(NestFresh/UEP) In den USA werden erstmals Eier ohne Kükentöten vermarktet. NestFresh bringt sie unter dem Label „Humanely Hatched“ auf den Markt, parallel startet der Verband United Egg Producers (UEP), der über 90 % der Produktion abdeckt, das Zertifizierungsprogramm „Hatch Check“. Dieses schreibt entweder In-Ovo-Geschlechtsbestimmung oder die Aufzucht männlicher Küken vor und umfasst Audits sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bis zum Handel. Während in der EU bereits 28 % der Legehennenherden mit In-Ovo-Technik (Q1/2025) arbeiten, dominierte in den USA 2023 noch die Käfighaltung (über 70 % der Bestände). Ein Hindernis war die Anpassung der Technik auf weiße Eier, die rund 90 % des US-Markts ausmachen. Neue KI-Systeme sollen den Durchbruch bringen. Erste Großproduzenten haben bereits Teile ihrer Produktion umgestellt. Umfragen zufolge sind US-Konsumenten bereit, für Eier ohne Kükentöten mindestens 4 Cent pro Stück mehr zu zahlen. Ob sich dies angesichts weiterhin hoher Eierpreise durchsetzt, bleibt jedoch abzuwarten.
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29.08.2025
Qualitätsweizenpreise brechen ein Pflanzen
(AMI) Der Brotgetreidemarkt rutscht in seine lethargische Phase. Die regional, aber auch weltweit von Tag zu Tag üppigeren Weizenversorgungsprognosen lassen Käufer entspannt zurücklehnen und die Preisschwäche beobachten.
Der Preisrückgang ist noch nicht gestoppt, in Deutschland ist zwar der Drusch von Qualitätsgetreide beendet, aber in Übersee und der eurasischen Steppe laufen noch die Mähdrescher. Und bestätigen ein ums andere Mal unerwartet gute Ergebnisse. Und so wird von mehr Weizen in Kanada, in Russland, in Großbritannien und seit neuestem auch in Australien gesprochen. Weltbewegend ist allerdings das Plus von 16 Mio. t in der EU. Das kompensiert das leichte Minus in den USA und der Ukraine. Unlängst erhöhte der Internationale Getreiderat seine globale Weizenschätzung um 3 auf 811 Mio. t nach oben, 12 Mio. t über Vorjahr. Und auch das USDA dürfte in seiner nächsten Prognose seine Schätzung anheben, nachdem er diese im August aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen zurückgenommen hatte. Und dass der globale Verbrauch die Erzeugung übersteigen soll und infolgedessen die Vorräte schrumpfen, dass muss sich nun erst einmal auch am Markt bewahrheiten. Noch ist von einer lebhaften Nachfrage nämlich noch nichts zu spüren.
Und so wird es am deutschen Brotgetreidemarkt immer ruhiger. Regional wird aufgrund mangelnder Umsätze bereits von nominellen Preismeldungen gesprochen. Erzeuger habe ihre Top-Partien eingelagert und hoffen auf einen besseren Vermarktungszeitpunkt. Es kommen aber immer wieder Partien an den Markt, die aufgrund von Liquiditätsbeschaffung angeboten werden. Auf der anderen Seite warten Mühlen ab und verweisen auf gute Rohstoffdeckung. Sie werden wohl wieder aktiver, wenn sich ein Trendwechsel der Preise abzeichnet. Und so bleibt es aufgrund der wenigen Neugeschäfte bei einem Käufermarkt und anhaltendem Preisdruck, bestenfalls Preisstabilität. In der 35. KW verliert prompter Eliteweizen frei Erfasserlager gegenüber Vorwoche knapp 2 auf 192 EUR/t. Qualitätsweizen verliert sogar 2,50 auf 180,50 EUR/t und verringert damit die Prämie zu B-Weizen auf unter 9 EUR/t. Vor einem Jahr waren es noch 25 EUR/t. Brotweizen hält sein Niveau von knapp 172 EUR/t. Ebenfalls preisstabil wird Brotroggen mit 148 EUR/t bewertet. Braugerste kann demgegenüber sein bisheriges Preisniveau nicht halten und gibt um 2,60 auf 179,50 EUR/t nach und rutscht damit erstmals seit Dezember 2020 unter die Linie von 180 EUR/t frei Erfasserlager.

29.08.2025
Weizenkurse auf Jahrestief Pflanzen
(AMI) Das saisonbedingt üppige Weizenangebot belastet die Kurse, die Verluste halten sich aber in Grenzen. Am Exportmarkt ist es aktuell ruhig, Importeure spekulieren auf billigeren russischen Weizen.
In Paris geht es für den Weizenfronttermin weiter abwärts. Am 28.08.2025 lag der Schlusskurs bei 189,50 EUR/t, damit 7,75 EUR/t unter Vorwoche. So niedrig wurde ein Fronttermin zuletzt ziemlich genau vor einem Jahr gehandelt. Damals ging es danach jedoch flott bergauf. Ein solche Trend lässt sich aktuell nicht beobachten. Das global üppige Getreideangebot lastet auf den Kursen. Jüngst hoben zusätzlich Analysten ihre Prognose für die australische Weizenernte nochmals an. Derzeit wird eine Ernte in Höhe von 32-35 Mio. t erwartet, damit wäre das Erntevolumen in etwa so groß wie im Vorjahr und überdurchschnittlich.
Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit für russischen Weizen hatte dem französischen Weizenexport Vorteile verschafft, doch damit scheint es vorbei zu sein. Zwar hat der aktuell schwache Euro grundsätzlich die Exportchancen für Euroländer verbessert, aber gleichzeitig wurden die fob -Preise an den russischen Exporthäfen aufgrund zunehmenden Angebotes zurückgenommen. Russische Erzeuger verkaufen jetzt lebhafter, nachdem sie zu Beginn der Ernte, aufgrund unbefriedigender Ergebnisse und der damit verbundenen Hoffnung auf höhere Erlöse ihre Partien, zurückhielten. Aber die stetig nach oben korrigierten Ernteprognosen für russischen Weizen lassen diese Hoffnung schwinden. IKAR spricht jetzt von 86 Mio. t., 3 Mio. t mehr als offizielle Quellen. Am Weltmarkt wird diese Meldung und die Preisentwicklung mit Wohlwollen aufgenommen und Importeure schalten in den Abwartemodus. In den vergangenen Handelstagen wurden nur wenige neue Ausschreibungen veröffentlicht.
Die Weichweizenexporte der EU liegen noch immer weit unter Vorjahresvolumen. Bis zum 24.08.2025 wurden laut EU-Kommission lediglich 2,18 Mio. t Weichweizen ausgeführt, zum Vorjahreszeitpunkt waren es bereits 4,15 Mio. t, 2023 sogar 5,04 Mio. t. Bislang ist Saudi-Arabien mit einem Volumen von 254.478 (Vorjahr: 230.010) t größter Abnehmer von EU-Weichweizen. Dahinter folgen Marokko mit 194.647 (390.007) t und Nigeria mit 128.836 (488.675) t.
29.08.2025
Rapsaussaat unter trockenen Bedingungen Pflanzen
(AMI) Die Rapsernte in Deutschland ist mit regional sehr unterschiedlichen Ergebnissen weitgehend abgeschlossen. Für die Aussaat ist es nun regional zu trocken. Die Erzeugerpreise verzeichnen ein kleines Plus, während die Kurse in Paris schwächeln.
Die Rapsnotierungen an der Börse in Paris entwickelten sich gegenläufig zu den Kursen für Canola in Winnipeg und Soja in Chicago. Während die im Wochenvergleich zulegten, schloss der Fronttermin November 2025 in Paris am 28.08.2025 mit 465,50 EUR/t und damit deutlich unter dem Niveau der Vorwoche (-11,25 EUR/t). Vor allem Gewinnmitnahmen drückten auf die Kurse.
Die Rapsernte ist in Deutschland abgeschlossen, wobei die Ergebnisse regional sehr heterogen ausfallen. In einigen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern reicht die Spannweite der Erträge von sehr niedrigen bis hin zu guten Ergebnissen, auch bei den Ölgehalten zeigen sich deutliche Unterschiede. Parallel zur Ernte hat vielerorts die Rapsaussaat begonnen. Sie gestaltet sich allerdings schwierig, da die Bodenfeuchtigkeit vielfach unzureichend ist. Dies könnte sich mittelfristig ungünstig auf die Bestandsentwicklung auswirken. Marktteilnehmer berichten zudem von einem rückläufigen Saatgutabsatz, was darauf hindeutet, dass manche Erzeuger angesichts hoher Produktionskosten und unsicherer Perspektiven über eine Reduzierung oder Aufgabe des Rapsanbaus nachdenken.
Der Handel mit Raps hat sich am Wochenanfang leicht belebt. Im Vordergrund steht jedoch die Abwicklung bestehender Kontrakte. Zusätzliche Mengen kommen derzeit aus Rumänien, wo die Rapsernte spürbar größer ausfiel als im Vorjahr. Insgesamt erwarten Marktteilnehmer bis Jahresende wenig Bewegung bei den Preisen. Erst zum Jahreswechsel könnte es Unterstützung geben – insbesondere durch die kleinere ukrainische Ernte und eine mögliche Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen zwischen Australien und China.
Der Kursrückgang in Paris spiegelt sich auch in den Großhandelspreisen wider. Im. So sind franko Hamburg für prompte Partien am 27.08.2025 rund 460 EUR/t möglich und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche auf Wochensicht ein Minus von 2 auf 469 EUR/t verzeichnen. Dagegen entwickelten sich die Rapspreise auf Erzeugerpreise regional uneinheitlich. In manchen Regionen gaben die Preise nach und in anderen ging es nach oben. Hier verfestigte sich die Aufwärtstendenz der Vorwoche mit dem deutlichen Sprung an der Börse in Paris. Im Bundesmittel kostete Raps frei Erfasserlager mit knapp 444 EUR/t gut 2 Euro mehr als in der Vorwoche.
29.08.2025
Weiter Überangebot bei Kartoffeln Pflanzen
(AMI) Am Speisekartoffelmarkt ergeben sich nur wenige Änderungen. Dem zunehmend größeren Angebot steht eine saisontypisch ruhige Nachfrage gegenüber. Bei günstigen Bedingungen werden derzeit die ersten Kartoffeln für die Lagerung eingefahren.
In der laufenden Woche haben die Preise am heimischen Kartoffelmarkt im Zuge des drängenden Angebots teils nochmals nachgegeben. Die Nachfrage wird überwiegend als saisontypisch beschrieben. Allerdings sind die Mengen, die in den Markt drücken außergewöhnlich hoch. Werbeaktionen sowie das Ferienende in einigen Bundesländern konnten den Absatz bislang noch nicht spürbar beleben.
Neben den Frühkartoffeln gelangt zunehmend Anschlussware auf den Markt, welche bei günstigen Bedingungen zügig gerodet werden können. In einigen Regionen hat die Ernte der Knollen zur Einlagerung bereits begonnen, andernorts sind die Vorbereitungen abgeschlossen, sodass die Einlagerung in der kommenden Woche startet. Die Qualitäten können – ebenso wie bei den Frühkartoffeln – bislang überzeugen. Lediglich Drahtwurmbefall und grüne Knollen führen vermehrt zu Aussortierungen, wie es heißt.
Am Verarbeitungskartoffelmarkt bleibt die Situation unverändert. Ohne Transaktionen mit freien Partien fehlen die Notierungen für frühe Verarbeitungsware in Westeuropa. Die Fabriken konzentrieren sich weiterhin auf die Abarbeitung bestehender Verträge und zeigen sich dabei sehr kritisch hinsichtlich der Qualität der angedienten Partien. Darüber hinaus geht derzeit kaum etwas. Vereinzelt werden längliche Fast-Food-Sorten gesucht, die Mengen sind jedoch sehr gering. Vor diesem Hintergrund finden Kartoffeln zunehmend alternative Verwendungsrichtungen wie Biogas oder Futtertrog.
29.08.2025
Widerruf der Zulassung des Pflanzenschutzmittels BOFIX Pflanzen
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 28.08.2025 mitteilte, wurde die Zulassung des Pflanzenschutzmittels BOFIX (Zul.-Nr.: 006396-00) mit den Wirkstoffen MCPA, Clopyralid und Fluroxypyr zu 16. August widerrufen. Das herbizide Mittel war zur Unkrautbekämpfung im Wintergetreide zugelassen.
Es gilt eine gesetzliche Aufbrauchfrist bis 16. Februar 2027 (Abverkauf bis 16.02.2026).
Der Widerruf gilt gleichermaßen für Parallelimporte sowie die Verbriebserweiterungen Amario (Zul.-Nr.: 006396-60) und DUANTI (Zul.-Nr.: 006396-61).
27.08.2025
Staffelstabübergabe im Deutschen Bauernverband Geflügel, Schwein
Zum 1. September übernimmt Stefanie Sabet das Amt der Generalsekretärin des DBV und folgt damit auf Bernhard Krüsken, der den Verband zwölf Jahre lang führte. Sabet ist die erste Frau in der 77-jährigen Geschichte des DBV auf dieser Position. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Krüsken zieht im Agra Europe-Interview eine positive Bilanz seiner Amtszeit: Die Bauernproteste im Winter 2023/24 hätten das Ansehen der Landwirte gestärkt, die Zukunftskommission Landwirtschaft habe den Dialog zwischen Landwirtschaft und Umweltverbänden professionalisiert. Der DBV sei als „größte Bauerndemokratie Deutschlands“ gut aufgestellt. Sabet kündigte an, den begonnenen Weg fortzusetzen. Ihr Ziel sei es, den Generationswechsel im Verband zu begleiten, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und die Kommunikation – auch über soziale Medien – zu verstärken. Im politischen Geschäft will sie Zielkonflikte offen ansprechen und die Rolle der Landwirtschaft für Versorgungssicherheit und ländliche Räume stärker betonen.
27.08.2025
Silvia Breher ist neue Tierschutzbeauftragte Geflügel, Schwein
Das Bundeskabinett hat heute die Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH, Silvia Breher, zur neuen Tierschutzbeauftragten der Bundesregierung benannt, die das Amt zum 1. September übernimmt. DBV-Generalsekretärin Sabet erklärt dazu: „Die Personalunion ist nachvollziehbar und folgt der notwendigen Haushaltsdisziplin. […] Der DBV wird natürlich wie bisher die Arbeit der Tierschutzbeauftragten konstruktiv begleiten.“

