Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Die
Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies belegen
die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Er ist von 20,4 Punkten im
Juni auf 10,5 Punkte im September gefallen und liegt damit erheblich unter den
Werten der letzten beiden Jahre. Bereits in den vorherigen Erhebungen im März
und Juni dieses Jahres hatte sich die Stimmung in der Landwirtschaft deutlich
eingetrübt. Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird
vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der
Landwirtschaftlichen Rentenbank ermittelt: www.bauernverband.de/konjunkturbarometer-agrar-sept-2019
Bislang
hat der LEH die Haltungsformkennzeichnung für Rindfleisch forciert. Neu
hinzugekommen ist nun die Forderung des LEH, auch im Milchbereich – zunächst
für Trinkmilch – eine Haltungsformkennzeichnung einzuführen. Bereits laufende
Aktivitäten der Branche (u. a. Weidemilch, Nachhaltigkeitsprogramme,
Kombinationshaltung) fanden bislang keine Berücksichtigung. Momentan ist die
Einbindung des LEH in die Gremien des QM-Milch e.V. in der Diskussion, um
derartige Vorstöße des LEH besser auszusteuern.
(AMI) – Ein normales Angebot an Jungbullen wird von Seiten der
Schlachtvieheinkäufer Anfang der zweiten Oktoberwoche normal bis verhalten
nachgefragt. Die Erzeugerpreise werden damit im Vergleich zur Vorwoche
bestätigt, regional lassen sich auch kleinere Aufgelder erzielen. Weibliche Schlachtrinder
stehen dagegen aufgrund eines großen Angebotes unter Preisdruck. Davon sind
insbesondere Kühe betroffen. Gerade im Süden hat das Angebot deutlich
zugenommen, durch die erhöhten Stückzahlen von aussortierten Kühen kam hier
auch verstärkt Preisdruck auf. Etliche befragte Viehvermarkter schließen
weitere Preisnachlässe bei den Schlachtkühen im weiteren Wochenverlauf nicht
aus.
Die im Landwirtschaftsbereich vorgesehenen Maßnahmen bauen weitgehend
auf ohnehin bereits beschlossene bzw. anstehende Prozesse (Düngeverordnung,
Nachhaltigkeits-, Nutztier-, Acker- und Grünlandstrategie) auf. Hier wird es
jetzt jeweils auf die weitere detaillierte Ausgestaltung ankommen. Die Treibhausgas-Reduktionsziele
für die Landwirtschaft werden vom DBV als ambitioniert, aber machbar
eingeschätzt: Die für 2020 erlaubte Emissionsmenge von 70 Mio. t CO2
(inkl. Energieeinsatz) wurde 2018 mit knapp 69 Mio. t bereits eingehalten.
Kritisch ist hingegen die „scharfe“ Festlegung von jährlichen
Emissionszielen, da diese den natürlich schwankenden Emissionsentwicklungen
entgegenstehen.
Das Klimaschutzprogramm erkennt an, dass die Kernaufgabe der
Landwirtschaft die Ernährungssicherung ist, sie unmittelbar vom Klimawandel
betroffen ist und Emissionsminderungen aus der Bioenergie nicht der Landwirtschaft
als Produzent der Bioenergie gutgeschrieben werden. Im Bereich Bioenergie
bleibt das Klimaschutzprogramm hinter den Möglichkeiten zurück, vor allem bei
Biokraftstoffen. Siehe hierzu den gesonderten „Hauptstadtbrief
Bioenergie“.
Finanzielle Ausstattung – Ergänzende Förderung für Gülle in
Biogasanlagen
Positiv hervorzuheben sind die zusätzlich geplanten
Finanzmittel für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen im Bereich des BMEL in
Höhe von knapp 1,1 Mrd. Euro (2021-2023, Laufzeit des Energie- und Klimafonds),
neben knapp 200 Mio. Euro bestehender Mittel für Energie- und Klimamaßnahmen
sind dies zusammen knapp 1,3 Mrd. Euro bis 2023.
Speziell für die Förderung der Güllenutzung in Biogasanlagen
zur Minderung von Methanemissionen sind 180 Millionen Euro in den Jahren 2021
bis 2023 vorgesehen. Gedacht ist an eine investive Förderung ergänzend zur
bestehenden EEG-Sondervergütungsklasse (Gülleanteil > 80 Prozent). Die Förderung
von Energieeffizienzmaßnahmen (bisher über die BLE) soll fortgesetzt werden.
Weitere Maßnahmen zur Förderung der Senkenleistung im Bereich Humusmehrung in
landwirtschaftlichen Flächen sind geplant, aber nicht konkretisiert. Insgesamt
etwa die Hälfte der Mittel sind für Klimaschutz im Wald vorgesehen.
Eine detaillierte Übersicht über die Verteilung der
„BMEL-Klimamittel“ auf die einzelnen Maßnahmen ist Seite 2 der BauernInfo
Energie zu entnehmen.
Verteilung der „BMEL-Klimamittel“ auf Einzelplan 10
und EKF
Angaben in Millionen Euro
Quelle:
Ergänzungshaushalt des Bundes vom 2. Oktober 2019, BMEL-Arbeitsunterlagen
Auf Initiative des
Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) haben diesen Montag rund 1.000
Landwirte, aber auch Obst- und Gemüsebauern aus NRW und Rheinland-Pfalz vor dem
BMEL in Bonn gegen das Agrarpaket und eine zunehmende Ver-ordnungs- und
Auflagenflut protestiert. Begleitet wurde die Kundgebung unter dem Motto „Es
ist 5 vor 12“ durch zahlreiche Traktoren, die zeitweise den Verkehr zum
Erliegen brachten. DBV-Veredlungspräsident Johannes Röring verlangte machbare
Lösungen für die Tierhaltung. Die Tierhaltung in Norddeutschland zu halbieren,
wie vom Bundesumweltministerium kürzlich vorgeschlagen, sei eine Kampfansage an
die Landwirtschaft. BMEL-Staatssekretär Dr. Aeikens stellte sich den
Forderungen der Landwirte, verteidigte aber das Klimapaket als ausgewogen und
verwies beim Düngerecht auf die Auflagen der EU, beim Agrarpaket zeigte sich Aeikens
allerdings gesprächsbereit.
Die Landwirte
unterstrichen mit der Kundgebung, dass es keine Zukunft ohne Bauern gibt. Sie
sind bereit, den längst begonnenen Veränderungsprozess konsequent im Sinne von
Klima-, Umwelt- und Naturschutz weiter voranzubringen. Allerdings bedarf es
neben der Anerkennung ihrer Leistungen, so z. B. für den ländlichen Raum, auch
einer zukunftsfähigen Einkommenssicherung.
Die Veranstaltung
vor dem BMEL war der Auftakt einer Serie von Bauernkundgebungen, die in den
kommenden Tagen in ganz Deutschland folgen werden. Am Ende reiche, so die
Auffassung der Verbandspräsidenten, lauter Protest alleine aber nicht aus. Im
Dialog mit den Entscheidungsträgern müssten vertretbare Lösungen für die
Landwirtschaft gefunden werden.
Vertreter der
öffentlichen Gesundheit und der Tiergesundheit aus allen 28 EU-Ländern sowie
Experten der Kommission und EU-Agenturen haben Mitte Oktober 2019 in Brüssel
getagt. Hierbei handelte es sich um das halbjährliche Treffen des AMR
One-Health-Netzwerkes der EU (AMR = antimikrobielle Resistenzen). Es wurden die
Ergebnisse der jüngsten Überwachungsumfrage von WHO, OIE und FAO zur Umsetzung
des AMR-Globalaktionsplans vorgestellt, um eine Bestandsaufnahme der erzielten
Fortschritte vornehmen zu können. Weiterhin standen die neuesten
Schlussfolgerungen des EU-Rates und die Ergebnisse der Ministerkonferenz zu AMR
im Fokus der Diskussionen. Zudem hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)
gemeinsam mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und
dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten
(ECDC) ihre jeweiligen Aktivitäten im Kampf gegen AMR präsentiert.
(DBV) Die
Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies
belegen die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Laut der aktuellen
repräsentativen Umfrage hat sich die wirtschaftliche Stimmungslage der Betriebe
noch einmal erheblich verschlechtert. „Diese Ergebnisse sind ein sehr
deutlicher Beleg für die schwierige wirtschaftliche Situation und eine
hochgradige Verunsicherung der Landwirte. Die deutsche Landwirtschaft befindet
sich klar im Abschwung. Wir Bauern brauchen verlässliche Rahmenbedingungen,
damit wieder Zukunftsinvestitionen getätigt werden können“, sagt DBV-Präsident Joachim
Rukwied. So wollen derzeit nur 30% der Landwirte in den kommenden sechs Monaten
investieren. Besonders die Investitionen in Tierwohl fördernde Ställe bleiben
sehr verhalten. Die Liquiditätslage der Betriebe hat sich ebenfalls seit Juni
verschlechtert. Durch die schwierigen Witterungsverhältnisse in diesem Sommer
ist besonders in vielen Betrieben im Osten Deutschlands die Liquidität sehr
angespannt. Während die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation
der Veredlungsbetriebe noch relativ positiv ausfällt, fällt sie bei den Acker-
und Futterbaubetrieben deutlich schlechter aus. Besonders die Erwartungen an
die künftige wirtschaftliche Lage haben sich bei allen Betriebsformen deutlich
verschlechtert. Weitere dämpfende Einflüsse waren in den letzten Monaten die
Entwicklung der Getreide-, Milch-, Schweine- und Rinderpreise, häufig die
Enttäuschung über die Ernteergebnisse sowie die nationale und EU-Agrarpolitik.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bauernverband.de/konjunkturbarometer-agrar-sept-2019