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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
15.08.2025
Eiermarkt im August stabil trotz Ferien Geflügel
(AMI) Im August bleibt der deutsche Eiermarkt stabil: Preise und Nachfrage bewegen sich kaum, das Verbraucherinteresse ist hoch. Ferienbedingt gibt es regional leichte Unterschiede, insgesamt ist die Nachfrage nach Eiern als preiswerter Eiweißquelle sogar leicht gestiegen. Ein Sommerloch ist nicht erkennbar. Das Angebot bleibt knapp, vor allem bei Bio- und Freilandeiern, sodass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Die Preise verharren auf einem für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Niveau, lediglich bei kleineren Sortierungen gab es leichte Rückgänge durch den Produktionsanstieg junger Herden. Mit dem Ende der Sommerferien in einigen Bundesländern und der Rückkehr vieler Urlauber wird eine steigende Nachfrage erwartet. Zusätzlich beginnt bald die Fertigwarenproduktion für das Weihnachtsgeschäft, was die Situation weiter anspannen dürfte. Auch die Verarbeitungsindustrie zeigt anhaltendes Interesse, größere Lagerbestände konnten bisher jedoch nicht aufgebaut werden.
15.08.2025
Anpassungsbedarf in der Öko-Geflügelhaltung Geflügel, Öko-Landbau
Der DBV hat sich gemeinsam mit dem COPA-Arbeitskreis Ökologischer Landbau auf ein gemeinsames Vorgehen zur Anpassung der EU-Öko-Verordnung u.a. auch für wichtige Anliegen im Bereich Öko-Geflügelhaltung verständigt. Bereits im Juni hatte COPA daraufhin gegenüber der EU-Kommission drei zentrale Änderungsanliegen für die Öko-Geflügelhaltung vorgebracht: Abschaffung der maximalen Stallgröße von 1.600 m² in der Bio-Masthähnchenhaltung, Streichung der Auslaufpflicht für sehr junges Geflügel sowie Verlängerung der Ausnahmeregelung für den Einsatz von 5 % konventionellem Eiweißfutter. Bei diesen Themen besteht Übereinstimmung mit Forderungen der IFOAM EU. Nächste Woche treffen sich die beiden europäischen Dachverbände im Rahmen des Organic Summit in Kopenhagen am 19. August, um sich zum bevorstehenden OMNIBUS-Verfahren zu Änderungen in der Öko-Tierhaltung und anderen Belangen abzustimmen. Aus Sicht des DBV bestehen gute Chancen, die erforderlichen fachlichen Korrekturen in der Öko-Geflügelhaltung in den kommenden Jahren durchzusetzen. Neu aufgenommen in die COPA-Stellungnahme durch den DBV wurden zudem: unnötiger Rückbau der vierten Ebene in der Legehennenhaltung, Abschaffung der 48 Stunden Mindestwartezeit bei Parasitenbehandlungen sowie uneinheitliche Auslegung der Besatzdichte in der Geflügelmast.
15.08.2025
Betriebe für modellhafte Umstellung auf alternative Antriebe gesucht Pflanzen
Um Treibhausgasemissionen in der Pflanzenproduktion zu senken sucht das Projekt TrAkzpetanz (HSWT, TFZ, BBE) engagierte Landwirtschaftsbetriebe, die modellhaft auf klimafreundliche Antriebstechnologien umstellen.
Was untersucht wird:
-Aufnahme des aktuellen Betriebszustands (Maschinen, Betriebszweige, evtl. EE-Anlagen)
-Erstellung eines individuellen Umstellungskonzepts
-Berechnung von THG-Einsparpotenzialen und Kosten
-Zwei Betriebsbesuche innerhalb eines Jahres (Datenerhebung & Ergebnisbesprechung)
Vorteile für teilnehmende Betriebe:
-Kostenlose, individuelle Beratung zur Umstellung des Fuhrparks auf erneuerbare Antriebe
-Konkrete Zahlen zu CO₂-Einsparung und Wirtschaftlichkeit
Gesucht werden Betriebe (konventionell oder ökologisch) aus den Bereichen:
-Marktfruchtbau
-Grünland/Veredelung
-Sonderkulturen/Gemüsebau
-Gerne mit PV-, Biogas- oder Ölmühlen-Anlagen
-Bisher ohne erneuerbare Antriebe im Fuhrpark
Interessierte Betriebe melden sich bitte bis 31. August bei Herrn Josef Witzelsperger (09421 300 115 oder josef.witzelsperger@tfz.bayern.de
Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.tfz.bayern.de/biokraftstoffe/projekte/354425/index.php
15.08.2025
Unerwartet gute Qualität der Weizenernte 2025 Pflanzen
(AMI) Dem Druck der flotten Ernte können sich die Preise nicht entziehen, selbst wenn Erzeuger kaum verkaufen, die unerwartete Schätzung des USDA sorgte nur kurz für Erstaunen.
Nach dem Wechselbad der Gefühle – nach dem trockenen Frühjahr eher gedämpfte Erwartungen, mit der überraschend guten Wintergerstenernte euphorische, gefolgt von besorgten in der Regenphase – nun die tatsächlichen Ergebnisse: äußerst heterogen. Unter Volldampf laufen die Drescher und bringen bei hochsommerlichen Temperaturen feldtrockene Ware vom Feld. Die Hoffnung auf unversehrte Feldbestände hat sich bestätigt; die aktuell gedroschenen Weizenpartien sind sowohl in Ertrag als auch in Qualität überraschend gut. In den Niederungen ist der Drusch schon sehr weit fortgeschritten, dürfte am Wochenende beendet werden, aber in den Höhenlagen steht noch einiges auf dem Halm, was bis Ende nächste Woche unter anhaltend sonnigem Wetter aber geräumt sein dürfte. Erzeuger sind mit den Ergebnissen der Weizenernte durchweg zufrieden, nur selten sollen die Regenfälle die Fallzahlen gedrückt haben. Auch Roggen weist eine sehr gute Qualität auf, der Anteil an Brotroggen dürfte deutlich höher ausfallen als im Vorjahr. Sommergerste kann nicht immer qualitativ überzeugen und Hartweizen wird teils nur noch für den Futtertrog zu verwenden sein. Aber es werden auch von 70-75 dt/ha berichtet, so dass zufriedenstellende Erlöse in diesem Wirtschaftsjahr möglich sind.
Die Aussicht auf eine qualitativ bessere Weizenernte als 2024 lässt sich auch in den Preisen erkennen. Qualitätsweizen frei Erfasserlager wird in der 33. KW bundesweit mit 183,25 (167,50-205) EUR/t bewertet und verliert so zur Vorwoche knapp 5,50 EUR/t. Für Brotweizen werden knapp 172 (145-185) EUR/t bewilligt, knapp 0,50 EUR/t weniger als zuvor. Damit schmilzt die Qualitätsprämie auf 11 EUR/t zusammen. Und Futterweizen ist nur noch 8 EUR/t preisgünstiger als Brotweizen. Braugerste kann sich demgegenüber bei überhaupt keinem Neugeschäft preislich bei 187,25 (160-200) EUR/t behaupten. Brotroggen verliert 2,50 auf knapp 147 (127-167,50) EUR/t frei Erfasser. Die enorm großen regionalen Spannen zeigen aber auch, dass die Preisfindung noch nicht abgeschlossen ist.
Die Läger laufen randvoll und Erzeuger liefern vorrangig auf Kontrakt ab oder aber Wackelkandidaten, die hinsichtlich der Standardwerte nicht ganz passen oder Übermengen, die aktuell nicht mehr untergebracht werden können. Denn eigentlich sind Landwirte bei den aktuell häufig nicht kostendeckenden Preisen nicht gewillt, Getreide abzugeben. Und so ist der Erfassungshandel teils auf der Suche nach Partien, bewilligt aber weniger als in der Vorwoche. Und das ist nicht auf allen Lieferterminen den Terminkursen geschuldet. Die schlossen in den zurückliegenden fünf Handelstagen bis zum 12.08.25 zwar häufiger im roten als im grünen Bereich, aber der bald auslaufende Fronttermin September 25 verlor gegenüber Vorwoche weniger als einen Euro und landetet so auf einem 1-Jahrestief. Die Folgetermine verloren allerdings über 4 EUR/t und landeten auf vorläufigen Kontrakttiefpunkten.
Das Kaufinteresse der Verarbeiter und Exporteure tendiert aktuelle gegen null, denn die Anlieferung aus der laufenden Ernte heraus füllt die Rohstoffreserven auf. Sie werden absehbar mit Neukontrakten noch warten, denn erfahrungsgemäß wird der Tiefpunkt der deutschen Preise bei normaler Halmgetreideernte Ende August erreicht. Das Exportgeschäft tröpfelt weiter vor sich hin, nach den knapp 33.000 t Gerste Richtung Marokko und 23.000 t Weichweizen nach Kamerun Ende Juli ist im August noch nichts Nennenswertes dazu gekommen.
Aktuell orientieren sich die Großhandelspreise an den -4 EUR/t der Börse Paris. Prompter Brotweizen franko Niederrhein wird mit 196 EUR/t gelistet, Lieferungen ab September mit 206 EUR/t, beides 4 EUR/t unter Vorwochenlinie. Franko Westfalen beträgt das Minus sogar 5 auf 198 EUR/t. Franko Hamburg ist eine uneinheitliche Entwicklung der beiden Weizenpreise zu erkennen: prompter Brotweizen verlor 4 auf 203 EUR/t, Qualitätsweizen 2 auf 220 EUR/t. Damit erhöht sich auf Großhandelsebene die Qualitätsspanne wieder etwas. Brotroggen kann sich preislich etwas besser behaupten als Brotweizen und liegt mit 188 EUR/t für Lieferungen ab September lediglich 2 EUR/t unter Vorwochenlinie. Braugerste wird aktuell wenig nachgefragt, auch hier läuft die Anlieferung vorrangig auf Kontrakt, bedarf aber häufig einer etwas intensiveren Aufbereitung der Partien, die immerhin feldtrocken eingefahren werden konnten. Während in der Vorwoche für Lieferungen ab Oktober noch 240-245 EUR/t genannt wurden, sind aktuell nur noch 5 EUR/t niedrigere 240 EUR/t der Verkäufer im Markt. Auch die Preisvorstellungen ex Ernte 2026 sind in der aktuellen Woche wieder verschwunden.
15.08.2025
Rapsmarkt volatil Pflanzen
(AMI) Angesichts des aktuellen Preisniveaus bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger unverändert verhalten. Indes schreiten die Arbeiten auf den Feldern zuletzt zügig voran, die jüngsten Ertragsmeldungen schwanken jedoch stark.
Es geht bergab – bergauf an der Pariser Börse. Zum Beginn der Woche zogen die Notierungen an, rutschten dann ab und erreichten zuletzt ein Monatshoch. So schloss der Fronttermin November am 12.08.2025 noch bei 466,50 EUR/t, jedoch am 14.08.2025 bei 475,75 EUR/t, was einem Plus von 4 EUR/t im Vorwochenvergleich entspricht. Druck kommt dabei von wachsenden EU-Rapsangebot. Zudem erklärte China, dass ab dem 14.08.2025 Antidumpingzölle in Höhe von 75,8 % auf kanadischen Canola eingeführt werden sollen. Das bedingte nicht nur in Kanada, sondern auch hierzulande Kursrückgänge. Der Grund für die neue Eskalation des seit einem Jahr andauernden Handelsstreits, der mit der Einführung von Zöllen auf Importe von Elektrofahrzeugen aus China durch Ottawa im August 2024 begann, ist derzeit unklar. China ist der weltweit zweitgrößte Importeur von Raps, den es hauptsächlich aus Kanada bezieht. Damit dürften sich die Lieferströme in den kommenden Wochen teils massiv verändern.
Im Zuge der zwischenzeitlich schwachen Terminmarktnotierungen geht es auf Großhandelsebene abwärts. Dabei bleiben die Prämien durchweg unverändert. So sind franko Hamburg am 13.08.2025 rund 452 EUR/t für Partien zur Lieferung ab August möglich und damit 9 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich auf Wochensicht ebenfalls um 9 auf 462 EUR/t vergünstigen. Dabei bleiben die Umsätze jedoch weiterhin überschaubar. Marktteilnehmer agieren weiterhin zurückhaltend und verweisen auf ihre gute Deckung, auch für das vierte Quartal 2025. Partien zur Lieferung im kommenden Jahr werden zwar unterschwellig vereinzelt diskutiert, insgesamt bleibt es jedoch auch hier ruhig.
Auch die Erzeugerpreise folgen diesem Trend. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 440,40 EUR/t möglich, in der Vorwoche waren noch 446,30 EUR/t im Gespräch. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 410-465 EUR/t. Angesichts der Preisrücknahmen bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger unverändert gering. Nur wer aus Liquiditätsgründen oder aus Platzmangel verkaufen muss, verkauft. Allerdings sieht es auch nicht danach aus, als wenn sich die Gebote in den kommenden Wochen merklich nach oben bewegen dürften, zu gering ist die Nachfrage am Inlandsmarkt und daher der Einfluss der auf Schwäche getrimmten Terminkurse besonders hoch.
Mit der hochsommerlichen Witterung schreitet die Rapsernte bundesweit wieder rasch voran. Hinsichtlich der erzielten Erträge zeigen sich Erzeuger in diesem Jahr teils sehr überrascht, und das in beiderlei Hinsicht. So sind die Erträge äußerst heterogen von 15-50 dt/ha.

15.08.2025
Futtergetreide: Maispreis entwickelt sich konträr Pflanzen
(AMI) Die Ernte an Halmgetreide und Leguminosen schreitet rasch voran und dürfte regional am Wochenende bereits beendet werden. Die Ergebnisse sind unerwartet gut, auch wenn der Regen einige Partien qualitativ geschadet hat. Aber die eingesparten Trocknungskosten machen einiges wett.
Es ist zwar nicht amtlich, aber die deutsche Getreideernte 2025 ist nicht nur größer als im Vorjahr, sondern erzielt auch bessere Qualitäten. Damit dürfte der Anteil an abgestuften Mahlgetreidepartien geringer ausfallen als 2024/25. Allerdings kommen momentan genau diese Partien verstärkt an den Markt und sorgen aufgrund des geringen Kaufinteresses für Preisdruck. Darüber hinaus ergibt sich wenig Neugeschäft. Aus der flotten Ernte mit durchaus beachtlichen Ergebnissen kommt nur, was laut Liefervertrag vereinbart wurde, zudem qualitativ schwächere Partien und was nicht mehr ins Hoflager passt. Dennoch laufen auch die Lager des Erfassungshandels fast über. Wurde Wintergerste vor der Regenpause mit überaus überraschend guten Ergebnissen gedroschen, war es danach nur etwas anders. Zwar hat die Menge der auswuchsgeschädigten Partien zugenommen, aber das Hektolitergewicht ist immer noch sehr gut. An diese Qualität kann Sommergerste nicht anschließen. Bereits vor dem Regen gedroschenen Partien wiesen teils schwache Mengen- und Qualitätsergebnisse auf, sodass viele als Braugerste kultivierte Partien ins Futter wandern dürften. Roggen zeigt demgegenüber sehr gute Qualitätsergebnisse. Der Mutterkornbefall ist geringer als im Vorjahr. Damit profitiert auch Roggen von den sehr trockenen Bedingungen im Frühjahr, die den Pflanzen anscheinend wenig schadeten, aber den Pilzbefall sehr stark minimiert haben. Der Preisunterschied zwischen Brau- und Futtergerste beträgt aktuell knapp 35 EUR/t und nicht wie vor einem Jahr 75 EUR/t. Beim Weizen beträgt der Preisabstand zum Brotweizen noch knapp 8 EUR/t und ist damit nur halb so groß wie vor einem Jahr.
Aber noch ist die Preisfindung nicht abgeschlossen, da die Erzeuger meist aus der üblichen saisonalen Not heraus verkaufen, demgegenüber Verarbeiter aber kaum am Markt sind. Nur die Preise auf Großhandelsstufe zeigen etwas Kaufinteresse an Mais. Und so wird Mais franko Verarbeiter fester bewertet, verliert auf Erzeugerstufe allerdings 3,35 auf 197,60 (164-225) EUR/t. Gegenüber Vorwoche haben sich die Gebote des Erfassungshandels zumeist ermäßigt. Ausnahme ist erneut Triticale, die mit 156,25 (126-180) EUR/t marginal über Vorwochenlinie bewertet wird. Futterweizen hat um 3,65 auf knapp 164 (140-190) EUR/t nachgegeben, Futtergerste um 2 auf 152,50 (126-175) EUR/t und Futterhafer um 1,80 auf 162,75 (125-174,50) EUR/t. Auch für Leguminosen, regional brachten Futtererbsen sogar Top-Ergebnisse, setzt sich der Preisverfall fort.
In Paris verloren Weizen und Mais in den zurückliegenden 5 Handelstagen gut 4 EUR/t an Wert. Während Weizen damit neue Kontrakttiefs erreicht, markiert Mais damit nur das Ende der Sorgen um die Maisfeldbestände in der EU und insbesondere in den USA. Diese Bewegungen sind am Kassamarkt so nicht zu erkennen, denn das knappe Angebot an alterntigem Mais stützt die Preise, wenn aktuell auch wenig umgesetzt wird. So legt prompter Körnermais franko Südoldenburg gegenüber Vorwoche um 6 EUR/t auf 231 EUR/t zu, franko Westfalen sogar um 7 auf 232 EUR/t. Am Oberrhein werden mit 222 EUR/t indes nur 4 EUR/t mehr aufgerufen, am Niederrhein mit 225 EUR/t rund 5 EUR/t und franko Niederlande mir 230 EUR/t allerdings nur 2 EUR/t.
Futterweizen und -gerste geben demgegenüber nach. Franko Südoldenburg wird Futterweizen zur Lieferung ab September 25 mit 201 EUR/t bewertet und so 2 EUR/t unter Vorwochenlinie. Am Oberrhein sind die Preisnachlässe mit 4 auf 185 EUR/t für prompte Partien etwas größer. Franko Niederlande werden für Augustlieferungen 194 (-4) EUR/t und für September 199 (-4) EUR/t genannt. Futtergerste zur Lieferung ab September 25 gibt franko Südoldenburg erneut 3 auf 189 EUR/t nach, prompte Partien franko Westfalen um 5 auf 185 EUR/t.
Das Wirtschaftsjahr 2025/26 beginnt, wie das vorangegangenen geendet hatte – mit stetigen Maisimporten aus der Ukraine, wobei jeweils eine deutlich umfangreiche Lieferung Ende und Anfang markiert. Ende Juni kamen noch 12.000 t nach Deutschland, so dass sich die Gesamtsumme 400.558 (Vorjahr: 636.966) t summiert. Im Verlauf des Juli wurden anfänglich 17.281 t geliefert, in den Folgewochen 2.096 t.
15.08.2025
Kartoffelpreis stabilisiert sich in einigen Teilen Deutschlands langsam Pflanzen
(AMI) Zwar klaffen Angebot und Nachfrage noch auseinander, die meisten Notierungen für Speisekartoffeln bewegen sich aber kaum noch. Wie nachhaltig das ist, muss sich zeigen. Die Haupternte steht an und verspricht hohe Erträge, an der die Hitze nicht mehr viel ändert.
Wegen enormer Hitze konnten in der KW 33 oftmals im Südwesten nur in den ganz frühen Morgenstunden Kartoffeln gerodet werden. Davon floss in Baden-Württemberg schon ein Teil in die Winterläger, auch bei Privatvermarktern. Eine zügige Räumung von Flächen wird als nötig betrachtet, um die guten Qualitäten zu erhalten und die Kartoffeln beispielsweise vor dem Drahtwurm zu retten. Es werden auch von der Lagerware gute Erträge gemeldet. An den notierten Preisen ändern die Erzeugergemeinschaften in dieser Woche nichts. Aus der Pfalz heißt es, dass bis zum 10.8.2025 erst 80 % der Fläche gerodet werden konnte, die bis zu diesem Zeitpunkt vorgesehen war. Man schiebt nun einen Berg Kartoffeln vor sich her, der übergebietlich keine Kunden mehr findet. Bleiben die Kartoffeln zu lange im Feld, werden sie nun auch in der Pfalz vermehrt Opfer des Drahtwurms. Die Haupternte in der Pfalz ist auch schon sehr weit entwickelt und kann bald eingelagert werden. Die Nachfrage wird als sehr ruhig beschrieben, was an Hitze und Urlaubszeit liegen dürfte.
In Sachsen sind die Ferien indessen schon vorüber. Die Nachfrage ist aber kaum belebt. Es werden 15,00 EUR/dt für Frühkartoffeln zum Abpacken ausgezahlt. Schälware ist günstiger. Alle potentiellen Kunden nehmen nur die abgesprochenen Mengen auf. Alles andere bleibt außen vor – vor allem von Anbietern, die man bisher gar nicht kannte. Für die Ernte ist in Sachsen momentan eine Vorberegnung erforderlich, was nicht jeder kann.
Hitze und Ferien drücken die Speisekartoffelnachfrage in Bayern. Packer kaufen ihre Kartoffeln derzeit nur bei Stammlieferanten, mit denen Mengen abgesprochen wurden. Übergebietlich wird kam noch etwas zugeführt. Die Erträge der Anschlusssortimente sind in Bayern sehr gut. Diese sollten nun zum Qualitätserhalt ins Lager, was wegen der hohen Temperaturen aber eine Herausforderung ist. Weiterhin hinken Verarbeiter/Schäler bei der Abnahme von Vertragsware dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Nicht alle Erzeuger schmeißen derzeit schon die Flinte ins Korn. Einige lagern schon rege ein, um im Frühjahr Geld zu verdienen. Sie werden mitunter von Hinweisen auf einen sehr frühen Bedarf auf dem Balkan in ihrem Handeln bestärkt. Tatsächlich dürften Hitze und Dürre im Südosten Spuren bei der Kartoffelernte hinterlassen. Allerdings peilen schon viele Lieferanten in Westeuropa dortige Märkte an und ihnen stehen sehr günstige Knollen zur Verfügung. Außerdem: Während in Südosteuropa vielleicht ein paar 10.000 t mehr gebraucht werden als sonst, gibt es in Westeuropa wahrscheinlich ein paar 100.000 t zu viel.
Im Rheinland werden die abgesprochenen Mengen von den Abpackern zu den notierten Preisen aufgenommen. Die reichen weitgehend zur Bedarfsdeckung – übergebietlich strömt so gut wie nichts mehr zu und über das Angebot der Stammlieferanten wird nichts weiter aufgenommen. Am Markt für Verarbeitungsrohstoff sieht es dramatischer aus. Freier Ware wird mit Abwehrpreisen begegnet. Zudem ist den Medien zu entnehmen, dass ein Abnehmer in den Niederlanden am Dienstag Insolvenz angemeldet hat. So müssen immer mehr Kartoffeln in die Verfütterung, in Biogasanlagen oder demnächst in die Maissilage gehen. Die bisher geernteten Speisefrühkartoffeln wiesen sehr hohe Erträge auf. Bei gutem Ansatz dürften auch Speisekartoffeln ertragreich sein. Die derzeitige Hitze führt viele Speisekartoffeln zwar in die Abreife, sie haben aber oft schon im richtigen Kaliber einen guten Ertrag gebildet – nun kämen höchstens noch Übergrößen hinzu, für die es keinen Markt gibt.

