laufenden zu halten.

Der Newsletter soll insbesondere darüber informieren,

• wo aktuell SuedLink-Baustellen eingerichtet sind,
• welche Arbeiten dort stattfinden, und
• welche Auswirkungen die Bauaktivitäten auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Öffentlichkeit haben können.

Abonniert werden kann der Newsletter für Abschnitt B1 HIER.

Die erste Ausgabe ist HIER zu finden.

02.09.2025
Ehlers: „Grillen geht immer – gerne mit mehr Schwein“

Agrill-Bauwettbewerb setzt positives Zeichen / Schweinehaltung unter Druck

Auch wenn die EU-Kommission für 2025 eine stabile Fleischproduktion erwartet und Schweinefleisch beim Fleischverzehr noch dominierend ist – Konsum und Erzeugung von Schweinefleisch werden zukünftig weiter sinken. „Ein Blick auf die Strukturen zeigt den tiefgreifenden Wandel: Im November 2024 wurden in Deutschland 21,18 Millionen Schweine gehalten – der niedrigste Wert seit 1990. Gegenüber 2020 bedeutet das einen Rückgang um fast 19 Prozent. Noch deutlicher ist die Entwicklung bei den Betrieben: Heute halten nur noch rund 15.620 Höfe Schweine, 2010 waren es mehr als doppelt so viele. Gleichzeitig ist die Zahl der Tiere pro Betrieb deutlich gestiegen – durchschnittlich auf 1.356 Schweine“, führt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers gegenüber dem Landvolk-Pressedienst aus.

„Diese Zahlen zeigen, dass die Schweinehaltung in Deutschland in eine Schieflage geraten ist“, warnt Ehlers. „Die Betriebe werden weniger, die Bestände konzentrieren sich – und das bei gleichzeitig sinkendem Konsum. Für viele Familienhöfe ist das ein existenzielles Problem.“ Umso wichtiger sei es, das Image von Schweinefleisch wieder zu stärken. Ein positives Beispiel liefert hier die Agrill-Aktion: Noch bis zum 30. September 2025 läuft der große Bauwettbewerb für mobile Grillvarianten, bei dem kreative Grillideen gefragt sind. Ob es ein Grill für die Fronthydraulik ist, wie der der Lehrwerkstatt der Firma Krone, der bereits auf der EuroTier 2024 vorgestellt wurde, oder Grills in Schweineform oder mobile BBQ-Wagen – der Fantasie für die drei Kategorien Low Budget, Luxury und Creative sind keine Grenzen gesetzt.

„Diese Idee war der Auftakt für einen Bauwettbewerb für alle Technik- und Grillfans, die 2025 einen mobilen Grill bauen wollen – und das ist mehr als nur ein Spaßwettbewerb“, betont Ehlers. „Es zeigt spielerisch, wie eng Schweinefleisch, Esskultur und Landwirtschaft zusammengehören. Und es rückt die Arbeit unserer Bauern in ein positives Licht.“ Infos zum Wettbewerb gibt es HIER. Die Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung während der Agritechnica am 11. November 2025 bekannt gegeben.

Für das Landvolk ist klar: Mitmachen lohnt sich doppelt – einerseits wegen des Wettbewerbs, andererseits als klares Signal für regionale Produkte. „Wer Schweinefleisch aus Niedersachsen kauft und genießt, unterstützt Familienbetriebe und erhält eine vielfältige Landwirtschaft“, sagt Ehlers. Aktionen wie der Agrill-Bauwettbewerb sollen zeigen: Schweinefleisch bleibt unverzichtbar – und verdient auch in Zukunft einen festen Platz auf dem Grill.

02.09.2025
Wir suchen Dich!

Reinigungskraft (m/w/d) für unseren Standort Rotenburg

Wir suchen zum 01.02.2026 eine Reinigungskraft (m/w/d) in Teilzeit (16-20 Std./Woche) für unseren Standort zum Flugplatz 5 in 27356 Rotenburg (Wümme):

Wir sind die landwirtschaftliche Interessenvertretung für den Raum Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) sowie Agrar-, Rechts- und Steuerberatung für ca. 2.100 landwirtschaftliche Betriebe in unserer Region.

Ihre Aufgaben umfassen:
• Als Reinigungskraft sind Sie für die gründliche Reinigung verschiedener Räumlichkeiten am Standort Rotenburg (Wümme) verantwortlich und tragen somit maßgeblich zur Sauberkeit und dem Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden sowie der Besucherinnen und Besucher bei
• Durchführung der täglichen Unterhaltsreinigung in Büroräumen, Besprechungsräumen, Fluren und sanitären Anlagen
• Entsorgung des Abfalls und Trennung nach Vorschriften
• Auffüllen von Verbrauchsmaterialien (z.B. Seife, Toilettenpapier)

Sie bieten/zeigen:
• Erfahrungen in der Reinigungsbranche sind wünschenswert, aber nicht erforderlich
• Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit bei der Ausführung Ihrer Aufgaben
• Teamfähigkeit und gute kommunikative Fähigkeiten
• Gewisse Flexibilität

Sie erhalten:
• Ein überdurchschnittliches Gehalt für den Bereich
• Einen sicheren und zukunftsorientierten Arbeitsplatz
• Geregelte Arbeitszeiten von Montag bis Freitag
• Ein freundliches und respektvolles Arbeitsumfeld
• Einen unbefristeten Arbeitsvertrag

Wir freuen uns auf die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen unter bewerbung@landvolk-row-ver.de. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch in unserem Rotenburger Sekretariat unter: 0 42 61 63 03 200.

Aktuelles aus dem Landesverband

23.01.2026
Rinndermarkt: Mehr Rindfleisch aus dem Ausland
Milch und Rind

(AMI) Die Importe von Rindfleisch nach Deutschland sind von Januar bis November 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Insgesamt gelangten 9 % mehr Rindfleisch in die Bundesrepublik.

Der Großteil der Lieferungen stammte aus anderen Mitgliedstaaten der EU mit einem Anteil von 86 %. Auf Platz eins der Herkunftsländer lagen die Niederlande, von wo gut ein Viertel der Gesamtimporte stammte. Bei den meisten der wichtigsten Lieferländer für Rindfleisch ließ sich eine Steigerung der Transporte nach Deutschland feststellen. Dazu zählten auch südamerikanische Staaten wie Argentinien und Brasilien. Entsprechend wurden die Einfuhren aus Drittländern ausgebaut. Mit einem Plus von fast 18 % lagen diese deutlich über dem Vorjahr.

Die Hauptursache für die erhöhten Importe dürfte in der rückläufigen Eigenproduktion liegen. Von Januar bis November 2025 erzeugte Deutschland 7 % weniger Rindfleisch und importierte daher mehr, um die Nachfrage zu decken. Aufgrund des zuletzt fast stabilen Bestands an Rindern in Deutschland dürfte der Bedarf an Einfuhren in den kommenden Monaten zurückgehen.

23.01.2026
DBV-Fachforum Milch auf der Grünen Woche
Milch und Rind

(DBV) Das Fachforum Milch 2026 des Deutschen Bauernverbandes zeigte, wie stark die deutsche Milchwirtschaft zwischen politischen Vorgaben, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Vize- und Milchbauernpräsident Karsten Schmal betonte, dass die Branche großen Herausforderungen wie Strukturwandel, volatilen Märkten, internationalem Wettbewerb sowie Image- und Kommunikationsarbeit gegenübersteht. Er fordert von der Politik mehr Tempo beim Kurswechsel, insbesondere beim Abbau des Investitionsstaus durch bessere Förderung und verlässliche Rahmenbedingungen.

In drei Panels diskutierten Vertreter/-innen aus Politik, Wirtschaft und Medien über Agrarpolitik, Marktentwicklung sowie Kommunikation. Ein zentraler Konsens: Deutschland bleibt ein wichtiger Standort für die Milcherzeugung und die Nachfrage nach Milchprodukten ist national wie global hoch. Gleichzeitig braucht die Branche verlässliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, um konkurrenzfähig zu bleiben und sich betrieblich weiterzuentwickeln.

23.01.2026
DBV-Neujahrsempfang auf der Grünen Woche
Milch und Rind

(DBV) Beim Neujahrsempfang 2026 forderte DBV-Präsident J. Rukwied neue positive Impulse für die Wirtschaft und insbesondere die Landwirtschaft. Nach einem schwierigen Jahr brauche die Branche verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Vor Gästen aus Politik und Agrarwirtschaft betonte Rukwied die Bedeutung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, einer starken GAP sowie mehr Aufmerksamkeit für Ernährungssicherheit auf EU-Ebene. Zudem kündigte er an, das UNJahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ aktiv zu begleiten.  

23.01.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung in Deutschland ist in der zweiten Januarwoche 2026 leicht gestiegen: +0,2 % gegenüber der Vorwoche und +5,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage nach abgepackter Butter beruhigt sich, die Bestellungen sinken leicht. Die Preise bleiben stabil. Die Blockbutterpreise sind europaweit gefallen. In Kempten liegen sie nun bei 4,00-4,20€/kg, in den Niederlanden erstmals unter 4€/kg. Trotz sinkender Preise bleibt das Kaufinteresse hoch, vor allem von Händlern, während Hersteller bei langfristigen Abschlüssen vorsichtig bleiben. Der Schnittkäsemarkt ist stabil, die Nachfrage ungewöhnlich hoch, die Lager knapp. Die Preise bleiben unverändert.

Der Markt für MMP ist stabil, die Nachfrage belebt, kurzfristige Ware knapp. Preise bleiben weitgehend stabil, Futtermittelware etwas fester. Die Nachfrage nach VMP ist ruhig, die Preise variieren leicht je nach Anbieter, bleiben aber insgesamt stabil; der MP-Markt sehr stabil. Lebensmittelware ist gut nachgefragt und erzielt feste Preise, Futtermittelware gilt ebenfalls als stabil. Auch Molkenkonzentrat wird weiterhin zu festen Preisen gehandelt.  

23.01.2026
Neuer Erlass zur Enthornung von Kälbern
Milch und Rind

(Nds. MBl.; Landesvereinigung Milchwirtschaft Nds) Das Land Niedersachsen hat am 15. Januar 2026 einen neuen Erlass zur Durchführung der Enthornung beziehungsweise zur Verhinderung des Hornwachstums bei Rindern veröffentlicht. Der bisherige Erlass ist ausgelaufen und wurde durch eine aktualisierte Regelung ersetzt. Grundlage sind weiterhin die Regelungen des Tierschutzgesetzes. Neu hinzugefügt wurden die fachlichen Anforderungen an die ausführenden Personen und eine Empfehlung zur Betäubung der Tiere, die ab einem Alter von 4 Wochen enthornt werden.

Nachweis von Kenntnissen und Fähigkeiten

Nach § 6 Absatz 1 Satz 4 Nummer 1 in Verbindung mit § 5 Absatz 3 Nummer 2 des TierSchG darf der Eingriff des Enthornens oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern auch durch eine andere Person als eine Tierärztin oder einen Tierarzt vorgenommen werden, sofern diese Person über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.

Bei Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Ausbildungsberuf Landwirtin oder Landwirt, sofern die Ausbildung auf einem rinderhaltenden Betrieb absolviert wurde, auf dem Kälber enthornt wurden, sowie im Ausbildungsberuf Tierwirtin oder Tierwirt, Fachrichtung Rinderhaltung, wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vorliegen. Personen, die nicht über eine der genannten Ausbildungen verfügen, müssen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der zuständigen Behörde auf Verlangen nachweisen, wenn sie den Eingriff durchführen.

Empfehlung: Ab vier Wochen Enthornung unter Betäubung

Nach Artikel 17 Absatz 3 der Empfehlung für das Halten von Rindern des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen (Europaratsempfehlungen, angenommen am 21. November 1988) sind Eingriffe, bei denen ein Tier tatsächlich oder wahrscheinlich erhebliche Schmerzen erleidet, unter lokaler oder allgemeiner Betäubung vorzunehmen. Zu diesen Eingriffen zählen unter anderem das Enthornen sowie das Entfernen oder Zerstören der Hornanlage durch einen operativen Eingriff oder durch das Ausbrennen der Hornanlage bei Tieren im Alter von mehr als vier Wochen. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, den Eingriff des Enthornens oder des Verhinderns des Hornwachstums bei Rindern im Alter von mehr als vier Wochen unter Betäubung durchzuführen.

21.01.2026
Klares Bekenntnis zur niedersächsischen Landwirtschaft
Geflügel, Schwein

Beim 1. Niedersächsischen Agrarfrühstück zur Grünen Woche in Berlin wurde deutlich: Unsere Betriebe brauchen Verlässlichkeit, Planungssicherheit und praxistaugliche Lösungen – jetzt.
Gemeinsam diskutierten Ministerpräsident Olaf Lies, Silvia Breher (Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH), Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Landvolkpräsident Holger Hennies über die Herausforderungen und Chancen für 2026.
Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1 – und soll es bleiben.
2026 muss das Jahr des Handelns werden.

Hier mehr erfahren: https://landvolk.net/lpdartikel/fuer-eine-produktive-landwirtschaft-in-bewegten-zeiten-klares-bekenntnis-von-land-und-politik/

21.01.2026
Neujahrsempfang des DBV auf der Grünen Woche
Schwein

Beim Neujahrsempfang des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Grünen Woche 2026 betonte Präsident Joachim Rukwied die Notwendigkeit positiver Impulse für Wirtschaft und Landwirtschaft. Nach einem herausfordernden Jahr seien klare Perspektiven und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich, um wieder mehr Zuversicht in der Branche zu schaffen. Unter den Gästen waren Vertreter aus Politik, Agrar- und Ernährungswirtschaft, darunter EU-Agrarkommissar Christophe Hansen und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Rukwied verwies auf die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und hob deren Rolle für Gesellschaft und Ernährungssicherung hervor. Angesichts des generationenübergreifenden Charakters der Branche forderte er eine starke Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und eine stärkere Berücksichtigung der Ernährungssicherheit auf EU-Ebene. Zudem kündigte er an, das von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Jahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ im Jahr 2026 besonders zu begleiten. Der Deutsche Bauernverband wolle das Engagement von Frauen bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und im Ehrenamt weiter fördern.

21.01.2026
Aktuelle ASP-Lage, auf Biosicherheit achten
Schwein

(FLI) Im Berichtszeitraum Dezember 2025 wurde in Deutschland kein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinehaltungen festgestellt. Die Gesamtzahl der Ausbrüche in Hausschweinebeständen in Europa ging in diesem Monat nahezu um die Hälfte zurück. Die meisten Ausbrüche wurden aus Rumänien gemeldet (16), darunter auch ein größerer Bestand. In den übrigen betroffenen südosteuropäischen Ländern traten ausschließlich Ausbrüche in Kleinstbetrieben auf. Im Gegensatz dazu nahm die Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Europa weiter zu. Besonders hohe Fallzahlen wurden aus Polen (448), Bulgarien (404) und Litauen (223) gemeldet.

In Deutschland lag die Zahl der gemeldeten Fälle mit 46 unter der des Vormonats; davon entfielen 42 auf Nordrhein‑Westfalen und vier auf den Odenwaldkreis in Hessen. Der Osten Deutschlands blieb weiterhin ASP‑frei, und in den betroffenen Regionen zeigte sich ein rückläufiges und räumlich begrenztes Geschehen. In Italien stammten alle gemeldeten Fälle aus dem nördlichen Cluster, wobei die Fallzahlen weiter anstiegen, ohne dass sich das Geschehen auf neue Gebiete ausweitete. Auch in Spanien erhöhte sich die Zahl der Fälle auf insgesamt 27; alle traten weiterhin im Ursprungsgebiet nördlich von Barcelona auf. Den vollständigen Radar Bulletin finden sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00069523/Radar_Bulletin_Deutschland_Dezember-2025-bf.pdf

21.01.2026
Tierwohllabel weiter gefragt
Geflügel, Schwein

Eine von Forsa durchgeführte Befragung zeigt weiterhin eine hohe Bekanntheit der Initiative Tierwohl (ITW). 72 % der Befragten gaben an, die ITW zu kennen; im Vorjahr lag der Wert bei 71 %. Seit 2017 ist die Bekanntheit um insgesamt 31 % gestiegen. 85 % bewerteten das Konzept als gut oder sehr gut. 90 % der Befragten befürworteten eine verpflichtende Kennzeichnung im Lebensmitteleinzelhandel. In Bezug auf das geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnungssystem sprachen sich 96 % für regelmäßige Stallkontrollen aus. 92 % hielten einen möglichst geringen bürokratischen Aufwand für wichtig und 84 % nannten die Gleichbehandlung deutscher und ausländischer Landwirte als relevant. Eine weitere im Januar veröffentlichte Forsa‑Umfrage im Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels ergab, dass Verbraucher sich vorrangig an Geschmack und Preis orientieren. 39 % gaben an, auch auf Tierwohl zu achten. 40 % wünschten sich in den kommenden Jahren ein größeres Angebot an Fleisch aus tierwohlorientierter Erzeugung.