Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

22.10.2019
Konjunkturbarometer Agrar im Abschwung
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Die Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Er ist von 20,4 Punkten im Juni auf 10,5 Punkte im September gefallen und liegt damit erheblich unter den Werten der letzten beiden Jahre. Bereits in den vorherigen Erhebungen im März und Juni dieses Jahres hatte sich die Stimmung in der Landwirtschaft deutlich eingetrübt. Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank ermittelt: www.bauernverband.de/konjunkturbarometer-agrar-sept-2019

22.10.2019
LEH will Haltungsformkennzeichnung für Milch
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Bislang hat der LEH die Haltungsformkennzeichnung für Rindfleisch forciert. Neu hinzugekommen ist nun die Forderung des LEH, auch im Milchbereich – zunächst für Trinkmilch – eine Haltungsformkennzeichnung einzuführen. Bereits laufende Aktivitäten der Branche (u. a. Weidemilch, Nachhaltigkeitsprogramme, Kombinationshaltung) fanden bislang keine Berücksichtigung. Momentan ist die Einbindung des LEH in die Gremien des QM-Milch e.V. in der Diskussion, um derartige Vorstöße des LEH besser auszusteuern.

22.10.2019
Angebot an Kühen nimmt deutlich zu
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Ein normales Angebot an Jungbullen wird von Seiten der Schlachtvieheinkäufer Anfang der zweiten Oktoberwoche normal bis verhalten nachgefragt. Die Erzeugerpreise werden damit im Vergleich zur Vorwoche bestätigt, regional lassen sich auch kleinere Aufgelder erzielen. Weibliche Schlachtrinder stehen dagegen aufgrund eines großen Angebotes unter Preisdruck. Davon sind insbesondere Kühe betroffen. Gerade im Süden hat das Angebot deutlich zugenommen, durch die erhöhten Stückzahlen von aussortierten Kühen kam hier auch verstärkt Preisdruck auf. Etliche befragte Viehvermarkter schließen weitere Preisnachlässe bei den Schlachtkühen im weiteren Wochenverlauf nicht aus.

21.10.2019
Klimaschutzprogramm mit 1,3 Mrd. Euro für Land- und Forstwirtschaft bis 2023
Bioenergie

Info Bioenergie

Klimaschutzprogramm mit 1,3 Mrd. Euro für Land- und Forstwirtschaft bis 2023

Die Bundesregierung hat am 9. Oktober die Langfassung des Klimaschutzprogrammes 2030 beschlossen, welches auch Kapitel für Landwirtschaft, Landnutzung und Forst enthält. Die Langfassung ist abrufbar unter: https://www.bmu.de/download/klimaschutzprogramm-2030-zur-umsetzung-des-klimaschutzplans-2050/.

Die im Landwirtschaftsbereich vorgesehenen Maßnahmen bauen weitgehend auf ohnehin bereits beschlossene bzw. anstehende Prozesse (Düngeverordnung, Nachhaltigkeits-, Nutztier-, Acker- und Grünlandstrategie) auf. Hier wird es jetzt jeweils auf die weitere detaillierte Ausgestaltung ankommen. Die Treibhausgas-Reduktionsziele für die Landwirtschaft werden vom DBV als ambitioniert, aber machbar eingeschätzt: Die für 2020 erlaubte Emis­sionsmenge von 70 Mio. t CO2 (inkl. Energieeinsatz) wurde 2018 mit knapp 69 Mio. t bereits eingehalten. Kritisch ist hingegen die „scharfe“ Festlegung von jährlichen Emissionszielen, da diese den natürlich schwankenden Emissionsentwicklungen entgegenstehen.

Das Klimaschutzprogramm erkennt an, dass die Kernaufgabe der Landwirtschaft die Ernährungssicherung ist, sie unmittelbar vom Klimawandel betroffen ist und Emissionsminderungen aus der Bioenergie nicht der Landwirtschaft als Produzent der Bioenergie gutgeschrieben werden. Im Bereich Bioenergie bleibt das Klimaschutzprogramm hinter den Möglichkeiten zurück, vor allem bei Biokraftstoffen. Siehe hierzu den gesonderten „Hauptstadtbrief Bioenergie“.

Finanzielle Ausstattung – Ergänzende Förderung für Gülle in Biogasanlagen

Positiv hervorzuheben sind die zusätzlich geplanten Finanzmittel für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen im Bereich des BMEL in Höhe von knapp 1,1 Mrd. Euro (2021-2023, Laufzeit des Energie- und Klimafonds), neben knapp 200 Mio. Euro bestehender Mittel für Energie- und Klimamaßnahmen sind dies zusammen knapp 1,3 Mrd. Euro bis 2023.

Speziell für die Förderung der Güllenutzung in Biogasanlagen zur Minderung von Methanemissionen sind 180 Millionen Euro in den Jahren 2021 bis 2023 vorgesehen. Gedacht ist an eine investive Förderung ergänzend zur bestehenden EEG-Sondervergütungsklasse (Gülleanteil > 80 Prozent). Die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen (bisher über die BLE) soll fortgesetzt werden. Weitere Maßnahmen zur Förderung der Senkenleistung im Bereich Humusmehrung in landwirtschaftlichen Flächen sind geplant, aber nicht konkretisiert. Insgesamt etwa die Hälfte der Mittel sind für Klimaschutz im Wald vorgesehen.

Eine detaillierte Übersicht über die Verteilung der „BMEL-Klimamittel“ auf die einzelnen Maßnahmen ist Seite 2 der BauernInfo Energie zu entnehmen.


Verteilung der „BMEL-Klimamittel“ auf Einzelplan 10 und EKF

                                                                                          Angaben in Millionen Euro

Quelle: Ergänzungshaushalt des Bundes vom 2. Oktober 2019, BMEL-Arbeitsunterlagen

18.10.2019
Bauern-Demo in Bonn „Es ist 5 vor 12“
Geflügel

Info Geflügel

Auf Initiative des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) haben diesen Montag rund 1.000 Landwirte, aber auch Obst- und Gemüsebauern aus NRW und Rheinland-Pfalz vor dem BMEL in Bonn gegen das Agrarpaket und eine zunehmende Ver-ordnungs- und Auflagenflut protestiert. Begleitet wurde die Kundgebung unter dem Motto „Es ist 5 vor 12“ durch zahlreiche Traktoren, die zeitweise den Verkehr zum Erliegen brachten. DBV-Veredlungspräsident Johannes Röring verlangte machbare Lösungen für die Tierhaltung. Die Tierhaltung in Norddeutschland zu halbieren, wie vom Bundesumweltministerium kürzlich vorgeschlagen, sei eine Kampfansage an die Landwirtschaft. BMEL-Staatssekretär Dr. Aeikens stellte sich den Forderungen der Landwirte, verteidigte aber das Klimapaket als ausgewogen und verwies beim Düngerecht auf die Auflagen der EU, beim Agrarpaket zeigte sich Aeikens allerdings gesprächsbereit.

Die Landwirte unterstrichen mit der Kundgebung, dass es keine Zukunft ohne Bauern gibt. Sie sind bereit, den längst begonnenen Veränderungsprozess konsequent im Sinne von Klima-, Umwelt- und Naturschutz weiter voranzubringen. Allerdings bedarf es neben der Anerkennung ihrer Leistungen, so z. B. für den ländlichen Raum, auch einer zukunftsfähigen Einkommenssicherung.

Die Veranstaltung vor dem BMEL war der Auftakt einer Serie von Bauernkundgebungen, die in den kommenden Tagen in ganz Deutschland folgen werden. Am Ende reiche, so die Auffassung der Verbandspräsidenten, lauter Protest alleine aber nicht aus. Im Dialog mit den Entscheidungsträgern müssten vertretbare Lösungen für die Landwirtschaft gefunden werden.

18.10.2019
EU-Netzwerktreffen zur Antibiotikaresistenz
Geflügel

Info Geflügel

Vertreter der öffentlichen Gesundheit und der Tiergesundheit aus allen 28 EU-Ländern sowie Experten der Kommission und EU-Agenturen haben Mitte Oktober 2019 in Brüssel getagt. Hierbei handelte es sich um das halbjährliche Treffen des AMR One-Health-Netzwerkes der EU (AMR = antimikrobielle Resistenzen). Es wurden die Ergebnisse der jüngsten Überwachungsumfrage von WHO, OIE und FAO zur Umsetzung des AMR-Globalaktionsplans vorgestellt, um eine Bestandsaufnahme der erzielten Fortschritte vornehmen zu können. Weiterhin standen die neuesten Schlussfolgerungen des EU-Rates und die Ergebnisse der Ministerkonferenz zu AMR im Fokus der Diskussionen. Zudem hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gemeinsam mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ihre jeweiligen Aktivitäten im Kampf gegen AMR präsentiert.

18.10.2019
Konjunkturbarometer Agrar bestätigt schlechte Stimmung in der Landwirtschaft
Geflügel

Info Geflügel

(DBV) Die Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Laut der aktuellen repräsentativen Umfrage hat sich die wirtschaftliche Stimmungslage der Betriebe noch einmal erheblich verschlechtert. „Diese Ergebnisse sind ein sehr deutlicher Beleg für die schwierige wirtschaftliche Situation und eine hochgradige Verunsicherung der Landwirte. Die deutsche Landwirtschaft befindet sich klar im Abschwung. Wir Bauern brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit wieder Zukunftsinvestitionen getätigt werden können“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied. So wollen derzeit nur 30% der Landwirte in den kommenden sechs Monaten investieren. Besonders die Investitionen in Tierwohl fördernde Ställe bleiben sehr verhalten. Die Liquiditätslage der Betriebe hat sich ebenfalls seit Juni verschlechtert. Durch die schwierigen Witterungsverhältnisse in diesem Sommer ist besonders in vielen Betrieben im Osten Deutschlands die Liquidität sehr angespannt. Während die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Veredlungsbetriebe noch relativ positiv ausfällt, fällt sie bei den Acker- und Futterbaubetrieben deutlich schlechter aus. Besonders die Erwartungen an die künftige wirtschaftliche Lage haben sich bei allen Betriebsformen deutlich verschlechtert. Weitere dämpfende Einflüsse waren in den letzten Monaten die Entwicklung der Getreide-, Milch-, Schweine- und Rinderpreise, häufig die Enttäuschung über die Ernteergebnisse sowie die nationale und EU-Agrarpolitik. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bauernverband.de/konjunkturbarometer-agrar-sept-2019