Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

25.08.2023
Reichlich Futtergetreide am Markt
Pflanzen

Während die Erzeuger mehr und mehr Futtergetreide von den Schlägen holen, wehren Erfassungshandel und Mischfutterhersteller ab.

Die Getreideernte ist in den vergangenen Tagen zügig vorangekommen und dürfte noch vor Monatsende beendet werden, sofern das Wetter dem nicht erneut entgegenwirkt. Wie erwartet, sind die Qualitäten sehr heterogen. In einigen Regionen dreschen Erzeuger gezielt die noch halbwegs präsentablen Feldbestände und sparen sich die schwachen für das Ernteende auf, wenn überhaupt. Für viele ins Lager gegangenen Getreidebestände lohnt kaum noch der Aufwand, der Auswuchs ist ja örtlich bereits schon bei Pflanzen sichtbar, die noch auf dem Halm stehen. Für diese wäre dann nur noch die energetische Nutzung möglich, doch Biogasanlage zeigen sich gar nicht mehr so aufnahmebereit, seitdem sich abzeichnet, dass die Maisernte 2023 größer ausfällt als bislang erwartet. Dieser Kultur hat der Regen der vergangenen Wochen gutgetan.

Der Anteil der nicht mehr mahlfähigen Partien wird Richtung Norden immer größer. So wird in Ostholstein von bis zu 60 % gesprochen, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt von bis zu 30 %. Das gilt für Weizen und Roggen gleichermaßen. Das Angebot ist drückend, Lagerplatz wird knapp, zumal das Sichten, Separieren und Aufbereiten viel Zeit beansprucht. Und vorher war die überdurchschnittliche Gerstenernte gelaufen. Auch diese benötigt Lagerplatz, da sie kaum abgerufen wird. Der Export läuft nicht und die Mischfutterhersteller haben nach ihrem ersten großen Engagement Ende Juli ihr Engagement zurückgefahren. Da von den zuletzt gedroschenen Partien viele nachgetrocknet werden müssen und das zumeist beim Landhandel, verbleiben die Partien gleich dort. Das ist – aufgrund der geringen Nachfrage der Mischfutterhersteller – nur mit Preisabschlägen möglich. Da nützt es auch wenig, dass die Terminkurse ihre Kapriolen schlagen und sich zwischenzeitlich befestigten, die Erzeugerpreise für Futtergetreide tendieren durchweg schwach. (Quelle: AMI)

25.08.2023
Deutsche Rapsernte in Menge und Preis unter Vorjahr
Pflanzen

Geringere Erträge haben die Höhe der diesjährigen Rapsernte spürbar beschnitten, denn die Anbaufläche wurde gegenüber Vorjahr ausgedehnt.

Die Berg- und Talfahrt an der Pariser Börse hält auch weiterhin an. So legte der Fronttermin zwar binnen vier Tagen knapp 28 EUR/t zu, konnte das Niveau jedoch nicht halten und rutschte am 22.08.2023 auf 465,25 EUR/t ab. Das sind noch 12 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Unterstützung kam dabei insbesondere von festen Palmöl- und Sojanotierungen in Malaysia und Chicago. Die voranschreitenden europäischen Rapsernten konnten den Anstieg dabei lediglich dämpfen.

Franko Hamburg werden für Lieferungen ab November 23 aktuell 457 EUR/t genannt, ab Januar 24 indes 472 EUR/t. Das sind 9 bzw. 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Franko Niederrhein sind zur Lieferung ab November rund 467 EUR/t möglich, in der Vorwoche wurden noch rund 458 EUR/t in Aussicht gestellt. Für Partien zur Lieferung ab Januar 24 sind indes 480 EUR/t und damit rund 11 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor im Gespräch. Die reichlichen und insbesondere preisgünstigeren Rapspartien aus dem Baltikum und der Schwarzmeerregion drücken auf den westeuropäischen Markt und schmälern die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware immens. Ohnehin verweisen Ölmühlen auf ihre gute Deckung und warten vorerst die weitere Preisentwicklung ab.

Im Zuge fester Notierungen in Paris wurden auch die Erzeugerpreise für Raps der Ernte 23 nach oben korrigiert. Im Bundesdurchschnitt werden aktuell 423,60 EUR/t verlangt und damit 11 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 390-445 EUR/t. Regional wurden die jüngsten Preissteigerungen zur Vermarktung der Ernte 23 genutzt. Insgesamt bleiben die Umsätze aber gering.

Indes veröffentlichte der Deutsche Bauernverband jüngst seine vorläufige Ernteschätzung 2023 und stellt eine heimische Winterrapsernte von 4,07 Mio. t in Aussicht. Die zugrunde liegende Ertragsprognose liegt bei 35,1 dt/ha und verfehlt damit deutlich die 39,6 dt/ha des Vorjahres. Dabei waren die Meldungen gebietsweise von einer noch stärkeren Heterogenität als in anderen Jahren geprägt. Trotz der Ausweitung der Anbauflächen um rund 84.000 auf 1,17 Mio. ha sinkt damit Erntemenge deutlich unter die 4,28 Mio. t des Vorjahres. Der Fokus liegt nun bereits auf der regional beginnenden Winterrapsaussaat. In Südbaden dürfte der Startschuss in der kommenden Woche fallen. (Quelle: AMI)

25.08.2023
Regionales Kartoffelangebot dominiert meist
Pflanzen

Da überall wieder geerntet werden kann, ist die Versorgungslage entspannter. Zu viele Kartoffeln sind aber nicht am Markt. Es muss auf Reife gewartet werden, um die zunehmenden Qualitätsprobleme abzuwenden. Die Preise von Ende der Vorwoche werden gehalten.

Langsam trocknet es in den Regionen mit viel Regen in letzter Zeit wieder. Besonders nass wurde es jüngst in einem breiten Streifen von der Pfalz bis in die Magdeburger Börde, davor auch im Norden und in Bayern. Mit den besseren Erntebedingungen ist das Kartoffelangebot überall wieder ausreichend, auch wenn im Süden in der Regel nur ganz früh geerntet werden kann, bevor es mittags viel zu heiß wird. Aus den Regionen mit viel Regen kommen häufiger Partien mit faulen Knollen. Sonst ist öfter mal der Drahtwurm ein Grund für Reklamationen. Schorf wird auch gefunden. Da nun fast überall wieder geerntet werden kann, nahmen die übergebietlichen Verladungen ab. Traditionelle Zufuhrregionen wie der Südwesten, Westfalen oder einige Gebiete im Osten kaufen aber wie gewohnt zu und darüber hinaus gibt es noch etwas Export, beispielsweise nach Tschechien.

Auch wenn das Angebot wächst, ist es in der Regel noch nicht zu groß, da die Reifeförderung vorübergehend unterbrochen war und mancher Schlag, der für die momentane Vermarktung vorgesehen war, noch ein paar Tage braucht, bis die Kartoffeln schalenfest und stabil sind. Bei warmer Witterung kann da kein Verderbnisrisiko eingegangen werden. Die Inlandsnachfrage ist insgesamt ruhig. In der Südhälfte mindert die Hitze die Konsumfreude und im Westen scheinen Kartoffelesser zum Teil im Urlaub zu sein. Nur etwas Werbung mobilisiert hier und da mehr Absatz. Der Markt ist noch ausgeglichen, sodass die in der Vorwoche von Erzeugergemeinschaften vorgeschlagenen Preise gut gehalten werden. Je nach Qualität und Region sind die Preisunterschiede allerdings riesig und reichen von 50,00 EUR/dt bis über 60,00 EUR/dt, je nachdem wie die Versorgungslage vor Ort im Einzelnen ist. (Quelle: AMI)

23.08.2023
DBV bedauert Ende der Borchert-Kommission
Schwein

(DBV) Die Beendigung der Arbeit des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung, der sogenannten Borchert-Kommission, zum Umbau der Tierhaltung in Deutschland bedauert der DBV-Veredelungspräsident Hubertus Beringmeier: „Die Borchert-Kommission hat erstmalig ein Gesamtkonzept für einen Umbau der Tierhaltung in Deutschland vorgelegt. Die Entscheidung zur Auflösung des Gremiums bedauere ich sehr, obgleich ich diesen Schritt nachvollziehen kann. Insbesondere die Frage der Finanzierung ist bis heute ungeklärt – besonders der Koalitionspartner FDP muss sich hier bewegen!“ Beringmeier sieht die Änderungen im Bau- und Umweltrecht als erste Schritte in die richtige Richtung – allerdings müsse die Frage der Finanzierung schnellstmöglich geklärt werden. „Als Bauernverband standen wir von Anfang an hinter der ganzheitlichen Umsetzung der Empfehlungen der Borchert-Kommission – die Umsetzung dieser Empfehlungen muss auch nach Auflösung des Gremiums weiterverfolgt werden“, so Beringmeier.
Der DBV sieht in der Nicht-Umsetzung der Borchert-Kommissions-Vorschläge eine vertane Chance. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken erklärt hierzu: „Die Borchert-Kommission hat ihre Aufgabe erfüllt und ein schlüssiges Konzept für den Umbau der Tierhaltung in Deutschland vorgelegt. Es ist wirklich mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung diesen Weg nicht entschlossen mitgeht; letztlich wird damit die Möglichkeit verspielt, den gesellschaftlich gewünschten Umbau der Tierhaltung auf den Weg zu bringen. Der Handlungsbedarf ist hoch, wir arbeiten gegen die Zeit und gegen den Export der Tierhaltung aus Deutschland.“

23.08.2023
Antibiotika-Rückgang unabhängig von sinkendenTierzahlen durch QS belegt
Schwein

(QS GmbH) Die aktuelle Auswertung des Antibiotikamonitorings für Schweine haltende Betriebe im QS-System hat ergeben, dass Tierärzte im Jahr 2022 deutlich weniger Antibiotika als noch im Vorjahr verschrieben haben. Im Vergleich zum Jahr 2021 sank die verabreichte Menge im Jahr 2022 bei Mastschweinen um knapp 14 %, bei Sauen um 9 %, bei Saugferkeln um 8 % und bei Aufzuchtferkeln sogar um 20,5 %. Beim Antibiotika-Therapieindex im QS-System wird zweimal im Jahr die durchschnittliche Anzahl der Behandlungseinheiten je Tierplatz erfasst. „Damit setzt QS die durchschnittliche Anzahl an Tieren auf dem jeweiligen Betrieb ins Verhältnis zur de facto verabreichten Antibiotikamenge. So lassen sich tierartspezifische Auswertungen durchführen. Hingegen lassen sich die Abgabemengen der pharmazeutischen Industrie nicht einzelnen Tierarten zuordnen, da neben Nutztieren auch Pferde und Haustiere erfasst werden. Zudem ist die Mehrzahl der Wirkstoffe für die Anwendung bei verschiedenen Tierarten zugelassen.

Seit mehr als zehn Jahren wertet QS die tatsächlich verabreichten Antibiotikamengen aus. Die Auswertungen der eigenen Datenbank verschaffen nicht nur dem einzelnen Tierhalter einen Überblick über die Tiergesundheit in seinem Bestand, sondern erlauben auch, Tendenzen zu quantifizieren. Innerhalb der vergangenen Dekade hat sich demnach der Einsatz von Antibiotika im QS-System nahezu halbiert. Die aktuellen Zahlen des Therapieindexes Schwein zeigen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt.

23.08.2023
Tierhaltungskennzeichnungs-Gesetz tritt morgen in Kraft
Schwein

Heute wurde das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2023/220/regelungstext.pdf?__blob=publicationFile&v=2). Es tritt morgen, am 24. August 2023, in Kraft. Damit müssen Mastschweinebetriebe innerhalb eines Jahres, bis zum 24.08.2024, ihre Haltungsform bei der zuständigen Behörde melden. Vorher müssen allerdings die Bundesländer noch die jeweils zuständige Behörde bestimmen sowie die konkrete, schriftliche/elektronische Meldemöglichkeit im Sinne dieses Gesetzes zur Verfügung stellen.

21.08.2023
Jetzt noch anmelden: ASP-Tagung am 31.08.2023 in Melle
Schwein

(trafo:agrar) Der Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen lädt ein zur ASP-Fachtagung „Mit Sicherheit gegen das Risiko | Drei Jahre ASP in Deutschland – Wo stehen wir?“. Die Tagung informiert Interessierte aus veterinär- und landwirtschaftlicher Fachpraxis, Behörden, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu aktuellen Aspekten und neuen Entwicklungen in den Bereichen ASP-Seuchengeschehen, Impfstoffentwicklung, Vermarktung, Recht, Biosicherheit, dem steigenden Anforderungsprofil für Betriebe und vielen weiteren interessanten Themen.

Die Tagung findet statt am Donnerstag, 31.08.2023, 9:30 – 16:00 Uhr im Hotel Van der Valk, Wellingholzhausener Str. 7, 49324 Melle.

Teilnahmegebühr: 110 € (inkl. Mittagessen, Pausengetränke, Snacks und Tagungsdokumentation)

Die Veranstaltung ist für die Tierärzteschaft mit 4 Stunden ATF (nach §7(2) SchHaltHygV) anerkannt. Landwirt*innen können gegen Vorlage der Teilnahmebescheinigung eine Anerkennung bei der ITW beantragen.

Das Programm finden Sie in der Anlage. Für die Anmeldung nutzen Sie bitte folgenden Link: https://uni-vechta.de/asp-tagung

18.08.2023
Qualitätsprämie für Brotgetreide steigt auf 25 EUR/t
Pflanzen

Die Brotgetreideernte neigt sich dem Ende entgegen. Regional stehen zwar noch 50 % des Weizens auf den Halmen, allerdings schwindet der Anteil mahlfähiger Partien von Tag zu Tag.

Die Getreideernte läuft, aber viel Brotgetreide wird es wohl nicht mehr werden. Stockend, aufgrund der noch immer täglich auftretenden Regenfälle schleppt sich die Ernte dahin. Regional wird jetzt davon ausgegangen, dass 50-90 % des Mahlweizens und Brotroggens Futterqualität haben. Gleichzeitig ist das Erntegut feucht und muss nachgetrocknet werden. Die Fallzahlen schwanken sehr stark, sodass im Einzelnen nachverhandelt werden muss oder aber die Partie geht direkt in die Biogasanlage – für 100 EUR/t.

Umgesetzt werden nur geringe Mengen. Der Fokus der Erzeuger liegt auf Bergung der Restmengen oder aber auf Bedienung der Vorkontrakte. Die Kursschwäche in Paris (der Fronttermin Weizen verlor 17 EUR/t zum Vorwochenstand) spiegelt sich allerdings in den Erzeugerpreisen nicht wider, auch nicht die 14 EUR/t Verlust des Dezember-Kontraktes.

Mahlweizen frei Erfasserlager kann sich mit einem Minus von 2,55 EUR/t im Schnitt behaupten – und Braugerste und Brotroggen legen sogar zu, knapp 6 EUR/t bzw. 2 EUR/t. Dabei zeigt sich insbesondere bei der Braugerste die mangelnde Alternative. Während Weizen, Roggen, Mais u.a. in großen Mengen aus Osteuropa auf den deutschen Markt drängen, bleibt Braugerste knapp und erzielt mit 313 EUR/t frei Erfasserlager rund 111 EUR/t mehr als Brotweizen. Auf Großhandelsstufe erhöhten Käufer ihre Geldkurse franko Oberrhein um 3 auf 378 EUR/t.

Der Qualitätsaufschlag für Aufmischweizen liegt auf Erzeugerstufe aktuell bei 14 EUR/t und wird jetzt auf Großhandelseben sogar getoppt. Die qualitätsschwache Weizenernte in Norddeutschland führt zu festen Qualitätsweizenpreisen, die sich franko Hamburg gegenüber Vorwoche um 12 EUR/t auf 275 EUR/t befestigten, während Brotweizen dort um 5 auf 250 EUR/t nachgab. Damit steigt die Prämie von 8 auf 25 EUR/t. Auch die Mühlen im Inland senkten ihre Gebote für Brotweizen, je nach Versorgungslage unterschiedlich. So werden franko Westfalen mit 251 EUR/t rund 6 EUR/t weniger genannt, Mühlen am Niederrhein zahlten mit 250 EUR/t indes 8 EUR/t weniger. (Quelle: AMI)