Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

24.06.2026
Für den Notfall sensibilisieren

Sind landwirtschaftliche Betriebe für einen Blackout gerüstet?

Ein heftiges Unwetter oder sogar ein terroristischer Anschlag und plötzlich fällt der Strom aus. Und das nicht nur über mehrere Stunden, sondern mehrere Tage. Wie sind die landwirtschaftlichen Betriebe in unsere Region auf einen solchen Katastrophenfall vorbereitet? Um für das Thema zu sensibilisieren, luden die beiden Landvolk Kreisverbände Bremervörde-Zeven und Rotenburg-Verden ihre Mitglieder zu der Online-Veranstaltung „Blackout! – Handlungsempfehlungen für landwirtschaftliche Betriebe zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall“ ein. Als Referentin konnte Wiebke Scheidl vom Katastrophenschutzamt des Landkreises Rotenburg (Wümme) gewonnen werden. Unterstützt wurde sie von Dr. Markus Wendt vom Veterinäramt.

Der Geschäftsführer des Kreisverbandes Rotenburg-Verden übernahm an diesem Abend die Begrüßung und die Moderation der Veranstaltung. Carsten Hoops erklärte, dass die beiden Landvolk-Kreisverbände eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis pflegen. Bei einem dieser regelmäßigen Austauschtermine sei es dann auch um die Stromversorgung in der Landwirtschaft gegangen. „Der Landkreis hat verdeutlicht, dass im Falle eines Katastrophenfalls der Schutz der Zivilbevölkerung vorrangig ist. Da werden für die Landwirtschaft keine weiteren Kapazitäten frei sein“, erklärte Hoops. „Deswegen fanden wir es wichtig, unsere landwirtschaftlichen Betriebe für dieses Thema zu sensibilisieren. Jeder soll selbst einmal seinen Betrieb prüfen, wie gut er für den Ernstfall vorbereitet ist.“

Was bedeutet ein Blackout? Wiebke Scheidl erklärte den Teilnehmern, dass von einem Blackout gesprochen wird, wenn es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt, der mehrere Tage andauert. „Es gibt weder Internet noch Mobilfunk – das bedeutet unsere Kommunikation und Informationsbeschaffung über WhatsApp oder Social Media funktioniert nicht mehr. Auch das Festnetz gibt es in diesem Moment nicht mehr. Man kann keinen Notruf absenden“, erläuterte Wiebke Scheidl. Ohne Strom funktioniert weder Kühlschrank noch Herdplatte. „Wir können kein Geld am Automaten abheben. Ohne Bargeld können wir aber auch nicht in den Geschäften bezahlen.“ In seiner Broschüre zum Bevölkerungsschutz verweist der Landkreis zudem darauf, immer rechtzeitig zu tanken. Denn ohne Strom funktionieren die Pumpen der Zapfsäulen nicht. „Das gilt auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge.“

Deswegen sei eine Vorplanung umso wichtiger. Und hier gelte es den eigenen Betrieb genau zu prüfen: Lüftungssysteme, Alarmanlagen, Melkroboter, Futterautomaten, Wasserversorgung – was sind die kritischen Bereiche auf dem eigenen Betrieb, die unbedingt mit einem Notstromaggregat betrieben werden müssen. Auch der Kraftstoffbedarf sei zu ermitteln und immer rechtzeitig einen Vorrat anzulegen. Der Notfallplan sollte am besten mit allen Mitarbeitern besprochen werden, sodass jeder in einer Krise seine Aufgaben kenne, riet die Expertin. „Stellen Sie sicher, dass Sie im Idealfall drei bis zehn Tage zuhause versorgt sind.“

Dr. Markus Wendt vom Veterinäramt empfahl allen landwirtschaftlichen Betrieben, Notstromaggregate vorzuhalten. „In geschlossenen Stallsystemen wie der Schweinehaltung und der Hühnerhaltung sind dieses Aggregate Pflicht“, betonte der Tierarzt. Doch auch alte Geräte sollten regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit und Komptabilität überprüft werden. Vonseiten der Landwirte wurde angemerkt, dass viele Höfe mittlerweile durch PV-Anlagen und Stromspeichern unabhängiger seien. „Die Frage ist, wie lange kommen Sie mit dem Strom aus“, gab Dr. Wendt zu bedenken. Schließlich würde bei einem Blackout der Strom über mehrere Tage ausfallen.

Auch die Biogasanlagen könnten als Inselbetriebe zur Notstromversorgung beitragen, merkte Landwirt Hendrik Brinkmann an. „Die alten Biogasanlagen laufen jetzt aus. Der Landkreis sollte prüfen, welche Anlagen umgerüstet werden können, um für den Notfall die Versorgung mitzusichern“, empfahl er Wiebke Scheidl.

„Ob Unwetter oder andere Umstände – die jüngsten Beispiele zeigen, dass alles ganz schnell kommen kann. Am besten man rüstet vor für den Notfall. Sprecht mit euren Elektrikern, was gemacht oder verbessert werden muss“, so Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolk Kreisverbandes Bremervörde-Zeven.

„Wir wollten mit dieser Veranstaltung für das Thema sensibilisieren und aufzeigen, wie wichtig es ist, den Betrieb im Vorfeld genau zu prüfen, um für den Notfall gerüstet zu sein“, bedankte sich Carsten Hoops bei den Teilnehmern und den Referenten.

16.06.2026
Digitale Infoveranstaltung „Aktuelles zum Thema Wolf“

Aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Debatten

Wir laden unsere Mitglieder am Dienstag, den 30.06.2026, um 19.00 Uhr herzlich ein zum digitalen Vortrag “Aktuelles zum Thema Wolf: Aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Debatten” von Helmut Dammann-Tamke (Präsident des Deutschen Jagdverbandes) in Begleitung von Jörn Ehlers (Vizepräsident des Landesbauernverbandes Niedersachsen).

Wir bitten um Anmeldung per Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de bis Donnerstag, den 25.06.2026 um 12 Uhr. Die Veranstaltung wird über „Microsoft Teams“ durchgeführt. Die Zugangsdaten übersenden wir nach erfolgreicher Anmeldung. Bei verspäteter Anmeldung können wir die Zusendung der Zugangsdaten nicht garantieren.

15.06.2026
Nährstoffbericht: Landvolk fordert Kurswechsel

Weniger Stickstoff auf Niedersachsens Feldern – Bodenfruchtbarkeit muss erhalten werden

Der Nährstoffbericht 2024/2025 der Landwirtschaftskammer Niedersachsen belegt, dass die niedersächsische Landwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren erhebliche Fortschritte beim Nährstoffmanagement erreicht hat. Die Zahlen sprechen für das inzwischen aufgebaute transparente, risikoorientierte kontrollierte Nährstoffkreislaufsystem und gegen weitere pauschale Verschärfungen. „Die Versorgung unserer Böden mit Nährstoffen nimmt in Teilen Niedersachsens langsam kritische Formen an“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Deshalb brauche Niedersachsen einen ausgewogenen Rechtsrahmen, der Gewässerschutz, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und den langfristigen Erhalt fruchtbarer Böden gleichermaßen berücksichtige.

Belegt wird das durch Berechnungen und Plausibilitätsprüfungen der Daten aus dem ENNI-System der Düngebehörde. In ganz Niedersachsen liegt der Stickstoffdüngesaldo landesweit bei rund -38.000 Tonnen Stickstoff (N) unter dem zulässigen Niveau. Durch die bis Januar 2025 noch gültige pauschale Zwangsabsenkung der Düngung in den sogenannten Roten Gebieten von 20 Prozent unter dem Bedarf fehlen zusätzlich mehr als 26.000 Tonnen Stickstoff.

Das bedeutet, dass die Landwirte ihre Kulturen in den besonders stark eingeschränkten sogenannten Roten Gebieten nur schlecht versorgen durften. „Der Bedarf der Pflanzen im Roten Gebiet ist ja genauso hoch, wie auf anderen Feldern“, erläutert Hennies, der sich wie seine Berufskollegen auf die wissenschaftlich basierten Düngeempfehlungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen verlässt. Diese Mangelernährung gefährde dagegen auf Dauer nicht nur die Ertrags- und Qualitätsbildung der Pflanzen, sondern durch den Humusabbau auch die Bodenfruchtbarkeit in weiten Teilen Niedersachsens. Immerhin handele es sich dabei um rund ein Drittel der Agrarflächen in Niedersachsen.

„Gleichzeitig sind die Wasserwerte trotz der massiven Einschränkungen für die Bauern nur langsam gesunken. Deshalb muss die Frage erlaubt sein, ob die pauschalen Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Effekt haben“, sagt Hennies. Sein Fazit: „Das Ganze ist eine Milchmädchenrechnung. Die Maßnahmen zahlen nicht auf das Ziel ein.“

Kritisch sieht das Landvolk weiterhin die Darstellung zur Gewässersituation in Niedersachsen. Zum einem mache die regionale Aufteilung der Messtellen nach Regierungsbezirken hydrologisch keinen Sinn und zum anderen weigere sich die Landesregierung trotz der juristischen Niederlage beim Streit um die „fingierten Messstellen“ hartnäckig, fragwürdige Messstellen insbesondere in Ostniedersachsen aus der Bewertung zu nehmen.

Auch die Art der Darstellung der Ursachen von Nährstoffeinträgen in Oberflächengewässer ist befremdlich. „Die unterschwellige Schuldzuweisung an die Landwirtschaft ist für uns unhaltbar. Andere mögliche Quellen geraten dabei aus dem Blick, während der Eindruck entsteht, die Probleme seien allein auf die Landwirte zurückzuführen. Diese Darstellung greift zu kurz“, kritisiert Hennies. Das Landvolk fordert daher eine „ehrliche Analyse“.

12.06.2026
Aus ehemaligem Bolzplatz wird Blühfläche

Gemeinsam für mehr Artenvielfalt in Borchel

Aus einer spontanen Idee ist innerhalb weniger Tage ein konkretes Naturschutzprojekt entstanden: Auf einem ehemaligen Bolzplatz in Borchel wurde jetzt eine neue Blühfläche angelegt, die künftig zahlreichen Insekten als Nahrungs- und Lebensraum dienen soll.

Den Anstoß für das Projekt gaben Landschaftswart Heiko Nalesinski und Borchels Ortsvorsteher Mirco Klee, der auch Mitglied im Stadtrat Rotenburg ist. Die Fläche, ein alter Bolzplatz direkt neben dem Friedhof, wird künftig nicht mehr für sportliche Zwecke genutzt. Da hinter dem Gemeinschaftshaus derzeit ein neuer Sportplatz entsteht, bot sich die Gelegenheit, die bisherige Fläche einer neuen Nutzung zuzuführen. Zudem war der Platz in der Vergangenheit regelmäßig von Wildschweinen umgegraben worden.

Besonders interessant machte den Standort seine unmittelbare Nähe zum Friedhof. Dort sind bereits Wildbienen und andere Insekten anzutreffen. So entstand die Idee, auf der brachliegenden Fläche eine Blühfläche anzulegen und damit einen zusätzlichen Lebensraum für bestäubende Insekten zu schaffen.

„Vor gut einer Woche haben wir erstmals über die Idee gesprochen, heute ist die Blühmischung bereits eingesät. Das zeigt, was möglich ist, wenn engagierte Menschen unkompliziert zusammenarbeiten und nicht lange überlegen, sondern einfach anpacken“, freut sich Mirco Klee über die schnelle und reibungslose Umsetzung.

Nachdem der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden von den Planungen erfahren hatte, wurde kurzfristig Unterstützung angeboten. Bereits zuvor war man durch einen Bericht in der Rotenburger Kreiszeitung auf die von Landschaftswart Heiko Nalesinski angestoßenen Überlegungen zu Blühflächenprojekten aufmerksam geworden. In diesem Zusammenhang hatte das Landvolk seine Unterstützung bei möglichen Vorhaben, durch Saatgutspenden, angeboten. Für die Blühfläche in Borchel stellte der Verband nun das benötigte Saatgut zur Verfügung. „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass Landwirtschaft und Naturschutz keine Gegensätze sind. Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, entstehen Lösungen, von denen Mensch und Natur gleichermaßen profitieren“, betont Christian Intemann, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden.

Auch das Lohnunternehmen Heerdt beteiligte sich ehrenamtlich an der Aktion und bereitete die Fläche für die Aussaat vor. „Wenn man mit überschaubarem Aufwand einen Mehrwert für die Dorfgemeinschaft und die Natur schaffen kann, dann macht man das selbstverständlich gern“, sagt Frank Heerdt.

Für Landschaftswart Heiko Nalesinski ist die neue Blühfläche ein gelungenes Beispiel dafür, was durch pragmatische Zusammenarbeit vor Ort erreicht werden kann: „Mich freut besonders, dass die Idee so schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte. Hier haben viele Beteiligte gemeinsam angepackt und damit eine echte Win-win-Situation für die Artenvielfalt und die Dorfgemeinschaft geschaffen.“

Die Beteiligten hoffen nun, dass sich die Fläche in den kommenden Wochen zu einem attraktiven Blütenstandort entwickelt. Zugleich soll das Projekt nicht einmalig bleiben: So ist die Überlegung auf dem ehemaligen Bolzplatz künftig eine Streuobstwiese anzulegen. Darüber hinaus bleiben auch der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden und Landschaftswart Heiko Nalesinski im Austausch über weitere Blühflächenprojekte dieser Art, die der Kreisverband mit Saatgutspenden unterstützen kann.

08.06.2026
Blackout! – Handlungsempfehlungen für landwirtschaftliche Betriebe zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall

Digitale Informationsveranstaltung

Wir laden unsere Mitglieder zu einem digitalen Vortrag von Wiebke Scheidl (Landkreis Rotenburg (Wümme), Katastrophenschutz) in Begleitung von Herrn Dr. Wendt (Veterinäramt) zum Thema „Blackout! – Handlungsempfehlungen für landwirtschaftliche Betriebe zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall“ ein.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 22.06.2026, um 19:30 Uhr digital statt. Im Vortrag werden wichtige Maßnahmen und Handlungsempfehlungen vorgestellt, mit denen sich landwirtschaftliche Betriebe auf einen möglichen Katastrophenfall, insbesondere einen länger andauernden Stromausfall, vorbereiten können.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an sievers@landvolk-row-ver.de bis spätestens Montag, den 22.06.2026, 12:00 Uhr.

Die Veranstaltung wird über Microsoft Teams durchgeführt. Die Zugangsdaten werden nach erfolgreicher Anmeldung versendet. Bitte beachtet, dass wir bei verspäteten Anmeldungen die rechtzeitige Zusendung der Zugangsdaten nicht garantieren können.

01.06.2026
Herdenschutz, Weidezaunbau und Wolfsmanagement

Echemer Zauntag informiert über den Umgang mit dem Wolf

Welche Möglichkeiten haben Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter, ihre Schafe, Rinder und Pferde vor Angriffen von Wölfen zu bewahren? Diese Frage steht ihm Mittelpunkt des 2. Echemer Zauntags, der am Donnerstag, 4. Juni 2026, auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) Echem stattfindet. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen widmet sich dort von 10 bis 17 Uhr aktuellen Entwicklungen, praxisnahen Lösungen und innovativen Techniken rund um Herdenschutz und Weidezaunbau.

Neben dem ganztägigen Messebetrieb erwartet die Besucherinnen und Besucher am Vormittag eine Vortragsreihe zu aktuellen Themen des Herdenschutzes. Unter anderem berichtet ein Experte aus der Schweiz über den dortigen Umgang mit dem Wolf im Rahmen des Bestandsmanagements sowie über das Zusammenspiel von Tourismus, Herdenschutz und Herdenschutzhunden. Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien und Bundesebene im Rahmen einer Podiumsdiskussion über aktuelle Fragen des Wolfsmanagements in Deutschland. Dabei stehen insbesondere die Auswirkungen der Änderungen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz auf die praktische Umsetzung in Niedersachsen im Fokus.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Sitzung des „Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement“, das um 13 Uhr im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem tagt. Das Bündnis aus verschiedenen Tierhalterverbänden und dem Landvolk Niedersachsen beschäftigt sich gemeinsam seit fast zehn Jahren mit den Herausforderungen rund um den Wolf in Niedersachsen und engagiert sich für praktikable Lösungen im Sinne der Weidetierhaltung und des ländlichen Raums. Im Rahmen der Sitzung stehen unter anderem der aktuelle Sachstand zum Dialogforum Weidetierhaltung und Wolf, neue Entwicklungen aus dem Wolfsmonitoring Niedersachsen sowie ein Impuls zum Wolfs-Managementplan in Niedersachsen auf der Tagesordnung.

Am Nachmittag bieten zudem drei themenspezifische Führungen praxisnahe Einblicke in die Bereiche „Automatisierung & Zaunpflege“, „Herdenschutz am Deich“ sowie „Innovative Ansätze abseits des klassischen Herdenschutzes“. Der Echemer Zauntag richtet sich an Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter im Haupt- und Nebenerwerb sowie an Hobbyhaltungen, Akteure aus dem Naturschutz, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Verbänden sowie alle Interessierten am Thema Herdenschutz. Die Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und zur Information über aktuelle Entwicklungen im Herdenschutz. Weitere Infos gibt es HIER.

22.05.2026
FINKAtransfer: Feldtag rund um den Mais

Kulturführung und mechanische Beikrautregulierung

Das Projekt “FINKAtransfer” organisiert am 01.06.2026 von 10 bis 12 Uhr einen Feldtag rund um den Mais mit Kulturführung und mechanischer Beikrautregulierung auf der FINKAtransfer Versuchsfläche von David Mindermann bei Dibbersen.

Programm:

10:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung des FINKAtransfer Projekts sowie Ergebnisse aus dem FINKA Projekt
Leen Vellenga, Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH

10:15 Uhr Kulturführung und Striegeln im Mais
Jan Wittenberg (Biolandwirt und Berater)

10:50 Uhr Mechanik und Herbizide kombinierte bei Problemunkräutern wie Erdmandelgras und Ackerfuchsschwanz
Lüder Cordes (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

11:00 Uhr Maschinenvorführung: Striegeln und Hacken im Mais (witterungs- und bestandsabhängig)
Jan Wittenberg, Beke Gredner, Steffen Osmers, David Mindermann

Kontakt Leen Vellenga, Mobil: 01573 - 7013 834 Mail: l.vellenga@oeko-komp.de

Die Veranstaltung richtet sich an konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe sowie die Beratung beider Bereiche und weitere Interessierte.

Bitte melden Sie sich über HIER an.

Projektpartner sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) und das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V.

20.05.2026
Wichtige Information zur verpflichtenden Erntegutbescheinigung 2026

Jetzt registrieren

Wir möchten unsere Mitglieder darüber informieren, dass die Landhändler ab der Ernte 2026 erstmals verpflichtet sind, sich jährlich von jedem landwirtschaftlichen Betrieb eine Erntegutbescheinigung von der Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV), vorlegen zu lassen.

Die Erntegutbescheinigung gilt für sämtliche landwirtschaftlichen Erzeugnisse (außer Mais und Raps), die an den jeweiligen Landhändler geliefert werden, und muss von der STV ausgestellt sein. Ohne eine gültige STV-Erntegutbescheinigung darf die Ware vom Landhändler nicht angenommen bzw. erfasst werden.

Bitte registrieren Sie sich zeitnah über diesen Link bei der STV um die Bescheinigung rechtzeitig zu erhalten, ein Formular vor Ort kann in diesem Jahr nicht mehr alternativ genutzt werden. Halten Sie für die Registrierung bitte Ihren GAP-Antrag und die Saatgutlieferscheine parat.

11.05.2026
Webinar „Newcastle-Krankheit – Aktuelle Herausforderungen“

Vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt am Donnerstag, den 21. Mai 2026 um 19 Uhr zu einer Online-Informationsveranstaltung zur “Newcastle-Krankheit – Aktuelle Herausforderungen“ ein.

Die Veranstaltung richtet sich an Tierhalterinnen und Tierhalter von Geflügel, praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte sowie an die kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen.

Programm:

TOP 1: Begrüßung und Vorstellung der Referenten

TOP 2: Überblick Newcastle-Krankheit - Ursache, Symptome, Eintragswege und aktuelle Verbreitung in Europa und Deutschland (Prof. Dr. Carola Sauter-Louis, PD Dr. Christian Grund, FLI)

TOP 3: Prävention: Impfung und effektive Biosicherheitsmaßnahmen
• Möglichkeiten und Grenzen der Impfstoffe (PD Dr. Christian Grund, FLI)
• Praktische Umsetzung (Dr. Heinrich Windhaus, Die Praxis für Geflügel GbR, Vechta)

TOP 4: Fragen aus dem Chat

Für die Webex-Videoveranstaltung ist eine Dauer von ca. 90 Minuten vorgesehen. Der Beitritt erfolgt über folgende Einwahldaten:

Über den Meeting-Link beitreten:
https://nds-meeting.webex.com/nds-meeting/j.php?MTID=mfda510633e2d2739e111c8bc7a950ad3

Mit Meeting-Kennnummer beitreten
Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2743 838 2264
Meeting-Passwort: 8A8fJiDGxg7 (82835434 beim Einwählen von einem Telefon)

Hier tippen, um mit Mobilgerät beizutreten (nur für Teilnehmer)
+49-619-6781-9736„27438382264#82835434# Germany Toll
Auf manchen Mobilgeräten müssen die Teilnehmer ein numerisches Passwort eingeben.

Über Telefon beitreten
+49-619-6781-9736 Germany Toll
Globale Einwahlnummern

Über Videogerät oder -anwendung beitreten
Wählen Sie 27438382264@nds-meeting.webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

11.05.2026
Erdmandelgras breitet sich rasant aus

Über 200.000 Hektar betroffen

Die Ausbreitung des Erdmandelgrases entwickelt sich zunehmend zu einer der größten Herausforderungen im norddeutschen Ackerbau. Innerhalb weniger Jahre hat sich der Befall massiv ausgeweitet: Von rund 10.000 bis 12.000 Hektar im Jahr 2021 auf mittlerweile mehr als 200.000 Hektar. Besonders in Niedersachsen ist die Dynamik alarmierend. „Wir haben es mit einem der aggressivsten Problemunkräuter unserer Zeit zu tun“, warnt Konrad Westphale, Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolk Niedersachsen. „Wer jetzt nicht handelt, riskiert langfristig ganze Produktionsflächen.“

Die Pflanze vermehrt sich vor allem vegetativ über unterirdische Knöllchen, sogenannte „Erdmandeln“, sowie über Rhizome. Eine einzelne Pflanze kann sich im Verhältnis von bis zu 1:700 vermehren. Besonders kritisch: Die Knöllchen bleiben über Jahrzehnte keimfähig und überstehen selbst strenge Fröste bis etwa minus 15 Grad im Boden.

Die Verschleppung erfolgt häufig unbemerkt – über anhaftende Erde an Maschinen, über Erntegut oder durch Bodenverlagerungen. Genau hier setzt der dringende Appell des Landvolks an: Saubere Maschinen und konsequente Feldhygiene sind derzeit die wirksamste Präventionsmaßnahme.

Betroffen sind vor allem Mais-, Zuckerrüben- und Kartoffelflächen. Erdmandelgras wächst schnell, erreicht Höhen von bis zu einem Meter und konkurriert direkt mit Kulturpflanzen um Wasser, Licht und Nährstoffe. „Die Folge können erhebliche Ertragsverluste sein – im Extremfall werden Flächen langfristig unbrauchbar“, führt Westphale aus.

Erkennbar ist die Pflanze an ihren hellgrünen, V-förmigen Blättern, einem dreikantigen, knotenlosen Stängel sowie den charakteristischen braunen Knöllchen in 10 bis 15 Zentimetern Tiefe. Eine nachhaltige Bekämpfung ist schwierig: Pflanzenschutzmittel zeigen kaum Wirkung, da die Knöllchen im Boden verbleiben. Entscheidend ist daher ein langfristiges Management. „Erste Nester sollten mechanisch entfernt werden – möglichst früh und konsequent, bevor sich die Pflanze weiter ausbreitet“, appelliert Westphale.

„Früherkennung und Hygiene sind unsere wichtigsten Methoden, aber auch die Forschung für wirksame Pflanzenschutzmittel muss weiter vorangebracht werden“, betont Westphale. „Jeder Betrieb trägt Verantwortung – für die eigenen Flächen und für die gesamte Region.“ Das Landvolk empfiehlt daher: regelmäßige Feldkontrollen, sofortiges Entfernen von Befallsnestern und bei Unsicherheiten die Beratung durch Landwirtschaftskammer oder Pflanzenschutzdienste. Nur so lässt sich die weitere Ausbreitung wirksam eindämmen.

Aktuelles aus dem Landesverband

10.04.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In KW 13 war der übliche saisonale Anstieg der Milchanlieferung in Deutschland unterbrochen. Das Milchaufkommen der Molkereien ging ggü. der Vorwoche um 0,3 % zurück, wodurch der Zuwachs zur Vorjahreslinie auf 6,2 % schrumpfte. Nachfrage nach abgepackter Butter war vor Ostern stark, Impulse werden durch die Spargelsaison erwartet. Am Blockbuttermarkt herrscht Ruhe, Nachfrage gering. Blockbutterpreise sind gesunken: Kempten 4,20 – 4,45 €/kg), während Sahne wieder teurer wird. Schnittkäsenachfrage war vor Ostern hoch und Bestände knapp. Jetzt läuft der Markt ruhige, während aus Südeuropa mehr Bedarf kommt. Logistik bleibt wegen des Iran-Konflikts unsicher. Die Erlöse bleiben stabil auf höherem Niveau.

MMP-Markt ruhig; wenig neue Abschlüsse und viele Kontrakte sind bereits gedeckt. Preise haben nach dem starken Anstieg im März wieder etwas nachgegeben, sowohl für Lebensmittel- als auch für Futtermittelware. VMP-Markt ruhig; Nachfrage ist schwach, kaum neue Abschlüsse. Preisbewegungen kaum erkennbar. MP-Markt bleibt fest: Lebensmittelware teurer, Futtermittelware schwächer.

10.04.2026
Globale Weizenbilanz: Produktion rauf, Verbrauch runter
Pflanzen

(AMI) – Trotz deutlich gekürzter Verbrauchsschätzung erwartet das USDA für 2025/26 nochmals höhere globale Weizenendbestände. Vor allem größere Ernten in Russland und der EU sorgen für eine weiterhin komfortable Versorgungslage.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine April-Schätzung zur globalen Weizenbilanz 2025/26 erneut angepasst. Während die weltweite Weizenerzeugung nach oben revidiert wurde, fiel die Korrektur beim Verbrauch deutlich nach unten aus. Dennoch dürften die Endbestände weiter steigen. Insgesamt bleibt die globale Weizenversorgung damit mehr als komfortabel.

Die globale Weizenerzeugung 2025/26 veranschlagt das USDA aktuell auf 844,15 Mio. t. Gegenüber der Vormonatsprognose entspricht dies einer Anhebung um über 2,03 Mio. t. Maßgeblich hierfür sind höhere Ernteschätzungen für Russland und die EU. Demnach soll die EU in der laufenden Saison rund 145,11 Mio. t Weizen geerntet haben, was einer Aufwärtskorrektur von 1,11 Mio. t entspricht. Für Russland wird die Weizenernte nun auf 90,30 (+0,80) Mio. t geschätzt. Bei anderen wichtigen Erzeugerländern wie China, Indien, den USA oder Kanada hält das USDA an den März-Schätzungen fest.

Deutlich nach unten angepasst wurde hingegen die Prognose für den globalen Weizenverbrauch 2025/26. Dieser wurde um 4,80 auf 815,86 Mio. t gekürzt. Trotz der Revision würde der Verbrauch damit weiterhin ein Allzeithoch erreichen und um mehr als 15 Mio. t über dem Vorjahresniveau liegen.

10.04.2026
Weizenkurse in Paris geben nach
Pflanzen

(AMI) Die vereinbarte Waffenruhe im Nahen Osten drückt die Weizennotierungen. Sinkende Kurse verbessern zwar die EU-Exportchancen, das globale Angebot bleibt jedoch reichlich.

An der Pariser Terminbörse bewegten sich die Weizennotierungen in der feiertagsbedingt verkürzten Berichtswoche abwärts. Der Fronttermin Mai 2026 schloss am 09.04.2026 bei 195,50 EUR/t und lag damit um 7 EUR/t unter dem Vorwochenniveau. Gleichzeitig fiel die Notierung damit erstmals seit vier Wochen wieder unter die Marke von 200 EUR/t. Der September-Kontrakt verzeichnete das gleiche Wochenminus schloss zuletzt bei 204,75 EUR/t.

Belastet wurden die Weizennotierungen zuletzt vor allem durch die vereinbarte Waffenruhe im Nahen Osten. Mit der Kriegsunterbrechung steigen die Erwartungen auf eine geringere Störung der Energieversorgung und sinkende Düngemittelpreise. Zudem ist die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigegeben, erste Öltanker passierten die Meerenge bereits seit Beginn der Waffenruhe.

Gleichwohl bleibt die Marktstimmung von Unsicherheit geprägt, da sich die geopolitische Lage im Nahen Osten jederzeit wieder zuspitzen kann. Die Waffenruhe im Iran nährte zudem Hoffnungen auf eine Belebung der internationalen Getreidenachfrage. Viele Abnehmer hatten ihre Käufe aufgrund der seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Preise zuletzt zurückgestellt.

Die rückläufigen Weizennotierungen kommen unterdessen den EU-Exportaussichten zugute. Mit niedrigeren Preisen verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Herkunftsländern, insbesondere gegenüber Anbietern aus der Schwarzmeerregion. Das globale Angebot bleibt jedoch weiterhin reichlich, zumal die Ernte 2026 zunehmend in den Fokus rückt. Russland, weltweit führender Weizenexporteur, verfügt angesichts der zuletzt verhaltenen Nachfrage noch über umfangreiche Lagerbestände. Zudem dürfte das Land nach Angaben von Argus im laufenden Jahr rund 88,7 Mio. t Weizen produzieren, nachdem zuvor von einer Erntemenge von 86,5 Mio. t ausgegangen worden war.

Unterdessen exportierte die Europäische Union im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 05.04.2026 insgesamt rund 18,00 Mio. t Weichweizen und damit mehr als im Vorjahreszeitraum (16,79 Mio. t). Wichtigstes Abnehmerland bleibt Marokko, gefolgt von Ägypten und Saudi-Arabien.

10.04.2026
Brotgetreidepreise geben nach – auch ex Ernte
Pflanzen

(AMI) Sinkende Erzeugerpreise, bedarfsorientierte Nachfrage und Unsicherheiten auf globaler Ebene bestimmen aktuell das Marktgeschehen. Impulse bleiben rar, die Entwicklung hängt zunehmend von Börsen und Geopolitik ab.

Der deutsche Markt für Brotgetreide präsentiert sich weiterhin ruhig und von Zurückhaltung geprägt. Die zuletzt schwächeren Weizennotierungen an der Pariser Börse wirken zwar belastend, konnten bislang jedoch nur begrenzt auf die Kassapreise am heimischen Markt durchschlagen. In mehreren Regionen behaupten sich die Weizenpreise noch auf Vorwochenniveau. Dies gilt insbesondere dort, wo Unsicherheiten hinsichtlich der Proteingehalte infolge eingeschränkter Stickstoffdüngung bestehen.

Im Bundesmittel verfehlen die Brotgetreidepreise auf Erzeugerstufe allerdings allesamt das Vorwochenniveau. Das größte Wochenminus verzeichnet Eliteweizen mit 2,67 auf 181,20 (175-190) EUR/t, Qualitätsweizen vergünstigt sich hingegen um 1,83 auf 174,77 (170-185) EUR/t frei Erfasserlager. Brotweizen liegt mit 171,21 (164-179) EUR/t im Mittel rund 1,02 EUR/t unter Vorwoche und Brotroggen büßt 0,96 auf 148,77 (138-158) EUR/t an Wert ein. In der Vorwoche waren in Niedersachsen ab Hof für A-Weizen noch 179 (175-185) EUR/t möglich.

Ex Ernte geht es ebenfalls abwärts. So werden für Qualitätsweizen der kommenden Ernte mit 187,76 EUR/t im Durchschnitt rund 3,05 EUR/t weniger verlangt. Für Eliteweizen werden mit 199,08 EUR/t hingegen gut 2 EUR/t weniger aufgerufen. Brotweizen verfehlt mit 179,16 EUR/t das Vorwochenniveau um knapp 1,40 EUR/t und Brotroggen der neuen Ernte verzeichnet ein Wochenminus von 1,45 auf 154,76 EUR/t.

Die Nachfrage nach Brotgetreide bleibt insgesamt verhalten. Mühlenbetriebe sind überwiegend gut versorgt und decken sich aktuell nur bedarfsorientiert ein. Nennenswerte Impulse aus dem Exportgeschäft bleiben aus, auch wenn einzelne Weizenverladungen über die norddeutschen Häfen gemeldet werden. Auf Erzeugerseite stehen weiterhin umfangreiche alterntige Bestände zur Verfügung. Die Verkaufsbereitschaft ist grundsätzlich vorhanden, Abschlüsse erfolgen jedoch meist nur bei kurzfristigen Preisspitzen. Die ausgeprägte Volatilität an den Terminmärkten aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten sorgt für zusätzliche Verunsicherung, sodass ein Teil der Mengen voraussichtlich in die neue Saison übergehen dürfte.

Auf den Feldern präsentieren sich die Bestände bundesweit überwiegend in gutem Zustand. Die jüngsten Niederschläge haben die Wasserversorgung gesichert, während die weiterhin kühlen, insbesondere nächtlichen Temperaturen, das Wachstum noch bremsen. Kurzfristig ergeben sich daraus keine Ertragsrisiken, wenngleich mit Blick auf mögliche wärmere Bedingungen eine gewisse Unsicherheit bestehen bleibt.

Insgesamt bleibt der Markt für Brotgetreide kurzfristig impulsarm. Die weitere Preisentwicklung dürfte maßgeblich von der internationalen Börsentendenz, der geopolitischen Lage sowie von neuen Ertrags- und Qualitätsabschätzungen zur kommenden Ernte bestimmt werden.

10.04.2026
Unsicheres Umfeld bremst den Handel mit Raps
Pflanzen

(AMI) Die anhaltende Unsicherheit rund um den Nahen Osten sowie steigende Frachtkosten sorgen für Zurückhaltung am Rapsmarkt und begrenzen die Handelsaktivität. Dabei konnten sich die Erzeugerpreise entgegen den rückläufigen Vorgaben des Terminmarktes zuletzt befestigen.

Die Rapskurse an der Pariser Börse bleiben auch weiterhin volatil, konnten das Vorwochenniveau insgesamt jedoch nicht halten. So schloss der Fronttermin am 09.04.2026 bei 497 EUR/t und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Minus von rund 8,75 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren schwächer. Der August 26-Kontrakt schloss mit 491,50 EUR/t rund 8 EUR/t niedriger. Dabei bleiben auch weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus. Die Unsicherheit rund um die Straße am Hormus bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund bleibt es am Rapsmarkt weiterhin ruhig. Neben der verkürzten Feiertagswoche begrenzen dabei auch die steigenden Frachtkosten den Handel. Das Minus an der Pariser Börse schlägt sich dabei auch auf Großhandelsebene nieder. So sind franko Hamburg mit 512 EUR/t zur Lieferung ab Mai rund 7 EUR/t weniger möglich. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 7 auf 504 EUR/t vergünstigen. Für Vorkontrakte der Ernte 2026 werden bis zu 515 EUR/t in Aussicht gestellt. Auf Erzeugerebene geht es entgegen den schwächeren Vorgaben der Pariser Börse dagegen aufwärts. Im Bundesdurchschnitt sind für Partien der Ernte 2025 zuletzt 480,70 EUR/t möglich und damit 1,30 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 455-500 EUR/t. Auch Vorkontrakte der Ernte 2026 können sich frei Erfasserlager behaupten und werden mit 469,10 (435-500) EUR/t rund 1,50 EUR/t teurer angeboten.

Dabei bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger angesichts der volatilen Notierungen an der Pariser Börse weiterhin gering. Zusätzlich erschweren die gestiegenen Fracht- und Düngerkosten eine wirtschaftlich tragfähige Kalkulation.

10.04.2026
Planmäßige Frühkartoffelgeschäfte
Pflanzen

(AMI) Der deutsche LEH stellte wie üblich seine Sortimente um. Die Preise für importierte Frühkartoffeln verändern sich kaum, auch wenn Kosten gestiegen sind. Logistische Herausforderungen werden gemeistert. Es herrscht eine verhaltene Zuversicht unter den Anbietern.

Die frühen Anbieter von Speisefrühkartoffeln am deutschen Markt sind mit dem Saisonbeginn weitgehend zufrieden. Auch wenn die Absatzmengen mit Spargelkartoffeln nie sonderlich groß sind, durch den frühen Saisoneinstieg ist ein erstes Angebot gut geräumt. Die Woche nach Ostern ist wohl etwas ruhiger, in der zweiten Aprilhälfte nimmt der Absatz dann aber wieder an Fahrt auf. Es ist absehbar, dass dann erste Ketten anfangen, zumindest regional die Premiumsortimente in den drei Kochtypten auf importierte Frühkartoffeln umzustellen. Ab dieser Woche ist neben Ägypten auch Israel in einem Discounter mit Spargelkartoffeln präsent und die Anbieter erwarten kommende Woche den Einstieg ins Vollsortiment.

An den Preisen hat sich seit Beginn der Vermarktung kaum etwas geändert. So gibt es Frühkartoffeln aus Ägypten für rund 70,00 EUR/dt franko Packbetrieb und für Lieferungen aus Israel etwa 5,00 EUR/dt mehr. Es herrscht eine gewisse Spannung, weil der hiesige Einkauf die Frühkartoffelpreise mit den billigen Lagerkartoffeln vergleicht, die Importeure aber die schon niedrigeren Preise als im Vorjahr mit höheren Kosten belastet sehen.

Für den weiteren Verlauf sind Frühkartoffelanbieter zuversichtlich. Die Geschäfte mit dem LEH laufen absehbar planmäßig an. Die Lage in Spanien könnte etwas zusätzliche Luft verschaffen und die Ernte in Deutschland wird wohl nicht wieder so massiv auf einmal in der dritten Junidekade am Markt sein, wie 2025

09.04.2026
Landvolk-Rindfleischausschuss
Milch und Rind

Am Donnerstag, den 09.04.26 tagte der Ausschuss für Rindfleischerzeugung des Landvolk Niedersachsen in Hannover. Unter Leitung des Vorsitzenden Felix Müller verschafften sich die Ausschussmitglieder einen Überblick über die aktuelle Marktlage, das Tierseuchengeschehen und EU-Themen. Gemeinsam mit einem Gastreferenten von Synetics wurde zum Thema Beef on Dairy-Kreuzungen diskutiert. Dabei standen der Erfahrungsaustausch und die Fragestellung, wie der Spagat zwischen den Anforderungen von Milchviehhaltern und Bullenmästern gemeistert werden kann, im Fokus. Eine Gastreferentin von vit erläuterte die Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Tierkennzeichnung und des digitalen Rinderpasses. Des Weiteren debattierten die Ausschussmitglieder über eine mögliche staatliche Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch analog zur Kennzeichnung von Schweinefleisch. Hier war das Votum der Mitglieder eindeutig: ein staatliches Tierhaltungskennzeichnungsgesetz für Rindfleisch wird vom Ausschuss abgelehnt; der Fokus soll auf der Gestaltung der privatwirtschaftlichen Haltungsformkennzeichnung gelegt werden.

09.04.2026
Ausschreibung Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2027: Jetzt bewerben!
Öko-Landbau

(DBV) Seit dem 01. April können sich Bio-Betriebe wieder für den jährlichen Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau bewerben. Gesucht werden zukunftsweisende, innovative Betriebs­konzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Die Konzepte können den gesamten Betrieb umfassen oder besondere Lösungen für Teil­bereiche beinhalten – etwa in der Tierhaltung, im Natur- und Ressourcenschutz oder im Energiemanagement.
Eine unabhängige Jury wählt die drei Sieger-Betriebe aus, die jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro erhalten. Zusätzlich gibt es für jeden ausgezeichneten Betrieb einen pro­fessionellen Imagefilm für die eigene Öffentlichkeitsarbeit.
Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026.

Weitere Infos und Anmeldung unter: https://www.oekolandbau.de/aktuelles/bundeswettbewerb-oekologischer-landbau/

09.04.2026
Kommission stellt KI-Instrument („TraceMap“) zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug und Risiken in der Lebensmittelkette vor
Öko-Landbau

(DBV) Die Europäische Kommission hat eine neue Plattform für künstliche Intelligenz (KI), „TraceMap“, vor-gestellt, um die Aufdeckung von Lebensmittelbetrug, konta­minierten Lebensmitteln und lebensmittelbedingten Krank­heitsausbrüchen in der gesamten EU zu beschleunigen. Mithilfe der KI wird „TraceMap“…
…die gesamte Agrar- und Lebensmittel-Lieferkette überwachen, sobald ein Risiko festgestellt wurde, was einen schnelleren Rückruf unsicherer oder betrügerischer Produkte ermöglicht.
…durch vereinfachten Zugang zu kritischen Daten und ihre Analyse Risikobewertungen für die Lebensmittelsicherheit verbessern.
…Verbindungen zwischen Wirtschaftsakteuren und Lieferungen schnell erkennen