Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

05.10.2023
75-jähriges Jubiläum: DBV hat Agrarpolitik im Sinne der Bauernfamilien mitgestaltet
Öko-Landbau

Anlässlich des 75-jährigen Verbandsbestehens blickte der Deutsche Bauernverband (DBV) am 21. Sept. im Rahmen eines Festaktes in Berlin zurück und zeichnete ein Zukunftsbild für die kommenden Jahre. Bundeskanzler Olaf Scholz hielt die Festrede zu Ehren des Verbandes. Er würdigte die wichtige Arbeit der Landwirt­innen und Landwirte in Deutschland und warb für einen breit getragenen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit. Das sei aber nicht allein eine Sache der Landwirte, „sondern es ist eine Auf­gabe der gesamten Gesellschaft“.

Der Präsident des DBV, Joachim Rukwied, ging in seiner Eingangsrede auf die Meilensteine der vergangenen 75 Jahre Verbandsge­schichte ein – beginnend mit der Zeit des Wiederaufbaus im Nachkriegsdeutschland über die Wegbereitung eines gemeinsamen Europas, der Wiedervereinigung bis hin zu den heutigen Herausforderungen beim Klima-, Umwelt- und Tierschutz. Der DBV habe diesen Weg nicht nur begleitet, „er hat ihn im Sinne der Bauernfamilien mitge­staltet“, betont er. „Dabei sind es die Bäuerinnen und Bauern, die zuverlässig unsere Ernährung sichern – und das mit so sicheren und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln wie nie zuvor. Landwirtschaft ist systemrele­vant und muss auch in Deutsch­land eine Zukunft haben – gerade auf diesem Feld dürfen wir uns nicht in einseitige Abhängigkeiten von instabilen Weltregionen begeben“. Die Landwirtschaft sei bereit, sich aktiv den großen Krisen zu stellen, bekräftigte Rukwied. „Wir sind Teil der Lösung beim Klima-, Umwelt- und Artenschutz. Diese Krisen werden wir aber nicht mit pauschalen Auflagen, Verboten oder mehr Bürokratie bewältigen, sondern müssen diesen mit Innovationen, Technologieoffen­heit und Unternehmergeist begegnen“. Dazu bräuchten die Betriebe passende politische Rahmenbedingungen und die Bereitschaft der Gesellschaft, die vielfältigen Gemeinwohl-Leistungen der Familien auf den Höfen auch entsprechend zu honorieren. (Quelle: DBV)

Ein Video-Mitschnitt der Festveranstaltung ist auf Youtube zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=Kh100GrNelE

Doppelinterview mit DBV-Präsident Rukwied und DBV-Ehrenpräsident Sonnleitner
Der gemeinsame Rückblick auf 75 Jahre Ver­bandsgeschichte ist abrufbar unter: https://www.bauernverband.de/topartikel/dbk-9-2023-75-jahre-dbv-gmeinsames-interview-mit-ehrenpraesident-gerd-sonnleitner-und-praesident-joachim-rukwied

04.10.2023
Forschungsprojekt zur Immunokastration
Schwein

In dem Projekt „Feldstudie zur Impfung gegen Ebergeruch (FINGER)“ haben Forscher der Universitäten Göttingen und Kiel sowie des Max-Rubner-Instituts in Kulmbach die Initiative „100.000 Improvac-Tiere“ der Landwirtschaftsverbände in SH, MV, Nds. und NRW begleitet und u.a. die Umweltbilanzen immunkastrierter und chirurgisch kastrierter Schweine sowie unkastrierter Eber verglichen, die Tiergesundheit sowie die Produktqualität bewertet und die Handelswertermittlung überprüft. In der abschließenden „Kieler Erklärung“ erkennen wichtige Unterzeichner der Branche insbesondere die wissenschaftlich bestätigte Gleichwertigkeit der Fleisch- und Fettqualität von immunkastrierten männlichen Schweinen im Vergleich zu weiblichen Schweinen und die daraus resultierende, uneingeschränkte Eignung ihrer Schlachtkörper für die weitere Verarbeitung an. Dies gilt, insofern die Impfung gegen Ebergeruch sachgerecht ausgeführt und der Impferfolg durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Tierkontrollen im Stall sichergestellt wird. Angesichts der Vorteile in Bezug auf den Tierschutz und die Umweltbilanz kann die Immunokastration daher als Alternative zur chirurgischen Kastration empfohlen werden, so das einhellige Fazit.

04.10.2023
Noch keine Vorschläge für ein EU-Tierschutzpaket
Schwein

(AgE) Die ursprünglich für den Zeitraum Juli bis September 2023 vorgesehene Präsentation des überarbeiteten EU-Tierschutzpakets verzögert sich weiter. Das in dieser Woche von der EU-Kommission veröffentlichte vorläufige Arbeitsprogramm bis Ende November sieht keine Vorschläge für ein EU-Tierschutzpaket vor. Somit ist von einer Verschiebung auf kommendes Jahr auszugehen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob dann noch vor der

Europawahl im Juni 2024 entsprechende Vorschläge vorgelegt werden. Dabei hatte die politisch verantwortliche EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf dem Agrarrat im Januar erklärt, „nichts zu tun ist keine Option“. Damals hatten unter anderem Portugal, Frankreich, Spanien, Rumänien, Griechenland sowie Irland vor zu deutlichen Verschärfungen gewarnt.

04.10.2023
Weitere ASP-Fälle in Schweden
Schwein

In Schweden ist mittlerweile die Zahl der mit ASP infizierten Wildschweinkadaver auf 41 gestiegen (s. auch BauernInfo 37). Alle Tiere wurden in einem Gebiet östlich der Stadt Fagersta gefunden, in dem auch die ersten Fälle aufgetreten sind. Zur Unterstützung der Behörden vor Ort reiste eine EU-Expertengruppe an, die

die eingeleiteten Maßnahmen begrüßte und insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit der Jägerschaft empfahl. Derweil hat der norwegische Landwirtschaftsminister angekündigt, die Maßnahmen zu intensivieren, um die Wildschweinpopulation im Land langfristig auszumerzen.

04.10.2023
Erster Bürgerrat zur Ernährung nimmt Arbeit auf
Schwein

Letzten Freitag hat Bundestagspräsidentin Bas die erste Sitzung des Bürgerrats „Ernährung im Wandel“ eröffnet. Die 160 ausgelosten Teilnehmer beraten darüber, wie sich die Menschen in Deutschland gesünder und nachhaltiger ernähren können. Es geht etwa um die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Blick auf Tierwohl- und Umweltstandards, um Preise von Nahrungsmitteln oder Lebensmittelverschwendung. Der Bürgerrat soll bis Ende Februar 2024 ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen vorlegen. Es soll dann in die Beratungen des Parlaments einfließen.

29.09.2023
Rindermarkt
Milch und Rind

Rindfleischexporte der EU leicht gestiegen

(AMI) Die Staaten der EU haben ihre Ausfuhren von Rindern und Rindfleisch im Zeitraum von Januar bis Juli 2023 etwas erhöht. Gegenüber dem Vorjahr wurde 1,2 % mehr Rindfleisch in Drittstaaten transportiert. Beim größten Exporteur handelt es sich um Irland, das für knapp 27 % der europäischen Rindfleischausfuhren verantwortlich ist, wobei die ausgeführte Menge 5 % geringer ausfiel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Polen als zweitgrößtes Ausfuhrland mit einem Marktanteil von 11 % steigerte die Exporte hingegen um etwa ein Drittel. Auch wenn unter den TOP-Lieferanten die Zahl der Länder überwiegt, in denen die Exporte zurückgegangen sind, können die kleineren Ausfuhrländer dies dennoch insgesamt mehr als ausgleichen. Wichtigstes Zielland ist mit deutlichem Abstand das Vereinigte Königreich, das mit 175.000 t rund 30 % der Rindfleischausfuhren erhält. Gut ein Drittel der Gesamtexporte verlässt die EU als Zucht- und Nutztiere, wohingegen knapp zwei Drittel als Rind- und Kalbfleisch in Drittländer transportiert werden. Gegenüber dem Vorjahr sind vor allem die Ausfuhren von lebenden Rindern gestiegen mit einer Zunahme um 15 %.

Schlachtkuhpreise geben erneut nach

Der deutsche Jungbullenmarkt präsentiert sich in der laufenden Woche überwiegend ausgeglichen. Die Schlachtunternehmen versuchen zwar weiterhin den Preis zu drücken, das vorhandene Angebot lässt sich aber insgesamt vermarkten. Stützend wirkt dabei, dass viele Landwirte aktuell mit der Maisernte beschäftigt sind und die Ablieferung der Schlachtrinder in den Hintergrund rückt. Vereinzelt gibt es entsprechende Meldungen auch im Bereich der Schlachtkühe, wo sich die Lage regional etwas unterschiedlicher darstellt. Während aus einigen Regionen von einem ausgeglichenen Markt berichtet wird, gibt es andernorts noch immer Überhänge. Auch wenn viele Marktteilnehmer bald eine Bodenfindung der Schlachtkuhpreise erwarten, kommt es in der laufenden Woche noch einmal zu Abschlägen.

29.09.2023
Personelle Änderung im DBV-Milchreferat
Milch und Rind

(DBV) Ludwig Börger verlässt zum 01. Oktober 2023 den DBV, wo er seit Januar 2015 das Milchreferat leitete. Die Tätigkeitsfelder des QM-Milch e.V. haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, so dass diese Geschäfte nicht mehr in Nebenbeschäftigung geführt werden können. Herr Börger bleibt also als Geschäftsführer dieses Vereins weiterhin erreichbar unter l.boerger@qm-milch.de. Auch die Geschäftsführung des Verbands der Deutschen Milchwirtschaft wird in den kommenden Monaten bis auf Weiteres von ihm wahrgenommen. Die Nachbesetzung der DBV-Referatsleitung befindet sich in den letzten Zügen, in der Zwischenzeit steht Frau Dr. Oertel weiterhin als Ansprechpartnerin für milchpolitische Themen zur Verfügung.