Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

15.03.2024
Rapspreis klettert aus Talsohle
Pflanzen

Am Rapsmarkt geht es aufwärts. Allerdings passen Preisvorstellungen von Erzeugern und dem Handel selten zusammen und es kommt nur vereinzelt zu Umsätzen.

An der Pariser Börse ging es kräftig aufwärts. So konnte der Rapskurs in zwei Handelstagen knapp 21 EUR/t an Wert gewinnen. Am 12.03.2024 schloss der Fronttermin Mai bei 444 EUR/t. Dies ist nicht nur rund 21,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche, sondern gleichzeitig auch der höchste Stand seit 3 Monaten.
Aufwind kam dabei aus Kanada, denn nach jüngsten Angaben von Statistics Canada dürfte die kanadische Rapsfläche zur Ernte 2024 nicht nur das Vorjahr, sondern auch das langjährige Mittel verfehlen. Hinzu kamen feste US-Sojakurse, welche den EU-Raps mit nach oben zogen.
Mit dem deutlichen Plus in Paris wurden auch die Gebote für Raps auf Großhandelsstufe angehoben. So sind franko Hamburg für Partien der Ernte 2024 zur Lieferung ab Juli bis zu 432 EUR/t im Gespräch und damit bei unverändertem Aufgeld bis zu 21 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor.
Franko Niederrhein sind zur Lieferung ab April mit 454 EUR/t bei stabiler Prämie rund 22 EUR/t mehr möglich. Die deutlichen Preissteigerungen konnten den Handel jedoch bislang noch nicht beleben. Marktteilnehmer verharren vorerst in abwartender Haltung, weshalb die Umsätze vorerst gering bleiben. (Quelle: AMI)

15.03.2024
Deutsche Spargelsaison startet später als im Vorjahr
Pflanzen

Während es in den vergangenen Jahren Mitte März bereits ein nennenswertes Angebot an deutschem Spargel gab, sieht es in diesem Jahr deutlich anders aus. Spargel aus beheizten Anlagen wird zwar zunehmend von Erntemengen von dreifach abgedeckten Flächen ergänzt, die Mengen bleiben aber nach wie vor überschaubar. In besonders frühen Lagen konnte auch bereits unter Doppelabdeckung in geringem Umfang geerntet werden.
Problematisch bleibt in vielen Regionen die Nässe. Die Böden sind noch zu nass, sodass teils nicht aufgedämmt werden kann. Entsprechend wird sich das Angebot in den kommenden Wochen auch langsamer entwickeln.
Mit dem überschaubaren Angebot sind die Preise an den deutschen Großmärkten vergleichsweise stabil. Das Preisniveau liegt über dem des Vorjahres, etwa auf dem hohen Niveau zu der Phase des Jahres 2022 und übertrifft die davor liegenden Jahre deutlich. Bei den bereits gehandelten Mengen an importiertem Bleichspargel ergaben sich an den Großmärkten zuletzt ebenfalls höhere Preise als im Vorjahr. (Quelle: AMI)

15.03.2024
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

An der internationalen Getreidebörse in Paris zeichnete sich unter dieser Woche nach langer Negativtendenz erstmals so etwas wie eine Trendwende ab. Zumindest scheint die Talfahrt für den Moment beendet zu sein. Ob sich dieser Trend durchsetzt, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen. Zu den Erzeugerpreisen konnte sich dieses Plus jedoch nur bedingt durchsetzen. Bis zur Mitte der Handelswoche wurden diese erneut zurückgenommen und erst zum Ende der Woche war ein kleines Werteplus zu erkennen. Die Stimmung unter den Erzeugern konnte dadurch bisher kaum verbessert werden. Immerhin wird aktuell bei Brotweizen von einem Preis gut 165 EUR/t gesprochen. Hier braucht es in den kommenden Wochen deutliche Aufwärtskorrekturen, um das Handelsgeschehen wiederzubeleben. Hinzu kommt, dass man sich aufseiten der Verarbeiter weiter gut versorgt zeigt. Somit kommt am heimischen Markt weiter nur sehr wenig Umsatz zustande. Am Markt für Ölsaaten konnte für Raps ein deutlich stabilerer Preis erzielt werden. Hier folgt der Erzeugerpreis den Terminmärkten, sodass im Vorwochenvergleich knapp 10 EUR/t mehr geboten wird. Somit ist die Marke von 400 EUR/t wieder in realistischer Reichweite. Umsatz gab es jedoch auch hier kaum, da es wie beim Getreide an Nachfragen seitens der Verarbeiter mangelt. Der Kartoffelmarkt bleibt unterdessen weiter ausgeglichen. Lagerkritische Partien sind weitestgehend vermarktet und das Angebot nimmt mit leerlaufenden Lägern spürbar ab. Das hohe Preisniveau der letzten Woche zeigte sich entsprechend unverändert. Da das Angebot nun um Importware aus Ägypten ergänz wird, scheint fraglich, ob sich zu Ostern weitere Preisaufschläge durchsetzen lassen.

13.03.2024
DGE-Ernährungsempfehlungen: Fragwürdige pauschale Abwertung tierischer Lebensmittel
Geflügel

(DBV) Vergangene Woche stellte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ihre neuen Ernährungsempfehlungen vor. Während nach bisheriger Empfehlung bis zu 600 g Fleisch- oder Wurstwaren pro Woche empfohlen wurden, sind es nach neuer Bewertung nur noch 300 g/Woche. Statt 700 g Milch und/oder Milchprodukte pro Tag sollen künftig nur noch 400 g/Tag „gesund“ sein. Das bekömmliche Frühstücksei soll man sich nur noch 1 x pro Woche gönnen; bisher waren es 3 Eier pro Woche.

Der DBV sieht die methodischen Grundlagen und die Einbeziehung von unterstellten Umwelteffekten in die Bewertung als problematisch, da Kriterien wie Regionalität und die jeweilige Lieferkette des bewerteten Lebensmittels nicht berücksichtigt wurden. In Deutschland erzeugte Lebensmittel werden gesund und nachhaltig erzeugt. Das wissen und schätzen die Verbraucher.

Es kann keine einheitlichen Empfehlungen für die Ernährung aller Menschen in Deutschland geben, da sich deren gesundheitliche Ausgangslage unterscheidet, stellt die Deutsche Akademie für Präventivmedizin e.V. (DAPM) fest. Adipöse und Schlanke, Diabetiker und Nichtdiabetiker, Sportler und Nichtsportler, Alte und Junge werden von der DGE „in denselben Topf geworfen“. Die empfohlene Verminderung „tierischer“ Lebensmittel entbehrt im Hinblick auf die Gesundheit der Menschen einer wissenschaftlichen Grundlage. Sie scheint überwiegend durch die vorgebrachten Argumente des Klimaschutzes motiviert, kann jedoch auf Bevölkerungsebene für bestimmte Gruppen zu einer Mangelversorgung führen. Nähere Infos der DAPM zu dem Thema finden Sie hier: https://akaprev.de/wp-content/uploads/2024/03/PRESSEINFORMATION-DAPM-zu-DGE-2024.pdf

13.03.2024
Einigung über die IED-Richtlinie vom EU-Parlament gebilligt
Geflügel

Der zwischen Kommission, Parlament und dem Rat erzielte Kompromiss – Trilogergebnis – zur Richtlinie über Industrieemissionen (IED) hat sich in der Abstimmung des EU-Parlaments nicht verändert. In der Plenarsitzung am 12.03. wurde er mit einer Mehrheit (393 Ja-Stimmen, 173 Nein-Stimmen, 49 Enthaltungen) angenommen. Änderungsanträge, wonach der Status quo der Schwellenwerte erhalten bleibt, also keine Verschärfungen für Schweine- und Geflügelbetriebe erfolgen sollten, wurden abgewiesen. Diese Position (Status quo erhalten) hatte das Parlament bereits vor dem Trilog eingenommen. U.a. durch diesen Druck wurden Rinder aus der Richtlinie vorerst weiter herausgehalten und die ursprünglich angedachten Schwellenwerte für Schwein und Geflügel deutlich nach oben ange-passt. Für Schweine und Geflügel bleibt das jetzt vom EU-Parlament beschlossene Trilogergebnis aber eine massive Verschärfung.
So werden zukünftig die bestehenden Schwellenwerte bei Schweinen von aktuell 2.000 auf ca. 1.150 Mastschweineplätze bzw. von 750 Sauen auf ca. 470 Sauen incl. Ferkelaufzucht abgesenkt und bei Geflügel von 40.000 Tieren auf ca. 10.000 Putenmastplätze sowie auf ca. 21.000 Legehennenplätze. Bei Masthühnern bleibt es bei 40.000 Plätzen. Damit sind bereits deutlich kleinere Tierhaltungen von Zusatzanforderung betroffen. Parallel zur Abstimmung hat COPA-COGECA eine Kundgebung vor dem Europäischen Parlament organisiert, um nochmal auf die Wichtigkeit der Abstimmung hinzuweisen. An dieser Kundgebung hat auch eine Delegation mit deutschen Bauern teilgenommen.
Damit das Trilogergebnis final gültig wird, muss es noch vom Rat der EU auf Ministerebene angenommen werden.

08.03.2024
Landvolk Milchausschuss tagte am 6. März
Milch und Rind

Der Landvolk Milchausschuss hat sich am Mittwoch zu unterschiedlichsten aktuellen Themen ausgetauscht. Zum einen wurde über den Stand der Borchertpläne diskutiert. Die vor zwei Jahren kalkulierten Kosten, die bei einem Umbau in eine höhere Tierhaltungsstufe erforderlich sind, sind vermutlich insbesondere bei Investitionen im Stallumbau nochmal deutlich angestiegen. Der Ausschuss konstatiert, dass ohne eine langfristige und verlässliche Förderung der Umbau der Tierhaltung nicht machbar ist. Niedrigschwelligere Kriterien könnten aufkommende Kosten verringern.

Außerdem war Heinrich Daseking, Referatsleiter für Tierhaltung, Fleisch- und Milchwirtschaft des nds. Ministeriums für Landwirtschaft (ML) zu Gast und hat den Ausschuss über aktuelle Arbeiten des ML informiert. Zu den diskutierten Themen gehörten die Pläne des Bundesministeriums (BMEL) zur Umsetzung des Artikels 148 GMO (Lieferbeziehungen zwischen Molkereien und Erzeugern), die Umsetzung des Artikels 210a , Überlegungen zu Ökoregelungen für Weidehalter bzw. Futterbaubetriebe, die Tierhaltungskennzeichnung und die Drittlandsexporte von Zuchtfärsen.

Bezüglich der geplanten Tierhaltungskennzeichenverordnung sieht der Ausschuss, die Eingruppierung des Labels „ProWeideland“ in das System der Haltungsformstufen kritisch. Derzeit könnte das Label laut der aktualisierten Kriterien der Haltungsform.de (welche ausschließlich von Akteuren des Lebensmitteleinzelhandels festgelegt werden) nur in Haltungsformstufe 3 „Außenklima“ von insgesamt 5 eingruppiert werden. Obwohl es eine Haltungsformstufe 4 mit dem Titel „Auslauf/Weide“ gibt.

Weitere Themen im Ausschuss waren der Milchmarkt, die Klimabilanzierung in der Milchbranche, die anstehende Änderung des Tierschutzgesetzes sowie der kürzlich veröffentlichte 4-Punkte Plan „zukünftige Milchviehhaltung stärken“ des BMEL.