Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat in dieser Woche erneut eine Notfallzulassung für das Mittel Quickdown mit dem Wirkstoff Pyrafluflen-ethyl erteilt. Demnach darf von 04. August 2023 bis 03. Dezember 2023 eine Menge von 32.000 Liter auf einer Fläche von 20.000 ha zur Krautabtötung bei Kartoffeln bis 14 Tage vor der Ernte ausgebracht werden. Die Wartezeiten und die maximale Aufwandmenge sowie weitere Anwendungsbestimmungen sind zu beachten. (Quelle: BVL/UNIKA)
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11.08.2023
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Wie auch in den vorherigen Wochen steht das Wetter weiter im Fokus der Erntearbeiten. Vergangene Niederschläge sorgten mancherorts nicht nur für Lagerschäden und Auswuchs, sondern auch für einen erhöhten Pilzdruck. Vorhergesagt sind für die kommenden Tage warme und sonnige Stunden, aber auch Niederschläge treffen lokal aufs Land, je nach Menge könnte dieses zu erneuten Ernteunterbrechungen führen. Dass die Qualität im Getreide nachlässt, zeigt sich durch heterogene Fallzahlen. Diese lagen zuletzt zwischen 62 s und 300 s. Hieraus lässt sich schließen, dass die Menge an Qualitätsware knapp werden könnte, da viel Weizen als Futtergetreide vermarktet werden muss. Entsprechend steigen die Erzeugerpreise für hohe Qualitäten (A-Weizen durchschnittlich 229 EUR/t) um 2,70 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Futtergetreidepreise hingegen sinken um 3,10 EUR/t zur Vorwoche auf etwa 197 EUR/t ab. Der Einsatz von Mähdreschern steht aktuell hoch im Kurs, weshalb Lohnunternehmen nahezu ausgebucht scheinen. Die Rapsernte läuft indes in den letzten Zügen. Die Erträge erzielen weitestgehend geringe Tonnagen unterhalb von 4 t/ha. Auffallend ist außerdem die geringe Größe der einzelnen Körner. Währenddessen könnten Mais, Rübe und vor allem Kartoffeln die Retter dieser Saison darstellen. Allerdings bringt die Krautfäule so mancherorts witterungsbedingt ein größeres Problem mit sich. Die Saison der Frühkartoffeln erklärt sich für beendet. Dennoch lässt die Nachfrage nicht nach, weshalb die eigentlich für die Einlagerung gepflanzte Ware bereits jetzt den Markt erreicht. Trotz erneut geringer Preisabschläge sind die Knollen weiterhin hoch im Kurs. Nach letzten Angaben lag der Erzeugerpreis für Speisekartoffeln unter der Woche bei rund 63,50 EUR/dt.
09.08.2023
Schlachtschweinemarkt ausgeglichener Schwein
(AMI) Nach dem deutlichen Rückgang des Schlachtschweinepreises in der letzten Woche ist der Markt nun ausgeglichener. Nur vereinzelt gibt es noch kleinere Überhänge aus der Vorwoche, insgesamt wird das Angebot aber wieder kleiner. Für die kommenden Wochen werden zudem Impulse erwartet, die steigenden Temperaturen und die langsam endende Urlaubszeit könnten den Handel beleben.
09.08.2023
Antibiotika-Abgabemengen sinken erneut Geflügel
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, sind die in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotikamengen in Deutschland im Jahr 2022 erneut deutlich zurückgegangen. Insgesamt waren es 540 t Antibiotika und damit 61 t weniger als im Vorjahr (in 2011 betrug die Menge der abgegebenen Antibiotika 1.706 t). Die größten Mengen entfallen wie in den Vorjahren auf Penicilline (228 t) und Tetrazykline (90 t), es folgen Sulfonamide (54 t), Makrolide (46 t) und Polypeptidantibiotika mit 44 t. Die Mengen abgegebener Cephalosporine der 3. und 4. Generation (1,1 t; -10,8 %), Fluorchinolone (5 t; -10,1 %) und Polypeptidantibiotika (Colistin; 44 t; -13,3 %), die von der WHO als sog. kritische Antibiotika eingestuft werden, ist auf dem niedrigsten Wert seit 2011. Die Menge der abgegebenen Makrolide blieb hingegen auf stabilem Niveau (46 t).
Entsprechend der Farm-to-Fork-Strategie soll der Antibiotikaeinsatz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung zwischen 2018 und 2030 europaweit um 50 % gesenkt werden. In Deutschland konnten die Verkäufe von Antibiotika in der Tiermedizin in den Jahren 2018 bis 2022 bereits um 25 % reduziert werden.

Weitere Informationen finden sie unter www.bvl.bund.de.
09.08.2023
ASP-Fälle in Oberspreewald-Lausitz Schwein
Etwa acht Monate nach dem erstmaligen und bisher einzigen Nachweis eines ASP-infizierten Wildschweins im Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg) wurde kürzlich in der Nähe von Großkoschen im südlichen Teil des Kreisgebiets an der Grenze zu Sachsen die ASP bei sechs verendeten Wildschweinen nachgewiesen. Ein positiv getesteter männlicher Überläufer wurde erst Ende letzter Woche im Tierseucheninformations-System vermerkt. Daneben vermeldete der Landkreis Bautzen seit dem 27.07. insgesamt sieben Fälle auf sächsischer Seite. Der ASP-Krisenstab des Landkreises hat die Arbeit aufgenommen. Neben der Ausweitung der Sperrzone wird ein zusätzlichen Schutzzaun innerhalb des Kreisgebietes errichtet. Zudem soll der Wildschwein-Schutzkorridor als doppelt eingezäuntes Gebiet entlang der Grenze zu Sachsen weiter verstärkt und Bauzäune durch einen Festzaun ersetzt werden. Da es in den vergangenen Wochen zu einer Häufung positiver ASP-Befunde bei Fallwild westlich von Hoyerswerda/Sachsen kam, ist davon auszugehen, dass die Schweine von dort aus nach Brandenburg eingewandert sind.
09.08.2023
Die Pfalz dominiert bei Bio-Frühkartoffeln Öko-Landbau
Aktuell setzt der Handel in puncto Bio-Frühkartoffeln voll auf die Pfalz, und das mit losschaliger Ware. Importe spielen keine Rolle mehr. Vor Ende Juli bzw. Anfang August wird im LEH nicht mit Ware aus anderen Regionen gerechnet. Die Preise sind auf hohem Niveau stabil. Je nach Bezugsregion liegen sie für die lose Ware zwischen 100 und 110 EUR/dt franko Packstation. Der Absatz stellt insgesamt zufrieden, ist jedoch saisontypisch durch die Ferien- und Urlaubszeit etwas heruntergefahren. (Quelle: DBV/AMI)
09.08.2023
Milchmenge erreicht saisonalen Hochpunkt Öko-Landbau
Rund 128,3 Mio. kg Bio-Milch haben die deutschen Landwirte im Mai an die Molkereien geliefert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Anlieferungsmenge um 5,2 % höher. Der diesjährige Saisonhöhepunkt ist erreicht und im weiteren Jahresverlauf ist zunächst mit rückläufigen Mengen zu rechnen. (Quelle: DBV/AMI)
09.08.2023
Bio-Mischfutter wird günstiger Öko-Landbau
Der lang anhaltende Preisanstieg für Bio-Mischfutter ist seit April unterbrochen. Derzeit sinken die Preise, wenn auch schwach und auf hohem Niveau. Das gilt sowohl für die Verbandsware und noch stärker für EU-Bio-Mischfutter. Beim Bio-Futtergetreide landen vermehrt günstige Restbestände auf den Markt, damit die Läger für die neue Ernte aufnahme-fähig sind. Bio-Geflügelalleinfuttermittel L1 (Verband) kostete im Juli rund 722,3 EUR/t, Bio-Endmastfutter (Verband) 621,9 EUR/t und Bio-Milchleistungsfutter mit Mais (Verband) 627,6 EUR/t. (Quelle: DBV/AMI)

