Milcherzeugung und Klimaschutz sind keine Gegensätze. Effizienzgewinne machen dies möglich, teilte diese Woche der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) mit. Die Milchproduktion in Deutschland hat von 2001 bis 2021 um 19 % auf 31,9 Mio. t zugenommen. Gleichzeitig sind die Treibhausgasemissionen aus der Rinderhaltung in diesen 20 Jahren um 16,3 % auf 19,6 Mio. t gesunken. Die Zunahme der Milchmenge sei Folge der besseren Milchleistung der Kühe, die um ein Viertel auf 8.550 kg je Kuh/Jahr zunahm. Für den Rückgang der Emissionen gebe es mehrere Gründe. Zum einen sind die Milchkuhbestände gesunken. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland noch 3,8 Millionen Milchkühe gehalten; das waren 15,6 % weniger als 20 Jahre zuvor. Weitere Gründe für die verringerten Emissionen seien in Fütterungsstrategien und Stallmanagement zu finden.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
18.08.2023
18.08.2023
Angebot an Schlachtrindern begrenzt Milch und Rind
(AMI) – Im deutschen Handel mit Schlachtrindern werden über alle Kategorien hinweg eher geringe Stückzahlen angeboten. Im Verhältnis dazu fällt die Nachfrage derzeit insgesamt etwas größer aus. Daher entwickeln sich die Preise sowohl für männliche als auch für weibliche Tiere fester. Besonders bei den Jungbullen wirkt sich die geringere Abgabebereitschaft der Landwirte auf die Preise steigernd aus. Durch die wegen der regnerischen Witterung immer noch anstehenden Erntearbeiten gerät teilweise die Ablieferung ins Hintertreffen. Gleichzeitig hat sich das Kaufinteresse der Schlachtunternehmen erhöht. Bei den Schlachtkühen und Färsen werden momentan ebenfalls weniger Tiere zur Vermarktung angeboten als benötigt werden, daher werden diese zügig abgenommen und es können höhere Preise erzielt werden.
16.08.2023
Schwache Nachfrage bei Schlachtschweinen Schwein
(AMI) Aufgrund des relativ impulslosen Fleischmarktes kommt es zu einer schwachen Nachfrage. Von Seiten der Schlachtunternehmen wird vermehrt Druck durch Reduzierung der Abnahmemengen ausgeübt. Das Angebot an Schlachttieren bleibt weiter klein, fällt allerdings für die Nachfrage eher zu reichlich aus. Auch in Europa dominiert die sehr ruhige Nachfrage nach Schweinefleisch und damit nach Schweinen den Handel.
16.08.2023
Image von Fleisch steigt Schwein
Das Image von Fleisch verbessert sich. In einer repräsentativen Verbraucherumfrage der Vion Consumer Monitor, durchgeführt durch die GfK, stimmen 61 % der Befragten der Aussage zu: „Fleisch ist eine unentbehrliche Komponente der Ernährung“. Darüber hinaus erkennt knapp die Hälfte der Jüngeren einen Mehrwert: 46% der unter 34-jährigen stimmen der Aussage „Fleisch ist gesund“ zu. Drei Viertel der Befragten bevorzugen Fleisch aus der Umgebung und transparenter Herkunft. Tierwohl und Nachhaltigkeit sind für mehr als die Hälfte der Befragten wichtige Kaufkriterien Der Klimaschutz ist zwar angekommen – Einzelaspekte wie z.B. der CO2-Fußabdruck sind jedoch unterschiedlich relevant. Entscheidend beim Fleischkauf sind aber Qualität und Frische.
16.08.2023
Vietnam setzt kommerziellen ASP-Impfstoff ein Schwein
Ein vietnamesisches Unternehmen hat den weltweit ersten kommerziellen ASP-Impfstoff entwickelt. Dieser darf seit Ende Juli 2023 in allen Schweinebetrieben des Landes bei Tieren ab vier Wochen angewendet werden. Zwei Wochen nach der Impfung soll sich ein Infektionsschutz gegen den Genotyp II des ASP-Virus aufgebaut haben. Die Immunität soll rund fünf Monate anhalten.
Der Zulassung vorausgegangen waren groß angelegte Wirksamkeitsstudien, bei denen unter staatlicher Aufsicht in knapp 600 Betrieben rund 650.000 Impfdosen verabreicht wurden. Dabei sind nach Unternehmensangaben Wirksamkeitsraten von über 90 % erzielt worden.
Außer in Vietnam ist der Impfstoff laut Aussage des Herstellers auch in Indonesien, Malaysia, Indien, Kambodscha und auf den Philippinen zugelassen.
Für die EU steht im Gegensatz zum asiatischen Raum die Entwicklung eines Impfstoffs für die Wildschweinepopulation im Vordergrund. Bei Impfungen von Hausschweinen wären weitergehende Handelsrestriktionen zu erwarten.
16.08.2023
Immer weniger Schweine in Dänemark Schwein
In Dänemark wurden zum Stichtag 1. Juli 2023 insgesamt nur noch 11,0 Mio. Schweine gehalten; das waren 1,17 Mio. Tiere oder 9,6 % weniger als ein Jahr zuvor und damit der niedrigste Sommerbestand seit dem Jahr 2000. Die stärkste Abnahme gab es hierbei bei den Mastschweinen mit 16,5 % auf 2,33 Mio. Tiere. Auch die Sauenherden wurden weiter abgestockt. Die Zahl der weiblichen Zuchttiere insgesamt sank im Vorjahresvergleich um 6,5 % auf 1,12 Mio. Tiere. Auch dies ist ein jahrzehntelanger Tiefstand. Infolge des gesunkenen Schweinebestandes hat das Schlachtaufkommen in Dänemark – auch im Vergleich zu anderen EU-Ländern – überdurchschnittlich stark abgenommen – und zwar um 20 %.
11.08.2023
Milchmarkt Milch und Rind
Der saisonale Rückgang des Milchaufkommens war in KW 30 witterungsbedingt unterbrochen. Im Vergleich zur Vorwoche wurden 0,2 % mehr angeliefert, das Vorjahresniveau wurde um 2,6 % überschritten. Die Nachfrage nach Frischprodukten bewegt sich auf dem ruhigen Niveau der Vorwoche, sommerliche Witterung könnte zur Belebung der Nachfrage führen. Die Preise für abgepackte Butter haben zum Monatswechsel leicht nachgegeben. Die Nachfrage nach Blockbutter wird weiter als ruhig beschrieben. Für spätere Lieferungen (Ende `23/Anfang `24) gehen mehr Anfragen ein als zuletzt. Die Bestände in den Käse-Reifelagern sind insgesamt niedrig, für zusätzliche Anfragen fehlt es weiterhin an Ware.

Weiterhin ist ein sehr ruhiges Marktgeschehen für Magermilchpulver festzustellen, die Akteure sind in den Ferien. Der Markt für Vollmilchpulver ist ebenfalls ruhig bei unveränderten Preisen. Molkenpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität bewegt sich preislich auf dem stabilisierten Niveau der Vorwoche. (AMI, ZMB)
11.08.2023
Aldi und Lidl listen Anbindehaltung aus Milch und Rind
Fast gleichlautend haben Aldi und Lidl in dieser Woche verkündet, dass ab dem kommenden Jahr Trinkmilch nur noch aus den Haltungsformen 3 und 4 angeboten werden soll. Vor allem für Betriebe mit Anbindehaltung (unabhängig ob ganzjährig oder saisonal) wird dies wirtschaftliche Folgen haben. Obwohl nur 13 % der deutschen Rohmilch zu Trinkmilch verarbeitet wird, ist das ein deutlicher Fingerzeig für die gesamte Milchbranche. Lidl und Aldi verabschieden sich mit ihren Ankündigungen nun auch offiziell von den Branchenvereinbarungen zu QM+ und Initiative Tierwohl Rindfleisch in der Haltungsform 2. Wenn bei Trinkmilch Haltungsform 3 der Mindeststandard wird, ist die Haltungsform 2 nur noch bedingt geeignet für die Kommunikation des Mehr an Tierwohl. Gleiches gilt natürlich auch für Rindfleisch, wenn Lidl die Haltungsform 3 für „Rindfrischfleisch“ als neuen Mindeststandard formuliert.
11.08.2023
Deutsche Fleischerzeugung 2023 gesunken Milch und Rind
(AMI) – Im Vergleich mit den Vorjahreswerten hat sich die in Deutschland hergestellte Fleischmenge in diesem Jahr weiter verringert. Mit fast 3,3 Mio. t Fleisch wurden von Januar bis Juni 2023 fast 6 % weniger produziert als noch ein Jahr zuvor.
Mit knapp zwei Dritteln entfällt der größte Anteil der erzeugten Menge dabei auf Schweinefleisch. Nach den starken Bestandsverringerungen bei den Schweinen werden nun die Folgen durch eine um über 9 % gesunkene Produktionsmenge bei Schweinefleisch sichtbar. Schon im vergangenen Jahr hatte es größere Rückgänge in der Erzeugung von Schweinefleisch gegeben.
Die zweitgrößte Menge entfällt mit Anteil von knapp einem Viertel auf die Geflügelhaltung. Die in den ersten sechs Monaten hergestellte Fleischmenge entwickelte sich bei Geflügel nahezu unverändert. Die Reduzierungen in der Putenmast wurden durch Steigerungen in der Hähnchenmast ausgeglichen. Rindfleisch hat einen Anteil von 15 % an der gesamten Fleischerzeugung, die Mengen wurden in diesem Jahr leicht ausgeweitet.
