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Auf Initative des Rheinischen
Landwirtschaftsverbandes (RLV) haben diesen Montag rund 1.000 Landwirte, aber
auch Obst- und Gemüsebauern aus NRW und Rheinland-Pfalz vor dem BMEL in Bonn
gegen das Agrarpaket und eine zunehmende Verordnungs- und Auflagenflut
protestiert. Begleitet wurde die Kundgebung unter dem Motto „Es ist 5 vor
12“ durch zahlreiche Traktoren, die zeitweise den Verkehr zum Erliegen
brachten. DBV-Veredlungspräsident Johannes Röring verlangte machbare Lösungen
für die Tierhaltung. Die Tierhaltung in Norddeutschland zu halbieren, wie vom
Bundesumweltministerium kürzlich vorgeschlagen, sei eine Kampfansage an die
Landwirtschaft. BMEL-Staatssekretär Dr. Hermann-Onko Aeikens stellte sich den
Forderungen der Landwirte, verteidigte aber das Klimapaket als ausgewogen und
verwies beim Düngerecht auf die Auflagen der EU, beim Agrarpaket zeigte sich
der Staatssekretär allerdings gesprächsbereit.
Die Landwirte unterstrichen mit der Kundgebung,
dass es keine Zukunft ohne Bauern gibt. Sie sind bereit, den längst begonnenen
Veränderungsprozess konsequent im Sinne von Klima-, Umwelt- und Naturschutz
weiter voranzubringen. Allerdings bedarf es neben der Anerkennung ihrer
Leistungen, so z. B. für den ländlichen Raum, auch einer zukunftsfähigen
Einkommenssicherung.
Die Veranstaltung vor dem BMEL war der Auftakt
einer Serie von Bauernkundgebungen, die in den kommenden Tagen in ganz
Deutschland folgen werden. Am Ende reiche, so die Auffassung der
Verbandspräsidenten, lauter Protest alleine aber nicht aus. Im Dialog mit den
Entscheidungsträgern müssten vertretbare Lösungen für die Landwirtschaft
gefunden werden.