Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

22.11.2019
Klimawirkung durch Methan geringer
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Die Rinderhaltung, der Fleisch- und Milchkonsum stehen in der Klimaschutzdebatte aufgrund des hohen Methanausstoßes von Wiederkäuern in der Kritik. Dabei werden Unterschiede in der Klimawirkung von Methan und anderen Treibhausgasen ausgeblendet. Das DBV-Magazin dbk hat dazu die Klimawissenschaftlerin Dr. Cain interviewt, die an der Universität Oxford zur bislang überschätzten Temperaturwirkung von Methanemissionen forscht. Näheres hierzu finden sie hier.

22.11.2019
Erklärung zur Umweltministerkonferenz
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Landnutzer aus dem gesamten Bundesgebiet fordern von den Umweltministern von Bund und Ländern eine Politik unter der Überschrift „Kooperation statt Verbote – Dialog statt Konfrontation“. In einer gemeinsamen Erklärung wird die Politik aufgefordert, Insektenschutz nur im Dialog und in Kooperation mit den Landnutzern umzusetzen und im Zusammenhang mit der Novelle der Düngeverordnung und beim Gewässerschutz stärker regional zu differenzieren und die Kooperation zu stärken. Die gemeinsame Erklärung ist hier zu finden.

22.11.2019
Grundrente
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die geplante Einführung einer Grundrente. Es sei eine Frage der Gerechtigkeit, dass Personen, die lange gearbeitet haben, im Alter nicht auf staatliche Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Allerdings vermisst der DBV entsprechende Regelungen für die im Sondersystem der Alterssicherung der Landwirte pflichtversicherten Bauernfamilien. Der Gesetzgeber sei gefordert, unter Beachtung der Besonderheiten des Systems angepasste Regelungen zu treffen.

22.11.2019
Brasiliens Rindfleischexporte nach China boomen
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Die gesamten Rindfleischexporte Brasiliens lagen im Jahr 2018 bei 1,64 Mio. t, ein Plus von 153.400 t bzw. +10 % zum Vorjahr. Der Exportumsatz stieg innerhalb eines Jahres auf 6,5 Mrd. US-$, ein Plus von 465 Mio. US-$ bzw. +7,6 %. Auch im Jahr 2019 hält dieser Trend unvermindert an. Im ersten Halbjahr 2019 konnte Brasilien seine Ausfuhren in der Tonnage um 28 % steigern. Die Verschiffungen in die EU kletterten um 14 % nach oben. Daneben werden die Handelsströme auch durch neue Exportmöglichkeiten durcheinandergewirbelt. So konnten im Handel mit China und Hong Kong deutliche Zuwächse erzielt werden. Allein nach China schnellten die Ausfuhren von 115 t im Jahr 2014 auf 322.400 t im Jahr 2018 in die Höhe. Volumenmäßig sind damit Hongkong und China innerhalb kurzer Zeit die wichtigsten Absatzmärkte für Brasilien geworden. China importierte insgesamt im Jahr mit 840.000 t (frisch und gefrorenes Rindfleisch) 20 % mehr als vor einem Jahr. Hauptlieferanten sind Brasilien, Uruguay, Australien und Argentinien die dorthin ihren Handel deutlich ausbauen konnten. Demgegenüber sind infolge der Staatspleite in Venezuela die Ausfuhren dorthin seit dem Jahr 2017 zum Erliegen gekommen. Während in die EU die wertmäßig edlen Teile, sprich Steakartikel, ihren Absatz finden, werden nach Asien vorwiegend die von der EU weniger favorisierten Nebenartikel geliefert. Allerdings berichteten argentinische Quellen kürzlich von einer zunehmenden Nachfrage nach den in der EU favorisierten Steakartikeln auch in China.

22.11.2019
Nitrat- und phosphatsensible Gebiete festgelegt
Umwelt und Landwirtschaft

Info Umwelt

Landeskabinett beschliesst Landesdüngeverordnung mit Grenzen der roten Gebiete

Am Montag hat das Kabinett von Ministerpräsident Stephan Weil die Landesdüngeverordnung abgesegnet, einschließlich der erst Mitte September veröffentlichten Grenzen der nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete. Sobald die Landesdüngeverordnung mit den Detailkarten im Nds. Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht ist, gelten in diesen Gebieten zusätzliche Düngeanforderungen des Landes. Veränderungen der Abgrenzungen wurden nicht vorgenommen, trotz der sehr deutlichen fachlichen Mängel. Komprimiert dargestellt gelten dann ab 2020 zunächst für die betroffenen Betriebe zusätzlich folgende Regelungen:

  • Vor Ausbringung eigener Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Festmist müssen eigene Nährstoffanalysen erfolgen, Richtwerte der LWK oder von Beratungsringen reichen dann nicht mehr; das Landvolk setzt sich hier dafür ein, dass eine einmalige Untersuchung pro Jahr ausreicht und Festmiste ausgenommen werden (kein verlässliches Probenahmeverfahren möglich); die Anerkennung von Schnellbestimmungsverfahren muss weiter vorangetrieben werden;
  • Tierhalter, die mindestens 35 Hektar Nutzfläche im nitrat- oder phosphatsensiblen Gebiet bewirtschaften (bei weniger als 35 Hektar, wenn 35 % oder mehr der gesamten betrieblichen Nutzfläche im Gebiet gelegen sind), müssen für ihre anfallenden flüssigen Wirtschaftsdünger ab Juli 2021 eine Mindestlagerkapazität für mindestens sieben Monate nachweisen. Betriebe mit weniger als 5 Hektar Nutzfläche im Gebiet sind davon ausgenommen. Das Landvolk setzt sich dafür ein, dass bei der Umsetzung dieser Vorgabe von der Düngebehörde Rücksicht darauf genommen wird, wenn es für den Betrieb z. B. aufgrund behördlicher Einschränkungen (Baurecht, Genehmigungshindernisse) oder anderer Umstände nicht möglich ist, die Auflage umzusetzen.
  • Nur in „nitratsensiblen/roten“ Gebieten: bei Ausbringung von Wirtschaftsdünger incl. Gärrreste (außer Festmist von Huf- und Klauentieren) auf unbestelltes Ackerland zur nachfolgenden Bestellung ist der Dünger innerhalb von einer Stunde nach der Aufbringung in die Ackerkrume einzuarbeiten; das Landvolk setzt sich dafür ein, dass Schleppschuhverfahren mit einem bestimmten Mindestschardruck bei Ausbringung auf unbewachsene Flächen als Einarbeitung anerkannt wird;
  • Nur in „phosphatsensiblen/schwarzen“ Gebieten: auf Schlägen mit über 25 mg Phosphat in der Bodenprobe (CAL-Methode) dürfen ab 2021 maximal 75 % der P-Ernteabfuhr durch Düngung wieder zugeführt werden, ab 2023 maximal 50 %. Schläge mit mehr als 40 mg Phosphat im Boden dürfen ab 2021 nur mit maximal 50 % der P-Abfuhr gedüngt werden, ab 2023 gilt dann bei diesen Bodengehalten ein P-Düngungsverbot. Das Landvolk fordert hier, dass die pauschale Vorgabe für das gesamte Einzugsgebiet eines Gewässers zurückgenommen und auf die Flächen beschränkt wird, bei denen mit einer unter Abfuhr verringerten P-Zufuhr nachweislich eine schnelle Verbesserung der P-Gehalte im Gewässer erreicht wird.

Da die Landesregierung die umfangreichen Landvolk-Stellungnahmen zu den mangelhaften Gebietsabgrenzungen nicht berücksichtigt und keine Korrekturen vorgenommen hat, wird das Landvolk betroffene Mitglieder, die diese Kritik vor Gericht bringen wollen, unterstützen. Der Verband bewirtschaftet keinen eigenen ldw. Betrieb und ist daher selbst nicht klageberechtigt. Interessierte Mitglieder, die von den genannten Auflagen betroffen sind, können sich dazu bei ihrem Kreisverband melden. Hier erfolgt die Koordinierung und Abstimmung über die möglichen Klageverfahren.

Weiterhin nutzt der Verband alle Möglichkeiten, mehrere fachlich nicht vertretbare, unverhältnismäßige Anforderungen, die zusätzlich ab Frühsommer 2020 von der Bundesregierung erlassen werden sollen, zu verhindern. Dazu zählt z. B. die Verpflichtung zur Unterdüngung mit Stickstoff um 20 % vom Düngebedarf.

22.11.2019
Zucker: Internationale Zuckerkurse bestimmen EU-Preisverlauf
Pflanzen

Info Pflanze

Die EU-Zuckerpreise haben sich seit Quotenende im Oktober 2017 dem intentionalen Preisniveau für Weißzucker von oben her angenähert und werden seitdem auch stärker von den Entwicklungen am internationalen Markt und der Veränderung der Roh- und Weißzuckernotierungen beeinflusst. Im Oktober 2019 hat der Auslandsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums, FAS, seine halbjährlichen Einschätzungen zur Entwicklung der Zuckermärkte in Indien und China veröffentlicht. Die Zahlen zum Außenhandel der beiden Länder fallen bärisch aus: Nach FAS-Einschätzung dürfte Indien seine Zuckerexporte 2019/20, trotzt deutlicher Produktionsrückgänge, von vorjährigen 4,7 auf 5 Mio. t steigern. Derweil dürften die Zuckerimporte Chinas um 0,1 auf 4 Mio. t zurückgehen.

22.11.2019
Was Landwirtschaft wirklich leistet
Öko-Landbau

Info Pflanze / Info Ökolandbau

Auf dem jährlichen Fachforum für Ökolandbau, trafen sich am Donnerstag, den 21.11.2019 wieder Landwirt/innen, Berater/innen, Firmen und Interessierte in Altwarmbüchen. In diesem Rahmen referierte unter anderem Christian Hiß, Gründer der Regionalwert AG Freiburg über die notwendige Neubewertung der agrarökonomischen Buchhaltung unter Einbeziehung sozialer und ökologischer Faktoren.

Das dazu durchgeführte und jüngst abgeschlossene Forschungsprojekt „Richtig Rechnen“ der Regionalwert AG ist vor dem Hintergrund entstanden, dass nachhaltig arbeitende Betriebe durch Maßnahmen (z.B. Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenmittel, extensivere Tierhaltung, regionale Herkunft von Betriebsmitteln, Verwendung von samenfesten Sorten etc.) negative externe Effekte der Landwirtschaft vermeiden und dafür einen zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten in Kauf nehmen. Der Mehraufwand und die damit verbundenen Kosten werden in der klassischen betriebswirtschaftlichen Perspektive meist vernachlässigt, bzw. die Leistungen der Landwirtschaft werden im Jahresabschluss nicht oder wenn, dann nur auf der Kostenseite berücksichtigt; nicht aber auf der Vermögensseite.

Christian Hiß möchte diese Lücke schließen und auch Fragen der sozial-ökologischen Verantwortung und der Nachhaltigkeit in Form von Kriterien in die Buchhaltung mit einfließen lassen. Dazu wurden im aktuellen Forschungsprojekt auf vier Betrieben in der Region Freiburg Leistungen und Daten zur nachhaltigen Betriebsführung erfasst, bewertet und monetarisiert. Zur langfristigen Finanzierung soll ein Fonds aufgebaut werden, dem die teilnehmenden Betriebe ihre nachgewiesenen Leistungen in Rechnung stellen können. Der Fonds kann von Stiftungen und weiteren Fördern für spezifische Leistungen (z.B. Biodiversität, CO2, Bildung) gefüllt werden. Das Forschungsprojekt startet nun als nächstes in die Pilotphase, und richtet sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe Deutschlands.

Weitere Informationen zur Regionalwert AG und dem Pilotprojekt finden Sie unter https://www.regionalwert-ag.de/

20.11.2019
Marktchancen Bio-Schweine im LEH
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Der Bio-Schweine-Markt (= <1 % der Schweine-mast in D) wächst weiterhin und das v. a. über den Absatz im konventionellen LEH. Interessierten Betrieben ist jedoch unbedingt zu raten, nur bei gesicherter Vermarktung den Schritt in die Umstellung zu gehen. Siehe hierzu Artikel von C. Wucherpfennig (Landwirtschaftskammer NRW) zu den Marktchancen.