Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

04.04.2025
Sprunghafter Preisanstieg kann Rapsmarkt nicht beleben
Pflanzen

Die Umsätze am Rapsmarkt bleiben trotz den teils deutlichen Preissteigerungen gering. Erzeuger sind mit den laufenden Feldarbeiten beschäftigt und die Vorräte sind dünn, da rückt die Vermarktung in den Hintergrund.


(AMI) An der Pariser Börse geht es auch zum Monatswechsel weiter aufwärts. Unterstützung kam dabei von den übrigen Ölsaaten. Sowohl der feste Soja- als auch Palmölkurs zogen den EU-Raps mit nach oben. Dabei profitierten die Notierungen insbesondere von einer lebhaften Nachfrage nach Pflanzenölen. Kurstreibende Impulse kamen auch aus Kanada. Immerhin gewannen die Canola-Notierungen binnen einer Woche fast 30 EUR/t. Im Fokus stand dabei die Aussicht auf ein möglicherweise kleineres Rapsareal im kommenden Wirtschaftsjahr. Ausschlaggebend dafür ist die Unsicherheit über den Handel mit den wichtigsten Partnern, darunter insbesondere die USA und China. Die Handelsstreitigkeiten könnten Farmer dazu veranlassen, weniger Raps auszusäen. So schloss der Fronttermin Mai am 02.04.2025 bei 524,75 EUR/t und damit 11,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2025 konnten sich auf Wochensicht befestigen.

Vor diesem Hintergrund geht es auch auf Großhandelsstufe aufwärts. Dabei wurden die Prämien für alterntige Ware etwas angehoben. So sind am 02.04.2025 franko Niederrhein bis zu 543 EUR/t für Partien zur Lieferung ab April möglich und damit 22 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Hamburg sind mit 539 rund 23 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 2025 werden bis zu 496 EUR/t in Aussicht gestellt. Umsatz steht hier jedoch nicht dahinter, dafür müsste der August-25-Kontrakt an der MATIF wieder über die Marke von 500 EUR/t klettern. Auch der Handel mit alterntiger Ware geht gegen Null. Australische Partien wurden in der zurückliegenden Woche zwar diskutiert, hier ist das Interesse zuletzt jedoch wieder erloschen. So fußen die Mengenbewegungen lediglich auf der Abwicklung bereits bestehender Kontrakte.

Auf Erzeugerstufe zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier bleibt die Handelsaktivität aktuell gering. Die Abgabebereitschaft für die Restbestände in Erzeugerhand ist verhalten, und auch bei Vorkontrakten herrscht aktuell Zurückhaltung. Im Bundesdurchschnitt sind dabei für Partien der Ernte 2024 rund 500,50 (460-527) EUR/t möglich und damit 24,30 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Partien der Ernte 2025 werden im Mittel mit 453,50 (430-510) rund 10,50 EUR/t über Vorwochenniveau angeboten.

04.04.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Auch in dieser Berichtswoche hat sich kaum etwas geregt am heimischen Getreidemarkt. Während sich die Erzeugerpreise zunächst leicht rückläufig zeigten, waren die Umsätze gleichermaßen gering. Nachfrageseitig hält man sich ebenso zurück wie auf Erzeugerseite. Derweil zeigen sich die Bestände trotz der historisch trockenen Monate Februar und März in einem weitestgehend guten Zustand. Das bestätigt in seiner Prognose auch das Agrarmeteorologische Institut der EU-Kommission (MARS). Demnach wird für Weizen in der EU ein steigender Ertrag auf 6 t/ha (+8 %) und in Deutschland auf 7,64 t/ha (+8 %) erwartet.
Am Ölsaatenmarkt haben sich Rapspreise nach den deutlichen gestiegenen Vorgaben der Terminmärkte erholt. Im Bundesschnitt wurde zur Mitte der Woche ein Erzeugerpreis von 500,50 EUR/t genannt, was ein Plus von mehr als 24 EUR/t im Vorwochenvergleich bedeutet. Vorkontrakte wurden in Niedersachsen durchweg mit über 450 EUR/t bewertet.
Unterdessen lässt sich für den Kartoffelmarkt auf die Berichte der Vorwochen verweisen. Ein weiterhin stetiger, aber ruhiger Absatz wird ausreichend bedient. Argumente für Preisimpulse lassen sich derzeit nur wenige finden.

04.04.2025
Einschränkung Acetamiprid-haltiger Pflanzenschutzmittel
Pflanzen

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 26.03. mitteilte, werden derzeit die zugelassenen Anwendungen Acetamiprid-haltiger Pflanzenschutzmittel (PSM) überprüft. Hintergrund ist, dass die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für 38 der derzeit geltenden Rückstandshöchstgehalte in Anbetracht der empfohlenen Referenzwerte ein gesundheitliches Risiko festgestellt hatte. Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) hat daraufhin einem Entwurf der EU-Kommission zugestimmt, Rückstandshöchstgehalte für Acetamiprid abzusenken. Anwendungen, bei denen auf Basis der vorliegenden Rückstandsdaten die neu festzusetzenden Rückstandshöchstgehalte nicht sicher eingehalten werden können, werden dann widerrufen.

Betroffene Erzeugnisse mit möglicherweise kritischen Rückstandshöchstgehalten sind unter anderem Kernobst, Steinobst, Trauben, Beeren, Fruchtgemüse, Kohlgemüse, Salate, Spinat, Mangold, Spargel etc..

Sechs Monate nach Inkrafttreten der Verordnung zur Absenkung der Rückstandshöchstgehalt für Acetamiprid wird diese rechtskräftig. Eine Möglichkeit zum Abverkauf vorher legal erzeugter Ware wird nicht gewährt.

04.04.2025
Insektizid-Notfallzulassungen für Schilf-Glasflügelzikade an Zuckerrüben
Pflanzen

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 03.04. mitteilte, wurden am 31. März für mehrere regulär zugelassene Pflanzenschutzmittel (PSM) Notfallzulassungen für Bekämpfung der Schilf-Glasflügelzikade an Zuckerrüben erteilt. Die Zulassung beschränkt sich zunächst auf einen Zeitraum von 120 Tagen. Zu beachten ist, dass die Mittel erst dann eingesetzt werden dürfen, wenn es einen amtlichen Warndienstaufruf der zuständigen Behörde gibt. Die Warndienstaufrufe basieren auf die Monitoringdaten, die in in Niedersachsen von der Landwirtschaftskammer erhoben werden. Eine Tabelle der zugelassenen PSM, deren Wirkstoffe, den möglichen Einsatzzeitraum sowie die zugelassene Menge und Anwendungsfläche für Deutschland sind in der Tabelle unten aufgelistet.

ProduktWirkstoffZeitraumzugelassene Mengezugelassene Fläche
Carnadine 200Acetamiprid31.03. – 28.07.256.875 Liter27.500 ha
Mospilan SGAcetamiprid31.03. – 28.07.256.875 kg27.500 ha
DanjiriAcetamiprid01.04. – 29.07.256.875 kg27.500 ha
SIVANTO primeFlupyradifurone15.04. – 12.08.2514.500 Liter58.000 ha
Karate Zeonlambda-Cyhalothrin01.04. – 29.07.255.700 Liter38.000 ha
Kaiso Sorbielambda-Cyhalothrin01.04. – 29.07.255.700 kg38.000 ha
Decis forteDeltamithrin01.04. – 29.07.252.850 Liter38.000 ha

Aktuelle Notfallzulassungen für das Jahr 2025 mit weiterführenden Informationen sind auf der Website des BVL zu finden: https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/01_ZugelPSM/02_Notfallzulassungen/psm_ZugelPSM_notfallzulassungen_node.html

04.04.2025
Rindermarkt: Massive Preisanstiege seit Jahresbeginn
Milch und Rind

(AMI) Mitte März wurde für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 im bundesweiten Durchschnitt ein Preis von 5,38 EUR/kg erzielt. Damit sind die Preise seit Jahresbeginn um rund 80 Ct/kg gestiegen, das Vorjahresniveau wurde um rund 40 % übertroffen.

Die Preise für Jungbullen sind zuletzt zwar weniger deutlich gestiegen, liegen aber ebenfalls gut 30 % über den Werten des Vorjahres. Die Preise für Nutzkälber haben sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt. Gerade bei den weiblichen Schlachtrindern und den Kälbern scheint es zudem noch Spielraum für weitere Aufschläge zu geben. Als Grund für diese Entwicklung wird in erster Linie das kleine Angebot genannt. Die Viehzählung vom November des vergangenen Jahres ergab erneut einen Rückgang um 3,5 %, innerhalb von 10 Jahren ist die Rinderherde in Deutschland um 17 % geschrumpft. Auch an den Schlachtzahlen lässt sich das rückläufige Angebot erkennen. Im November und Dezember 2024 lagen diese fast 10 % niedriger als im Vorjahr, das neue Jahr begann ebenfalls mit niedrigeren Werten als 2024. Dazu kommen die Verknappungen aufgrund der sich ausbreitenden Tierseuchen. Während die Maul- und Klauenseuche bislang nur ein Einzelfall geblieben ist, hat sich die Blauzungenkrankheit spürbar auf den Kälbermarkt ausgewirkt.

04.04.2025
Nachfrage am Geflügelmarkt bleibt lebhaft
Geflügel

Ende März blieben die Schlachtereiabgabepreise weitgehend unverändert. Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften führten zuletzt zu höheren Auszahlungspreisen für Lebendware. Mit dem Monatswechsel stiegen die Preise für frische Putenteile. Sowohl Rot- als auch Weißfleischartikel verteuerten sich. Steigende Grillaktivitäten und das Ostergeschäft dürften die Nachfrage ankurbeln. Eine Verknappung von Frischware könnte festere Preise nach sich ziehen. Ob der LEH die gestiegene Nachfrage vollständig bedienen kann, bleibt abzuwarten.

04.04.2025
Studie forscht nach Resistenz gegen Vogelgrippe
Geflügel

Forscher des britischen Roslin Institute haben genetische Merkmale identifiziert, die Hühnern eine natürliche Resistenz gegen hochpathogene Vogelgrippeviren verleihen könnten. In ihrer Studie untersuchten sie Blutproben von Hühnern, die einen schweren Vogelgrippeausbruch 2015 überlebt hatten, und verglichen sie mit nicht infizierten, anfälligen Tieren. Dabei fanden sie neun Genbereiche, die offenbar an der Immunabwehr beteiligt sind. Hintergrund der Forschung war ein Ausbruch mit über 99 % Sterblichkeit, der große wirtschaftliche Schäden verursachte. Die Erkenntnisse könnten die Grundlage für die Zucht resistenter Hühnerlinien bilden und so langfristig Geflügelbestände besser schützen. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Vogelgrippe weltweit könnten die Ergebnisse nicht nur die Geflügelhaltung sichern, sondern auch zur Gesundheit von Mensch und Tier beitragen. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Hy-Line International, der Iowa State University und Wissenschaftlern aus Warschau.