(DBV) Das BMEL hat seinen jährlichen Ernährungsreport „Deutschland, wie es isst“ veröffentlicht, in dem u. a. von Ernährungsgewohnheiten und -veränderungen sowie Verbraucherwünschen berichtet wird. Zum BMEL-Report geht es hier.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
20.10.2023
20.10.2023
Wolf: DBV fordert vorbeugenden Herdenschutz Milch und Rind
(DBV) Die im Rahmen einer Pressekonferenz vergangener Woche vorgestellten Vorschläge von Bundesumweltministerin Lemke zum Umgang mit dem Wolf sind aus Sicht des DBV nicht geeignet, die offensichtlichen Probleme für die Weidetierhaltung zu lösen. Mindestanforderungen sind neben einer schnelleren und effizienteren Entnahme konkrete Regelungen für ein vorsorgliches Bestandsmanagement, eine weitestgehende Bestandsreduktion in Grünlandregionen, eine offizielle Feststellung des offensichtlich günstigen Erhaltungszustands und eine Aufhebung des derzeitigen strengen Schutzstatus, so der DBV. Zu mehr Details: hier
20.10.2023
COPA – AG „Milch und Milchprodukte“ Milch und Rind
(DBV) Letzte Woche tagte die COPA-AG „Milch und Milchprodukte“ in Brüssel zu übergreifenden EU-Themen. Für die aktuelle Lage am Milchmarkt wurden festere Tendenzen mit sich stabilisierenden Preisen notiert. In den Niederlanden wird von einer verminderten Milchleistung durch die sich ausbreitende Blauzungenkrankheit (Serotyp 3) ausgegangen. Für das geplante “Animal Welfare Paket“ der KOM wird für 2023 ein Vorschlag zu Tiertransporten erwartet. Zur IED-Richtlinie betonten die Teilnehmer, dass die Rinder hier ausgenommen bleiben sollen.
20.10.2023
Projekt zum Einfluss von Tiergesundheit und -ernährung auf Antibiotikaminimierung Geflügel
In einem Projekt wird an der Technischen Universität München (TUM) erforscht, wie der Einsatz von Antibiotika bei Geflügel reduziert werden kann, ohne das Tierwohl zu beeinflussen. Denn obwohl mittlerweile weniger Antibiotika in den Mastgeflügelbetrieben eingesetzt werden, sind diese Mengen im Vergleich zu anderen Nutztierarten immer noch auf einem zu hohen Niveau. Daher soll nun der Zusammenhang zwischen Antibiotikaminimierung, Tiergesundheit und Resistenzverschleppung untersucht werden, wobei den Faktoren Reinigung und Desinfektion sowie Tierdichte eine wichtige Rolle zur Verhinderung einer Erregerverschleppung zukommen. Als den wichtigsten Ansatzpunkt zur Prävention wird aber die Tiergesundheit gesehen. Sind die Tiere adäquat ernährt und leben in einer Umgebung ohne übermäßige Belastung mit krankmachenden Keimen und Stress, können sie problemlos mit geringen Keimlasten umgehen. Zurzeit wird auch im Projekt untersucht, welche Konzepte bei der Geflügelhaltung in die Praxis umgesetzt werden können. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/der-wichtigste-ansatzpunkt-ist-die-tiergesundheit
20.10.2023
BMEL-Ernährungsreport 2023 Geflügel
(BMEL) Vergangenen Freitag (13.10.) hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir den diesjährigen BMEL-Ernährungsreport vorgestellt, der seit 2016 jährlich veröffentlich wird. Hieraus ergibt sich u.a., dass nur noch 20% der Befragten täglich Fleisch und Wurst essen – 2015 waren es 34%. Derweil hat sich zwischen 2020 und 2023 die Zahl derer verdoppelt (10%), die täglich vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten essen. Als Grund für die Wahl dieser Produktalternativen nennen 73% Neugier, jeweils 63% den Tierschutz oder Umwelt- bzw. Klimaschutz an. Zudem wünschen sich die Befragten mehr Transparenz bei Lebensmitteln, wie z.B. in Form einer Herkunftskennzeichnung. Beim Thema Tierwohl will die Mehrheit (91%), dass sich die Politik für eine artgerechtere Tierhaltung einsetzt.
Der Ernährungsreport dokumentiert aber auch eine große Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft und damit die Arbeit der Landwirte. Je rund vier Fünftel der Befragten (78-88%) ist es wichtig oder sehr wichtig, dass Eier, Brot, Obst, Gemüse, Fleisch und Wurst aus der Region stammen.
Den BMEL-Ernährungsreport 2023 finden Sie unter https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport-ueberblick.html
20.10.2023
AG „Eier und Geflügel“ in Brüssel Geflügel
Letzte Woche hat in Brüssel die Copa-Cogeca Arbeitsgruppe „Eier und Geflügel“ getagt. Hierbei erörterten die Teilnehmer u.a. die Märkte, die insbesondere bei Eiern in zahlreichen EU-Ländern gesättigt sind. Beim Geflügelfleisch wurde festgestellt, dass die Verbraucher zunehmend preisbewusster werden. Ein für die Teilnehmer „brennender“ Diskussionspunkt war die Zunahme der Importe aus der Ukraine, die vor allem bei Geflügelprodukten über die Niederlande auf den europäischen Markt gelangen. Vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen und politischen Diskussion wurde des Weiteren über die Einführung langsam wachsender Geflügelrassen gesprochen. Allerdings wurde betont, dass diese Rassen schlechtere Futterverwertungsraten aufweisen, was letztendlich zu höheren Preisen führt, die nur teilweise vom Markt akzeptiert werden. Ebenfalls angesprochen wurde die Anfang Oktober in Frankreich begonnene Impfung bei Enten gegen HPAI, was bereits bei Kanada und den USA zu entsprechenden Einfuhrverboten geführt hat. Das US-Einfuhrverbot betrifft auch lebende Enten, Enteneier und unbehandelte Entenprodukte aus der europäischen Geflügelhandelsregion (EPTR, ohne Großbritannien), sowie aus Island, der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen.
20.10.2023
Revision der QS-Leitfäden 2024 Geflügel
Die QS GmbH hat die Revision ihrer ab 1. Januar 2024 geltenden Leitfäden vorab veröffentlicht, die bis zum 2. November 2023 kommentiert werden können. Die in den Leitfaden im Zuge der Revision vorgenommenen Änderungen finden Sie jeweils in den Revisionsinformationen am Ende der einzelnen Dokumente. Die finalen Versionen der Leitfäden stellt QS ab dem 30.11.2023 unter Dokumente auf der QS-Webseite zur Verfügung. Die Leitfäden finden Sie unter https://www.q-s.de/revision/revision-2024.html.
20.10.2023
Milchmarkt Milch und Rind
(ZMB, AMI) Die saisonal rückläufige Milchanlieferung setzt sich mit einem Rückgang von -0,4% in der 40. KW im Vgl. zur Vorwoche weiter fort und liegt damit 0,6% über Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach allen Produktsparten (Butter, Schnittkäse, Pulver) wird aktuell als gut beschrieben mit generell festen Preistendenzen. Frische Blockbutter ist nur knapp verfügbar, die Bestände an Frostware sinken und die Hersteller sind mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft zurückhaltender. Bei Schnittkäse rufen LEH, Industrie und Food Service kontinuierlich ab. Die Werke sind zum Teil bis Anfang November ausverkauft. Für das 1. Q. 2024 werden für MMP Verhandlungen geführt, wobei in einem gewissen Rahmen höhere Preise akzeptiert werden.

Beim GDT-Tender am 17.10.2023 wurden im Schnitt über alle Produkte und Zeiträume um 4,3 % höhere Preise als beim letzten Handelstermin realisiert. Die gehandelten Mengen gingen auf 35.974 t um 6,2 % zurück.

