Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2023 verabschiedete das DBV-Präsidium eine Erklärung zur sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Damit unterstreicht der DBV den inzwischen wieder wahrgenommenen hohen Stellenwert dieses Themas. Deutschland und die EU haben als agrarische Gunststandorte eine globale Mitverantwortung für die Versorgung mit Lebensmitteln. In der Erklärung werden konkrete Vorschläge zum Erhalt und zur Förderung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft unterbreitet. Zur Erklärung geht es unter: https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/pressemitteilungen/2023/KW_01_bis_KW_20/KW_04/Praesidiumserklaerung_zur_Ernaehrungssicherheit.pdf
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
27.01.2023
27.01.2023
EU-Ukraine-Freihandel soll verlängert werden Geflügel
Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine gibt es ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine, bei dem Einfuhrzölle und Mengenbeschränkungen im Agrarhandel entfallen. Dieser Vertrag endet in Juni 2023 und soll nun auf Vorschlag der EU-Kommission verlängert werden. Mit den Abkommen entfielen vor allen Mengenbeschränkungen der EU für die Einfuhr von Geflügelfleisch aus der Ukraine und anderen sensiblen Agrarprodukten. Unter den neu entstandenen Handelsströmen leiden vor allem die Landwirte in Polen und in Rumänien. Dort kommt neben Geflügelfleisch auch viel Weizen, Mais und Sonnenblumenkerne auf den Markt und drückt die lokalen Preise. Die EU will nun über Hilfen für diese Länder beraten.
27.01.2023
Landwirtschaft und Klimaschutz als Staatsziele ins Grundgesetz Geflügel
Der DBV hat ein Rechtsgutachten zur Einbeziehung von Landwirtschaft und Klimaschutz in die Staatsziele nach Artikel 20a des Grundgesetzes vorgelegt. Das Gutachten wurde erstellt von Professor José Martinez, Universität Göttingen. Es leitet her, warum eine Ergänzung der bisherigen Staatsziele für Umwelt und Tierschutz geboten ist. Der DBV hatte im April 2021 im Rahmen seines Zukunftskonzeptes einen solchen Vorschlag unterbreitet, der mit dem Rechtsgutachten nun weiter vertieft wurde.
Dazu unterstreicht DBV-Präsident Joachim Rukwied: „Wir brauchen eine Verständigung darüber, dass eine starke heimische Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit zusammengehören. Umwelt- und Klimaschutz müssen bei politischen Entscheidungen in die Agrarpolitik integriert werden. Von einer Grundgesetzänderung erhoffen wir uns nicht nur einen neuen gesellschaftlichen Konsens, die Staatszielbestimmungen des Grundgesetzes sind auch wichtig für Güterabwägungen der Gerichte. Unser Vorschlag umfasst neben der Ernährungssicherung ausdrücklich auch den Klimaschutz.“ Das Rechtsgutachten „Eine zeitgemäße Berücksichtigung der Landwirtschaft und des Klimaschutzes im Grundgesetz“ finden Sie unter www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/pressemitteilungen/2023/KW_01_bis_KW_20/KW_04/11123_Gutachten_Verfassung_Martinez2023_fin.pdf
27.01.2023
Fachforum Milch: Kennzeichnung & Digitalisierung Milch und Rind
(DBV) In einer Kombination aus Studiopräsenz und Livestream fand Anfang dieser Woche im Rahmen der IGW 2023 das gut besuchte DBV-Fachforum Milch unter dem Titel „Tierwohl in der Milchviehhaltung: Mehr Transparenz durch Kennzeichnung und Digitalisierung?“ statt. Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Nick, BMEL, betonte den Anspruch der Bundesregierung für eine zukunftsfeste Tierhaltung durch deren Umbau unter Einbezug von Tier-, Natur- und Umweltschutz sowie wirtschaftlicher Perspektive für die Nutztierhalter. Dazu gehören die Bausteine staatliche Tierhaltungskennzeichnung, Investitions- und Mehrkostenförderung als auch Änderungen im Bau- und Tierschutzrecht. DBV-Vizepräsident Schmal stellt hierzu fest, dass die Tierhalter zu den Ergebnissen der Borchertkommission stehen, aber alle Elemente als stimmiges Gesamtkonzept umgesetzt werden müssen. Nachbesserungen zu den o.a. Bausteinen seien dringend geboten. Vor allem eine ausreichende und langfristige finanzielle Ausstattung sei von elementarer Bedeutung, so Schmal. Die Veranstaltung steht online zur Verfügung unter: www.youtube.com/DieDeutschenBauern
27.01.2023
Projekt untersucht Alternativen zu Antibiotika Geflügel
(geflügelnews) In der Geflügelhaltung haben sich Antibiotika-Minimierungskonzepte als weniger erfolgreich als bei anderen Tierarten erwiesen. Woran dies liegt und welchen Einfluss zugelassene Prophylaxemittel zusammen mit einer individuellen Beratung auf den Antibiotikaverbrauch und die Tiergesundheit haben, wird in dem Projekt „Antibiotikaminimierung in der Geflügelhaltung: Alternative Prophylaxemittel“ an der Universität München untersucht. Für bereits im November 2022 gestartete Projekte wurden drei Legehennenbetriebe (ein Durchgang), fünf Mastputenbetriebe (drei Durchgänge) und fünf Mastbroilerbetriebe (neun Durchgänge) aus verschiedenen Regionen Deutschlands ausgewählt. Es handelt sich sowohl um konventionell als auch biologisch wirtschaftende Betriebe. Erste Ergebnisse des Projekts werden zur EuroTier 2024 erwartet.
27.01.2023
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 2. KW ist die Milchanlieferung um 0,4% im Vgl. zur Vorwoche angestiegen und liegt damit 4,3% über der Vorjahreswoche. Auf dem Blockbuttermarkt wurden die Notierungen auf 4,18 – 4,50 EUR/kg zurückgenommen. Es wird von günstigen Angeboten aus anderen EU-Ländern berichtet. Die Handelsaktivitäten nahmen indessen zu. Auch auf dem Markt für abgepackte Butter bewegt sich die Nachfrage über den Erwartungen. Die Preise sind kontraktbedingt noch stabil, wobei hier Rückgänge erwartet werden. Auf dem zu Jahresbeginn ruhigen Schnittkäsemarkt nimmt die Nachfrage für kurzfristige Lieferungen wieder zu, was auf das niedrigere Preisniveau zurückgeführt wird. Der über den Jahreswechsel erfolgte Bestandsaufbau in den Reifelagern ist dem Vernehmen nach zum Stillstand gekommen. Die Pulvermärkte tendieren weiterhin ruhig bis schwächer.

Der Milcherzeugerpreis ist im Dezember im Bundesdurchschnitt auf 60,6 Ct/kg (bei 4,2 % Fett; 3,4 % Eiweiß) und damit im Vgl. zum Vormonat um 0,9 Ct/kg zurückgegangen. Der Mittelwert der 25 % höchsten Vergleichspreise hat sich um 2,2 Ct/kg und der der 25 % niedrigsten Vergleichspreise um 1,6 Ct/kg verringert.
25.01.2023
Danish Crown schließt Schlachthof Boizenburg Schwein
Wie Danish Crown mitteilt, wird das Unternehmen aufgrund rückläufiger Schlachtzahlen und einem sinkenden Schweinefleischkonsum seine Kapazitäten am deutschen Markt verringern und neu strukturieren. In diesem Zuge wird der seit fast 20 Jahren bestehende Zerlegebetrieb in Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) geschlossen und die Schlachtung und Grobzerlegung von Schweinen auf den niedersächsischen Standort in Essen (Oldenburg) konzentriert. Dorthin wird bereits in den kommenden sechs Monaten ein Großteil der Aktivitäten verlagert.
25.01.2023
Deutsch-französische Zusammenarbeit bei Agrarthemen vereinbart Geflügel
Anlässlich des deutsch-französischen Ministerrats, der zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags stattfand, vereinbarten Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und sein französischer Amtskollege eine enge Zusammenarbeit in zentralen Fragen europäischer Landwirtschaftspolitik. So wollen beide Minister u.a. bei den Lebensmitteln eine einheitliche Kennzeichnung voranbringen. Damit soll die Transparenz in Bezug auf die Herkunft, Zusammensetzung, ernährungsphysiologische Qualität der Lebensmittel sowie die Produktionsverfahren für die Verbraucher erhöht werden.
25.01.2023
In 2022 weniger ASP-Fälle in Europa Schwein
Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilt, gab es im vergangenen Jahr in 15 europäischen Ländern insgesamt 7.760 ASP-Nachweise, während deren Zahl in 2021 noch bei knapp 14.000 lag. Davon betroffen waren 533 Hausschweinehaltungen sowie 7.227 Wildschweine. Erneut wurden die meisten ASP-Fälle (2.108) aus Polen gemeldet; das waren allerdings gut ein Drittel weniger als 2021. Hierbei sank die Zahl der infizierten Hausschweinehaltungen binnen Jahresfrist von 124 auf 14. In Deutschland gab es rund 1.600 ASP-Nachweise; das bedeutet ein Minus von 1.124 Fällen oder 41,3 % gegenüber dem Vorjahr. Fast zwei Drittel aller Virusinfektionen wurden bei Wildschweinen in Sachsen registriert, in Brandenburg waren es 533 Nachweise bei Wildschweinen. Die im vergangenen Jahr in drei Nutzschweinebeständen festgestellten Ausbrüche erfolgten in Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Hingegen trat die ASP erstmalig in Italien und Nordmazedonien auf, in Tschechien gab es wieder ASP-Fälle.
