Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

19.06.2020
Deutsche Rapsernte in jedem Fall unterdurchschnittlich
Pflanzen

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Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) taxiert die deuts che Rapsernte 2020 in seiner Juni-Schätzung auf 3,2 (Vormonat 3,25) Mio. t und damit gut 13 % über Vorjahr. Damit würde sie das 5-Jahresmittel von 4,1 Mio. t und das 10-Jahresmittel von 4,7 Mio.t jedoch erneut deutlich verfehlen. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Rapsanbaufläche in den meisten Bundesländern ausgedehnt, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Das gilt in besonderer Weise für Hessen (+57 %), das Saarland (+59 %) und Sachsen-Anhalt (+32 %). Nur in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein ist das Areal leicht geschrumpft. Die Hochburg der Rapserzeugung, Mecklenburg-Vorpommern, verzeichnet ein Flächenplus von 3 % auf 173.300 ha. Für Gesamt-Deutschland ist ein Flächenplus von 12 % auf 953.000 ha zu verzeichnen. Bei den Erträgen erwartet der DRV einen Schnitt von 33,6 (Vormonat 34,1) dt/ha, der das Vorjahr um 1,5 % übertreffen würde. Abzuwarten bleibt, ob diese Einschätzung aufgrund von Trockenheit und teilweise deutlicher Heterogenität der Feldbestände im Juli noch weiter zurückgenommen wird.

19.06.2020
Brotgetreidemarkt – Regen setzt Weizenpreise unter Druck
Pflanzen

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Mit der bevorstehenden Gerstenernte verliert der Brotgetreidemarkt weiter an Bedeutung. Die Regenfälle der vergangenen Tage waren sehr heterogen, haben aber bei vielen Weizenerzeugern die Sorgen um Ertragsausfälle vorerst genommen. Auf den tiefgründigen Lehmstandorten Niedersachsens kam der Niederschlag in den meisten Fällen noch rechtzeitig. Nur auf den schwachen Standorten und bei später Saat fallen sowohl die Bestandesdichten als auch die Anzahl der Körner deutlich ab. Angesichts der reichlichen Niederschläge auch in weiteren Teilen Deutschlands und der bevorstehenden Ernte  haben Handelsunternehmen in den vergangenen Tagen noch diverse Geschäftsabschlüsse in die Bücher geschrieben. Dies soll nach Angaben der Marktteilnehmer sowohl Restmengen an Weizen als auch an Roggen betreffen. Die eine oder andere Partie ex Ernte wurde dabei gleich mitveräußert. Die Regenfälle haben die Aktivitäten am Getreidemarkt noch einmal angekurbelt, allerdings auf sehr kleiner Flamme.

Die Weizenkurse an der Börse in Chicago haben in der vergangenen Woche kräftig an Wert verloren, sodass der aktuelle Stand nur noch bei umgerechnet 158 €/t liegt. Druck erzeugt vor allem das steigende Angebot aus der laufenden US-Winterweizenernte. Zusätzliche Belastungs-faktoren sind die global großen Weizenvorräte, die Aussicht auf konkurrenzfähiges russisches Weizenangebot am Weltmarkt in der zweiten Jahreshälfte 2020, aber auch die verbesserten Wetterbedingungen in weiten Teilen Europas, die die Ernteerwartungen heben. Da die US-Terminbörse mit der französischen verknüpft ist, haben die Terminkurse auch in Paris nachgegeben und infolgedessen auch die Kassapreise nach unten gedrückt. Hinsichtlich der Handelsparitäten ist der Großhandelspreis der Getreide- und Produktenbörse mit dem Börsenpreis in Paris vergleichbar. In dieser Woche hat die Produktenbörse für B-Weizen Lieferung August franko H-HI-SZ-BS einen Preis von 181 €/t für getätigte Geschäfte notiert. Damit liegt der Preis bereits leicht über dem Börsenpreis. Wo sich die Erzeugerpreise dann später finden werden, ist noch ungewiss.

17.06.2020
Ferkelkastration unter Isofluran- und Injektions-Narkose: • Antragsfrist für Förderung beachten, DLG-Merkblätter
Schwein

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Für das ab dem 01.01.2021 geltende Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration stehen die Injektionsnarkose durch den Tierarzt sowie laut Ferkelbetäubungssachkundeverordnung die selbständig vom Landwirt durchzuführende Isofluran-Narkose zur Verfügung. Isofluran hat keine eigene schmerzstillende oder schmerzausschaltende Wirkung. Deshalb ist gesetzlich vorgeschrieben, dass mindestens 30 Minuten vor der geplanten Inhalationsnarkose ein Schmerzmittel (Meloxicam) intramuskulär verabreicht wird.

Die DLG hat zu beiden Verfahren Merkblätter erarbeitet:

https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/schwein/dlg-merkblatt-454/

https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/schwein/dlg-merkblatt-453/?L=0

Wir erinnern daran, dass die Frist zur Beantragung der Förderung eines Isofluran-Gerätes bei der BLE am 30. Juni 2020 endet. Interessierte Sauenhalter sollten sich auch um die erforderlichen Schulungen bemühen.

www.lwk-niedersachsen.de Webcode: 01036858

(siehe Information vom 10.06.)

17.06.2020
DBV: Mehr Tierwohl erfordert Anpassung des Bau- und Immissionsschutzrechtes
Schwein

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Im Rahmen des Investitionsprogrammes für Stallumbauten drängt DBV-Präsident Joachim Rukwied auf zeitnahe Änderungen im Bau- und Immissionsschutzrecht, damit die Um- und Neubauten rechtlich überhaupt erst ermöglicht werden: „Wer mehr Tierwohl will, muss auch den Umbau von Ställen zulassen.“ Der DBV hatte den Ministerien hierfür bereits frühzeitig Regelungsvorschläge in Form eines Artikelgesetzes gemacht. Das Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des BauGB müsse mit diesen Vorschlägen zur Ermöglichung vom mehr Tierwohl unbedingt wieder verknüpft werden. Rukwied verweist darauf, dass die derzeitige bau- und genehmigungsrechtliche Praxis in vielen Regionen zu einem faktischen Stillstand jeglicher Weiterentwicklung der Tierhaltung führe. Die Vorschläge der Bundeslandwirtschaftsministerin, der Borchert-Kommission sowie die Diskussion um die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und um das Bauland- Mobilisierungsgesetz zeigten den gesetzgeberischen Handlungsbedarf an dieser Stelle mehr als deutlich auf. „Wir sehen, dass das Bundesumweltministerium diese Anpassungen blockiert. Hier wird Tierwohl ausgebremst“, so Rukwied.

17.06.2020
Corona-Virus: Schlachtunternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück vorübergehend geschlossen • Schweine werden umgeleitet
Schwein

Info Schwein

Heute Nachmittag haben der Kreis Gütersloh und Tönnies in einer Pressekonferenz über das Corona-Geschehen beim Schlachtunternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück informiert. Bei einem großangelegten Corona-Reihentest durch die Gesundheitsbehörden im Mai waren bei Tönnies zunächst nur wenige Fälle festgestellt worden. Nach Unternehmensangaben war allerdings bei späteren Tests ein Infektionsherd festgestellt worden. Obwohl alle Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt worden seien, habe es weitere Infektionen im Schweinefleisch-Zerlegebetrieb gegeben. Gestern wurden auf dem Werksgelände 1.000 Mitarbeiter getestet. Von den ersten 500 nun vorliegenden Untersuchungsergebnissen waren 400 positiv gewesen. Weitere Ergebnisse stünden noch aus. Aktuell beraten der Kreis Gütersloh und die Firma Tönnies, welche Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Mitarbeiter und für eine Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes umgesetzt werden müssen. Der DBV unterstreicht die Notwendigkeit, in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt Möglichkeiten zu erarbeiten, um unter kontrollierten Bedingungen (u.a. Quarantäne der Mitarbeiter) den Betrieb des Schlachtunternehmens möglichst zeitnah wiederaufzunehmen. „Aktuell fließt das verfügbare Angebot an Schlachtschweinen reibungslos ab. Dies tut es umso mehr, wenn Landwirte keine Panikverkäufe durchführen“, betont DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier. Er appellierte nochmals an Landwirte, Schlachtunternehmen und den Lebensmitteleinzelhandel, die Situation nicht auszunutzen und sich genauso verantwortungsvoll zu verhalten wie Anfang Mai bei einem ähnlichen Fall der Westfleisch in Coesfeld.

12.06.2020
Saisonarbeitskräfte: Ab 16. Juni Einreise über Landweg möglich
Geflügel

Info Geflügel und Schwein

DBV-Präsident Joachim Rukwied begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, Saisonarbeitskräfte für die Landwirtschaft ab 16. Juni 2020 wieder auf dem Landweg einreisen zu lassen: „Die bisherige Sonderregelung war sehr wichtig, um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit hochwertigen, heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten. Auch weiterhin stehen mit dem neuen Konzept Infektions- und Arbeitsschutzmaßnahmen auf den Betrieben an erster Stelle. Hy-giene- und Abstandsregeln sind weiterhin strikt einzuhalten.“

12.06.2020
Ernährungsreport verdeutlicht Wertschätzung der Landwirtschaft
Geflügel

Info Geflügel

Letzten Freitag hat BM Julia Klöckner den Ernährungsreport 2020 vorgestellt. Lebensmittel aus der Region haben an Bedeutung gewonnen. Beim Tierwohlkennzeichen sprechen sich 81% für ein staatliches, unabhängiges Kennzeichnungssystem aus. DBV-Präsident Joachim Rukwied bekräftigt hierzu „Wir freuen uns, dass die heimische Landwirtschaft eine so hohe Wertschätzung erfährt. Wir Bauern wollen auch in Zukunft die Bevölkerung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln versorgen und gleichzeitig noch mehr für Umwelt-, Klimaschutz und Tierwohl tun. Es muss aber allen bewusstwerden, dass das nicht zum Nulltarif geht, sondern sich in einem höheren Preis für Lebensmittel abbilden muss. Dieser Mehrwert muss auch bei den Bauern ankommen.“ Den gesamten Ernährungsreport 2020 finden Sie unter www.bmel.de/ernaehrungsreport2020 .