(DBV) In seinem neuesten und 6. Bericht hat der Weltklimarat (IPCC) weitere Erkenntnisse zum Einfluss von Rindermethan auf das Klima einfließen lassen und schlägt eine neue Berechnungsmethode vor. Damit fallen die klimatischen Auswirkungen der Rinderhaltung deutlich geringer aus als bisher. Experten und auch der DBV hatten schon länger eine Korrektur gefordert.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
09.06.2023
09.06.2023
Pressekonferenz zum Wolf Milch und Rind
(DBV) Anlässlich der Auftaktveranstaltung des Bundesumweltministeriums (BMUV) Anfang Juni zur „Dialogreihe Wolf“ drängten die Landnutzer- und Weidetierhalterverbände im Rahmen einer Pressekonferenz zu einer Änderung der Wolfspolitik. Der DBV verwies hier erneut auf die exponentielle Bestandsentwicklung beim Wolf, die nicht mehr hinnehmbaren Schäden in der Weidetierhaltung und einen zügigen notwendigen Einstieg in die Regulierung des Wolfsbestandes, der von dem BMUV nicht mehr weiter verzögert werden darf.
09.06.2023
Vertragsverletzungsverfahren: EU-Nitrat-RL Milch und Rind
(DBV) Die Entscheidung der EU-Kommission zur Einstellung des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland wegen der EU-Nitratrichtlinie schätzt der DBV als längst überfällig ein. Es sei nun endlich wieder möglich, zu geordneten rechtsstaatlichen Verfahren im Düngerecht zurückzukehren, so DBV-Generalsekretär Krüsken. Die Ampelkoalition müsse jetzt den aktuellen Regierungsentwurf des Düngegesetzes kritisch prüfen und anpassen, vor allem bei der flächendeckenden Einführung der Stoffstrombilanz sowie einzelbetrieblichen Ausnahmen für Landwirte in roten Gebieten.
09.06.2023
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 21. KW ging die Milchanlieferung im Vgl. zur Vorwoche um 0,2% zurück. Damit lag der Abstand zur Vorjahreslinie bei 1,9 %. Die Handelsaktivitäten am Buttermarkt verlaufen ruhig. Für Blockbutter liegt der Fokus auf spätere Liefertermine mit unterschiedlichen Preisvorstellungen der Akteure. Es wurden leicht höhere Preise bei 4,60 bis 4,75 EUR/kg notiert (Kempten, 7.6.2023). Der Schnittkäsemarkt zeigt feste Tendenzen mit einer zunehmenden Angebotsverknappung, sinkenden Lagerbeständen und jüngerem Reifealter. Dem Vernehmen nach wurden für Juli höhere Preise realisiert. Die Pulvermärkte tendieren wieder ruhiger bei unverändertem Preisniveau.

Beim GDT-Tender am 6. Juni 2023 wurden im Schnitt über alle Produkte und Zeiträume um 0,9 % geringere Preise realisiert als beim letzten Handelstermin. Bis auf Butter, Butteröl und Cheddar gingen die Preise der anderen Produkte leicht zurück. Die gehandelten Mengen stiegen um 1.554 Tonnen auf 23.119 Tonnen (+7,2 %).
09.06.2023
Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Brandenburg – Biosicherheit in Geflügelbeständen beachten Geflügel
Trotz der inzwischen hohen Temperaturen kommt die Geflügelpestsaison zu keinem Ende. In den vergangenen Tagen bestätigte das FLI den positiven HPAI-Befund bei 37 Wildvögeln in drei brandenburgischen Landkreisen. Erst im Mai 2023 hatte das FLI in seiner Einschätzung darauf hingewiesen, dass das Risiko eines HPAI-Eintrages in Geflügelhaltungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln gestiegen ist. Vor diesem Hintergrund weist das Brandenburger Verbraucherschutzministerium auf die Notwendigkeit hin, alle Geflügelbestände, auch kleine Haltungen, vor einer Infektion zu schützen. Die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen – allgemeine Hygiene-, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen – müssen von allen Geflügelhaltern konsequent eingehalten werden. Da das Virus deutschland- und europaweit weitflächig in der Wildvogelpopulation auftritt, ist es zur Vermeidung von Ansteckung besonders wichtig, jeden direkten oder indirekten Kontakt von gehaltenem Geflügel mit Wildvögeln auszuschließen. Auch der Personenverkehr auf den Betrieben sollte möglichst eingeschränkt werden. Auch ist das zuständige Veterinäramt bei einem HPAI-Verdacht im Geflügelbestand sofort zu informieren.
09.06.2023
Mecklenburg-Vorpommern verschärft Brandschutz für Ställe Geflügel
Mecklenburg will die Anforderungen an die Brandschutzkonzepte für Ställe verschärfen. Die Landesregierung hat daher am 6. Juni 2023 den Entwurf einer entsprechenden Richtlinie beraten und die Verbandsanhörung gestartet, Der Entwurf sieht Verschärfungen bei der Unterteilung großer Ställe in Brandabschnitte vor. Auch sollen die Versorgung mit Löschwasser und der Zugang zu den Anlagen für Feuerwehrfahrzeuge verbessert werden. Zudem soll es künftig mehr und größere Ausgänge für die Tierrettung geben.
09.06.2023
REWE gründet „Kompetenzzentrum Landwirtschaft“ Geflügel
Die REWE Group hat zu Jahresbeginn das Kompetenzzentrum Landwirtschaft gegründet, das Ende Mai 2023 seine Arbeit aufgenommen hat. Jenseits der engen Grenzen von Branchenlösungen bündelt es die Expertise von Handel und Landwirtschaft, um neue Impulse und Wege der Zusammenarbeit zu finden. Das Gremium besteht aus 26 externen Agrarexperten aus Wissenschaft, Praxis, Erzeugung und der REWE Group und hat die Aufgabe, konkrete Projekte und Maßnahmen zu entwickeln, um die Transformation einer nachhaltigen deutschen Landwirtschaft mitzugestalten. Zunächst sollen Lösungsansätze in den Clustern Milch, Fleisch, Innovationen, Regionalität sowie Obst und Gemüse erarbeitet werden. Zum Expertenkreis gehört u.a. ein Geflügelhof aus der Eifel mit 39.000 Legehennen, davon 12.000 Tiere in Freilandhaltung.
09.06.2023
EU-Nitratrichtlinie DBV zur Einstellung des EU-Vertragsverletzungsverfahrens Geflügel
Die Entscheidung der EU-Kommission zur Einstellung des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland wegen der EU-Nitratrichtlinie bewertet der DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken, als längst überfällig: „Nun ist es möglich, wieder zu geordneten rechtsstaatlichen Verfahren im Düngerecht zurückzukehren, weil die EU-Kommission nicht mehr auf Zuruf Änderungen in der Düngeverordnung durchdrücken kann. Umso mehr bleibt es dringend erforderlich, einzelbetriebliche und verursachergerechte Klauseln für gewässerschonend wirtschaftende Landwirte statt Pauschalauflagen in roten Gebieten einzuführen. Auch sollte die Derogationsregelung für Wirtschaftsdünger bzw. Gärrest wie bereits in der Düngeverordnung vorgesehen ermöglicht und hierfür der Antrag bei der EU-Kommission gestellt werden. Die Ampelkoalition muss jetzt den aktuellen Regierungsentwurf des Düngegesetzes kritisch prüfen und anpassen, vor allem bei der flächendeckenden Einführung der Stoffstrombilanz sowie einzelbetrieblichen Ausnahmen für Landwirte in roten Gebieten.“

