Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

22.08.2025
HPAI-Lage: Ruhe in Deutschland, Anstieg in Europa
Geflügel

Wie aus dem aktuellen Radar Bulletin Deutschland, (07/2025) des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) hervorgeht, bleibt die HPAI-Lage in Deutschland derzeit ruhig, auch wenn die Zahl der Wildvogelfälle in Europa leicht ansteigt. So wurden im Juli insgesamt 34 HPAI-Nachweise registriert (Vormonat: 25), aus Deutschland jedoch weiterhin keine neuen Fälle. Fast alle Nachweise betrafen den Subtyp H5N1. Besonders die Zahl der Funde bei Wildvögeln stieg an (31 Meldungen, vor allem aus Portugal, Irland, den Niederlanden und Spanien). Bei Hausgeflügel wurden lediglich zwei Ausbrüche in Spanien gemeldet, in Gefangenschaft gehaltene Vögel waren nur in Tschechien betroffen. Das FLI bewertet das Risiko eines HPAI-Eintrags in deutsche Wasservogelpopulationen aktuell noch als moderat ein.

International bleibt HPAI jedoch eine Herausforderung. Trotz hoher Biosicherheitsstandards breitet sich das Virus weltweit weiter aus. Besonders die jüngsten Ausbrüche in Brasilien, dem wichtigsten Geflügelexporteur, haben die Debatte um Impfstrategien neu entfacht. Impfungen sollen bestehende Schutzmaßnahmen ergänzen und helfen, Viruslast und Mutationsrisiken zu senken sowie großflächige Keulungen zu vermeiden. Zusätzlich kündigt die US-Regierung an, ihre Förderung von mRNA-Impfstoffen zurückzufahren. Betroffen ist auch das H5N1-Projekt von Moderna, das 2024 mit 776 Mio. $ gefördert und im Mai vorzeitig beendet wurde. Künftig wollen die USA stärker auf klassische Impfstofftechnologien wie Ganzvirus- oder Vektorimpfstoffe setzen. Damit verliert die weltweite mRNA-Entwicklung im Bereich Vogelgrippe an Dynamik. Für Europa könnte dieser Kurswechsel die Diskussion über den Einsatz bewährter Impfstoffe befördern und den Ruf nach international abgestimmten Lösungen verstärken. Der DBV wird diese Diskussion weiterhin eng begleiten.

22.08.2025
Schlachtzahlen 1. Halbjahr 2025: Hähnchen vorn
Geflügel

(Destatis) Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland 346,1 Mio. Stück Geflügel geschlachtet (+0,6%). Trotz der gestiegenen Tierzahlen blieb die Geflügelfleischproduktion mit rund 779.900 t nahezu konstant (vorläufige Zahlen). Ursächlich ist der Anstieg bei Hähnchenschlachtungen (+20 %), während die Putenzahlen um etwa 10 % sanken. Erklärt wird dies mit dem Umstieg vieler Putenmastbetriebe auf höhere Haltungsformstufen, die mit geringeren Besatzdichten verbunden sind. Insgesamt macht Geflügelfleisch mit 23 % den zweitgrößten Anteil an der gewerblichen Fleischproduktion aus, nach Schweinefleisch mit 63,2 % und Rind mit 13,6 %.

22.08.2025
Mehr angestellte Tierärzte, weniger Praxen
Geflügel

Die Bundestierärztekammer meldet für 2024 insgesamt 34.364 Tierärzte in Deutschland – ein Plus von 519 gegenüber 2023. Während die Zahl der angestellten Tierärzte weiter steigt, sinkt die Zahl der niedergelassenen Praxen erneut (–173). Aus Sicht der Bundestierärztekammer könnte besonders im Nutztierbereich dies die flächendeckende Versorgung erschweren, gerade in Regionen mit ohnehin dünner tierärztlicher Präsenz. Zugleich nimmt die Spezialisierung zu, der Anteil  junger Tierärzte unter 30 wächst deutlich, und der Frauenanteil liegt inzwischen bei 66 %.

20.08.2025
Schweinefleisch bleibt wichtigste Fleischsorte in EU
Schwein

(AMI) Laut EU-Kommission bleibt die Fleischproduktion 2025 nahezu unverändert. Schweinefleisch macht mit 21,2 Mio. t fast die Hälfte der Gesamtmenge aus. Trotz eines starken ersten Quartals dürfte die Erzeugung im Jahresverlauf leicht um 0,4 % sinken – vor allem wegen rückläufiger Sauenbestände. Rind- und Schaffleisch sind ebenfalls rückläufig, während Geflügel als einzige Kategorie zulegen soll. Beim Pro-Kopf-Verzehr wird für Schweinefleisch nach einem Anstieg im Vorjahr ein stabiles Niveau erwartet. Damit bleibt es die dominierende Fleischart in der EU. Der Konsum von Rind- und Schaffleisch dürfte leicht sinken, Geflügel legt voraussichtlich um 2 % auf 25,5 kg zu – begünstigt durch höhere Verfügbarkeit und günstige Preise.

20.08.2025
Erster mRNA-Impfstoff gegen MKS erfolgreich getestet
Schwein

Am Friedrich-Loeffler-Institut wurde erstmals ein mRNA-Impfstoff gegen Maul- und Klauenseuche (MKS) erfolgreich an Rindern getestet. Der neue Impfstoff kommt ohne Virusanzucht aus, schützt nach zwei Impfungen sicher vor Erkrankung und senkt die Virusausscheidung deutlich. Damit eröffnet sich eine vielversprechende Perspektive für den künftigen Schutz auch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Kameliden.

20.08.2025
Mehr angestellte Tierärzte, weniger Praxen
Schwein

Die Bundestierärztekammer meldet für 2024 insgesamt 34.364 Tierärzte in Deutschland – ein Plus von 519 gegenüber 2023. Während die Zahl der angestellten Tierärzte weiter steigt, sinkt die Zahl der niedergelassenen Praxen erneut (– 173). Aus Sicht der Bundestierärztekammer könnte dies besonders im Nutztierbereich die flächendeckende Versorgung erschweren, gerade in Regionen mit ohnehin dünner tierärztlicher Präsenz. Zugleich nimmt die Spezialisierung zu, der Anteil junger Tierärzte unter 30 wächst deutlich, und der Frauenanteil liegt inzwischen bei 66 %.

20.08.2025
Erzeugerpreise im Juni mit gegenläufigen Trends
Schwein

(AgE) Während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse in Deutschland im Juni 2025 im Durchschnitt um 12,7 % über Vorjahresniveau lagen, gaben die Schlachtschweinepreise um 5,1 % nach. Damit geraten Schweinehalter trotz allgemein steigender Kosten weiter unter Druck – während andere Tierarten von deutlichen Preisaufschlägen profitieren. Am stärksten zogen die Preise bei Rindern (+43,5 %) und Milch (+17,0 %) an, auch Geflügel (+9,8 %) und Eier (+8,0 %) verteuerten sich. Die pflanzliche Erzeugung entwickelte sich gegenläufig und verzeichnete im Jahresvergleich ein Minus von 20 %, vor allem durch den massiven Preisrückgang bei Speisekartoffeln (–64,2 %). Damit zeigt sich ein klares Bild: Während große Teile der Tierhaltung deutliche Erlössteigerungen verbuchen können, bleibt die Schweinehaltung die auffälligste Ausnahme und steht weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.

20.08.2025
Schlachtschweinemarkt ohne Impulse
Schwein

(AgE) Die europäischen Schlachtschweinemärkte zeigen sich Mitte August weiter stabil, größere Preisbewegungen bleiben aus. In Mittel- und Nordeuropa halten sich knappes Angebot und schwache Nachfrage die Waage. In Deutschland setzte die VEZG den Leitpreis bereits die sechste Woche in Folge bei 1,95 €/kg SG fest. Laut AMI reicht das Angebot trotz hitzebedingt langsamerem Wachstum der Tiere zur Deckung der Nachfrage aus. Der Fleischmarkt zeigt kaum Impulse – Grillaktionen des Handels blieben wetter- und ferienbedingt ohne große Wirkung. Auch in Österreich, Belgien und Dänemark blieben die Notierungen unverändert, während Frankreich und Spanien weitere Preisrückgänge meldeten. In Italien dagegen zogen die Kurse erneut an. Im EU-Durchschnitt legten die Schlachtschweinepreise leicht zu, bleiben aber unter Vorjahresniveau.